Verwirrende Verhältnisse…

Die Noten befinden sich fix und foxi und durch die Hl. Zeugniskonferenz abgesegnet im Computer und harren auf Überführung auf die Zeugnisformulare. Das macht Karl – morgen, glaube ich.
Wozu da noch lernen, vallah? Voll sinnlos!
Die wenigen Schüler in der Zehn, die noch kommen, wollen jetzt irgendwie bespaßt werden, aber auf keinen Fall selber etwas tun…
Ich sammele an Zehnklässlern aus meinem Theaterkurs auf, was mir über den Weg läuft. Viele sind es nicht: Nur Gülten, Aynur, Nesrin, aber auch Malak und Fatima aus einem anderen Kurs gehen motzend mit mir.
Wir setzen uns in die Mensa und ich hole uns Tee und Kaffee.

„Frl. Krise, was ziehen Sie an auf Abschlussfeier?“ will Nesrin wissen und holt eine gewaltige Klappstulle aus ihrer Brotdose heraus.
„Weiß nicht,“ sage ich lustlos und rühre in meinem Kaffee. Immer diese Klamottenprobleme! Als hätte man sonst nicht schon genug am Hals.
„Ziehen Sie Kleid an? Ziehen Sie mal Kleid an, Frl. Krise!“
„Janein, mal sehen! Je nach dem, wie das Wetter ist!“
„Frl. Krise! Nie haben Sie Kleid an!“ Nesrin guckt mich strafend an.
„Will Ihr Mann nicht, dass Sie Kleid anhaben?“ Malak rückt mir auf die Pelle. Sie trägt ein schwarzes Kopftuch, einen Kasack im Leopardenlook, eine hautenge schwarze Hose und goldene Ballerinas. Sie spricht wie immer fruchtbar laut und klatscht sich mit Aynur ab. Ein Mann, der Frl. Krise was verbietet! Ein herrlicher Gedanke.
„Ach Quatsch, ich ziehe an, was ich will, Malak!“
Sie nickt und grinst. “ Ich auch! Aber mein Mann findet Kleider voll schön, Frl. Krise!“
Malak ist schon seit einem Jahr verheiratet, aber islamisch, nicht „deutsch“, wie sie mir mal erklärt hat, also ohne Standesamt. Sie war eine wilde Hummel und hatte schon mit dreizehn einen Freund. Ihre Eltern lösten den Fall auf ihre Weise…
Ihr Mann ist jetzt auch noch in der elterlichen Wohnung einquartiert, in der die Familie mit den sieben Kindern lebt.
„Frl. Krise, ich koche heute Abend was für mein Mann,“ sagt Malak. „Ich war gestern bei meine Cousine, die hat mir gezeigt, wie Pansensuppe geht. Mein Mann liebt Pansensuppe! Ich auch! Und Leber erst! Hm, voll lecker!“
„Ihhhh,“ Gülten schüttelt sich, “ voll eklisch, Leber! Was ist eigentlich Pansen, Frl. Krise?“
„Magen von Kuh! Stinkt übertrieben!“ Aynur weiß Bescheid, sie hält sich die Nase zu und macht würgende Geräusche.
„Stimmt!“ sage ich. „Ich habe das schon mal in Frankreich gegessen…aber neee, danke!“
„Aber schmeckt voll lecker!“ Malak freut sich über unsere Reaktionen. „Ich schwöre! Voll gut!“
Die Grazien wenden sich mit Grausen ab. Niemals würden sie das essen!
„Kochst du oft?“ will Fatima leicht angewidert wissen.
„Kommt drauf an, wie ich Lust habe,“posaunt Malak, „hab ich aber bis jetzt noch nie gemacht, Pansensuppe!“
„Was gibt’s bei Abschlussfahrt zu essen? Frl. Krise? Auf Boot meine ich?“ Nesrin beißt vorsichtig in ihr Brot. Wer weiß, was da drauf ist! „Keine Pansensuppe und kein Schweinefleisch, Frl. Krise, sagen Sie mal!?“
„Natürlich nicht! Frau Herz hat gestern ein schönes Büffet klargemacht!“
„Aber wir trinken ein Sekt zusammen, wa?“ Gülten ist Alevitin, da ist man nicht so streng, aber die anderen freuen sich auch schon aufs Anstoßen. EIN Sekt, das kann ja nicht sooo schlimm sein…Hauptsache, kein Schweinefleisch!
Nesrin fällt mir um den Hals. „Wir besuchen Sie, wenn wir weg sind!“ sagt sie tröstlich. „Wir kommen alle! Und wir haben ja auch face! Sie dürfen uns aber nich löschen! Ich lösche Sie auch nie, ich schwöre!“

