Zeitverschiebung

Das Schuljahr ist wie ein Reifen, in dem ein Nagel steckt….es verliert Luft. Noch eiert man eine Weile auf dem halbplatten Teil herum, dann geht bald gar nichts mehr…

Der Biounterricht beginnt heute morgen vor leeren Rängen, fünf Schüler sind pünktlich. Jede Stunde beginnt mit wechselndem Personal, niemand hat vollständige Arbeitsunterlagen, das Interesse gleich null.
Ich habe mir schon abgeschminkt, noch einen Test zu schreiben, das lohnt die Arbeit nicht.
Aber ein bisschen wiederholen kann nicht schaden. Im Biobuch gibt es am Ende jeder Einheit eine Seite mit der schönen Aufforderung: Überprüfe dein Wissen! Die Fragen lassen sich mit Hilfe des Buchs beantworten, sind aber gar nicht so leicht. Murrend, aber nicht direkt unwillig macht man sich an die Arbeit.
Emre schneit um halb neun herein (Bus verpasst), Erkan zehn Minuten später (verschlafen). Dann kommt Azzize (Bruder krank, musste ihrer Mutter helfen). Ömür fehlt, Hanna, Necla, Fatih und Leila auch.
Fuat blättert gelangweilt ein bisschen im Buch herum, holt aber nicht mal ein Blatt oder einen Stift heraus. Erkan findet, für ihn lohnt sich die Arbeit nicht mehr… Jetzt noch anfangen? Wozu kommt man eigentlich zu spät?
Azzize kaut auf ihrem Bleistift herum, sie hat keine Lust, das sieht man deutlich.
„Frl. Krise, wie hieß nochmal der Vorfahre von Affe und Mensch?“ fragt sie.
Ich zeige auf das Buch. „Steht alles da drin!“
„Menno!“ Blättern strengt Azzize an..
„Ich werde nicht fertig!“ beschwert sich Emre, als ich ankündige, dass ich gleich die Arbeitsergebnisse einsammeln werde. Tscha… wer zu spät kommt…
„Wollen Sie das benoten?“ erkundigt sich Hassan.
„Natürlich!“
Fuat gähnt. Wen interessiert’s? Ihn nicht.

Mann! So ein Unterricht macht keinen Spaß! Vielleicht hätte ich auch, wie Herr Schmidt im Nachbarkurs einen Film zeigen sollen… Der machts richtig! Der hat einen Film über die Neandertaler, aber nicht so einen doofen Trickfilm, sondern einen mit richtigen Schauspielern, die vorübergehend zu Neandertalern umgebaut wurden.
Aber der ist sowie der bessere Biolehrer! Mein Herz schlägt mehr für die Kunst und die Literatur – und schließlich kann man ja nicht überall gut sein, versuche ich beim Abschließen des Bioraums mein pG zu beruhigen.
Kollege Schmidt wartet an der Treppe auf mich. Ich seufze. Er auch.
„Frl. Krise! Du glaubst es nicht!“
„Was denn?“
„Wir haben doch eben den Film gesehen!“
„Und wie war’s? Kam der gut an?“
Herr Schmidt guckt verstört: „Na ja, wie man’s nimmt! Der Denis hat allen Ernstes gefragt: ‚Wurde das damals dort gedreht?’“

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63 Antworten zu Zeitverschiebung

  1. Roland_09 schreibt:

    Die haben das damals mit ihren Handys aufgenommen und nach paläotube gestellt… was im Fernsehen kommt, ist wahr! Echt!

  2. Mascha schreibt:

    War das eine ernstgemeinte Frage?!

    Machen Sie doch mal einen Stuhlkreis (besser Sitzkissen), Meditationsmusik an und fragen Sie mal offen jeden Schüler wie er/sie sich die Zukunft vorstellt. Wo sehe sich die Kinder in den nächsten Jahren?

    • frlkrise schreibt:

      Meinst du wirklich, das haben wir noch nie gemacht?
      Manchmal bin ich fast pikiert, für wie phantasielos ich hier gehalten werde….!!
      (Die Frage war ernst gemeint)

  3. Dennis schreibt:

    Einfach nur OMFG

  4. kamerakidz schreibt:

    wäre ich jetzt sie als lehrerin – ich glaube ich hätte angefangen wie bescheuert loszukichern.

