Muss ich mal los werden…

Mann, oh Mann – Pegida, Bärgida, Kögida – wie mich das ankotzt.
In Dresden gerieren sie sich als ‚das Volk’ und auch in Berlin ziehen sie bereits seit Wochen jeden Montag in Marzahn herum (wegen eines Containerheims für Asylsuchende – übrigens wochenlang fast komplett übersehen von Presse, Funk und Fernsehen).

In Köln und Berlin haben sie ihnen gestern das Licht abgedreht. BRAVO!

Ich habe nicht das geringste Verständnis für diese Demonstrationen. Ich schäme mich, dass es so etwas in Deutschland gibt.
Gerade war Weihnachten. Alle haben groß gefeiert. Und was? Die Geburt eines Kindes. Eine Geburt, die leider in einem Stall stattfinden musste – weil keiner die junge Familie aufnehmen wollte. Ha!
Und dann singen die auch noch Weihnachtslieder auf so einer Pegida – Demo. Ach nee, Verzeihung auf so einem ‚Spaziergang’. Crazy.
Sollte bestimmt was mit ‚deutscher Leitkultur’ zu tun haben, oder? Christliche Nächstenliebe scheint aber nicht dazu zu gehören, also zur Leitkultur…

Natürlich müssen wir Flüchtlinge aus Krisengebieten aufnehmen. Kann man so was überhaupt ernsthaft diskutieren? NEIN, wir sind ein reiches Land. Und auch wenn wir das nicht wären… !

Natürlich wird es bei der Aufnahme Probleme mit Einzelnen geben. Gibt es doch immer, wenn es um Menschen geht – egal, welcher Nationalität. Es soll ja sogar Deutsche geben, die hier und da Probleme machen.

Und was die Integration angeht: Die Integration der Flüchtlinge wird wahrscheinlich leichter sein, als die Glatzen zu integrieren, die in Marzahn und anderswo zugange sind. Als ich die in Aktion gesehen habe, ist mir schlecht geworden….

Aber was ist es, das gerade in Dresden Tausende angeblich ‚konservativ – bürgerliche’ Bürger auf die Straße treibt?
Die vor der Tür stehende Islamisierung und drohende Überfremdung im Tal der Ahnungslosen kann ja kaum schuld sein – bei dem verschwindend geringen Ausländeranteil in Sachsen. Außerdem gab ja wohl noch etliche, die aus der gesamten Republik anreisten – scheint eine seltsame Mixtur zu sein, die aus sozialer Unzufriedenheit, sich zu-kurz-gekommen fühlen, Unaufgeklärtheit und Rückwärtsgewandtheit besteht und dem Glauben daran, die Welt ließe sich fein ordentlich in Gute und Böse einteilen. Wie damals im Märchen.
Damit wird schwierig umzugehen sein….

Aufklärung, Weltoffenheit und Toleranz gingen jedenfalls nicht mit.
Die müssen jetzt alle anderen schleunigst einbringen….

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32 Antworten zu Muss ich mal los werden…

  1. Oda Peter schreibt:

    Liebes Fräulein Krise, ich lese seit langer Zeit Ihren Blog, hatte viel Spaß mit Ihnen, habe Ihnen aber noch nie geschrieben. Da Sie mir heute aber so sehr aus dem Herzen gesprochen haben, möchte ich mich nun doch einmal melden und mich herzlich für Ihre klaren Worte bedanken. Beste Grüße Oda

  2. oxypelagius schreibt:

    “ Die zu kurz gekommenen“ trifft es am ehesten. Mag mir gar nicht ausmalen, was passieren würde hätten wir 20% Arbeitslosigkeit. Dann würden nämlich die Arbeitgeberverbände und ihre Lobbyisten kein Mitgefühl heucheln. Wir haben in dieser Republik – der viertreichsten Volkswirtschaft der Erde – alle Jahre ca. 800tsd Sterbefälle und nur 720tsd Geburten. Wir brauchen Zuwanderung dringend. Die meisten von denen zahlen in die Sozial- und Steuersysteme ein, wenn wir sie nur lassen. Für die Volkswirtschaft ein guter Deal, da kann man schon mal ein paar Krokodilstränchen Rührung vergiessen. Die Pegida-Unterschicht handelt nach niedrigeren Instinkten, geprägt durch Unterschichtenfernsehen und Bausparvertrag. Das offizielle Deutschland nach knallharter Verteilungsrechnung. Verwerflich ist beides, denn die Schwächsten, binnen wie buten, kommen dabei wieder einmal unter die Räder.

