Kurz vor Feierabend…

„Meine Schwester heiratet nächste Woche, da können Sie gerne kommen!“ lädt mich Mohamed großzügig ein.
„Aber ich kenne deine Schwester doch gar nicht, Momo!“
„Macht nix! Sie kennen doch mich! Da kommen bestimmt so 500 Leute…!“.
Momo meint, da komme es auf einen mehr auch nicht drauf an, womit er vermutlich sogar recht hat.
Bei den Zehnern ist Heiraten gerade mal wieder Thema. Wahrscheinlich, weil es wegen des Ramadans einen gewissen Hochzeitsstau gab, der jetzt abgearbeitet werden muss. Syma und Melek erklären mir, es sei zwar nicht direkt haram, aber doch eher selten, dass man in der Fastenzeit heirate. Sie freuen sich schon auf die Hochzeit von Mohameds Schwester und überlegen, was sie anziehen sollen.
„So, Leute, jetzt malt aber mal weiter!“ versuche ich die sinkende Arbeitsmoral anzuheben, aber genauso gut könnte ich ich einer Kuh ins Horn petzten…wie der Hesse zu sagen pflegt.
Freitags in der 7. und 8 Stunde Kunst im zehnten Schuljahr! Wenn die Schule schon so gut wie leer ist! Voll die Zumutung. Immerhin sind wir uns einig: Besser Kunst als Deutsch oder Mathe.
Die Zehner sind schön gechillt, sie wollen stressfrei ins Wochenende floaten und legen es nicht darauf an, mich zu reizen. Nein, sie haben sich sogar richtig gefreut, dass ich dieses Jahr wieder Kunst bei ihnen gebe, versichern sie mir.
„Ich mich auch!“ sage ich und das ist nicht gelogen. Ich bin nämlich heilfroh, dass ich um diese Uhrzeit nicht mehr bei meinen Kleinen Unterricht habe – die drei Stunden heute bei ihnen haben mir vollkommen gereicht. Diese präpubertäre Unruhe und Hektik! Ständig fällt einer vom Stuhl, alles muss man vier Mal erklären und nicht mal meine Witze verstehen die. Gut, sie sind irgendwie niedlich auf ihre Art, aber ich muss mich wohl erst wieder an diese unselige Altersstufe gewöhnen. Nicht Fisch und nicht Fleisch…

„Meine Schwester kann Sie noch auf Facebook einladen!“ Mohamed lässt nicht locker. „Sie sind doch bei Facebook, oder?“
„Ja! Aber du kannst mich ja lieber in ein paar Jahren zu DEINER Hochzeit einladen, falls es jemals dazu kommen sollte!“ Die Mädchen am Tisch lachen und stoßen sich mit den Ellenbogen an.
„Haha, Frl. Krise! Meinen Sie, ich kriege keine Frau? Vallah, sie werden sehen! Ich heirate nicht so Hässlichkeiten wie die!“ Er zeigt auf Syma und Melek, die entrüstet aufkreischen. „Ich heirate die Schönste. Und ich lade Sie ein!“
Mohamed grinst. „Ich könnte auch eine Tochter von Ihnen heiraten!“ überlegt er laut.
„Die sind schon ein bisschen zu alt für dich!“ gebe ich zu bedenken.
„Hm…und dann wären Sie meine Schwiegermutter!“ Momo sieht mich prüfend an. Der Gedanke scheint ihm zu zuzusagen.
„Sie verdienen voll viel, wa Frl. Krise?“
„Auf jeden Fall!“
Die Mädchen kichern. „Sie könnte euch schöne Geschenke machen!“ sagt Syma.
„Was schenkt man denn so als Schwiegermutter?“ erkundige ich mich.
„Geld!“ sagt Melek. „Und Möbel und Sachen für die Küche und Gold…!“
„Und ein Ticket!“ ruft Syma.
„Ein Ticket? Was für ein Ticket?“ Das habe ich noch nie gehört.

