Sportfest mit und ohne Beteiligung…

Der Wind bläst kalt durchs Stadion. Sportfest! Heute ist wieder Sportfest. Wie jedes Jahr. Normalerweise habe ich mittwochs erst zur 4. Stunde Unterricht, aber heute darf ich schon um halb neun aufschlagen, dabei ist das der einzige Tag in der Woche, an dem ich nicht komplett von acht bis vier in der Schule sein müsste.
Wenn wenigstens die Sonne scheinen würde…

Die Schüler haben sich auf der kleinen Tribüne versammelt, nur ganz hinten unter dem Schild „10. Jahrgang“ ist es ziemlich leer. Ich blicke mich suchend um. Wo sind denn meine Bagaluten?
„Frl Krise! Hier! Hallo!“ Gülten winkt mir. Sie trägt ein knallgelbes T-Shirt und ist bester Stimmung.
„Wo sind denn die anderen, Gülten?“
„Aynur und Hanna sind Klo, Hassan ist ma‘ kurz weg und Erkan und Musti sind umziehen. “
Na toll, immerhin sind sechs von 22 Schülern da. Mehr darf man wohl wenige Tage vor dem Ende des Schuljahres nicht mehr erwarten…
Der Stadionsprecher, es ist Herr Schmidt, ruft auch schon im Befehlston zum 75m Staffellauf der Klassen auf. Super. Da sollen aus jeder Klasse fünf Mädchen und fünf Jungen teilnehmen. Zum Glück taucht plötzlich Fatih auf und stellt sich mit an den Start und da trudeln auch noch gemütlich Emre und Ömür über den grünen Rasen.
„Los, Beeilung!“ Ich wedele wild mit meinem Schreibbrett. „Jungs, hierher, mitlaufen!“
Ömür guckt mich an, als ob ich ihm einen unsittlichen Antrag gemacht hätte. „Niemals! Ich hab mich für nichts gemeldet.“
„Und ich bin IMMER gelaufen!“ behauptet Emre, „Jedes Jahr! Dies Jahr will ich chillen. Ich laufe nicht!“
„Wie ihr meint.“ Ich bleibe ganz cool. Was solls? Ob sie mitmachen oder nicht, das beeinflusst schließlich weder den Lauf der Planeten noch meinen Gehaltsstreifen. Pffff… Jedes Jahr bin ich wie ein Hütehund über den Sportplatz getrabt um meine Schüler zu suchen, zu sammeln und zu ihren Wettkampfstätten zu treiben. Schluss damit, vorbei, ich werde mich nicht mehr unnütz aufregen. Nur noch diese und nächste Woche, dann ist eh alles …
„Mann! Wo bleibt ihr??“ Hanna hüpft wie ein Gummiball auf und nieder und befördert Mustafa und Erkan Richtung Start. Hassan hechelt hinterher und hinterlässt eine breite Spur von frischem Tabakgeruch…
Immerhin, fünf Jungen stehen am Start auf der einen Seite und auf der anderen haben sich meine Damen noch schnell ein Girl aus der Neunten organisiert. Gar nicht so dumm, denke ich. Und dann läuft Gülten einfach zweimal und alles ist geritzt.
Wir werden sogar Zweiter!
Aber dann kommt der Weitwurf. Erkan und Hassan werfen wie junge Götter, aber weiter als 60 Meter kommen sie nicht. „70 Meter hatte ich letztes Jahr!“ beschwert sich Erkan, so als ob ich daran schuld wäre. Was kann ich dafür, dass dieses Mal nicht ich, sondern ein forscher Sportreferendar die Entfernung schätzt …Ich habe das nicht so eingeteilt!
Springen will niemand. Auf meiner Liste stehen aber Fuat, Musti, Azzize und Leila.
„Frl. Krise, ich darf nicht, ich habe Narben!“ sagt Fuat dunkel und Musti behauptet, er sei zwar der beste Springer diesseits der Alpen, würde aber den anderen gerne aus purer Nettigkeit den Vortritt lassen. Hanna bemächtigt sich wieder meiner Liste und übernimmt den Laden. Ich trabe hinter ihr her und bewundere an der Sprunggrube Herrn Fischer, der seelenruhig so misst, als ob das Übertreten noch nicht erfunden sei.
„Wenn man aus einem brennenden Haus springt, kann man auch nicht drauf achten, ob man übertritt,“ sagt er fachmännisch und bückt sich. „4 Meter 20, Gülten!“