  3. zitronentarte schreibt:

    Du sprichst mir aus der Seele! Ich kann es nicht glauben was in diesem Land stattfindet. Ich schäme mich!

  4. Dany schreibt:

    Nu muss ich auch mal meinen Senf dazu geben: Danke Frl. Krise!

    Schon von TEGIDA gehört: Tolerante Europäer gegen die Idiotisierung des Abendlandes

    http://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-mitte/article136046147/4500-Hamburger-setzen-ein-Zeichen-gegen-Pegida.html

  5. kinder-sind-unschlagbar schreibt:

    Ja klar, man kann es sich einfach machen und Pegida pauschal als „seltsame Mixtur zu sein, die aus sozialer Unzufriedenheit, sich zu-kurz-gekommen fühlen, Unaufgeklärtheit und Rückwärtsgewandtheit“ bezeichnen. Aber leider ist die Welt nicht so einfach Schwarz/Weiß, Böse/Gut.

    Man kann sich aber auch ernsthaft mit dem Thema beschäftigen, wie hier z.B.:
    http://app.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/whats-right-wieso-wird-pegida-nicht-ignoriert/11161634.html
    Bitte den ganzen Artikel lesen!

  6. disorder schreibt:

    Ich habe schon Verständnis für Demonstrationen allerdings müssen sich dei Leute fragen lassen, warum sie das unter der Fahne von Pegida tun.
    Und ehrlich gesagt, geht mir dieses „Unterschichten-Bashing“ auf den Senkel. Es ist eben nicht so sehr die Unterschicht, sondern es sind die verstörten Kleinbürger, die hier auf der Straße sind. Die sich für das Herz des Landes halten…

    Hier mal mein Senf zum Thema:
    http://club-debil.com/magazin/comment/vorwaerts-in-die-vergangenheit/

  7. marysmirror schreibt:

    Leider kommt die ganze Geschichte mittlerweile auch im Ausland an… Wir lassen eine Randgurppe für uns Außenpolitik machen und einen Eindruck erwecken, den wir nicht wollen… Ein Freund aus England schickt mir regelmäßig Reaktionen auf die Entwicklungen hier- man ist besorgt…
    Und wenn ich ehrlich bin, dann bin ich es auch. Ich weiß, dass ich ins Ausland gehen werde, sobald ich meinen Schulabschluss habe, um zu studieren, sollte sich das was jetzt abläuft durchsetzen, werde ich nicht zurückkommen. In einem Land, in dem das als normal agesehen wird, mag ich nicht leben.
    Ich finde es schade, dass diese Bewegung so viele Anhäger hat- dieser Post spricht mir aus der Seele…

    TEGIDA ist aber auch sehr schön😀

    Marie

  8. Xeniana schreibt:

    Und was die Integration angeht: Die Integration der Flüchtlinge wird wahrscheinlich leichter sein, als die Glatzen zu integrieren, die in Marzahn und anderswo zugange sind. Als ich die in Aktion gesehen habe, ist mir schlecht geworden…
    Ich stimme dem ganzen Artikel und insbesondere diesem Satz zu! Ich finde es auch unglaublich was unter dem Mantel der Meinungsfreiheit so möglich ist. Ein lautes Bravo für diesen Beitrag!

  9. Winnie Müller schreibt:

    Man kann sich natürlich ankotzen wegen ein paar Tausend Bürgern, die ein Promille der allgemein verarmten und meist sozial ausgestoßen im Elend sitzenden Bürger Deutschlands darstellt, die sich über die verlogene meist angelesene Gutmensch-Meinung einer privilegierten Schicht, die völlig einseitig Wirtschaftsflüchtlinge (50-60000 Euro braucht man ja für die Schlepperbanden) und reiche Asylanten (sind die einzigen die sich Flucht leisten können) als die Ärmsten der Armen hinstellen, noch zurecht aufregen können, während daneben Zehntausende Obdachlose und Millionen Deutsche in Armut und Hunger völlig unbeachtet dahinvegetieren. Diese Gutmenschen und Pharisäer kotzen mich wirklich an!!!

