Überraschungsei

Im Westen der Republik ist wie immer wärmer, nasser und windiger als in Berlin. Dafür wird es aber auch morgens später hell und abends später dunkel als im Osten.
Ich bin hier aufgewachsen, ich kenne hier alles und zwar diesseits und jenseits der deutsch-holländischen Grenze. Das Wetter, die Leute, die Essgewohnheiten. Dachte ich.
Aber heute hatte ich eine besondere Begegnung, ich machte nämlich die Bekanntschaft mit …

Nein, ich will von vorne anfangen: Ich stand in einem kleinen Geschäft unmittelbar hinter der (heute nicht mehr sichtbaren) Grenze, also schon in Holland und wartete darauf, dass die Verkäuferin aus dem großen Rad des oude goudse kaas – meinem absoluten Lieblingskäse – bröckelige Scheiben heraus schnitzte, als mein Blick auf die übereinander gestapelten Paletten mit den Hühnereiern auf der Wurst- und Käsetheke fiel.
Die Eier waren nicht braun oder weiß, wie man es erwarten konnte, sondern sie schimmerten golden. Seidenglanz!
Goldene Hühnereier!
Wouw!
Die perfekte Symbiose von Weihnachten und Ostern!
Vor Schreck habe ich ganz vergessen zu fragen, ob es sich um rohe oder gekochte Eier handelt, geschweige denn welche gekauft.

Da sieht man es wieder – Reisen bildet!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Ferien veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

23 Antworten zu Überraschungsei

  1. Schwebse schreibt:

    Nicht die Eier, dass Huhn musstu kaufen!!!

  2. frlstreberlin schreibt:

    goldene Eier? He…. ich hätt nach der Gans gefragt 😉

  3. inneres Stimmchen schreibt:

    Festtagseier… also auch in Holland und nicht nur in dem Jibi bei mir um die Ecke (die sind gekocht…) aha.
    Woha! Bildungserlebnis! O.O

  4. Till schreibt:

    Habe gestern GHETTO- OMA gelesen.
    Heute finde ich Ihren Blog.
    Deutsch- Holländische Grenze?
    Ich bin gerade in Aachen.
    Wo sind Sie?

  5. Mel schreibt:

    ach, bei Rewe gibts inzwischen die bunten gekochten Eier ständig, fand es auch etwas seltsam so jetzt an Weihnachten….aber goldene haben sie natürlich nicht *lach*

  6. GG schreibt:

    Eventuell war das diese „thermische Eieruhr zum Mitkochen“?

  7. pauker68 schreibt:

    Ich hatte mal ein Piepei: Chantal für mittlere Eier, Detlef war für weiche u.d Hartmut für harte, jetzt gibt es das goldene und hat leider keinen so schönen Namen. Oder:Dechamut?

    • Olaf aus HH schreibt:

      Was ist ein „Piepei“ ?
      Bitte klären Sie mich auf. Ich bin sicher nicht doof, aber das weiß ich nicht und wüßte es so gern.
      😉

  8. Ulla39 schreibt:

    Na ja, Eier – auch Bioeier,aus Freilandhaltung und wie die Formulierungen alle lauten – sollte man nicht mehr essen, so lange die Hühnerhalter so wie jetzt mit den Legehennen, überhaupt dem ganzen System umgehen. Ich sage das, obwohl ich sehr gern Eier esse, nein, gegessen habe.

    • Lys schreibt:

      Ich esse nicht so gerne Eier unddeshalb ist es für mich nicht so schlimm keine mehr zu essen… Aber in meinem FÖJ gab es immer die von unseren eigenen Hühnern (15 Stück, den ganzenTag draussen, …). Die haben wir auch verkauft. Also worauf ich hinaus will: Versuch doch mal einen Bauern in der Nähe zu finden, wo du dir die Haltung selbst anschauen kannst. Gibt ja in fast jedem Dorf jemanden der noch Hühner hält.

      • Ulla39 schreibt:

        @Lys, danke für die Anregung. Leider wohnen wir in einem vürnehmen Ort; hier gibt es nur noch einen halbherzigen Landwirt und schon lange keine Hühner mehr.
        Außerdem würde das nichts daran ändern, daß die geschlüpften männlichen Küken geschreddert werden – ja, so – denn diese Hühner sind aufs Eierlegen gezüchtet ( nicht auf Fleischlieferant). Und daß die Legehennen nach 12 bis 18 Monaten geschlachtet werden, weil sie sich dann verausgabt haben, ob Bio oder nicht.

      • Lys schreibt:

        Da haben wir wohl ein Missverständnis: Auf dem Hof auf dem ich war, wurden die Hühner nicht als „Einnahmequelle“ gehalten, sondern in erster Linie um den Eigenbedarf an Eiern zu decken und der Überschuss wurde verkauft. Da mit denen nicht gezüchtet wurde, gab es gar keine Küken (so wurden auch keine geshreddert). Naja, war nur eine Idee. In der Stadt ist das natürlich was Anderes, damüsste man dann evt alle 2 Wochen mal aufs Land raus fahren…

  9. wahnsinn22 schreibt:

    Ja, ein Piepei habe ich auch. Es ist rot und spielt „killing me softly“ für die weichen Eier 🙂 kein Witz!
    Ansonsten gibt es hier immer nur ganz bunte Eier oder zum Nationalfeiertag rote mit weissem Kreuz drauf. Aber Goldene habe ich noch nie gesehen. Eine Marktlücke!!
    Liebe Grüsse und einen guten Rutsch schon mal ins neue Jahr!
    asty

  10. Philip schreibt:

    Guten Morgen,

    da muss man nicht für nach Holland fahren:

    http://www.brauns-heitmann.de/sortiment/eierfarben/goldrausch/

    🙂

  11. Harriet Krohn schreibt:

    So was hab ich Weihnachten auch in Köln vorgesetzt bekommen. Aber nicht gegessen, ich hab’s nicht so mit Eiern …

  12. Barbara schreibt:

    Festtagseier auch am Steinhuder Meer. Gingen aber wohl nicht allzu gut. Es standen gestern noch viele da…
    Gruß
    Barbara

  13. birte schreibt:

    Solche Eier habe ich vor einigen Tagen auch hier im real gesehen…

  14. Graugrüngelb schreibt:

    Goldene Eier gibt es in Norddeutschland (HH/SH) auch, dafür muss man nicht nach Holland.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s