Goethe in der 10b

„Nein, ich täusche mich nicht,“ lese ich mit Inbrunst vor, „…ich lese in ihren schwarzen Augen wahre Anteilnahme an mir und an meinem Schicksal. Ja, ich fühle und darin kann ich meinem Herzen vertrauen, dass sie – es ist der Himmel für mich – dass sie mich liebt. M i c h liebt!“
Alle Mädchen seufzen tief.
„Ach, wie es mir durch die Adern läuft, wenn mein Finger zufällig ihren Finger berührt, wenn unsere Füße sich unter dem Tisch begegnen! Ich ziehe sie zurück wie vom Feuer und eine geheime Kraft zieht sie wieder vorwärts. Mir schwinden alle Sinne…“
„Voll schön!“ flüstert Necla und Fatih nickt.
Der gute alte Goethe…
Werther’s Leiden bringen sogar meine kaltschnäuzigen Ghettopflanzen zum Dahinschmelzen. Natürlich lesen wir nicht den Originaltext, sondern eine vereinfachte Schülerausgabe und die auch nur auszugsweise. Aber ich möchte, dass meine Schüler, die mit Literatur gar nichts am Hut haben, von ihr gepackt werden. Mit Werther klappt das zuverlässig. Ich lese vor oder lasse den genialen André Eisermann per CD vorlesen und schon sind alle hin und weg. Der ‚geistliche‘ Zustand, der bei meinen Schülern dabei eintritt, lässt sich mit keinem noch so prämierten Jugendbuch erreichen…
Selbst ich bin gepackt und meine Stimme bricht: „Albert ist angekommen und ich werde gehen…!“

KKKKKKKKkkkkkkkkkRRRRR R R R rrrrrrrrrr …..

Es klingelt. Mitten in die gefühlsselige Kernschmelze…
Wir schrecken auf. Die erste Hälfte der Doppelstunde ist vorüber. Meine Schüler legen von einer auf die andere Sekunde den Schalter um: Emre streckt sich, Musti gähnt herzhaft, Ömür beißt in sein Brot und Nesrin schiebt mir einen Müsliriegel zu.
„Machen wir in der zweiten Stunde da weiter?“ fragt sie. „Frl. Krise! Ich wusste gar nich, dass der Goethe so schön schreiben konnte. Wenn wir fertig sind damit, können wir noch was von dem lesen? Zum Beispiel Romeo und Julia?“

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54 Antworten zu Goethe in der 10b

  1. pantherle schreibt:

    Schön! Ja, Goethe hatte es mir auch mit 15 angetan …

  2. Roxy schreibt:

    Da lacht mein Literatur-Studenten-Herz! Den letzten Satz hat es großzügig überlesen, haha. Wenn man so mitgerissen ist, kann man ja schließlich auch mal das ein oder andere durcheinander werfen, oder?

  3. puzzle schreibt:

    Nutzen Sie die Chance, Frl. Krise, und behaupten Sie einfach, die hätten damals schon sowas wie mehrere Facebook-Profile gehabt …. so eine Gelegenheit kommt wahrscheinlich nie wieder!

  4. Summer schreibt:

    Ach wirklich, sind die süüüüß 😉

  5. kamerakidz schreibt:

    ich hab nie goethe gelesen oder vorgelesen gekriegt. mir scheint etwas entgangen. dafür mit sitzenbleiben 2 x shakespeare! und an die eine lehrerin werde ich mich ewig erinnern, sie hatte privat ein faible für ausdruckstanz und uns den macbeth sozusagen vorgetanzt. sie war sehr leidenschaftlich. und hat mich damit auch etwas angesteckt. shakespeare-fan bin ich nicht wirklich geworden, aber ich meinte, eine menge verstanden zu haben. und das hat spaß gemacht. muss ich gerade bei ihrer geschichte dran denken.