Nach der Schule sitze ich mit Frau Herz fröstelnd vor dem neuen türkischen Restaurant neben der Schule. Wir bestellen Manti auf anatolische Art und beobachten einen Schwarm unserer Mädchen, die vorbei trudeln. Interessant, dass Derya und Hanan rauchen! Sie teilen sich eine Zigarette. Malak zieht auch mal an der Kippe und winkt uns zu. Nesrin telefoniert und Aynur haut aus Spaaaaß ihre jüngere Schwester. Sie kreischen und kichern und benehmen sich so pubertär, wie man sich nur benehmen kann.

„Pansensuppe“- işkembe çorbası- lese ich da auf der Speisekarte, die vor mir liegt.
Ich würde ja gerne einmal Malak zu Hause besuchen…

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59 Antworten zu Verwirrende Verhältnisse…

  1. Evanesca Feuerblut schreibt:

    Ich kenne das – darum hat man bei uns an der Schule Abitur etc. so gelegt, dass Wochen vor und Wochen nach den Prüfungen kein Unterricht mehr war, auch wenn nominell noch Schule war. Sonst hätten wir uns wohl, obwohl älter als Ihre Schüler, wohl genauso verhalten und uns nur noch „bespaßen“ lassen. (Das Worte finde ich übrigens toll, ich mag Neologismen!)
    Pansensuppe würde ich aber auch nicht essen *g*.

  2. GG schreibt:

    Gibt es eigentlich noch handschriftlich ausgefüllte Zeugnisse? Oder werden die heutzutage bis auf die Unterschrift komplett „maschinell erstellt“?

    • frlkrise schreibt:

      Alles „maschinell“! Das ist aber komplizierter und fehlerträchtiger als früher…

      • GG schreibt:

        Hmm, das hätte ich mir gerade andersherum vorgestellt: den Herrn Wolf so ganz lässig in Nullkommanix fertig mit den Ausdrucken …

    • Evanesca Feuerblut schreibt:

      Also schon mein Abschlusszeugnis und auch die letzten Halbjahreszeugnisse von vor drei, vier, fünf Jahren waren bereits völlig maschinell. Finde ich aber gut. Besonders in dem Feld, in dem der Lehrer kommentiert hat, hatte ich manchmal Probleme, die Lehrerhandschrift zu entschlüsseln.
      Als alles maschinell wurde, gab es das Problem zum Glück nicht mehr 🙂

      • GG schreibt:

        Ah, und ich hab noch überall richtig tolle Schönschrift von meinen Lehrern 🙂 . Na, das ist schon länger her.

      • Evanesca Feuerblut schreibt:

        Da hast du Glück gehabt :). Schönschrift konnte man das bei den meisten meiner Lehrer nicht nennen, ich war oft froh, wenn ich mit Hilfe mehrerer Mitschüler und der Eltern z.B. den Kommentar unter dem Aufsatz entziffern konnte.

    • laprof schreibt:

      Also ich „darf“ als Klassenlehrerin noch alle mit der Hand schreiben. Das sei persönlicher…

  3. Nele Abels schreibt:

    Hey işkembe çorbası ist voll übertrieben lecker – esse ich ziemlich oft bei mir um die Ecke! Oder die beste Lamaçun der Welt aus dem Holzofen für nur 2€.

  4. Nadine schreibt:

    Pansensuppe und Leber? *grusel* Würd ich ne spontane Nulldiät einlegen.

    • Nele Abels schreibt:

      Boah ey! Hast du denn schonmal Pansensuppe gegessen? Wenn du nicht weißt, was Pansen ist, würdest du das in dieser schönen schmackhaften Mehlsuppe nichtmal erahnen!