    • welt2 schreibt:

      Verstehe Ihren Kommentar nicht.
      Welche paar Tausend im Elend sitzenden Bürger sind gemeint?
      Regen die sich jetzt auf oder wer anders?
      Und worüber noch mal gleich?
      Argumentieren Sie auch, daß sich lieber den zehntausenden und Millionen Deutschen in Armut und Hunger zugewendet werden solle?
      Oder äußern Sie Kritik an solchen Äußerungen?

  10. die Sommers schreibt:

    Ein NEIN gegen Pegida.

    Ich frage mich allerdings auch oft, was passieren würde, wenn in [insert eine x-beliebige Villengegend] ein Asylantenheim gebaut wird. Weshalb schieben wir* politische Flüchtlinge nach erfahrenen Leid und Not in Gegenden ab, in denen auch eine soziale Not herrscht?
    Ich empfinde die „offenen Arme“ jener, die „von weit weg drauf schauen“ manchmal sehr geheuchelt.

    Ich beziehe keine Partei für Pegida oder Menschen, die Fremdenfeindlichkeit bei einem Spaziergang begehen oder andersweitig Gewalt ausüben.

    Gruß

    • E. schreibt:

      Es wird protestiert und es wird gebaut. Bitte nach „Hamburg Flüchtlingsheim Sophienterrassen“ googeln.

    • cassandra_mmviii schreibt:

      ich lebe in keinem Villenviertel, sondern in einem Viertel mit netten Einfamilienhäuschen und Garten. Schön ist es hier. Viele Familien mit Kindern, Musikunterrricht und Sportverein für den Nachwuchs sind selbstverständlich. Mütter fahren morgens ihre Kinder mit dem Rad zur Schule und danach zusammen weiter zum Einkaufen, Korb auf dem Gepäckträger. Gehobene Bildungsabschlüsse und Klaviere im Wohnzimmer. Ein aktives Vereins- und Kulturleben. Und so weiter.
      Hier leben auch Menschen mit Migrationshintergrund. Etwa 1/4 der Kinder in der Klasse meins Sohnes hat Migrationshintergrund. Oft kommt ein Elternteil wonanders her, das andere ist deutsch. Und viele fließige Russen🙂

      Und hier soll nun ein Containerdorf hin. Was ein paar meiner so gebildeten, kultivierten Nachbarn von sich geben, geht auf keine Kuhhaut mehr. Ich frag‘ mich dauernd, ob ich die ganzen Jahre so naiv war oder die grad erst mutiert sind.
      – Drogenverkauf
      – Wertverfall des Wohneigentums
      – Diebstähle
      – sexuelle Belästigung/Vergewaltigungen (da kam echt der Spruch „hier wohnen doch so viele blonde Frauen“!!!)
      – Export des syrischen Bürgerkrieges
      – muslimische Parallelgesellschaft
      – die werden alle schwarz fahren mit der Straßenbahn
      – wie soll denn das aussehen?
      – paßt nicht in die Sozialstruktur vor Ort
      – Gewalt gegen Kinder

      Man ist flexibel: sie selbe Frau sagte innerhalb von 3 Minuten: da kommen Dschihadisten, um hier weiterzumachen. Aus Syrien. Dann waren das Armutsflüchtlinge aus Marokko, ehemalige Straßenkinder. Die sind doch alle drogenanhängig. Kurz drauf waren es Terror-Kurden.
      Mangelnde Bildung kann man dieser Nachbarin nicht vorwerfen, ebensowenig ein geringes Einkommen.

      Man ist sich einig, dass Verfolgte aufgenommen werden müssen- aber bitte eben nicht hier… woanders paßt es doch viel besser…

  11. ClauDia OverMann schreibt:

    Da kann ich nur zustimmen, danke für diesen Beitrag.