    • pantherle schreibt:

      Oh, Shakespeare fand ich auch wunderbar! So schöne Worte – sehr inspirierend für Teenager, jedenfalls für weibliche. 🙂

  6. Jary schreibt:

    Da haben Ihre Lieben mehr Sinn für große Literatur als die (u.a.) (Englisch-)Literaturstudentin, die hier schreibt: Ich fand Goethes Werther schrecklich. Sehr schöner Schreibstil, aber für meinen Geschmack viel zu gefühlsduselig und nervig. Lag vielleicht auch daran, dass ich das Buch in der Schule lesen musste, als ich einen Hörsturz hatte und mich die ganze Zeit fragte, ob der Typ da keine anderen Probleme hat… 😉

    • Kejo111 schreibt:

      Ich habe es auch gehasst, in der Schule Goethe zu lesen. Als ich den Film „Goethe!“ letztes Jahr sah, dachte ich, damit kann man Teenagern den Werther-Stoff mit Sicherheit schmackhafter machen – so eine rührende, aufreibende Liebesgeschichte!

      „Authentisch“ ist die Filmstory natürlich nicht, aber wenn sie den Zweck erfüllt, Teenagern klassische Literatur näherzubringen, hat sie m. E. schon eine Daseinsberechtigung.

      • Jary schreibt:

        Oh, Goethe allgemein habe ich nicht gehasst. „Werther“ und „Ganymed“, weil die beide so gefühlsduselig waren. „Faust I“ ist mein Lieblingsdrama (na ja, zusammen mit Büchners „Dantons Tod“) und das „Prometheus“-Gedicht fand ich einfach cool. 😀

    • kallisto73 schreibt:

      Ja, ich hatte zwar keine Hörsturz, habe mir aber beim Lesen dieselbe Frage gestellt. 😉 Leider auch laut, fand die Lehrerin irgendwie nicht so. Aber wenn sie ausdruckstanztechnisch vorgegangen wäre, wer weiß, vielleicht hätte mir der Werther doch was gegeben (MacBeth fand ich hingegen göttlich).

      • Jary schreibt:

        Bei uns in der Klasse fanden alle „Werther“ doof und haben das der Lehrerin auch gesagt – alle bis auf ein Mädchen, das in etwa dieselbe Reaktion gezeigt hat wie Frl. Krises Mädels. 😀
        „Macbeth“ liebe ich auch! Und „Hamlet“ und „Henry V.“ und … und … und … Aber um die Relation nicht zu verlieren: „Romeo und Julia“ mag ich (fast) ebenso wenig wie den „Werther“. 😉

  7. Rana schreibt:

    Goethe oder Shakespeare… Hauptsache ein deutscher Dichter! (in Anlehnung an einen bekannten Fußballerwitz…) LG von Rana

    • zimtapfel schreibt:

      „Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!“
      (Und wenn ich nicht genau wüsste, das der von Heulsuse Möller ist, würde ich ihn voller Überzeugung Lodda Maddäus zuschreiben.)

      • Anne schreibt:

        Den Fußballspruch mag ich sehr 🙂
        Aber mal’n bisschen kluggeschi**en: Sooo falsch liegt Nesrin nicht…
        Als Theaterdirektor in Weimar ließ Goethe das Stück auf Deutsch aufführen und bearbeitete es dafür so stark, dass es von Zeitgenossen „Romeo und Julia nach Shakespeare und Göthe“ genannt wurde. http://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jparticle_00086252
        Schönen Gruß an Nesrin 😀

  8. Gemeinheit! Ich habe mich durch 13 Schuljahre und das Abitur gequält es gab nicht einmal Goethe…Romeo und Julia übrigens auch nicht. Jetzt bin ich neidisch.

    • abichaos schreibt:

      Hmm, ich bin jetzt auch durch 13 Schuljahre durch (nee, Moment, sogar 14, denn ich habe einmal freiwillig wiederholt) und ich hatte Goethe mehrmals. Sowohl „Romeo und Julia“ als auch „Iphigenie auf Tauris“ sowie diverse Gedichte. Shakespeare hatte ich auch in Gedichtform in Englisch. Sogar die Deutsch-Abiturklausur vor knapp 3 Wochen beinhaltete Goethes „Iphigenie“. – Den Fuilm habe ich letztes Jahr mit einem Kollegen im Kino gesehen. Seitdem ist Goethe bei uns ein „Freak“. 😉
      Ich denke, dass der Film auch etwas für Jugendliche ist, die überhaupt erstmal einen Einstieg in Goethes Person und Werke brauchen. Wenn auch nicht ganz authentisch ist der Film trotzdem eine sehr gute Methode um Jugendlichen klarzumachen, dass so ein Stoff von „vorgestern“ nicht zwangsläufig „bääääähhhh“ sein muss! 🙂
      Frl. Krise, wäre der Film nicht auch für ihre Schüler super? Wir haben kurz vorm Schuljahres-Ende immer noch einen passenden Film zum Thema gesehen um das Wissen nochmal zu festigen und weil eh die Meisten in Gedanken schon in den Ferien waren. 😉

  9. Mascha schreibt:

    Toll, daß es den Kids gefällt.

