My Auto is my castle

Diese Stadt ist ein Abenteuerspielplatz oder gut, dass es die Zentralverrieglung gibt!
Diese weisen Erkenntnisse resultieren aus einem kleinen Vorfall, der mich heute den ganzen Tag abwechselnd den Kopf schütteln, bzw. in leicht irres Gelächter ausbrechen ließ.
Ich fuhr heute morgen einkaufen, zu Lidl – wohin sonst.
Das Auto vor mir bremste plötzlich scharf, ich bremste mit und der hinter mir – ein Smart- wahrscheinlich auch. Dann überholte mich dieser Smart, hupte wie bekloppt und kam an der nächsten Ampel neben mir zu stehen.
Der Fahrer, ein junger Mann mit tief in die Stirn gezogener Mütze, reckte sich so weit es ging aus seinem Äutochen, starrte mich wütend mit unnatürlich weit aufgerissenen Augen an, fuchtelte mit den Armen und schrie mir irgendwelche wilden Beschuldigungen entgegen, die ich allerdings nicht richtig verstand. Dann folgte die ganze Kollektion der gewöhnlichsten Beleidigungen, die es so gibt… Arschloch, Schlampe und Nutte waren noch die nettesten… Die konnte ich mühelos verstehen, weil er immer lauter und wilder wurde.
Ich war leicht geschockt und machte eine fragende Handbewegung, die ihn nur noch anfeuerte. Ich fürchtete schon, er würde sich jeden Moment auf mich stürzen und verriegelte geistesgegenwärtig erst mal die Türen (danke Zentralverriegelung!) und fühlte mich gleich viel besser. Sogar so gut, dass ich lässig mit den Schultern zucken und ihn frech angrinsen konnte. Er sah echt aus wie ein Kasperle, das aus einer viel zu kleinen Bühne heraus zappelte! Jetzt rastete er völlig aus. Er griff neben sich und schmiss irgendeinen zusammengeknüllten Verpackungsabfall so fest er konnte gegen mein Auto. Und weil das leider keine befriedigende Beule ergab, geriet er noch mehr in Rage und spuckte mehrmals in hohem Bogen gegen die Beifahrertür. Zum Glück traf er nicht das Fenster!
Voll crazy, der Mann!
Dann wurde die Ampel endlich grün und ich schrie ihm flott noch ein freundliches ‚Hurensohn‘ rüber – ich muss gestehen, mir hatte es bis zu diesem Zeitpunkt komplett die Spucke verschlagen – und bog links ab und er düste geradeaus.
Bei Lidl habe ich mich, ehrlich gesagt, ein paar Mal scheu umgedreht, ob womöglich Kasperle hinter mir sei und gerade Anlauf nähme, um mir mit seinem Einkaufswagen hinten rein zu fahren, aber da war niemand.
Jetzt warte ich drauf, dass es regnet…sonst muss ich morgen dringend in die Waschanlage!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Bloß cool bleiben veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

78 Antworten zu My Auto is my castle

  1. Frau Falke schreibt:

    Pfui. Und gruselig ist es auch. Manchmal kann man dankbar sein, wenn man zum Einkaufen nur ein paar Straßen weiter muss.

  2. hajo schreibt:

    „.. sonst muss ich morgen dringend in die Waschanlage!“
    wieso, genügt Dir die Dusche nicht mehr? 😉
    Liebe Frl. Krise, reg‘ Dich ab, wer weiss, in welcher mentalen Zwangslage der Lümmel war/ist.
    keep cool!
    Liebe Grüsse
    Hajo

  3. nomadenseele schreibt:

    Dann wurde die Ampel endlich grün und ich schrie ihm flott noch ein freundliches ‘Hurensohn’ rüber – ich muss gestehen, mir hatte es bis zu diesem Zeitpunkt komplett die Spucke verschlagen – und bog links ab und er düste geradeaus.

    Womit du dich auf sein Niveau heruntergelassen hast. Ich habe es auch schon gehabt, dass andere Autofahrer sich über mich aufgeregt haben; ich sehe dann an Ampeln ostinativ in eine andere Richtung.

    • nomadenseele schreibt:

      ostentativ, natürlich -.-

    • frlkrise schreibt:

      Ja, GENAU! Ich WOLLTE mich auf sein Niveau runterlassen! Das böse Wort erlöste mich aus dem Freeze!

      • Kirchenmaus schreibt:

        Ist doch okay, wenn`s geholfen hat!