  12. Frau Jule schreibt:

    richtigrichtigrichtig! ein sehr guter beitrag! ich klatsche dir dafür applaus. umso wichtiger, für toleranz auf die straße zu gehen gestern in hamburg mit über 4000 leuten. nichts gegen köln, aber immerhin! raus auf die straße für toleranz!
    liebe grüße,
    jule*

  13. Ayor schreibt:

    Leider wird in den meisten Medien ein unschönes Bild über PEGIDA erzeugt und aller plappern einfach nach und so entsteht eine vollkommen falsches Bild über Dresden und auch PEGIDA.

    1) Wer von den ganzen Menschen, die gestern GEGEN PEGIDA auf die Straße gegangen sind oder die hier Urteile und Kommentare posten hat sich mal das Positionspapier komplett durchgelesen und sich selbst seine eigene Meinung gebildet (die wenigsten vermute ich..)?
    Bitte einfach mal tun, ehe man hier disqualifizierende Kommentare abgibt oder so einen Artikel schreibt, wie oben geschehen.
    (hier der Link: http://www.menschen-in-dresden.de/wp-content/uploads/2014/12/pegida-positionspapier.pdf)
    Waren es 5%, 10%, .., 80%, .. 100% die das gelesen haben? Die meisten geht demonstrieren auf die Straße, weil irgendwelche Zeitungen und Leute übelste Meinungsmache betreiben und absichtlich Falschinformationen verbreiten und global erst mal pauschalisieren!
    (sieh auch Artikel: http://www.epochtimes.de/PEGIDA-Medienmanipulation-Warum-das-Medientheater-um-Pegida-das-eigentliche-Problem-ist-a1212194.html)

    In Dresden demonstrieren KEINE 18.000 Neonazis und Rechte.
    In Dresden demonstrieren unzufriedene Bürger – alles andere sind Pauschalisierungen!
    Viele der 18.000 Demonstranten würden und sind auch schon gegen Rechts demonstriert.

    2) Wäre PEGIDA in Berlin oder Köln oder Münster gegründet worden, wäre Dresden bestimmt bei Gegendemonstrationen mit ganz vorne dabei.

    3) Dresden hat jedes Jahr mit dem 13. Februar zu „kämpfen“. In Gedenke an die Opfer, an die grausame Zerstörung (Ja und nicht Dresden hat den Krieg geführt, diese Diskussion über die Ursachen dazu möchte ich hier auch nicht führen). Keine andere deutsche Stadt ist so zerstört worden.
    Jedes Jahr treffen Rechte aus GANZ DEUTSCHLAND in Dresden (Im Rekordjahr 2009 kamen etwa 7.000 Rechte ). Dresden zeigte IMMER Flagge mit Gegendemonstrationen, Menschenketten, wo blieb da der Rest in den anderen Städten, welche sich jetzt ach so cool auf die Schulter klopfen?

    4) Ja PEGIDA wird unterwandert von der Rechten Szene und das ist sehr unschön und gefährlich – dort müssen auch die Dresdner Bürger und Mitdemonstranten aufpassen.

    5) Ja PEGIDA, schon der Name ist abstoßend.

    6) Nein ich bin kein Freund von PEGIDA, nein ich mag Ausländer, ich habe im Studium mit vielen (gerade auch arabischen/muslimischen Studenten) zusammengewohnt und halte teilweise jetzt noch die Freundschaften.
    Aber ich hasse Selbstgefälligkeit, Oberflächlichkeit und Arroganz und mag momentan die Medien und den Weg den Regierung geht nicht wirklich!

    PPS: Danke an Frau Merkel, welche Waffenlieferungen in Kriegsgebiete liefert, sich an die USA anbiedert, die Bürger nicht vor Spionage der NSA schütze, Sachen verspricht die sie nicht hält (Maut- „mit uns wird es keine Maut geben“) , den kalten Krieg in Europa schürt (Politik gegen Russland,…).
    Danke für eine Neujahrsansprache der Frau Merkel:
    „Erst spricht sie zuerst von der Terrorgefahr durch den “Islamischen Staat” (“Diese Terrororganisation wütet ganz besonders in Syrien und im Nordirak, aber sie bedroht auch unsere Werte zu Hause.”).“, dann kurze Zeit später spricht sie sich gegen die Leute aus, welche sich genau gegen SOLCHE islamische Terrororganisationen ausspricht.