Der Meilenlauf, noch ein Staffellauf, das Fußballturnier…die Zeit zieht sich wie Kaugummi. Frau Schneider fährt gleich mit zwei Verletzten zum Unfallfallarzt, unsere Hanna und Hamudi aus der Parallelklasse küssen sich beim Fussballspiel, Mohamed fliegt vom Platz, weil er zweimal auf der Tribüne beim Rauchen erwischt wird, Elif kotzt nach dem Meilenlauf und ich habe alle Ergebnisse in die falsche Liste eingetragen – alles wie immer, nur kälter.
Am Ende drückt mir Aynur zwei Urkunden in die Hand, es tröpfelt ein bisschen, Herr Kröner verzankt sich mit seinen Jungen wegen einer Schiedsrichterentscheidung und die Platzwartin fährt mit einem Netto-Einkaufswagen über den Rasen und freut sich über die vielen leeren Flaschen in den Mülleimern.
Die Schüler trödeln nach Hause. Das war ein schöner Tag, finden sie.
Und wir Lehrer? Wir haben noch Zeugniskonferenz! Was sonst in diesen Tagen?

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53 Antworten zu Sportfest mit und ohne Beteiligung…

  1. Oh je, was für ein Tag – darum beneide ich die Lehrer nicht und die Schüler auch nicht, kann mich noch lebhaft an die Bundesjugendspiele, ja genau, meiner Jugend erinnern…das war schlimmer als Englisch- und Matheklausur an einem Tag.

  2. Evanesca Feuerblut schreibt:

    Sportfeste… ein Gräuel. Ich habe mich als Schülerin immer drumherum gedrückt – schließlich war ich seit der fünften Klasse zensurenbefreit und müsste somit nicht mitmachen, sollte aber immer hingehen um mit zu vermessen, Bälle aufzusammeln und sonstwie beschäftigt zu sein.
    Hm… wie war das noch mal mit „Miristschlecht“? *g*

  3. Ulla 39 schreibt:

    <> wie sympathisch vernünftig! Und Sie erst, liebe Krisi. Genau genommen weiß ich nicht, woher Sie die Kraft nehmen!

  4. Tarja schreibt:

    An das Sportfest in der 10. Klasse habe ich die besten Erinnerungen: Auf unserer Schule waren nämlich viele der Stufe 10 als Betreuer von Gruppen der unteren Klassen eingeteilt. Mir wurde damals eine superliebe Mädchentruppe aus der 5. zugeteilt – das war ein echt schönes Sportfest! Alle anderen habe ich erfolgreich verdrängt… 🙂

  5. Ulla 39 schreibt:

    Wo ist nur mal wieder das Zitat (Herr Fischer und Übertreten) geblieben? Gibt’s hier ’ne Zensur???

    • frlkrise schreibt:

      ??? Welches ZitaT ??

      • Ulla 39 schreibt:

        Dieses:“ Wenn man aus einem brennenden Haus springt, kann man auch nicht drauf achten, ob man übertritt,” sagt er fachmännisch und bückt sich.“ (Es hat geglückt.)

        Mit „Zensur“ habe ich nicht Sie, liebe Krisi, gemeint, sondern das Internet. Was nämlich z.B. das Wort „arabisch“ oder nur Ähnliches beim Absender enthält, wird von Unbekannt erstmal zu meinem Spam geschickt oder verschwindet überhaupt, und ich erfahre zufällig davon. Und das bei meinem Beruf!!