  5. Olaf schreibt:

    > „Frl. Krise, wie hieß nochmal der Vorfahre von Affe und Mensch?“ fragt sie.
    Ich zeige auf das Buch. „Steht alles da drin!“
    „Menno!“ Blättern strengt Azzize an.. <

    Na ja – "Menno" hieß der nicht wirklich, oder ich habe damals nicht richtig aufgepaßt.
    Irgendwas mit Prima… war das (Stimmt das eigentlich ? Ich bin manchmal leicht verwirrbar).
    Ach Frollein Krise, das betrübt mich alles sehr.
    Und Roland_09 – der war großartig. Guckst Du hier:

    http://www.palaeotube.com

    gibt es wirklich ! So mit Videos von damals… 😉 Auf Holzbasis, ganz bio.
    Oft ruckeln diese Bilder, aber das war damals Standard.
    http://www.palaeotube.com ist im Moment überraschend nicht am Netz – es wird gerade von Schieferpixeln auf irgendetwas anders umgestellt und apgedetet – das hat mir nach Anfrage per Trommelbotschaft der Provider (fred.firestone.com) auf gleichem Wege mitgeteilt.
    Morgen werde ich noch einmal auf dieser djunglehomepage nachsehen und berichten.
    Mal sehen.
    😉

  6. Kejo111 schreibt:

    ‚‘Wurde das damals dort gedreht?’‘

    *prust* – wenn ich nicht genau wüsste, dass es tatsächlich Kids gibt, die so denken, würde ich glauben, du willst uns veräppeln.

    Ich habe übrigens Schüler, die völlig von den Socken sind, wenn sie hören, dass es vor dreißig, vierzig Jahren nur ein einziges Telefon im Haus gab, das sich die ganze Familie teilen musste und das man nicht mitnehmen konnte – oder dass es nur drei TV-Programme gab, die auch längst nicht rund um die Ohr Programm ausstrahlten.

    • frlkrise schreibt:

      Dafür sagte eine Dame bei Frau Freitag auf die Frage, wie lange es denn schon TV gäbe: „10 000 Jahre?“

      • Kejo111 schreibt:

        *seufz* – siehst du, genau deshalb flechte ich in Wikipedia-Quizaufgaben auch immer mal Fragen ein, die den Kids bzgl. Timeline die Augen öffnen, z. B.:

        – Wann erschien die erste BRAVO und wer war auf dem Titelbild?
        – Wann eröffnete die erste McDx-Filiale in Deutschland?

        Die sind dann oft recht perplex, dass es BRAVO und McD nicht schon vor 100 Jahren gab.

      • fraufreitag schreibt:

        ja, wieso, könnte doch sein….

      • Olaf schreibt:

        Da gab es doch in RTL oder SuperRTL oder RTL II irgendso eine Wichtigtante, die in Griechenland steht und nicht glauben konnte oder wollte, daß es die Akropolis gibt, die schon zweitausendfünfhundert Jahre alt ist, wo wir doch jetzt erst im Jahre 2011 (jetzt:) /2012 leben. Das rechnet sich wohl nicht so richtig…
        Guckst Du hier:

        Aua. Bittebitte ein Pflaster.

      • frlkrise schreibt:

        Wo sie recht hat, hat sie recht….! 🙂

      • kinderdok schreibt:

        mussich wohl dochma geissengucken

    • pantherle schreibt:

      @Olaf: schenkt Olaf ganz lieb ein Pflaster – wo drauf kleben???

  7. rhadamanthys schreibt:

    Nein, das wurde damals nicht gedreht. Schließlich weiß jeder eifrige Fernsehzuschauer, daß die Welt erst vor ca. 50 Jahren farbig wurde. Ein Triumph der Chemieindustrie, die nach dem krieg ausreichend Kapazitäten frei hatte, um endlich alles farbig zu machen.
    Doc wirklich, man braucht nur mal die älteren Filme und Fotos anzuschauen.
    Malerei? Tja, die Künstler haben eben auch früher schon gerne mal was eingeworfen.

    • pantherle schreibt:

      Yep! Ein Hoch auf die Chemieindustrie!

    • Mithrandir schreibt:

      Die westliche Welt!
      Im Osten war bis ’89 auch noch alles Schwarz-Weiß. Es gibt dort noch ein zwei Ecken, in die es bis jetzt noch keine Farbe reingespült hat.
      Und in Nordkorea geht denen langsam das weiß aus. Dort wird es immer dunkelgrauer.