„Bei meiner Schwesters Hochzeit haben die Schwiegereltern auch so ein Ticket geschenkt!“ erklärt Syma wichtig. „Das machen heute voll viele Schwiegereltern so. Dass die Geheirateten schön wegfahren können nach der Hochzeit. Gleich oder ein paar Wochen später…in die Flatterwochen!“

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38 Antworten zu Kurz vor Feierabend…

  1. ipsa schreibt:

    „Gut, sie sind irgendwie niedlich auf ihre Art, aber ich muss mich wohl erst wieder an diese unselige Altersstufe gewöhnen. Nicht Fleisch und nicht Fisch…“

    Der Spruch erinnert mich an meine Schulzeit. Wir waren einer der schlimmsten Klassen auf unserem Gymnasium, aber vor unserer Mathe-/Biolehrerin hatten wir Respekt. Gegen Ende unserer Schulzeit ließ sie sich einmal zu folgender Bemerkung hinreißen: „Habe wieder eine 5. Klasse bekommen. Aus denen muß ich erst einmal richtige Schüler machen…“

    Genießen Sie das Sommerwochenende Frl. Krise, der nächste Montag kommt bestimmt – und schön, dass Sie wieder berichten!

  2. commonhoni schreibt:

    Da ist zumindest genug Zeit, Geld für so ein Ticket beiseite zu legen. Informieren Sie bei Gelegenheit doch einfach mal eine bzw die Tochter über dieses Vorhaben, ich wär auf die Reaktion gespannt 😀

  3. Idgie schreibt:

    Oh ja, türkische Hochzeiten. Die haben was.
    Ich wurde auf der Hochzeit von dem Sohn unserer Putzfrau der Station (Krankenhaus) eingeladen. Zusammen mit allen Kollegen der Station durften wir kommen. Dass wir weder Braut noch Bräutigam kennen war egal.
    1200 geladene Gäste und nen paar ungeladene (z.B. Freunde der eingeladenen Kinder u.Ä.) füllten eine gesamte Stadthalle. Aber toll wars.
    Pro Tip: Nicht pünktlich sein, mindestens ne Stunde zu spät sein. Sonst sitzt man da alleine. Und aus Frau muß man auf dem Klo die Luft anhalten. Schließlich rauchen türkische Frauen nicht vor Männern. Das wird also auf den Toiletten gemacht.

  4. Mel schreibt:

    klar, man macht die Flatter…deshalb Flatterwochen 🙂
    Habe heute auch schon viele Male gehört, dass am Samstag das große Fest ist, weil Ramadan zu Ende ist….aber von Hochzeiten habe ich nichts gehört.

    • Ulla39 schreibt:

      Wenn eine Anmerkung erlaubt ist: Am Samstag ist der letzte Tag des Fastenmonats Ramadan; das „große“ Fest, eigentlich das kleine (im Gegensatz zum großen Fest, dem Opferfest) ist am Sonntag.

  5. Sisi schreibt:

    Ohhhhhh wie schöööööön: die Kleinen nutzen eins meiner neuen Lieblingswörter (seit ich hier mitlese)…. Hässlichkeit 😉

  6. muttimeckert schreibt:

    Flatterwochen … weil die Nerven flattern?
    😉

  7. suannn schreibt:

    zu “ erstens kommt es anders“
    nur eine idee. wie wäre es, mal ein paar der “ alten “ schüler für eine stunde einzuladen und den “ neuen “ zu erzählen, wie wichtig lernen ist. die haben ja jetzt ihre erfahrung. und von gleichaltrigen lässt sich vielleicht der/die eine oder andere eher “ bekehren “
    suann

    • frlkrise schreibt:

      No! Oft schon probiert! Jeder muss seine Erfahrungen selber machen – leider.

      • Leseratte schreibt:

        Wie wahr!
        Kann das aus eigener Erfahrung und den Erfahrungen von Freunden und Bekannten nur unterschreiben , unterstreichen und hervorheben!

        Das auf die Nase fallen müssen kann sich auch ganz anders äussern:
        Mein „kleiner großer“ Bruder (6 jahre jünger als ich, er ist jetzt 18) besucht zur Zeit die 12. Klasse eines Gymnasiums, an dem ich mit 15 jämmerlich gescheitert bin. Heute wissen wir, das diese Schule unglaublich harte und hohe Anforderungen stellt. Er hat 37 (!!) Wochenstunden Anwesenheitspflicht. Er wackelt,kippelt, merkt langsam das er überfordert ist. Schüler, die schweren Herzens auf weiter entfernte Gymnasien gewechselt sind (sein jetztiges hat ein Einzugsgebiet von fast 100 (!)km Umkreis) , die mit einem sehr wackeligen Viererschnitt gingen stellten an den anderen Gymnasien fest das sie dort ohne große Anstrengungen einen 1er-Schnitt hinlegen konnten ! Alle die den Schritt zu wechseln wagten wurden mit einem Spitzenabi belohnt.
        Mein kleiner Bruder weiß das. Und er sagt: “ Aber hier kann ich mehr lernen, wenn ich es hier schaffe habe ich doch noch bessere Karten…“ Nichtmal Latein will er sausen lassen, obwohl er selbst das als eigentlich nicht nötig betrachtet will er die investierte Zeit nicht „aufgeben“.
        Vielleicht muss er in einem Jahr die 12. noch mal machen. Vielleicht kann er sich irgendwann doch noch für einen Wechsel mit fürchterlichen Fahrtzeiten, aber angemesseneren Anforderungen. Vielleicht kann er die Entscheidung nicht treffen und erhält ein Abitur was seinem Können nicht entspricht. Sein größtes Hindernis ist er selbst, und ich spüre das er langsam dahinter kommt.