  10. rhadamanthys schreibt:

    http://www.rezitator.de/

    Nicht nur Goethe

  11. Frau Falke schreibt:

    Immerhin hat sich Goethe ja selbst als der einzig legitime Nachfolger Shakespears bezeichnet… 😉

  12. Jürgen schreibt:

    Frau Krise, krieg ich nähere Angaben zur vereinfachten Form und zu der CD? Wir suchen nämlich grade neuen Lesestoff.

  13. Weggie schreibt:

    Aber vielen anderen Blogeinträgen nach sind die lieben Kleinen (jedenfalls der weibliche Teil) doch für jeden Kitsch zu haben. Würde ein Trivialroman mit Stellen voller Liebesschwüre nicht ähnliches Entzücken auslösen?

  14. Kejo111 schreibt:

    Trivialliteratur steht wohl nicht im Lehrplan. In den 70-er Jahren kam sie erst in der Oberstufe dran …

    • Michael schreibt:

      Nö. RLP, 1976, 6. Klasse Gymnasium. Trivialliteratur am Beispiel von Perry Rhodan. PR hat mich seit dem nie mehr losgelassen.

  15. paule t. schreibt:

    hmm, um ehrlich zu sein, ich fand den werther einfach ganz unerträglich überspannt. noch schlimmer fand ich allerdings die „neuen leiden des jungen w.“ von plenzdorf … da ist dann auf das alte gesülze noch alles an überspanntheiten von dem, was man in jugendliche der 80er reinprojizieren kann, draufgepackt.
    naja, es muss ja nicht jedem alles gefallen.
    andererseits .. ein paar mal hatte ich das, das ich etwas als langweilig beiseite gelegt habe und bei späterem neuen ausprobieren gut fand. meine werther-lektüre ist lange her, vielleicht lohnt ein neuer versuch.

    • puzzle schreibt:

      Das fand ich aber auch, @paule t. – und kann mich bis heute des Gefühls nicht erwehren, daß Goethe auf seine Weise ebenso klug kommerziell schrieb wie Mozart komponierte: genial, aber mit Erwerbssinn.

  16. Tades75 schreibt:

    Hehe, bei Goethe fällt mir meine Deutsch-Klausur über Faust 1 ein, in welcher ich als Verteidiger Mephistopheles‘ unsere Lehrerin (mit Doktor-Titel) schockte.
    😀
    Faust 2 hingegen fand ich zum Abgewöhnen, der olle Goethe hat das bestimmt unter Drogeneinfluss geschrieben.

    Shakespeare könnte bei den Jungen etwas besser ankommen, da leichter zu lesen und meist etwas brutaler. Und zur Krönung noch die Polanski-Verfilmung von Macbeth und die Jungs sind hin und wech.

    • rhadamanthys schreibt:

      Schau Dir mall von Vischer den Faust 3 an, der nimmt den zweiten Teil köstlich auf die Schippe.
      Für die Jungs könnten die Gedichte von Francois Villon auch etwas sein, gibt es von Klaus Kinski gesprochen auf CD. Ok, nur Gedichte, aber die Erkenntnis, daß es bestimmte Probleme oder Verhaltensweisen schon länger gibt ließe sich damit auch vermitteln.

      • muttimeckert schreibt:

        @ rhadamanthys
        Francois Villon … sehr gerne, aber doch nicht nur für die Jungs. „Ballade an eine treulose Freundin“ wird sicher in erster Linie die jungen Männer ansprechen, denn das Thema ist unverändert aktuell.

        @ paule t.
        „Die neuen Leiden des jungen W.“ … mit Klaus Hoffmann hat mich berührt und tut es immer noch.

        Der Original-Werther des alten Geheimrates bleibt für mich große Literatur und einen Teil seiner Genialität machte wohl auch aus, dass er sich und seine Werke existenzsichernd einzusetzen wußte.