      Und eine schön gebratene Kalbsleber mit Kartoffelpürree und Apfelmuß – mmmmmmhm. 🙂

      Nele
      P.S. Mit Kalbsbries muss ich sicher nicht kommen…

  5. Sam schreibt:

    Am Ende des 10. Schuljahres wurden wir an meiner Schule wirklich nur noch „bespaßt“. Zum einen mit einem großen Erste-Hilfe-Kurs über 3 Tage – der war dann auch für den Führerschein nützlich. Und einen Tag ging es vormittags ins Kino, ein ganzer Saal für alle 10. Klassen 😀 Dann lag das Sportfest immer so spät, dass die 10. Klassen noch einen Tag lang dort mitgeholfen haben… dann noch der Wandertag und die Zeit zur Zeugnisausgabe war überbrückt. Nach den Abiprüfungen hatten wir dann auch frei, da wurde gar nicht erst probiert, uns noch mal in die Schule zu kriegen 😉

  6. Olaf schreibt:

    Kopfnote aus der siebten Klasse Gümnasiumschulle in Hamburg-Eppendorf (so etwa 1968/ 69, sinngemäß – auch wenn Töttel, also – “ “ – gesetzt sind, es hat sich mir auf ewig eingebrannt):
    „Olaf muß m.i.n.d.e.s.t.e.n.s. das ihm mögliche vollbringen, damit er fieptüddellüt, um trara, damit törööh…“ (Klassenlehrer Horst S.)
    Ja, was denn noch ? Mehr als das „ihm“ = mir mögliche kann/ konnte ich nicht !
    Ihr Lehrer könnt ja so fies sein ! Was ist aus mir nun bloß geworden ??
    Und damals (Ende der 60iger Jahre) gab es noch nicht einmal Döner zu kaufen.
    Das alles heißt heute wahrscheinllich „Posttraumatische Belastungsstörung“, Nur: Das kannte damals noch kein Schwein. Wäre es anders gewesen, wäre ich wohl schon mit 19 Jahren Frührentner geworden.
    Shit. 😉
    Ich war wohl meiner Zeit voraus… Nochmal 😉

    • Olaf schreibt:

      Ach ja – das muß ich zu seinen Ehren noch erwähnen: Es war h.a.n.d.s.c.h.r.i.f.t.l.i.c.h mit Füller in mein Zeugnis eingetragen (oben war unter dem Namen des Schölers etc. etwa über eine Drittel-DIN-a-4 Seite ein Kasten gedruckt, darunter wurden in Zeilen die einzelnen Fächer aufgeführt). Unterschrieben hatten dann der Klassenlehrer und der Schuldirektor.
      Frollein Krise – es ist mir klar: Ohne Lehrer geht es nicht, Ihr Beruf sei gesegnet, denn LehrerInnen (also natürlich auch Sie) zünden unseren Treibsatz, mit dem es ins Leben geht. Wie weit der dann reicht – das ist eine andere Geschichte.
      Fühlen Sie sich bitte geehrt ! 🙂
      Das alles ist ja auch schon lange her.

      • thymi schreibt:

        Kann nur auf diesen Beitrag antworten.
        F natürlich……..in Franken.
        😉

      • krizzydings schreibt:

        oweei sie waren auf dem hege? eine anstalt mit stil. geissens nachwuchs besucht diese hochehrenwerte einrichtung!

      • Olaf schreibt:

        @ thymi: Danke für die Geheimnislüftung. 😉

        @krizzydings: Ja, tatsächlich – ich war auf der Hegepenne, bis Juni 1975.Und es war in Ordnung.
        Aber wer ist Geissen ?

    • thymi schreibt:

      Lieber Olaf, offenbar wollte Ihr Lehrer ausdrücken, Sie gingen nicht gerade an Ihre Grenzen, aber ihm gab eben kein Gott, zu sagen was er litt…oder so…(Goethe)
      Da drückte sich einer der Lehrer meines Großvaters am Anfang des vorigen Jahrhunderts ganz anders aus: „G. strengt sich nicht an“.
      Und posttraumatische Belastungsstörung brauchen Sie auch nicht zu haben. Sie haben doch jetzt uns.

      • Katrine schreibt:

        Bei mir stand: „K. hat einen guten Anfang gemacht!“ Genauso, abgekürzt in Handschrift auf meinem ersten Zeugnis – die Lehrerin war bei 39 Schülern so überlastet, dass die Vornamen einfach gekürzt wurden, ich war nur noch K.
        Klar, dass bei so einem traumatischen Erlebnis nix aus mir werden konnte ;-)!