        Egal wie viele Erfahrungsberichte man hört oder liest:
        Auf die Nase fallen muss man selbst. Wieder aufstehen muss man selbst. Hilfe und Unterstützung kommen dann oft aus den Ecken aus denen man sie am wenigsten erwartet. Wenn man sich überwinden kann die Hilfe anzunehmen geht man aus diesen Erfahrungen gestärkt hervor.

        Frl. Krise, (und auch Frau Freitag)- danke das sie schreiben. Ich lese jetzt schon ein über ein Jahr mit, habe zwei Sommerferien überstanden in denen ich sie ganz arg vermisst habe. Sie beide haben mir mit ihren Blogs durch eine ganz ganz schwere Zeit geholfen. Danke das sie schreiben. Danke das sie da sind.

        Die Leseratte

  8. Olaf schreibt:

    Nicht nur „lästern“ – das alles erinnert mich an ein schönes Erlebnis in etwa August 1988 (da war ich so Anfang dreißig). Meine damalige Liebste (mit der ich mich heute noch ab und an so gerne treffe und es sind schöne Begegnungen) und ich waren damals in Ägypten, hatten dort Freunde in Gizeh (ein Physikprofessor und eine Lehrerin an der dortigen deutschen Schule) besucht und dann nach einigen „Eingewöhnungstagen“ über drei Wochen das Land erkundet.
    In Alexandria sahen wir einen singenden/ tanzenden Menschenauflauf vor einem Kino oder Theater, gingen hin, wurden freundlich hineingebeten und haben Bauklötze gestaunt. Und waren dann sehr berührt. Im Saal eine tanzende und feiernde Menge, es wurden massenhaft kleine Kuchenkartons verteilt, auch an uns. Der junge Mann, der uns da „hineineskortiert“ hatte, erklärte uns sehr freundlich auf englisch, daß es eine Hochzeitsfeier sei. Auf der Bühne saß das strahlende Brautpaar im Licht, eine Bauchtänzerin schüttelte zu Livemusik alles, was sie hatte – eine tolle Stimmung, alle waren fröhlich am jubeln, tanzen und singen. Es ist (oder war damals jedenfalls) dort üblich, daß arme Menschen eingeladen und mit Kuchen beschenkt werden, so die spätere Erklärung unserer Freunde in Gizeh.
    Dann wurden wir dem Brautpaar vorgestellt.
    Unser Hochzeitsgeschenk, das wir nicht dabei hatten ? Pure Improvisation. Ich hatte mein Tagebuch im Stadtrucksack dabei, habe mit Füller unsere herzlichsten Glückwünsche für die Zukunft und natürlich unsere Bewunderung für das Hochzeitspaar auf englisch zu Papier gebracht, Doris hat auch unterschrieben, dann haben wir die Seite vorsichtig herausgerissen und mit meinem Lesezeichen (ein Geschenkglitzerband, wohl von Weihnachten) zu einer „Botschaftsrolle“ gebunden und auf der Bühne dem Ehemann überreicht, mehr hatten wir einfach nicht dabei. Großes sehr freundliches, respektvolles und wechselseitiges Hinundher auf englisch (anders ging es nicht). Daraufhin hätte meine Liebste alle mit einem Bauchtanz begeistern dürfen (es gab ein lächelnd freundliches Angebot dafür), sie traute sich aber nicht. Verständlich. Eine sehr freundliche Erklärung von mir – als „ihr Mann“) wurde dann freundlich akzeptiert und alles war gut. Es waren sehr freundliche Menschen.
    Das ist eine der beeindruckendsten und schönsten Erinnerungen an die damalige Zeit an diesem Ort (ich bekomme schon wieder Gänsehaut auf den Unterarmen, wenn ich daran denke).
    Ich wünsche mir so sehr, daß es in Ägypten in diesen dort immer noch sehr unruhigen Zeiten eine gute erfolgreiche gesellschaftliche Entwicklung gibt, die das Land – vor allem die Menschen dort – voranbringt.
    Soviel zum Thema Hochzeit. Es muß nicht immer nervig sein…

    Alles Gute in Ihr Dorf, Sie herrliches Frollein !