        Shakespeare zieht männliche wie weibliche Jugendliche in seinen Bann, nach meiner persönlichen Erfahrung. Hinreißend, mitreißend … je nach dem angebotenen Stück. Ich bedaure, dass mein Englisch nie so gut war und ich mich mit den Übersetzungen zufrieden geben musste.
        Wie meine Tochter sagte: „Shakespeare flasht im Original noch viel mehr“ …. 😀

    • Jary schreibt:

      Noch ein Mephisto-Fan! 😀 Wobei das unseren Deutschlehrer nicht geschockt hat. Ich glaube, bei uns mochte die Mehrheit Mephisto lieber als Faust. Er ist ja auch viel cooler, ein Nihilist, und im Gegensatz zu Faust hat er Humor. (Es gibt ja die Sichtweise, dass Mephisto und Faust zwei Seiten einer Medaille sind – mag sein, aber Faust ist ein humorloser Knochen und Mephisto ganz sicher nicht.) Ein paar (meist Mädchen) mochten Gretchen – ich fand se langweilig.

      Faust II hab ich bis heute nur auszugsweise gelesen. Ich denke, Goethe hat da alles reingepackt, was er immer schon mal schreiben wollte, aber nirgendwo anders unterbringen konnte. 😀 Die Szene, in der der alte, im wahrsten Sinne des Wortes verblendete Faust stirbt, finde ich gelungen.

      Aw, ja, die Polanski-Verfilmung von Macbeth ist toll! 😀
      (Bin aber kein Junge. Nur ein Mädchen mit wenig Sinn für Romantik.)

      • Tades75 schreibt:

        Wenn ich mich recht entsinne(20 Jahre her), lief es bei mir darauf hinaus, dass Gretchen ohne Mephisto ein ebenso langweiliges Leben wie die anderen Mädchen in Ihrem Alter geführt hätte, ohne Liebe, wohlmöglich in einer damals üblichen arrangierten Ehe. So aber hat sie zwar kurz, aber ausgefüllt gelebt und in Ihrem kurzen Leben die wahre Leidenschaft kennenlernen dürfen. Auch Faust, der ein verbitteter alter Mann war bekam von Mephisto die Chance auf ein neues, junges, turbulentes und leidenschaftliches Leben usw. Da ich meine Argumentation einigermaßen geschickt vorbrachte, musste selbst meine Lehrerin mir Respekt zollen und benotete die Klausur mit einer 1-, meine beste Note aller Deutsch-Klausuren, sozusagen meine Sternstunde im gesamten Deutschunterricht, niemals wieder von mir erreicht.
        😀
        Mephisto hatte auch so coole Sprüche wie „von Zeit zu Zeit sehe ich den Alten gern“ oder auch „der stets das böse will und stets das gute schafft“.
        Ersten Spruch benutze ich selber manchmal.

        Wenn ich so darüber nachdenke … a bisserl was habe ich meinem Kleinstadtgymnasium doch zu verdanken, Klassiker wie Sophokles, Shakespeare, Goethe und Kafka(=yeah!) hätte ich ohne Gym vielleicht nie kennengelernt und umso mehr ärgere ich mich über die Abgründe, die unser Schulsystem zwischen Schülern verschiedener Schulformen schafft.

  17. freudefinder schreibt:

    was für ein toller Türöffner in die Klassik hinein –

  18. lily schreibt:

    Wie wärs mit einer hübschen Vergleichsreihe; den Werther, was von einem dieser Kitsch-Onkel oder die notorische Rosamunde P. sowie zur Abrundung Courths-Mahler? Da kann man nett Sprache und Sitten über die Jahrhunderte mit abwickeln. Oder macht man sowas an Gümnasiümschulle?

  19. Olaf schreibt:

    Toll ! Eine schöne Idee, die ja offenbar gut funktioniert hat. Schmacht.
    Goethe ist genial, immer wieder. Egal, zu welchen Erkenntnissen man nach langem Grübeln qualvoll gekommen ist, Goethe hatte sie schon lange vorher oder etwas sehr sehr kluges dazu geschrieben.
    Ach ja – dieser Romeo hieß doch Alfa mit Vornamen und Julia ist doch eine Liebesromanreihe, oder nicht ?