      • Olaf schreibt:

        Liebe(r*) Thymi,

        Sie scheinen für den Diplomatischen Dienst hervorragend geeignet zu sein… 😉
        Ich hätte damals gegenüber meinem Klassenlehrer vielleicht Goethe zitieren sollen: „Die Wirklichkeit reicht so weit, wie der Geist begreift, Herr S.“ Aber das kannte ich in der siebten Klasse noch nicht.
        Ansonsten mache ich mir, was „PTBS“ angeht, auch eher Sorgen um die LehrerInnen dieser (Blogger-)Welt…Um zwei von ihnen ganz besonders.
        Hier ist dann doch alles soweit gut („The fundamental things apply, as time goes by“ – und das war ja nun bis heute doch eine Menge time).

        Beste Grüße aus Hamburg

        (* Na ? M oder F ?)

      • HarrietKrohn schreibt:

        Bei mir stand mal, auch handschriftlich (aber wunderschön lesbar): „H. folgte dem Unterricht interessiert, äußerte sich jedoch nur gelegentlich.“ Um der Wahrheit Ehre zu geben: Ich habe mich im gesamten Schuljahr wohl nicht mehr als zehnmal gemeldet. 😀 Aber das hat sich ausgewachsen, und mit Beginn der Oberstufe hab ich mich einfach mehr beteiligt – sogar sehr viel. Obwohl mir *sämtliche* Lehrer immer wieder gesagt haben, ich müsste damit früher anfangen, in der OS sei es zu spät, die Kurve würde ich nicht mehr kriegen. Wohl! 😉

    • muttimeckert schreibt:

      Danke für das auf mein Gesicht gezauberte Lächeln und die durch Ihre Bemerkung wachgerufene Erinnerung an eines meiner Zeugnisse.
      Dort stand – in wunderschöner Handschrift der von mir so verehrten und geliebten Lehrerin:
      „I. verfügt über ein gesundes Selbstvertrauen.“
      Meine Mutter sah mich nach dem Lesen skeptisch an und kommentierte:
      „Du bist in der Schule genauso frech wie zu Hause …“
      🙂

      • Olaf schreibt:

        @muttimeckert: So kann ein erfolgreiches und erfülltes Leben durchaus beginnen.
        Und haben Sie Dank für Ihren Dank…
        Na ja – so ganz schüchtern war ich als Junge ja auch nicht gerade. Es war wohl eher eine Frage meiner damaligen Prioritätensetzung, mit der Herr Horst S. nicht ganz zurecht kam.
        Nachdem die Zeit die wesentlichen Dinge zurechtgerückt hatte, kann ich mit mittlerweile 56 Lebensjahren darauf verweisen, daß es für mehr als einige Bußgeldbescheide nicht gerreicht hat. Keine Gewalttaten, keine Suchtproblematik (von Bassetts Weingummi abgesehen, aber die sind – noch – legal) und ansonsten grünt doch noch etliches in meinem Bereich.
        Ganz ehrlich ?: Diese Romantik, wie sie in der „Feuerzangenbowle“ aufscheint, erfaßt mich manchmal in ähnlicher Weise, wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, auch wenn unsere Streiche vergleichsweise dünne waren.
        Und Katrine: Schön, daß Sie Ihr locker vergleichbares damaliges Leid 😉 hier offenbart haben – vielen Dank .Ich hoffe dennoch sehr, daß auch aus Ihnen nach diesem harten Erleben (einfach nur „K.“ gewesen zu sein und das auch noch in Ihrem ersten Zeugnis !)
        Ihren Weg ins Leben gefunden haben… 😉

      • Olaf schreibt:

        (Am Ende meines postings:)…etwas geworden ist und Sie Ihren Weg ins Leben gefunden haben.
        (Da ist wohl etwas durcheinandergekommen – sorry.)

    • Olaf schreibt:

      @ Thymi: Also F in Franken – ja klar, was denn auch sonst. 😉
      Beste Grüße aus Hamburg !

  7. Kejo111 schreibt:

    Unsere Prüfungsklassen sind schon längst weg … nur die paar Schüler, die lediglich den HSA nachgeholt haben, sind noch da, die bilden keine eigene Klasse.

    Leider hatte ich dieses Jahr gar keine Prüfungsklasse, so dass ich nicht davon profitiere, dass sie schon weg sind.