      • nomadenseele schreibt:

        Das verarbeitet wohl jeder anders. Ich ärgere mich eher über mich selbst, wenn die Leute das geschafft haben.

      • Mu schreibt:

        Ich – als ältliche Autofahrerin – habe hinreichend Erfahrungen bzw. Begegnungen dieser Art (und: Nein, ich fahre nicht so omahaft, wie es mein äußeres Erscheinungsbild vielleicht vermuten ließe!).
        Aus meinem daraus resultierenden Schatz der möglichen Reaktionen meinerseits kann ich empfehlen lauthals fröhlich lächelnd einen Song mitzusingen. Sehr gut kommt bei dieser Gelegenheit Rammstein …. -.-
        Danach kurz vor der Weiterfahrt ein gehauchtes Kusshändchen. DAS wollten bisher die wenigsten der oft (aber bei weitem nicht überwiegenden) Pöbler!!!
        🙂

      • Tobias W. schreibt:

        Ich gehöre auch zu den Leuten, die gar kein Problem damit haben, auf gleichem Niveau zurückzubeleidigen. Ich ärgere mich dann nicht über mich selbst. Je nach Laune grinse ich auch einfach ironisch.

  4. Nicole schreibt:

    oh je.. was ist denn heute los in Deutschland? ich lese nur so abstruse Geschichten!

    • krizzydings schreibt:

      Kranke welt frauen …die mich und oran verfolgen maenner die dies mit frl krise tun…stromausfall in der aula…dieseganze woche ist total komisch!?

      • pantherle schreibt:

        Wir Zeit, dass der Frühling kommt! Dann werden – hoffentlich – alle wieder normal.

  5. claudia o. schreibt:

    Na, das kenne ich doch zu gut, ich raste verbal aus, wenn es so knüppeldick kommt, wie mit diesem Rüpel. Ich wundere mich hinterher sehr über meinen Wortschatz und erstmal die, die mit mir fahren. Geschämt wird sich dafür nicht, das ist eine Überlebensstrategie, Herzinfarkt verhindernd. Türen verrammeln und dann demonstrativ, so dass Hirni es auch mitkriegt, die Autonummer notieren. Ich habe immer Stift und Blatt Papier greifbar. Und Handy ans Ohr und mal wild gestikulieren.

  6. manchmalnormal schreibt:

    Boah…solche Spinner kann ich ja leiden…
    Stehen auf der Beliebtheitsskala auf gleicher Stufe, wie die Kackbratzen (sorry), die meinen, mit 2mm Abstand an meiner Stoßstange kleben zu müssen (und ich gehöre definitiv nicht zu den Langsamen!). Da steige ich an der nächsten Ampel auch gerne mal aus, öffne den Kofferraum und frage, ob die Neugier auf meinen Kofferrauminhalt denn nun befriedigt sei.

  7. 4enno schreibt:

    Einfach Handy raus und ein Foto machen 😉
    Das ist noch besser als alles Andere, und Zwerg Nase beißt Dir ne Delle in den Lack…

  8. maldrueberreden schreibt:

    Der große Bruder einer Schülerin? Ein ehemaliger Schüler? Checken Sie mal alle Möglichkeiten durch… Auch mal recht spannend so ein schulfreier Tag. 🙂 Wünsche ein angenehmes Wochenende.

  9. Thymi schreibt:

    Liebes Frl. Krise, das haben Sie gut gemacht!
    Und ausgerastet ist er wohl, weil er beinahe einen Auffahrunfall gebaut hätte und schuld gewesen wäre…
    Schönen Sonntag!