  20. fraufreitag schreibt:

    jajaja Klassik… nun mal schön auf dem teppich bleiben. das mit dem geschmachte funktioniert vielleicht ein mal. aber in der nächsten stunde nervt die schüler die verrostete sprache. : „wie er spricht… kommt von ecke und labert und labert. was will der mann?“
    Frl. Krise – nicht übermütig werden. was bei unseren schülern einmal klappt klappt garantiert nicht beim nächsten mal. mach mal montag schön wieder präpositionen und methaphern.

  21. Roland_09 schreibt:

    Wie süß… Nesrin denkt an die Kalorienversorgung ihrer Lieblingslehrerin…

  22. Blüte schreibt:

    Also ich erinnere mich, dass der gute Werther mir in der Schule damals auch gut gefallen hat, ich fand das ja auch sooooooooo romantisch. Gut fand ich damals dann auch „Die neuen Leiden des jungen W.“ von Ulrich Plenzdorf, die wir im Anschluss lasen. Eine der wenigen Gelegenheiten, in der Literaturunterricht in der Schule wirklich gut war ,schade eigentlich.
    Übrigens, in meinem Unterricht mit Schulabbrechern habe ich ähnlich gute Erfahrungen mit Gedichten von Rilke gemacht (die sind zudem recht kurz und „handlich“, als Einstieg daher gut geeignet). Die Gedichte mit Musik unterlegt vom „Rilke-Projekt“ und von Prominenten vorgetragen haben auch diese Schüler gefesselt, gerade weil die Musik die Botschaft der jeweiligen Zeilen und das Gesamtgedichts sehr gut verdeutlicht. Wir haben daran sogar produktionsorientierten Literaturunterricht anschließen können. Kamen tolle Gedichte raus.

  23. Bodofan schreibt:

    Bisher stets stiller Leser muss ich an dieser Stelle noch unbedingt diese Klassikadaption verlinken: http://www.youtube.com/watch?v=trlxmx6Vjig
    Das sollte Pflichtlektüre werden!

  24. Nadine schreibt:

    Also wir haben in Literatur weder was von Goethe noch von Schiller gelesen (also, komplett, meine ich, klar haben wir den Werther auszugsweise gelesen und auch in die Glocke reingeguckt). Dafür „durfte“ ich ein Referat über Bölls „Ansichten eines Clowns“ halten. Und mir ging es sowohl dort wie auch beim Werther wie oben jemanden: Hat der keine anderen Probleme??? Ich konnte und kann damit nichts anfangen.

  25. sockenbergen schreibt:

    Hach ja, der gute alte Goethe. Und noch heute begeistert er. Toll.
    Leider nicht immer.
    Aber eine zeitlang las auch ich gerne die klassische Literatur über Goethe zu Eichendorff und Rilke. Wilhelm Tell sogar in alter Schrift.
    Momentan kommt das einfach zu kurz, da les ich alles über soziale Ungleichheit…

  26. Tades75 schreibt:

    Ach ja, bevor ich’s vergesse … bin ich der einziger, dem beim Stichwort Werther auch immer die „Werthers Echte/Originale“-Sahnebonbons vor Augen kommen? 😀

  27. Der Mathehügel schreibt:

    Boh ey, is dat hier plötzlich anspruchsvoll.
    Kann mir jemand mal erklären, wie man den blöden Gothe einem schönen Integral vorziehen kann?

  28. Inch schreibt:

    Hahaha “ zum Beispiel Romeo und Julia“ Das ist zu herrlich! 😀

  29. michaela schreibt:

    Er nennts Vernunft und brauchts allein,
    Nur tierischer als jedes Tier zu sein.

  30. jack7e7r schreibt:

    Wenn es mal etwas Gutes sein soll, dann darf man die Kleinen damit nicht lange langweilen. Daher gibts hier Faust in 5 Minuten http://www.youtube.com/watch?v=k6NywGKS6EQ

  31. fast-wurzelkind schreibt:

    Goethe iss ganz klar als Dichter usw. ein ganz Großer gewesen und auch sehr vielseitig , aber ich habe immer im Hinterköpfchen, dass er rein menschlich schon ziemlich „frauenverachtend“ im Bezug auf Christiane Vulpius war

    • muttimeckert schreibt:

      Das habe ich auch im Hinter- und im Vorderköpfchen.
      Nachzulesen in „Christiane und Goethe – Eine Recherche“ von Sigrid Damm.

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