    Aber heute waren die letzten mündlichen Prüfungen, einige davon musste ich abnehmen. Bis auf eine Kandidatin haben sie alle die Noten bekommen, die sie „brauchten“.

    Hach, ist das schön, wenn die sich so dolle freuen! Und nun sind wir eigentlich durch mit dem Schuljahr – ich muss morgen noch die Noten ins System eingeben, und das war’s dann. Bis zum letzten Schultag sind’s noch anderthalb Wochen.

    • rhadamanthys schreibt:

      Noten, die sie „brauchten“, wenn ich das richtig verstehe, dann sind das die Aktionen, die uns in der Industrie zu eigenen Tests zwingen, da die Schulzeugnisse nicht zur Beurteilung geeignet sind.
      Damit tut man den Kindern langfristig keinen Gefallen, spätestens wenn jemand direkt für die Kinder Geld ausgeben soll, dann wird eine Gegenleistung gefordert werden.

      • Kejo111 schreibt:

        Dann hast du etwas falsch verstanden. Hätte ich besser schreiben sollen: „Die Schülerinnen haben die Leistung erbracht, die für die von ihnen gewünschte/benötigte Note erforderlich ist“?

        Von „geschenkten“ Noten, die den Wert bestimmter Schulabschlüsse ruinieren, halte ich ebensowenig wie du.

  8. Effi schreibt:

    Mit Pansen haben wir damals unseren Hund gefüttert. Gruselige Vorstellung, dass das Menschen essen 😀 Leber finde ich fast genauso eklig 😀

    • fast-wurzelkind schreibt:

      das war bestimmt grüner Pansen, der ist nur für den Tierbedarf, Pansen zum Kochen für Menschen ist gewaschen uns sauber und sieht aus wie helles feuchtes Leder, was soll die Aufregung wegen der Pansensuppe, bei uns heißt das Flecke, und da fahren viele drauf ab, ich selbst mags aber auch nicht

  9. thymi schreibt:

    Nach den Abiturprüfungen und vor der Abiturfeier waren wir überhaupt nicht mehr in der Schule. Wir waren im Freibad.
    In Bayern.

  10. klosterfrau schreibt:

    Ich finde das Zeugnisschreiben mit Computer vieeeel entspannter als früher mit der Schreibmaschine! Immer diese Angst sich zu vertippen! Aber dass wir die Zeugnisse heute auf popligstem Papier schreiben finde ich niveaulos. Wasserzeichen wäre schon schön.

  11. Tom schreibt:

    Och, so ein Flauzensalat (Flauzen = Kütteln = Pansen) ist lecker. Und erst die gebratene Leber mit einem Berg von gerösteten Zwiebeln mit ein paar Apfelstückchen und dazu das „Pü-Ree(h)“ von Kartoffeln…LECKER! Das sind urdeutsche Gerichte. Auch die mit Herz, Lunge und Hirn von den Paarhufern. Die Letztgenannten haben mir allerdings nie geschmeckt. Fragt mal eure Großeltern. Jedes Stück wude halt verwertet.

  12. lily schreibt:

    Die Zeugnisse, die ich aus der Oberstufe noch habe, sind sämtlich mit dem Rechner ausgefüllt worden. Damals, vor über 30 Jahren, hatte man allerdings nur Nadeldrucker und dieses Endlospapier mit dem Lochstreifen, damit der Drucker auch sauber transportierte. Mein Abizeugnis ist aber auf Wasserzeichenpapier und dem Anlass entsprechend in lehrerischer Schönschrift ausgefüllt. Ha.

    • Kejo111 schreibt:

      In der Oberstufe (ich gehörte zum ersten Jahrgang meines schläfrig-holsteinischen Gymnasiums, an dem ab ’77 die neuartige Studienstufe ausprobiert wurde) hatten wir Studienhefte – die mussten wir *selbst* ausfüllen mit den belegten Kursbezeichnungen und -themen. Die Noten trugen zum Semesterende die Lehrer handschriftlich ein. Das waren dann unsere Zeugnisse …

      • sprotte schreibt:

        Das hat sich im schläfrigen Holstein dann wohl ziemlich lange gehalten- ich (Abi 2004) hatte auch noch so ein Studienbuch. Sah bei mir immer saumäßig aus, da in den kleinen Spalten nie genug Platz für die gesamte Themenbezeichnung war und ich häufig Tintenkiller und Tippex einsetzen musste.