    BITTE, BITTE liebe Bürger Deutschlandes, lass euch nicht verarschen und bildet euch bitte wieder selber eine Meinung, selber wieder anfangen zu denken und nicht so unreflektiert aller Meinungen von Bild und Co. übernehmen!

    BTW: Wo ist as Impressum?

  14. MutterPappelheim schreibt:

    Ich bin da inzwischen sehr zwiegespalten. Also, ganz klar bin ich in der Position, dass die Überschrift, unter der diese Veranstaltungen laufen, diese Fremdenfeindlichkeit, die damit postuliert wird, dass die gar nicht gehen. Deutschland profitiert von dem Einfluss verschiedener Kulturen, von der Arbeit vieler Migranten und muss ganz selbstverständlich als sozial und wirtschaftlich freies und sicheres Land Menschen Schutz bieten, die diesen in ihrer Heimat nicht haben.

    Aber. Ja, aber. Je mehr ich mich mit den Demonstranten beschäftige, umso mehr glaube ich, dass es den meisten (15.000 am Montag in Dresden!!!) nicht vordergründig um Islamisierungsängste geht. Da geht es um ganz andere Ängste, viel existentiellere. Um die Angst, sozial abzustürzen und bei Hartz IV zu landen, vor allem.

    Wer nimmt denn diesen Menschen ihre Ängste? Die Medien nicht. Wie viel könnten sie an der Weltsicht vieler Menschen ändern, wenn sie die ausländische Herkunft der Menschen nicht nur bei schlechten, sondern auch bei guten Nachrichten hervorheben – oder, noch besser, ganz weg lassen?! Die Politiker auch nicht. Die schieben die Demonstranten in die rechte Ecke, da müssen sie sich nicht mit ihren Ängsten auseinandersetzen. Wie viel sicherer würden sich die Demonstranten fühlen, wenn Gesetze in ihrem Sinne entschieden würden (Erinnert ihr euch noch an die Proteste gegen Hartz IV? Und wie sinnlos sie am Ende waren? Oder die aktuellen Freihandelsabkommen. Was, die Bürger wollen das nicht? Uns egal, die Wirtschaft braucht das.)

    Nein, das eigentlich Schlimme sind nicht die „Spaziergänge“. Das eigentlich Schlimme ist, dass die Ängste der Menschen von ausländerfeindlichen, rechtsgesinnten Gruppierungen aufgefangen werden und nicht von den medien und Parteien, die alles in bessere Bahnen lenken könnten.

    Traurige Grüße,
    Steffi

  15. Herr Quer schreibt:

    Ich fand #schneegida wirklich unterhaltsam, es liegt nahe, die kruden Thesen und inhumanen Gesinnungen, die bei den PEGIDA-Leuten manchmal durchschimmern als die Minderheitsmeinungen einiger weniger Verwirrter abzutun, insbesondere wenn man sieht, wie der breite Widerstand gegen PEGIDA sich auf den Strassen formiert. Aber irgendwo sind da doch Menschen bei, die eine diffuse Angst hinter die Plakate der Rattenfänger treibt und die man mit Spott nur noch mehr ausgrenzt. Ihre Angst basiert ja nicht auf Fakten, sondern auf dem dumpfen Gefühl das da was sei, was bedrohlich sein könnte, was sie aber nicht fassen, begreifen oder verstehen können. Die Welt wird immer komplexer und was der Mensch nicht versteht, das fürchtet er. Diesen Menschen nicht mit Geduld immer wieder klarzumachen, das ihre Befürchtungen im Licht des Alltags gesehen nicht mehr so bedrohlich sind, wie die ewig gestrigen Menschenfänger ihnen einreden, bedeutet sie eben diesen zu überlassen. Also weiterreden. Irgendwann werden sie es begreifen, dass die Welt bunt ist und sein muss, damit alle darin leben können.
    Auch wenn man manchmal einfach nur noch …

    • kinder-sind-unschlagbar schreibt:

      „Ihre Angst basiert ja nicht auf Fakten, sondern auf dem dumpfen Gefühl das da was sei, was bedrohlich sein könnte, was sie aber nicht fassen, begreifen oder verstehen können.“