  10. Tades75 schreibt:

    Hehe. Kommt mir sehr bekannt vor. Mir ist vor 3-4 Wochen erst etwas ähnliches passiert.
    Will jetzt nicht mit Details langweilen, aber ich war 100% im Recht. Wir stiegen aus, er beleidigte mich, ich beleidigte zurück, nicht ganz so schlimm wie er, ich stieg wieder ein, er beleidigte auf dem Weg zu seinem Auto weiter, ich saß schon im Auto, Ich bin kein Feigling, aber ich fuhr los, weil ich es eilig hatte und keine Lust mehr auf den Kinderkram hatte und erst recht nicht auf ’ne Schlägerei. By the way, der Typ wär wirklich kein Problem für mich gewesen, aber ich schlage mich nie, würde ich nur zur Selbstverteidigung nutzen.
    Ich warf dem HB-Männchen noch eine Beleidigung zurück und fuhr los. ER, statt ins Auto zu steigen und hinterher zu fahren rannte auf einmal hinter mir her! War ’ne Tempo 30-Zone. Schreit dabei laut, immerzu „bleib stehen Du Sau, ich mach dich alle, bleib stehen Du Sau, bis ihm die Stimme versagt. Ich hab es richtig mit der Angst zu tun bekommen. Wie gesagt, bei einer Konfrontation wäre ich sicher stärker gewesen, aber das war wohl einer dieser Psychopathen, die nie aufhören, immer weiter prügeln, bis zum bitteren Ende bis man selbst oder sein Gegenüber so gut wie tot geprügelt ist. Zum Fast-Mörder wollte ich wegen so ’nem HB-Männchen auf Speed auch nicht werden.
    Jetzt, mit zeitlichem Abstand lache ich mich aber jedes Mal kaputt wenn ich an seine Rennerei und Kreischerei zurückdenke, hehe.

    • pantherle schreibt:

      Voll gruselig! Hätte mir ganz schön Angst gemacht!

      • maldrueberreden schreibt:

        Ja pantherle. Ob im öffentlichen Nahverkehr oder auf der Straße. Vor solchen Irren hat man nirgendwo seine Ruhe. Erst gestern in der Bahn selber ein paar von dieser Sorte gesichtet 😦

    • Nik schreibt:

      Den Typ einfach laufen lassen. Ist nur eine Frage der Strecke, bis ihm die Kraft ausgeht. Und dann hat er einen lanmgen Rückweg, während dessen er sein eigenes Verhalten mal reflektieren könnte.

      • Tades75 schreibt:

        Yo, hab‘ mir im Nachhinein selbst Vorwürfe gemacht, dass ich das nicht so gemacht habe.
        Nee nee nee, das HB-Männchen war wirklich ein Ausbund an Ausgeglichenheit gegen diesen Psycho.
        😀

    • Emanuel schreibt:

      Für solche Situationen hat General Motors seinerzeit den Rückwärtsgang erfunden >:)

  11. Tades75 schreibt:

    Ach ja, um mal unseren Azubi zu zitieren: „wie kann man als Mann ’nen Smart fahren? Ist doch voll schwul!“ Der wär bestimmt keine Gefahr gewesen.
    😀
    Blöder Spruch und leicht schwulenherabsetzend, ich weiß, passte aber gerade gut, sorry. 😉

  12. Mascha schreibt:

    Beim nächsten Mal laut Musik aufdrehen und mitsingen. Oder ihm auch Angst machen. Meine Freundin (sehr temperamentvolle Dame) wurde mal beim Autofahren von einem Idioten geschnitten und angepöbelt. Als wir dann an der Ampel standen, schnallte sich meine Freundin ab und stieg wütend aus dem Auto. Ich blieb etwas irritiert zurück. Ich schaute raus und sah, daß sie wie wild an der Autotür des Idioten herumriß und ihn beschimpfte….habe nicht alles verstanden…vieles war auf arabisch…der Kerl müsste auch die Zentralverriegelung benutzt haben 😉

  13. Lily schreibt:

    Die schlichte Feststellung, dass seine Mama jetzt aber ganz bestimmt stolz auf seinen Jungen ist, wirkt Wunder. Aber erst sagen, wenn die Ampel grün ist:)

  14. Lily schreibt:

    ihren Jungen, natürlich.

  15. mutterchaos schreibt:

    Solche Verbalgülleproduzenten kenne ich leider auch. Schade aber, dass die einzige Gegenbeleidigung dann seine Mutter traf 😉

    • christjann schreibt:

      ich finde das Wort *Wixer* kombiniert mit der Stinkefingergeste nachwievor sehr gut, man kann es so schön böse zischen und beleidigt so nur ihn selbst – aber vielleicht ist es nicht mehr stark genug, wenn man die ganze Zeit fluchende Kids mit großem Schimpfwörterwortschatz um sich hat? … ich werde hier ständig beschimpft, besonders von kleinen Motorrollerfahrern, weil ich angeblich nicht schnell genug abbiege oder was weiß ich. Die sind aber so aggressiv, dass ich es vorziehe, sie nur giftig anzusehen und davonziehen zu lassen und den Stinkefinger, den man hier ungestraft nicht so öffentlich zeigen darf, mache ich auch nur im Verborgenen …