  6. michael schreibt:

    > “Mann! Wo bleibt ihr??” Hanna hüpft wie ein Gummiball auf und nieder und befördert Mustafa und Erkan Richtung Start

    Schau mal an, Hanna kann ja doch zu was nützlich sein. Vielleicht möchte sie ja Schleiferin beim Bund werden?

  7. Tupack schreibt:

    Hier gips Zensur: 1 mit * für Frl. Krise!!
    Unser Sportfest heute war super gewesen, war aber auch mit de Kleinen gewesen. Und die Betreuer warn so Jungens aus Klasse 5/6, die warn auch nett, ham sich aber dauernd beschwert, dass die Kinder so laut sind und ihnen nicht zuhören. 😉
    Und die Pendelstaffel warn Krimi und Freitag is gleich nochmal, weil die nich alle an ein Tag schaffen!

  8. Nadine schreibt:

    Bei uns hat die Schule die Bundesjugendspiele abgeschafft (bzw. in den normalen Sportunterricht verlegt) und wir hatten dann so „lustige“ Disziplinen wie Hoola-Hoop-Reifen hoolern und wer am längsten das Dingens um die Hüfte hat, oder Seilspringen oder die Jungs mussten Fußballmannschaften bilden und so Zeugs.

  9. Kejo111 schreibt:

    Bäh, Bundesjugendspiele, was habe ich die gehasst … unsportlich wie ich bin, habe ich nie auch nur eine einzige Urkunde bekommen.

    In den zehn Jahren, die ich an meiner jetzigen Schule bin, habe ich als Lehrerin nur einmal ein Sportfest erlebt – und das war super. Nix mit stur rennen, springen, werfen – nein, die Sportlehrer haben viele tolle Spiele entworfen, z. B. mit Schwimmflossen an den Füßen rückwärts in einem durch „Hütchen“ gebildeten Kreis um die Wette laufen. Die Kids hatten jede Menge Spaß, sogar die, die Sport hassen!

  10. grundschulkletterei schreibt:

    Ohje, hoffentlich läuft das an den Grundschulen besser. Wobei ich unsere Sportfeste immer in ganz guter Erinnerung hatte.

  11. lilo schreibt:

    Armes Frl. Krise! Sportfeste habe ich auch in ganz schlechter Erinnerung!
    Also ich weiß auch nicht, in Bayern (vermutlich weil das ganze Schuljahr vier Wochen Verspätung hat) waren die Sportfeste irgendwie immer bei 32 Grad im Schatten und unsere Lehrer nahmen es mit dem Übertreten und der Weite auch viel zu genau… Zum Glück sieht mein Mann mich nicht schreiben, sonst fiele er wieder ein :“ Der Schulweg war ja auch einfach 15km, beide Strecken steil bergauf und immer Gegenwind.. 😉

  12. Olaf schreibt:

    Aus irgendeinem Grund muß ich dieses Jahr bei dieser Geschichte wieder an „Monsignore Stramm“ und Herrn „Anton Hinlegen“ (Wendelin Haverkamp) denken…
    Eine Leserin Ihres herrlichen Blogs hatte es vor ca. einem Jahr zum selben Thema verlinkt:

    http://www.wendelin-haverkamp.de/hoerbeispiele

    („Bundesjugendspiele“ anklicken).
    In Ihrem Blogarchiv habe ich es nicht finden können, darum kommt es hier noch einmal direkt.
    😉
    Es ist jedes Mal wieder passend… Wunderbar.

    Herzlichst aus Hamburg

    • frlkrise schreibt:

      Haha…stimmt, darüber habe ich letztes Jahr sehr gelacht!