  13. Der Mathehügel schreibt:

    „gebratene Leber mit einem Berg von gerösteten Zwiebeln mit ein paar Apfelstückchen und dazu das “Pü-Ree(h)” von Kartoffeln“ da fehlt mir noch der Apfelmus und alles schön verrühren.
    Jetzt: LECKER !
    Aber Tripes in Frankreich sind echt der Horror.Weiß nicht mehr wie die in Portugal hießen, aber da waren die auch nicht besser.
    Meine 9. und 10. bereiten sich gerade voll panisch auf ihre mündlichen Prüfungen in der nächsten Woche vor. Und ich darf 10 Prüfungen in Chemie abnehmen.
    Das ist noch schöner als Schüler aufm Sportfest mit Matheaufgaben ärgern :-}

  14. Inch schreibt:

    Pansensuppe. Bei uns zu Hause hieß das „Pieben und Flecke“. War aber außer Pansen auch noch Euter drin.

  15. A. Hopfenschauer schreibt:

    Für den menschlichen Verzehr zubereiteten Pansen nennt man in hier eher „Kutteln“ und die haben in Südeuropa (also unterhalb der Mainlinie) eine lange Tradition. Während des Studiums in Bayern habe ich einmal versehentlich in der Mensa zu „Lüngerl“ gegriffen und nichtsahnend probiert: Gwääähh!
    Roald Dahls „Onkel Oswald“ („… und der Sudankäfer“) bezeichnet Kutteln übrigens als das zweitekeligste Gericht, das er je gegessen hat, knapp nach gesottenen Schafshoden…

  16. Frau Lehmann schreibt:

    Vielen dank liebes Frollein Krise für den schönen Blog, ich hatte einige unterhaltsame und lehrreiche Stunden bein durch“arbeiten“ in den letzten Tagen.

    Ich freue mich auf die kommenden Artikel, auf die neue 7. Klasse und bin gespannt, ob Emre, Ömur und Co die Kurve noch kriegen! Über „Face“ werden Sie ja sicher weiter informiert !

    Und Ihnen wünsche ich viel Spaß in den wohlverdienten Sommerferien, die ja quasi vor der Tür stehen.

  17. fire walk with me schreibt:

    Wie fies! Meiner Deutschlehrerin ist kurz vor knapp noch eingefallen, ein Diskussions-/Argumentationsprojekt mit uns durchzuziehen. Und meine Spanischlehrerin erwartet innerhalb der nächsten zwei Wochen von jedem von uns eine kleine Präsentation.
    Meine Lehrer sind eben schlau: Die bespaßen uns nicht, die lassen sich von uns bespaßen. (;

  18. Lieblingsschüler schreibt:

    Oh Mann, wenn ich mir vorstelle: Jetzt schon verheiratet? :-/
    Aber vielleicht wird sie ja damit glücklicher, als manch einer, der sich seinen Partner selber sucht…
    War das für Sie wirklich ein Trost, oder eher eine Drohung? 😀

    • Lieblingsschüler schreibt:

      Irgendwie ist das Zitat entschwunden:
      „“Wir besuchen Sie, wenn wir weg sind!” sagt sie tröstlich.“

  19. freudefinder schreibt:

    das wär ja auch nicht mehr nachzuvollziehen, wenn man das alles noch mit der Hand schreiben müsste.

    • Kejo111 schreibt:

      Das ist wohl wahr. Die Eingabe ins System jedoch nervt einfach nur. Sie ist recht kompliziert, weil sie nicht einfach als WYSIWYG läuft (also eine „Maske“, in die man einfach die Daten an den richtigen Stellen einträgt), sondern datenbankbasiert ist. Vergisst du, irgendein Häkchen zu setzen oder zu entfernen oder Bemerkungsfunktionen zu aktivieren oder zu deaktivieren, hast du verbockt …

  20. mum@work schreibt:

    Gerade diese Woche habe ich beim Aufräumen in Schwiegelterns Haus die Zeugnisse meines Mannes gefunden – und die des Schwiegertigers. Und letztere haben mich echt überrascht, sie waren eigentlich ziemlich schlecht und erst nach der Schule hat er durchgestartet. Seiner Hilfe habe ich zu verdanken, das ich Teile meines Studiums auch dann kapierte, wenn die Referenten grottenschlecht waren …