      Wirklich?
      Wolfram Weimer schriebt im oben verlinkten Artikel:
      „Denn die Sorge vor den Gefahren durch Islamismus und Parallelgesellschaften sind real. Billige Beschwörungsformeln von „Bunte Republik“ bis „Willkommenskultur“ wie eine Monstranz vor sich her zu tragen, hilft da nicht weiter.“

      Ich glaube auch, dass wir uns die REALEN Gefahren ansehen müssen und dagegen vorgehen müssen. Aber derzeit muss man schon aufpassen, nicht in die rechte Ecke gestellt zu werden, wenn man diese realen Gefahren (heute ganz aktuell: Paris …) offen ausspricht. Oder wie Weimer schreibt: „Es wächst offenbar eine Sehnsucht nach offenen Debatten jenseits des Gutmenschen-Politsprechs.“

  16. Herr Quer schreibt:

    Wirklich!
    Realität und Wahrheit sind für Psychologen zwei sehr subjektive Begriffe. Nur weil jemand in einem Artikel schreibt „Ist Real!“ ist es noch lange keine Wahrheit, sondern eine einzelne subjektive Meinung. Belastbare Fakten zeigen u.a., dass in Dresden 18.000 Menschen gegen ca. 4.000 in Sachsen lebende Muslime demonstrieren, weil sie sich durch diese bedroht fühlen und Parallelgesellschaften wittern.
    Reale (im Sinne von für alle akzeptabel belegbar) Gefahr sieht anders aus.

    Einfach mal bei Google „pegida fakten“ eingeben und einlesen. Geht schnell, versprochen. 🙂

    • kinder-sind-unschlagbar schreibt:

      Und trotzdem gibt es muslimische Parallelgesellschaften, Viertel, in die sich die deutsche Polizei nicht traut. Auch das kann man googlen, wenn man will.
      Möglichweise nicht in Dresden und auch nicht in Sachsen.
      Aber muss ich tatsächlich solange warten, bis diese Parallelgesellschaften in meiner Straße ausbreiten, ehe ich davor Angst haben darf oder darf ich mich auch schon damit beschäftigen, wenn es sie in der Nachbarstadt gibt? Auch sächsische Jugendliche gehen zum Studium nach Berlin …
      Nochmal:
      Natürlich fahren rechte und fremdenfeindliche Gruppen auf dem Pegida Zug mit. Wenn wir aber die tieferen Ursachen für die Bewegung weiter leugnen und die Augen vor den realen Problemen verschließen, dann stärken wir genau diese Gruppen.

    • kinder-sind-unschlagbar schreibt:

      gmx.de zum Thema „reale Gefahren“ in Deutschland:
      „Nach den Anschlägen in Frankreich stellt sich die Frage, wie gefährdet Deutschland ist. Offenbar wächst die Zahl der Islamisten deutlich an. Die Zahl der radikalislamischen Salafisten sei 2014 um rund 1500 auf 7000 gestiegen. Das berichtet der „Tagesspiegel“ unter Berufung auf Sicherheitskreise. Für 2012 hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz demnach noch 4500 Salafisten gemeldet, 2011 waren es 3800. Sicherheitsexperten sähen die Entwicklung mit großer Sorge, berichtet die Zeitung weiter. Das salafistische Spektrum gelte als gefährlich, weil es die meisten islamistischen Terrorverdächtigen hervorbringe. Experten betonten zwar, nicht alle Salafisten seien militant. Allerdings seien die in den Krieg nach Syrien ausgereisten Dschihadisten nahezu ausschließlich der salafistischen Szene zuzuordnen“

      Und jetzt kommen Sie mir nicht mit „18.000 Demonstranten und nur 4.500 Salafisten“. Wir erleben gerade, welchen Schaden drei von ihnen anrichten können…

  17. Charlie schreibt:

    Liebes Fräulein Krise,

    bislang habe ich gern Ihren Blog gelesen. Ab heute nicht mehr. Ist aber auch nicht schlimm. Bleiben Sie mal schön in Ihrem Wolkenkuckucksheim, wo alles so schön bunt ist.

    Je suis Charlie!!!