    • Anne schreibt:

      Danke, Olaf 🙂
      Ist mir (= die „Leserin des herrlichen Blogs“) auch sofort wieder eingefallen, ich wollte aber durch Doppelung nicht „vergesslich“ wirken 😉

      • Olaf schreibt:

        Hallo liebe Anne,

        hatten Sie das damals (2011) verlinkt ? Ich wollte es Ihnen jedenfalls nicht „klauen“, fand es nur wieder erwähnenswert – hätte ich den Post/ Ihren Beitrag wiedergefunden, dann hätte ich natürlich gern den verlinkt.

        Beste Grüße
        aus
        Hamburg 😉

      • Anne schreibt:

        Hallo Olaf, ja, das war ich – und ich freu mich einfach, dass sich jemand nach so langer Zeit noch daran erinnert 😀

  13. FrauSoooooo schreibt:

    Oooh-traumhaft-mit stehen am Dienstag die BuJus bevor-
    Bei der Gelegenheit….sind die Urkunden mit der neuen Unterschrift eigentlich schon da????
    Die haben ja neuerdings ne recht kurze Laufzeit die Bundesjugendspielpräsidenten….
    Dann wollen wir mal hoffen,dass es wärmer wird und mich nicht zuviel Atteste erreichen!!!!

  14. kingkenny7 schreibt:

    Das hat mich alles nicht weiter gewundert, abgesehen von dieser Stelle: „unsere Hanna und Hamudi aus der Parallelklasse küssen sich beim Fussballspiel“. Nicht wirklich auf dem Platz, oder?

    • frlkrise schreibt:

      DOCH! Er hielt den Ball als Torwart, den sie schoss. Süß!

      • kingkenny7 schreibt:

        Sachen gibt´s. Manchmal bereue ich wirklich, dass es hier kein Bildmaterial gibt.

      • thymi schreibt:

        Fußballspieler küssen sich immer. Allerdings meist nicht die von gegnerischen Mannschaften…
        Ist Hanna hübsch? Vielleicht deswegen 😉

      • Olaf schreibt:

        @ Thymi: Vielleicht ist Hamudi auch/ sind beide hübsch ? Und deswegen ? 😉
        Jedenfalls eine schöne Geschichte („Hach Schatz – wie schön Du geschossen/ gehalten hast !“.) Oder so

  15. Lieblingsschüler schreibt:

    Wie habe ich die Bundesjugendspiele gehasst! Und das, obwohl ich den normalen Sportunterricht recht gern hatte. Unsere Schule hat sie dann Gott sei dank irgendwann durch Sportfeste mit kuriosen Sportarten, Schwimmfeste o.ä. ersetzt.

  16. Roland_09 schreibt:

    Ich glaube, bei uns hätter der Platzwart jeden erschossen, der einen Einkaufswagen über den Rasen geschoben hätte… Aber bei uns wären auch weniger Pfandflaschen liegen geblieben.

  17. Kleeblatt schreibt:

    Meine Mama hat mich in 13 Jahren Schule nur einmal beim Schwänzen gedeckt. Das war beim Sportfest. Als Belohnung für eine gute Note in Mathe musste ich nicht mitmachen. Endlich ein Jahr ohne Verletzungen für mich, in dem ich die anderen auslachen konnte… genial! Mein bestes Sportfest aller Zeiten, aber leider erst in Jg. 12…
    Ich weiß aber echt nicht, warum die Sportlehrer immer alle Schüler zu so etwas zwingen müssen. Es wär doch viel schöner, wenn die sportlichen unter sich um Ruhm und Ehre kämpfen dürfen, während die Tollpatsche in Ruhe normalen Unterricht machen. Lieber 8 Stunden Unterricht mit Hausaufgaben als ein Sportfest!
    Jetzt, wo ich die Seiten gewechselt habe, konnte ich bisher jede Aufsicht bei Sportevents vermeiden. Sehr praktisch… ich bemitleide die Schüler aber mitfühlend, wenn für sie wieder so etwas ansteht.