    • Nele Abels schreibt:

      [lehrerzeigefingermodus]Das stimmt nicht – erste bewegte Farbfilme gab es schon von Paraden Wilhelms II., die mit einem komplizierten Simultanaufnahmeverfahren mit drei Kameras für jeweils eine Grundfarbe erzeugt und mit drei Projektoren dargestellt wurden. Aus der Zeit den dreißiger und vierziger Jahren sind viele Farbfilme erhalten – Aufnahmen von Hitler und Komplizen werden ab und an in Fernsehdokus gezeigt.[/lehrerzeigefingermodus]

      • rhadamanthys schreibt:

        Ja, es gibt auch eine Menge amerikanische Filme aus dem zweiten Weltkrieg, die in Farbe gedreht wurden. Farbfotografien gibt es vom Beginn des 20. Jhdts. So richtig losgegangen ist es aber erst nach dem zweiten Weltkrieg.

  8. ninespo schreibt:

    >„Menno!“ Blättern strengt Azzize an..< Die Seiten sind doch so unendlich schwer. Das strengt eben an 😉
    Dass die Frage ernst gemeint war, schockiert mich ein wenig. Klar, damals als die Dinosaurier über die Erde wandelten gab es auch Kameras, die alles aufzeichnen…

  9. kereng schreibt:

    Sie haben ein Buch, in dem der „Vorfahre von Affe und Mensch“ benannt wird? Kaum zu glauben! Hoffentlich nicht Ida! Für welche Affenart überhaupt? Alle?

  10. Nadine schreibt:

    Mir als Lehrer wäre bei der Frage ein „Willst Du mich verarschen?“ rausgerutscht. Ist wohl besser, dass ich kein Lehrer bin.

  11. Dirk schreibt:

    Die Abschlussfrage ist natürlich schon sehr witzig. Aber zur Ehrenrettung der Schüler muss ich hier mal anmerken, dass bei meinem Abitur auch niemand mehr zum Unterricht gegangen ist, nachdem die Prüfungen geschrieben wurden – Wozu auch, alle Messen waren gesungen…
    Da sind die ihrigen also nicht ganz alleine.

    • frlkrise schreibt:

      Aber die Messen…äh die Freitagsgebete sind noch nicht gesprochen! Der Prüfungsteil ist die eine Sache, die Zeugnisnoten die andere! Beides zusammen muss reichen! Und außerdem müssen einige wahrscheinl. noch Nachprüfung machen, z. B. in Mathe o. Deutsch. Sehr unklug, nicht mehr zu kommen!

  12. mayarosa schreibt:

    „Wurde das damals dort gedreht?’“ – Schenkel klopf… eigentlich… irgendwie ja auch traurig.

  13. olga schreibt:

    in einer Jugendeinrichtung: die Kinder erzählen wie alt sie sind, auf Nachfrage in welchem Jahr sie denn geboren sind, kommen Antworten wie:2001, 2005, 2003, 2004….dann die zu erwartende Frage an mich: und wann bist du geboren? Antwort: 1957
    worauf Jaeson fragt: „Gab es da schon Autos?“

  14. Tades75 schreibt:

    Klar haben die das damals gedreht. Mit dem Camcorder, mit dem man auch damals das Jesus Video gedreht hat.

    http://www.droemer-knaur.de/buecher/Das+Jesus+Video.186240.html

  15. Nessa schreibt:

    Ein paar Zitate von Klassenkameradinnen (Gym…):
    „50 nach Christus? War Jesus da schon geboren?“
    „War der 1. Weltkrieg jetzt vor dem 2. oder danach?“
    (Bioklausur mit Bildern von Bäumen) „Was ist denn die Rotbuche für ein Tier?“
    Die letzten Rätsel der Menschheit…

  16. Nicole schreibt:

    Wann erfahren eigentlich die Schüler (und wir), wie sie bei den Prüfungen abgeschnitten haben?

  17. Lily schreibt:

    Also in meinem Abi-Bio-Kurs gabs eine Mitschülerin, die ein Pollendiagramm falsch rum gehalten hat, und daraus messerscharf schloss, dass die Fichten nach der letzten Eiszeit ausgestorben sind. Und sie fand die Antwort nicht mal besonders auffällig falsch. Es liegt nicht jedem, die Akademik mit der Realität abzugleichen…

  18. m schreibt:

    grins
    sehr beruhigend, dass es auch andere schüler gibt…
    ich hab das weltbild meiner armen fünferles zerstört, als sie fotos von echten steinzeitmenschen (nicht nur so komisch verkleideten) gesucht haben und ich meinte, dass es da noch keinen fotoapperat gab…ich musste eine viertelstunde auf sie einreden, bis sie geglaubt haben ich will sie nicht veräppeln…