  21. wolfcat01 schreibt:

    einen schönen tag frl. krise und kommentatoren! 🙂
    mit viel lachern hab ich diesen artikel und auch die kommentare gelesen …diese handgeschriebenen bemerkungen meiner lehrer haben mich seinerzeit auch immer an den rand des wahnsinns gebracht . meine lehrerin bewertete meine handschrift immer als gekrakel“ wie der hahn auf dem mist“ … schade dass man früher den lehrern keine noten geben durfte. lediglich unser konrektor brachte es mit wenigen worten auf den punkt : im ersten halbjahr hieß es regelmäßig “ versetzung stark gefährdet“ im zweiten halbjahr “ steigt“ = versetzt !
    kurz vor den ferien haben wir allerdings damals auch nicht mehr viel gelernt , doch, ich muß sagen wir wurden von unseren lehrern auch ab und zu „bespaßt“
    zu den beschriebenen speisen : mein schwägerin kam aus dem allgäu und konnte hervorragend “ saure kutteln“ zubereiten , ich hab das bis heute nie wieder gegessen doch es hat ganz toll geschmeckt. kuheuter hat meine mutter früher ähnlich wie schnitzel zubereitet und leber mit viel zwiebeln, apfelringen und kartoffelstampf sind ein gedicht !
    alles in allem stelle ich zu meiner beruhigung fest : das verhältnis leher/schüler hat sich bis auf ein paar unbedeutende kleinigkeiten nicht geändert !
    herzliche grüße
    p.s. zu einer meiner ehemaligen lehererinnen pflege ich auch heute noch einen regen freundschaftlichen kontakt !

  22. Croco schreibt:

    Saure Kutteln sind was Feines.
    Bis auf meine Schwiegermutter und ich ist sonst keiner in der Verwandtschaft dieser Meinung.
    Und wenn einer denkt, er hätte noch nie Innereien gegessen, dann täuscht er sich gewaltig.
    Was, ganz ehrlich, glauben Sie, ist in der Wurscht drin? Ja, genau.
    Die Kuh wird verwertet, komme, was da wolle.

  23. abichaos schreibt:

    Hallo Frl. Krise!
    Bald haben Sie es geschafft für dieses Schuljahr… Ich bin bereits durch und habe seit Mittwoch mein Abi-Ergebnis: Bestnote 1,0…. :))
    Zusätzlich habe ich in den vergangenen Wochen bereits die Hälfte meines Eignungspraktikums für das Lehramtsstudium an einer Realschule absolviert… Also bei den pubertierenden Teenagern zwischen 10 und 17 Jahren… ;))
    Ich freue mich demnach wahrscheinlich ebenso sehnlichst auf Ferien… Die haben wir uns doch gründlich verdient, auch wenn der Abschied von bekannten Gesichtern mit Sicherheit auch etwas Wehmut hervorruft… ;))

  24. Frau Lehrerin schreibt:

    Hallo liebstes Fräulein Krise!

    Genau wie bei Frau Freitag schaue ich auch jeden Tag hier vorbei, um mir mein eigenes Lehrerleben zu erleichtern, da man ja doch manchmal froh ist, dass es nicht nur bei einem selbst SO läuft 😉

    Heute habe ich beschlossen, mir meine Geschichten (und davon gibt es mehr als genug!) auch von der Seele zu schreiben und einen Blog zu eröffnen. Und hier ist er :
    http://fraulehrerin1982.blogspot.de/

    Über ein bisschen Werbung und gerne auch konstruktive Kritik wäre ich sehr dankbar 🙂

    Liebe Grüße
    Frau Lehrerin

  25. Frl. Momo schreibt:

    Ey Frl. Krise, mach mal Podcast! 🙂
    Oder gibt es vielleicht schon einen? Oder ist einer geplant?

    Herrlich dieser Blog ! Mehr davon!

    • frlkrise schreibt:

      Das war heute der fünfhundertelfte Artikel dieses blog! Wem das nicht reicht, dem kann ich auch nicht helfen. Und es geht ja im neuen Schuljahr weiter…wahrscheinlich.

      • michael schreibt:

        Ey Frl.Krise,

        Musst Du nehmen 1 Euro fürs Lesen eines Artikels und zwei Euro fürs Schreiben eines Kommentars, Lehrer zahlen das Doppelte.

        Wirst Du reich!

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