    • frlkrise schreibt:

      Bei uns müssen ja auch nicht alle mitmachen. Wenn aber so viele fehlen, dann wird’s für die anderen eng…

    • Inch schreibt:

      Äh, ist das Dein Ernst? Würdest Du Sport als solchen auch ablehnen? Und das obwohl die Schüler, wie Du selber schreibst, u.U. 8 Stunden im Unterreicht und dann noch mal bei den Hausaufgaben sitzen? Mal mit einem Kinderarzt gesprochen, wegen zunehmenden Haltungsschäden?
      Das Sportfest muss halt so organisiert werden, dass es den Schülern Spaß macht. Ich habe solche schon erlebt.

      • Kleeblatt schreibt:

        Ja, ich lehne jegliche Art von Sport ab. Bin dennoch weder übergewichtig, noch häufig krank, noch habe ich so viele Rückenprobleme wie meine sportlichen Freundinnen. Man kann auch in einem normalen Alltag Bewegung bekommen, ohne sich gleich zum Hampel machen zu müssen. Für Rechtschreiben, Lesen und nicht rechnen können gibt es offizielle Bezeichnungen und man gilt als behindert/beeinträchtigt und wird mit offizieller Bescheinigung vor Überforderung geschützt. Wer aber einfach sporttechnisch/bewegungstechnisch nicht viel drauf hat (obwohl ich als Kind ständig draußen getobt habe usw.), der muss da immer durch, miese Noten kassieren und sich vor allen lächerlich machen, ohne dass es da Nachteilsausgleich gibt. Tolles System, echt!
        Achja, und von diesen Sportfesten, die Spaß machen sollten, hatten wir auch welche. Das Fruchtete bei vielen, aber eben nicht bei mir… ich hasse einfach Bälle. Mit denen verletzte ich nur mich und meine Mitmenschen. Da helfen mir Sporttage, bei denen ich zwischen Ballsportarten wählen soll nichts, auch wenn die anderen gern Fußball oder Volleyball spielen.

    • Evanesca Feuerblut schreibt:

      Bei uns musste jeder ran und sogar die, die eigentlich ein Attest in Sport hatten (wie ich), sollten rein theoretisch aufscheinen.
      Mir wäre normaler Unterricht auch lieber gewesen, war aber nicht möglich, da gefühlte 80 % aller Lehrer zur Sportaufsicht abkommandiert wurden.

  18. Der Mathehügel schreibt:

    Also, ICH liebe Sportfeste.
    Da kann ich die Schüler so richtig schön ärgern.
    „Addiere bitte alle gesprungenen Weiten“ oder „Gib die Laufzeit in Millisekunden an“.
    Es ist sooo schön Mathelehrer zu sein :-}

    • Susann schreibt:

      Die einzige Antwort DARAUF ist ja wohl Fehlen!
      Sportfest allein ist ja schon schlimm genug…aber Sportfest in Kombination mit Mathe…*schauder…

      • Olaf schreibt:

        > aber Sportfest in Kombination mit Mathe…*schauder… <

        Na ja – sehen Sie es doch einfach positiv: Wer das durchsteht, der bringt in zwanzig Jahren per Berechnung auch Raumschiffe in eine sichere Marsumlaufbahn. 😉

    • thymi schreibt:

      Ja, und Chemielehrer!
      Aber mögen Sie Physik denn gar nicht??

    • wolfcat01 schreibt:

      😉 folterknecht !

  19. Mascha schreibt:

    Blöde Bundesjugendspiele!!! Ich habe es nie gemocht. Beim letzten Mal geschah auch etwas schlimmes: Ich stehe gerade mit paar Mädels auf dem Rasen und da hören plötzlich alle ein Geräusch wie ein Peitschenschlag. Voll gruselig. Wir schauten uns alle um. Und da sehen wir plötzlich beim Springen ein Mädchen schreiend am Boden liegen. Der Rettungswagen musste kommen….Ihre Achillessehne war gerissen.