  19. Mithrandir schreibt:

    Klar, die Frage war komplett doof.
    Ich kann mich noch erinnern als wir unser Telefon bekamen (Westdeutschland um 1977).
    Und wie das damals war, von wegen nicht so lange und nur nach 20:00 Uhr wegen dem günstigeren Tarif. Ich weiß sogar noch, was das für ein geiles Ding war als wir den ersten Fernseher mit Fernbedienung bekamen. Da befürchtete man noch die ersten fernbedienungen (Ultraschall) verursachten Krebs.
    Wir Kids bekamen dann sogar unseren eigenen Fernseher (ca. 1979), ohne Fernbedienung in S/W.
    Und als wir dann eeeeeendlich Kabelfernsehen hatten.
    Schafft ihr das den Kids dieses gefühl zu vermitteln? Ich habe das Gefühl solche Sprünge gibt es heute gar nicht mehr. OK, UMTS wird von LTE abgelöst und normales TV von HD und 3D, aber wirklich supercool ist das doch nicht.
    Wenn ich daran denke, als ich 1983 mit 14 Jahren in den USa bei Verwandten war. Die hatten ein auto mit Klimaanlage und Fernbedienung. Unglaublich und einen Eiswürfelmacher im Kühlschrank. Und schnurloses Telefon. Wir hatten damals gerade von wählscheibe auf tasten umgestellt. Das war wie in einer anderen Welt.

  20. Bele schreibt:

    Mich überrascht diese Fehlleistung überhaupt nicht, wurde mir doch völlig ernsthaft (und von Akademikern) schon vorgeschlagen, wissenschaftliche Fragen zur Kostümforschung anhand der vorhandenen Filme zu klären… Nach dem Motto: Kann man bei „Ben Hur“ doch sehen, daß die Römer Armbanduhren hatten. Hat nur noch keiner ausgegraben.
    Uff.

  21. Tricia McMillan schreibt:

    Ich arbeite in eine Fotoagentur und gerade neulich hat jemand ein Bild von der untergehenden Titanic angefragt. Da mußten wir auch erstmal erklären, daß die Leute damals nicht ihre Fotoausrüstung mit aufs Rettungsboot genommen haben, um das Ereignis entsprechend zu dokumentieren. Der Kunde hat sich dann zähneknirschend mit einem Filmbild zufrieden gegeben.

    • Tricia McMillan schreibt:

      Oh, meine Kollegin erinnert mich gerade an die Kundin, die Bilder von der Ermordung Tupac Shakurs haben wollte. Der wurde 1996 in seinem Auto an einer roten Ampel von Unbekannten erschossen. Der Mord wurde nie aufgeklärt. Ein Foto von der Ermordung hätte vielleicht geholfen…

  22. Findusine schreibt:

    Bei meiner Tochter in Günasiumschulle hat in Geschi eine Mitschülerin gefragt, wann jetzt eigentlich der dritte Weltkrieg war.
    Die hat das Abi jetzt in den nächsten Wochen trotzdem bestanden.
    Was sagt uns das?!? Ich bin sicher, dass die irgendwo einen schönen Verwaltungsjob oder so etwas bekommt. Das Abi ist sicherlich nicht das schlechtetste, weil sie gut im Auswendiglernen sei. Aber im Verstehen?
    Manchmal fürchte ich mich vor solchen fast noch mehr….

  23. dianamama schreibt:

    Da reiht sich mein Sohn (5) mit der Frage, ob es als Oma klein war noch Dinosaurier gab, ein. Ob ich ihn gleich an der krise`schen Schule anmelden sollte *OMG*

  24. A. Hopfenschauer schreibt:

    Spottet nicht!

    Bei Kindern funktioniert die zeitliche und räumliche Orientierung noch nicht so gut. Ich habe im Grundschulalter bei „Quo vadis“ und „Cleopatra“ auch gezweifelt, dass Filmaufnahmen erst seit einigen Jahrzehnten möglich sein sollten; ich konnte mir nicht vorstellen, dass man Monumentalbauten und ganze antike Städte einfach so nachbauen konnte.

    Es gab übrigens ganz früher sogar Zeiten, in denen die Familie GAR KEIN Telefon besaß! Nachdem wir unser erstes bekommen hatten, habe ich mir kaum noch Hausaufgaben gemerkt, da ich ja problemlos meinen Schulfreund anrufen und fragen konnte. Noch früher musste man sogar ohne Auto auskommen; wer kann sich noch vorstellen, jeden Tag zwei Stunden früher aufzustehen und zu Fuß zur Schule zu wandern? (Das muss Liebe sein!)