    • Olaf schreibt:

      Sorry –
      eigentlich hat hier niemand wirklich „gelästert“ oder ? Miss krizzydings, vielleicht hatte ich deinen Kommentar nur falsch (gar als ironisch/ sarkastisch ?) gedeutet, mache Dich hübsch (bist Du ja schon…) und gehe ggf. hin mit Deinem Liebsten, freue Dich drauf und berichte uns.
      Alles ist gut. 😉

  9. Kallisto73 schreibt:

    Kuh ins Horn petzten?

    Ich komme aus Bayern, kenne Kühe sogar persönlich, aber ins Horn petzten kenne ich nicht. Was tun die Hessen mit den armen Kühen? Die Hörner absägen?

    • frlkrise schreibt:

      petzen = kneifen

      • Mel schreibt:

        petzen=kneifen nichtgleich hessisch! Am Rhein üblich…

      • Ulla39 schreibt:

        Eigentlich, liebe Krisi, spricht man vom Ochsen – jedenfalls in der Wetterau – dem man ins Horn petzt, ohne daß er darauf reagiert.

      • frlkrise schreibt:

        Stimmt! Hatte ich falsch abgespeichert….bin schon zu lange weg aus Hessen…

      • kaffeekaennchen schreibt:

        Das erinnert mich daran wie dumm ich aus der Wäsche geguckt habe, als sich die Kinder in der Schule bei mir (gebürtige Nicht-Hessin 😉 ) beschwert haben, als sie von einer Mitschülerin „gepetzt“ wurden. „Die hat mich gepetzt“- bis dato kannte ich nur „verpetzt“. Inzwischen ist mir der Begriff aber in Fleisch und Blut übergegangen.
        Ach so Frl. Krise, als ich eben durchs Dorf fuhr, begegnete mir eine mordsmäßig lange und weiße Stretch-Limo (normalerweise kommen einem hier nur Pferde, Gänse und Traktoren entgegen) und hielt vor dem Bürgerhaus. Eine schöne große türkische Hochzeit! Warst du vielleicht auch da?! 😉

      • Herr Anton schreibt:

        Diese Hessen petzen nicht nur Rindvieh und Mitmensch, sondern auch Kuchen. Nennt sich dann logisch „Petzkuchen“, anderenorts als Butterlochkuchen bekannt (ein Hefekuchen auf dem Blech, in den kleine Vertiefungen „gepetzt“ – beim Butterlochkuchen schnöde gedrückt oder gestochen – werden, die mit Butterflöckchen aufgefüllt werden. Vor dem Backen wird alles noch mit [Zimt-]Zucker und evtl. Mandelblättchen überstreut. Manche geben vor/nach dem Backen noch flüssige Sahne drüber – das konnten/können sich die armen Hessen aber nicht leisten).
        Grüße, Herr Anton

    • rotezora. schreibt:

      Ich als seit Generationen eingeborene Hessin kenne den Ausdruck „etwas ist wie dem Ochs ins Horn gepetzt“ (gepetzt=gekniffen), also vergeblich, weil man ins Horn eben nicht kneifen kann.

    • Baudoin schreibt:

      Jetzt muss ich mal als langjähriger Hesse outen. Als ich damals dahin zog kannte ich sie Redewendung auch nicht. Petzen hat zwei Bedeutungen: 1. das bekannte „erzählen, verraten“ (Und einer Kuh kann man ja bekanntlich viel erzählen…)
      und 2. (weniger bekannt) heisst petzen auch kneifen (wie in „Ich habe den Draht durchgepetzt“, sagte der Möchtegern-Handwerker). Und wenn man eine Kuh dazu bewegen will etwas zu tun, dann sollte man sie besser nicht ins Horn petzen, sondern anderswo hin, weil sie es am Horn ja nicht spürt!

