Achten Sie auch in dieser Sendung auf Schleichwerbung!

Bei Lidl drängen sich Stollen, Spekulatius und Co. schon mächtig in den Vordergrund, gefolgt von Kerzen und ähnlichem Dekokram. Der Blumenhändler an der Ecke hat voll auf Advent umgerüstet und letzten Freitag sah ich den ersten Weihnachtsbaum im zweiten Stock hinter der Gardine leuchten. So früh! Ist doch noch nicht mal Dezember!
Meine Ex-Kollegin Frau Herz lädt mich zur Weihnachtsfeier der Schule ein. Weihnachtsfeier! Jetzt schon? Es waren doch gerade erst Herbstferien!
„Du musst ja nicht kommen! Du kennst sowieso niemanden mehr,“ sagt sie düster. „Wir haben so viele Neue!“
Bisher war das jedes Jahr eine üble Hetzerei mit dem Einkaufen der Geschenke, immer samstags und immer auf die letzte Minute. Dieses Jahr mache ich das ganz entspannt, ich kaufe alles im November und gehe immer vormittags und auf keinen Fall am Wochenende und nur nach ausführlicher Recherche sämtlicher eventuell in Frage kommender Kleider-Schuh-Socken-und sonstiger Größen, dachte ich im Juli, als ich im See plantschend auf die Tannenbäume am Ufer sah. (Ja, okay, ich weiß! Strenggenommen waren es eher Fichten.) So einen Quatsch nimmt man sich auch nur im Sommer vor, wenn man das Gefühl hat, das nächste Weihnachtsfest läge auf einer anderen Zeitleiste.
Jetzt rückt es aber offensichtlich doch unerbittlich näher und ich habe natürlich noch gar nichts eingekauft, gebastelt oder sonstwie hergestellt.
Ich höre schon alle im Blog schreien: „Musst du doch auch gar nicht! Ist doch alles nur Geschäftemacherei! Der wahre Sinn von Weihna…“
RUHE! Der wahre Sinn von Weihnachten ist, dass man sich was schenkt! Punkt! Jeder jedem, so dass man nach dem Auspacken der Geschenke nur noch durch das kniehoch im Zimmer liegende Geschenkpapier waten kann und das Baby der Familie kurzfristig vermisst wird! DAS ist Weihnachten. Und natürlich, dass die ganze Familie da ist und man nett miteinander ist, aber das sind wir eigentlich immer. Na gut, fast immer. Das besondere Essen ist auch wichtig, aber nicht so übertrieben. Ach herrjeh, Plätzchen wollte ich auch mal wieder backen dies Jahr. Ich hab’ ja jetzt angeblich Zeit! Aber ich sehe schon, das wird eng. Plätzchen werden auch völlig überschätzt, die machen nur dick. Weihnachtsplätzchen besonders.
Ich sehe schon, ich muss mir einen Plan machen. Dringend. Sonst wird das wieder wie jedes Jahr. Und nachdem ich, seitdem ich im Pensionat bin, weder ordentlicher noch schneller geworden bin, könnte das sehr leicht passieren.
Ach ja – und falls es euch auch so geht und ihr noch ein Buch mit Geschichten zu Weihnachten kaufen wollt: Es gibt da so Weihnachtsanthologien… (Die braucht eigentlich kein Mensch, finde ich, aber viele kaufen sie doch. Und vielleicht gehört ihr ja zu diesen Leuten?) Dann könnt ihr auch gleich die kaufen, in der eine Geschichte drinne ist, die Frau Freitag und ich verfasst haben.
„ Aber erst wird gegessen!“ heißt das Buch und by the way, wir machen das auch wirklich so, also, erst essen und dann bescheren.
Apropos Essen: Wer kennt ein Rezept zu Zimtsternen, die man richtig ausstechen kann? Meine schmecken zwar astrein, sehen aber immer so unsternig aus. Wenn ich jetzt Rezepte LESE, komme ich vielleicht langsam in den Vorweihnachtsmodus …*hoff, backen muss dann
nicht mehr sein….

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26 Antworten zu Achten Sie auch in dieser Sendung auf Schleichwerbung!

  1. thehighwaytales schreibt:

    Also ICH finde, das Beisammensein der Familie ist das Wesentliche. Ich habe an Heiligabend Geburtstag – und muss meine Familie leider an die Enkeltochter der Lebensgefährtin meines Vaters abtreten, an Heiligabend. Und da bin ich nicht eingeladen – nicht, weil die mich nicht mögen, sondern weil sie nicht auf die Idee kämen.