  18. rhadamanthys schreibt:

    Gerade die Beiträge in diesem Blog der letzten Jahre haben ja gezeigt, dass die Integration nicht immer so von alleine funktioniert. Auch das Vertrauen, dass die Schüler von Frl. Krise, trotz aller Bemühungen, alle ihren positiven Beitrag zum Lebnsunterhalt aller beitragen will sich nicht so recht einstellen. Mir ist dabei schon klar, dass die unauffälligen Schüler auch weniger Stoff für den Blog bieten. Ok, ich wohne jetzt seit einigen Jahren im Ausland und habe keine eigenen Erfarungen in Deutschland mehr, aber ich schätze, Herr Buschkowsky ist ausreichend unverdächtig, eine dumpfe Glatze zu sein und der sieht auch nicht alles rundum positiv.

    http://m.youtube.com/watch?v=JyoweZ3yrAM

  19. Ulla39 schreibt:

    Aus einem Artikel u.d.T.
    Frankreich geschätzt 31 %, tatsächlich 8%; Belgien 6% tatsächlich, geschätzt 29%… Deutschland tatsächlich 6%, „gefühlt“ 19%.
    Quelle: FAZ v. 10.1.2015, S. 11.

    Leute von Pegida und Co: Denkt mal nach!!! Habt keine Angst davor, Denken tut nicht weh!

  20. Ulla39 schreibt:

    Warum ist der Titel verschwunden? Es ist „Toleranztabelle. Wie hoch wird der Anteil der Muslime im Abendland geschätzt?“

  21. Ulla39 schreibt:

    Und noch etwas:
    Der größte Arbeitgeber in Dresden ist ein arabischer Muslim, hat die Frankfurter Rundschau recherchiert (s. FR vom 11.1.2014).

  22. Ulla39 schreibt:

    Natürlich FR vom 11.1.2015.

  23. Heini schreibt:

    Die veröffentlichten Meinungen von den PEGIDA-Organisatoren (inkl. des Thesenpapiers) empfinde ich als fremdenfeindlich. Ich habe ernsthafte Probleme mit dem Phänomen dieser „wir sind das Volk“-Demonstrationen.

    Die Aussenwirkung dieser Art der Meinungskundgebung ist für die Bundesrepublik nicht schön. Ich denke aber, dass wir das ertragen können. Ich bin eher genervt (angepisst) von Vertretern der (angeblichen) politischen Mitte, die immer wieder versuchen, mit dem Themen Asyl, Zuwanderung und kriminellen Ausländern Wählenstimmen zu bekommen. Das gibt es erstaunlicherweise in allen Parteien, unwidersprochen besonders im sogenannten bürgerlichen Lager.

    Mich ärgert es, wenn die Presse solche Statements unreflektiert wiedergibt. Noch mehr, wenn bestimmte Presseorgane Nachrichten so verzerren, dass sie damit Meinung bilden können (kein Wortspiel beabsichtigt). Ich bin mir allerdings bewusst, dass ich längst nicht objektiv bin (ich erinnere mich an dieser Stelle an eine Diskussion als Schüler mit meinem damaligen Gesellschaftskundelehrer, welche Zeitung stärker manipuliert; seine bürgerliche FAZ oder meine linksliberale FR. Er konnte das damals besser belegen, was mich dazu gebracht hat, mehr FAZ zu lesen.)

    Das Beste, was man sich erhoffen kann, ist wohl, wenn eine Zeitung mehrere auch konträre Meinungen wiedergibt. Aber selbst da muss man ja vorsichtig sein. Das Bonmot darüber, dass die Form der Erde nicht „umstritten“ ist, nur weil irgendwo jemand die Meinung vertritt, die Erde wäre eine Scheibe, finde ich in dieser Hinsicht sehr treffend.

    Insgesamt glaube ich, dass das Phänomen PEDIGA am Problem vorbeigeht. Ich habe auch mitunter das Gefühl, dass die politisch handelnden Personen die Bodenhaftung verloren haben. Dabei finde ich gerade das Gefühl befremdlich, dass politische Entscheidungen nach Umfrageergebnissen getroffen werden. Mir fehlt im poltischen Diskurs der Teil, den ich unter Meinungsbildung verstehe. Gegen zu wenig kontroverse Diskussionen hat es glaube ich wenig Demonstrationen gegeben.

    Das Gefühl vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger, poltische Entscheidungen fallen im Vakuum, kann ich jedenfalls nachvollziehen. Ich teile es häufig.

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