    • Olaf schreibt:

      Das ist Uwe Seeler auch laut hörbar 1965 passiert:
      „Fast das Karriereende – Im Spiel bei Eintracht Frankfurt am 20. Februar 1965 riss Uwe Seeler die Achillessehne. Der Knall war bis auf die Tribünen zu hören. Ein halbes Jahr später 1965 spielte Uwe Seeler wieder in der Bundesliga und schoss im Oktober 1965 die Deutsche Nationalmannschaft zum WM-Endturnier nach England.“
      Zitat aus:

      http://www.hsv-history.de/seeler.html

      Ich stelle mir das sehr grausig vor. Zugleich scheint der menschliche Körper zu enormer Anspannung fähig, wenn es dann so laut knallt.

  20. Kennguru schreibt:

    Hmm, Sportfest, ist das irgendwie regional bedingt?
    In der Grundschule kann ich mich dunkel an die dreckige Sandgrube erinnern und dass da was war. In der OS hatte ich dann irgendwann mal dieses Bundesjugendspiele-Ding, aber ab dem Gumminasium kann ich mich an nichts dergleichen mehr erinnern oder ich habs erfolgreich verdrängt.

  21. Stephan schreibt:

    Sportfeste an Schulen sind wohl immer ein Highlight für Lehrkräfte und Schüler 😉 Nach dem Motto: OK, wir machen mit, aber nicht so schnell und bitte nicht sooo lange!

  22. Robin Urban schreibt:

    Ach, sowas weckt alte Traumata. Sich als unsportliches Pummelchen vor der ganzen Schule präsentieren zu müssen ist doch pure Folter. Matheklausuren werden ja auch nicht öffentlich geschrieben.
    Wenn es wenigstens um Sportarten ginge, die man auch als nicht von den Genen begünstigter Schüler beherrschen lernen kann, wo es um Technik, Hand-Augen-Koordination und rasche Auffassungsgabe geht, etwas was auch Spaß macht wie Volleyball, Badminton oder Tischtennis (und nicht nur Fußball für die Jungs)… Staffellauf, Weitwurf und Weitsprung verströmen meiner Meinung nach so einen Kaiserreich-Mief…

  23. waldmonster schreibt:

    Ich hatte irgendwann wegen meiner Knie einen Freifahrtschein und musste nur messen und so. Sportfeste/Bundesjugendspiele…igitt!

  24. welikethemoon schreibt:

    Und ich dachte, ich wär allein mit meinem Bundesjugenspiele-Trauma… sehr schön. Immer musste ich hin, nie durfte ich schwänzen. Und dann, als ich dort alles an Eifer zusammengekratzt hatte und in der Hitze die bestmöglichste Leistung brachte, reichte es trotzdem nie für eine Urkunde. Depperte Tradition, das Ganze. Danke für’s Zuhören. Ich fühl mich schon viel besser.

    • Susann schreibt:

      Ich fand diesen kompetitiven Ansatz so bäh…ich hatte und habe überhaupt keine Lust, mich mit irgendwem um die Weltherrschaft im Schlagballweitwurf zu schlägern. Es ist mir egal, ob jemand schneller läuft oder 30 cm weiter seinen Hintern in den Sand setzt als ich. Ich habe nie verstanden, warum der Gedanke, mit 30 Leuten um etwas zu konkurrieren, was mir egal ist, motivierend wirken soll. Ich wage daran zu zweifeln, dass die meisten Erwachsenen darauf einsteigen würden.

  25. Gert schreibt:

    Nur in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist! Vielleicht sollte man diese Wahrheit den Schülern einmal „einhämmern“?

  26. wolfcat01 schreibt:

    ausserdem stimmt diese binsenweisheit nicht !!

  27. Hildesvin schreibt:

    Zwei Verletzte zum Unfallarzt… SO kenne ich die Weichlinge. Mit welchen „Verletzungen“ die einen belästigen! Wäre mir als Schüler oder als Rekrut nicht im Traum eingefallen, anderen übrigens auch nicht. Der heilige Geist wäre über uns gekommen…

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