    Technischer Fortschritt erleichtert das Leben nur scheinbar. Als Kompensation für den zusätzlichen Komfort macht es fett, faul & gefräßig.

  25. freudefinder schreibt:

    es macht viel Spaß Deine Zeilen zu lesen – auch wenn man eigentlich traurig sein müsste bei all dem Desaster, dass die Schüler da fabrizieren.

  26. ingo schreibt:

    abteilung „irrwitzige fragen“:
    vor jahren unter dem stephansdom, führung durch die katakomben (nicht zu verwechseln mit den katerkomben von tuzak). unser österreichischer führer (nicht zu verwechs… äh, egal) erwähnt dass anfang des 19. jahrhunderts zerfallene särge beräumt und die gebeine ordentlich aufgestapelt wurden, „noch fragen?“ eine jugendliche meldet sich und fragt leicht entrüstet: „wurden die angehörigen schon benachrichtigt!?“. seitdem weiss ich wie man guckt wenn man so guckt als ob man vom bus gestreift worden wäre.

    • Käthchen schreibt:

      oh wei! musste tränen lachen und habe beschlossen, frl krise und kommentare nicht mehr in der bibliothek zu lesen. die sollen mich schließlich ernst nehmen, hier.

  27. Technikstudentin schreibt:

    Bei uns gabs (Gymnasium und auch Studium!!! (Lehramt!!!!!!!!!)) Noch Fragen wie: „Wo wohnen eigentlich die Alliierten?“ (Geschichts-LK) oder „Wie? Strom kann man messen? Ich dachte das geht nicht!!!“ (Physik Lehramt 3. Semester…)

  28. Grundschulmutti schreibt:

    Ich habe heute mit Viertklässlern ein Panini-Sammelalbum angeschaut. Ich fragte die Schüler, wer denn ihrer Meinung nach Europameister wird. Antwort: „Brasilien!“
    Lieblingsmannschaft in der Bundesliga war übrigens Portugal.

    Zu meiner Sammelzeit kannten sich die Sammler wenigstens aus…

  29. Irene schreibt:

    Meine Kollegin, sie hat vor einigen Jahr(zehnt)en auch Abitur gemacht, immerhin in Bayern, was ja keinen so schlechten Ruf hat, fragte mich mal, auf welcher Seite eigentlich Holland im 2. Weltkrieg gewesen sei. Ich habe dann zurückgefragt, ob sie nie das Tagebuch der Anne Frank lesen musste. Ach soooo – ja schon, aber das habe sie nie mit dem Geschichtsunterricht in Verbindung gebracht.
    Ich habe dann eine ganz kurze Geschichts-Nachhilfestunde gehalten.

  30. Inch schreibt:

    Wieso hat der Kollege nicht „Ja“ gesagt? Jetzt ist er selber Schuld, wenn die ihm das mit den Neandertalern nicht glauben

  31. matthiasbreimann schreibt:

    Schöner Artikel!!!! Als ich die Frage gelesen habe, musste ich mich fast totlachen! War die Frage ernstgemeint oder nur zum Spaß?
    Lg

  32. testbadmintondrei schreibt:

    Warum ist ihnen wichtig, dass Kinder in ein Buch schauen um da Sachen zu lesen, die sie a) nie wieder brauchen und b) sowieso im Internet stehen?

    Das ist doch wieder nur etwas um den Unterricht i-wie zu füllen. Stellen Sie sich mal vor man würde da jetzt super mitarbeiten – was gewinnt man? Am Ende der Schullaufbahn kann man in Büchern nachschlagen was andere geschrieben haben – und wo braucht man diese Fähigkeit heute noch? -> Da wo es kein Internet aber Bücher gibt….

  33. karicartoons schreibt:

    herrlich inspirierend deine Geschichten 🙂
    Lief der Film auf DVD oder steinzeitlicher Videokassette?

  34. anitsirk schreibt:

    @testbadmintondrei: Schüler gewinnen mehr als Sie denken, wenn sie üben, wie man gezielt Informationen in Büchern findet, um bestimmte Fragen beantworten zu können. Klar kann man Informationen auch einfach im Internet finden. Aber auch das will geübt sein. Ich erinnere mich da an eine Schülergruppe (Mittelstufe, Gymnasium), die ein Referat über Termiten vorbereiten sollten und dazu Informationen im Internet gesucht haben. Fündig wurden sie auf http://www.stupidedia.de. Kennen Sie schon die berühmten Termitenhügel von Gizeh?

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