  10. fraudehnertsallerlei schreibt:

    Vallah, Frl. Krise, dann geht´s in die Flatterwochen… 😀 Hab herzlichst gelacht! Ein schönes Wochenende! 🙂

  11. Mascha schreibt:

    Ich will auch die Flatter machen. Wo bekomme ich so ein Ticket ohne türkische Schwiegermutter?!

  12. welikethemoon schreibt:

    Jaaa, türkische Hochzeit! Gehnse ruhig hin, das wird bestimmt super! Vor allem könnten Sie dann einen Blogeintrag drüber schreiben.

  13. Evanesca Feuerblut schreibt:

    Toller Blogeintrag! Aber… Flatterwochen made my day!

  14. Wendy schreibt:

    Oh – türkische Hochzeit – ich war auch mal auf einer – ich war so um die 20 und jobbte nebenbei als Bonbonverkäuferin. Die Mitkollegin im gleichen Alter lud mich ein. Verwandschaftsgrad von ihr zum Brautpaar…. meines Wissens nicht vorhanden. Meines Wissens war sie auch schon eingeladen durch Freunde…. meine „berechtigten“ Einwände, daß meine Anwesenheit doch da sicher weder gewünscht noch durch irgendetwas gerechtfertigt sein wurde übergangen, abgewehrt und die Einladung bekräftigt. Und so fand ich mich am Samstag drauf mit der empfohlenen Verspätung im Saal ein.

    Genau richtig zum Brauttanz und der Überreichung und Ausrufung der Geschenke.

    Das Essen war eher weniger festlich – auf den Tischen mit Papiertischdecken standen schon alkoholfreie Getränke und Chipstüten – später gab es Hühnchen für alle – von Papptellern.

    Der Saal in Turnhallengröße (es war eine Turnhalle) war brechend voll – ich denke 500 Menschen ist untertrieben.

    Und dann wurde getanzt.

    Für mich war es auf jeden Fall damals ein sehr unerwarteteter persönlicher Einblick.

    Meine Mama war letztes Jahr auf einer „wohlhabenden“ assyrischen Hochzeit – auch 600 Gäste…. da hatte – weils doch festlicher war – das Brautpaar tatsächlich auf die Einladungen „bitte ohne Kinder kommen“ geschrieben – dran gehalten hat sich wohl kein Mensch 😉

    • Olaf schreibt:

      Liebe Wendy –
      dennoch mögen Sie sich dort vielleicht hätten freuen (können ?) oder haben etwas Freude gehabt (oder vielleicht so etwas in der Art) …
      ??

      • Wendy schreibt:

        Und lieber Olaf

        was bringt Sie auf die Idee, daß ich das nicht hatte????

      • Olaf schreibt:

        Liebe Wendy,

        genaugenommen weiß ich das auch nicht – Sie haben wohl recht.
        Es war eher als guter Wunsch gemeint und undeutlich von mir formuliert.
        Sorry.

  15. Christine schreibt:

    Wie immer großartig… ich habe schon eine Weile mitgelesen, aber mit eigenem Blog möcht ichs endlich offiziell machen.

  16. Frau X. schreibt:

    Immer wieder schön, Dich zu lesen, Frl. Krise. Ich war nur zu faul zum Kommentieren… Aber vallah, ischwör, ich habe keinen Artikel ausgelassen!

    Und jetzt mag ich ein wenig klugscheissern, so von wegen dem Ochsen und so:

    Es heißt nicht petzen, sondern pfetzen.

    »Pfetzen« ist sowohl im Grimmschen Wörterbuch (Leipzig, 1854) als auch im Duden (25. Auflage, Mannheim 2009) als ein Synonym für »zwicken, kneifen oder stechen« aufgeführt. Die Redewendung beschreibt also den Sachverhalt, dass es zu nichts führt, wenn man einem Ochsen in sein Horn kneift, da dieser das Kneifen nicht merkt.

  17. Nadine schreibt:

    Flatterwochen? Tolles neues Wort!

  18. stresserella schreibt:

    ach gott wie süß 🙂 und wirklich sehr schön geschrieben. ich schau jetzt sicher öfter vorbei 🙂

  19. Kennguru schreibt:

    War da irgendwo ein „zu“ zu viel???

  20. Anita schreibt:

    so schön zu lesen Frl. Krise, einfach herrlich

  21. Sandro schreibt:

    Seit wann haben Kühe denn Hörner?
    Als geborener Mittelhesse kenne ich auch nur „den Ochs‘ ins Horn petze'“

  22. Christiane schreibt:

    Flatterwochen – ich schmeiß mich weg!

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