    Also feiere ich am 22.12. (ja, vorfeiern – aber zwischen den Jahren hat auch niemand Zeit, Skiurlaub, und vorher bei allen möglichen anderen Verwandten). Mir kommt es auf das Zusammensein an – wobei, eingestandenerweise: Auf ein paar Teezeremonie-Utensilien als Geschenke freue ich mich dann doch. Mittlerweile habe ich somit drei Feiern in meinem Hause an Weihnachten oder drum herum zu organisieren: Vor-Geburtstag plus Vor-Weihnachten am vierten Advent mit meiner Familie, die an den Feiertagen keine Zeit hat. Geburtstag mit den Freunden am 23.12. Abends. Und Geburtstagkaffee mit der Schwiegerfamilie am Heiligabend … ohne eine gewisse Organisation geht das gar nicht, egal, wie viel Zeit ich habe. Man wächst mit den Widrigkeiten …

  2. Hannah schreibt:

    Ich habe es schon vor Jahren aufgegeben, ZimtSTERNE auszustechen (und dieses ewige Glasieren mit Hilfe von Zahnstochern…). Nene, bei mir gibt es wieder Zimtbällchen – der Teig ist der gleiche, und die Dinger sehen gleich viel schöner aus als schiefe Sterne.

    • Dirk schreibt:

      Achsoja, die Konditorin machte es anders: Teig ausrollen, Eischnee drauf und dann erst ausstechen.
      Den Rest dann wieder verkneten, mit gemahlenen Mandeln auf Konsistenz bringen und die nächste Lage. Das funktioniert tatsächlich, das Bepinseln hatte ich auch aufgegeben.
      Bällchen find ich aber auch ne gute Idee, danke!

  3. Dirk schreibt:

    Der Trick bei Zimtsternen ist eher das richtige Werkzeug. Es gibt Zimtsternausstecher, die man dann aufklappen kann. Hat mir mal eine Konditormristerin erklärt, und es funktioniert wirklich. Gibt’s zB auch bei amazon.

  4. 360hcopa schreibt:

    Ihre Fans mögen sie, schon wieder unter den TOP-Bloggern bei wordpress…..als wäre ihre lange „off“- Zeit unbedeutend.

  5. sirpamononen schreibt:

    2013.11.20/ 07.45 hängt das erste glitterherz an der tür oder wie die kalten tage wärmendes hervor bringen: wo ist die mütze, wo die vrrd wollene kappe! schubladen schieben stossen, sau kalt ist es draussen. und wieso klemmt das schubfach auch…rüttel rüttel polter und plums. etwas verknittertes liegt auf dem boden: ein lila h e r z der erstklässlerin, in eile versorgt, wahrscheinlich nach ostern. ein bisschen erstaunt schwillt die brust an… was soll’s, lieber vor weihnachten als vor ostern…da freut sich nicht nur die zweitklässlerin.

  6. Inch schreibt:

    Das Problem hatten wir gestern beim Plätzchenback Contest, also das mit den Zimtsternen. Wir haben den ausgerollten Teig dann ordentlich mit Mehl bestäubt, dann gewendet, die andere Seite auch mehlig bestäubt, die Sternchenförmchen in Puderzucker getaucht, bevor ein Stern ausgestochen wurde. Hat wunderbar geklappt und es sind auch wirklich Sterne aus dem Backofen gekommen

  7. Lisa schreibt:

    Schon lustig, dass ihr anscheinend nur wieder angefangen habt zu bloggen um das neue Buch zu promoten. Da fühle ich mir als Käufer eurer bisherigen Werke ehrlich gesagt auf den Arm genommen. Hätte ich gewusst, dass die Blogs dann nur noch Mittel zum Zweck sind, hätte ich die Bücher nicht gekauft …

  8. michathecook schreibt:

    Freue mich sehr wieder von ihnen zu lesen.. naja und ueber das kurzzeit vermisste baby unter den bergen von geschenkpapier habe ich hier in den bergen chinas mal sehr herzhaft gelacht.

  9. geee schreibt:

    was ich sagen wollte: die geschichte ist voll schöööön! der arme felix. aber der bekommt ja dann auch noch lob!

  10. Mai schreibt:

    Persönliche Zimtsternerfahrung, nach langen, leidvollen Jahren, in denen ich nach dem Backen über und über mit kleinen braunen Klümpchen beklebt war: Bei Rezepten, in denen Eigeld UND Eiklar in den Teig kommen, einfach das Eiklar weglassen (bzw. halt nur fürs Glasieren benutzen). Keine geschmacklichen Einbußen, Konsistenz super, kein Geklebe! Wenn man den Teig mit (zu viel) Mehl bestäubt, werden die Sterne gerne Steine. Übrigens: Willkommen zurück, Frl. Krise! Ich freu mich.

  11. Asda schreibt:

    Hmmm…also an original Zimtsterne kommt gar kein Mehl sondern nur gemahlene Mandeln! Sry..aber ist so!
    Teig vor dem Ausrollen in den Kühlschrank und dann schön mit gemahlenen Mandeln bestäuben. Nicht zu geizig damit sein. Die Ausstechform regelmäßig anfeuchten hilft ungemein. Und wenn die Plätzchen dann auf dem Backblech sind werden sie mit dem Eischnee bestrichen. Ich back Zimtsterne seit Jahren so und es sind immer Sterne!🙂

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