  16. RogueEconomist schreibt:

    Was den Leuten hier so passiert und wie sie reagieren… Faszinierend. Sowas ist mir selbst im Studium als Taxifahrer nie passiert. Aber es bestätigt mich darin, warum ich immer die Zentralverriegelung nutze. Ich muss aber ehrlicherweise gestehen, dass ich freche Schüler ihres Klientels in der Bahn schonmal sprachlich auf deren Niveau (man lernt ja hier allerhand Vokabeln) zurecht gewiesen habe. Das war durchaus amüsant 😉

  17. laprof schreibt:

    Ich würde zu gerne mal mit Ihnen und Frau Freitag Kaffee trinken. Ihr erinnert mich so an meine Freundin und mich. Bin auch Lehrerin, aber von Genasiumschule.

  18. Matthias schreibt:

    Vor etlichen Jahren bin ich mit einem Kollegen im Handwerkerbus unterwegs gewesen. An einer Kreuzung wurde uns ziemlich heftig die Vorfahrt geschnitten. Nachdem der Kollege mit der Hupe einen dezenten Hinweis gegeben hatte, gab es auch noch einen ‚Effenberg‘ von dem Sünder.
    An der nächsten Ampelwarteschlange ist mein Kollege, ein recht großer Typ, dann ausgestiegen und vor gegangen. Es war recht lustig zu sehen, wie der Fahrer blitzschnell alle vier Verriegelungen herunterdrückte. Der Kollege sagte zu ihm, dass er so etwas nicht nochmal machen solle, langte dabei durch das offene Schiebedach und gab ihm eine Kopfnuss.
    Also – sofern vorhanden, bei der Verriegelungsaktion das dank heutiger Klimaanlagen seltene Schiebedach nicht vergessen.

  19. seelenhafen schreibt:

    Die, die sich wegen so was aufregen können in den meisten fällen sehr wahrscheinlich selbst nicht besonders gut auto fahren. Ich hätte einfach auf das Auto vor mir gezeigt, dann hätte er vielleicht an der richtigen stelle weiter gemacht. Wer weiß vielleicht hatte er auch stress zu hause und der musste in dem moment eben mal raus 😉

  20. valessascheufler schreibt:

    Oh mein Gott! Derlei wahnsinnige Menschen machen mir Angst…
    Dazu fällt mir nur folgendes ein:
    Ich glaub es geht schon wieder los, das kann doch wohl nicht waaaaahr sein,
    dass man so, total den halt verliert :o)

  21. valessascheufler schreibt:

    Äääh, Tippfehler 😦 peinlich!
    Folgendes und den Halt 🙂 Ist noch früh am Tag und ich muss gleich Deutschaufsätze korrigieren! Mein inneres Wörterbuch ist noch auf Standby!!!

    • pantherle schreibt:

      Oh je, geht mir auch so, nur mit Diplomarbeiten – is auch nicht besser, nur läääääänger … Mein aufrichtiges Beileid!

  22. Olaf schreibt:

    Manchmal hilft es wirklich, wenn man solche „Verkehrsfachleute“ einmal so richtig beeindruckt. Hier in Hamburg gibt es an der Mönckebergstraße (Einkaufsmeile in der City) einen Bereich, wo eine Nebenstraße über eine Fußgängerzone führt. Ein Audi-R8-wichtig-Fahrer (Typ Makler, Bankster, Rechtsanwalt) drückt sich mit seiner Karre ziemlich militant durch die Fußgängergruppe, karrt andere und mich (rechtes Knie seitlich, gar nicht gut) sachtedringlichsehrdrückend an. Unmut macht sich breit… Bin stehengeblieben und habe angefressen mein Schlüsselbund von der linken Gürtelschlaufe meiner Jeans abgemacht (Karabinerhaken) und habe ihm mit dem Flaschenöffner eine satte Schramme über die Motorhaube geschraddelt. Sein ungläubiger Blick war hinreißend. Der schwarze Lack bildete eine kleine Spirale, der Lackuntergrund schien in der Spur deutlich heller auf. Einige Fußgänger bleiben stehen, eine gewisse Spannung macht sich breit, etliche – ich auch – haben einen Moment gewartet, ob Herr Yuppie mit Krawatte und Anzug jetzt aussteigt, um Frauchen zu beeindrucken o. ä. (irgendeiner sagte. „Dann haue ich ihm eine rein !“ und ich dachte, das mache ich dann schon, zumindest wäre ich dabei).
    Er blieb drin, alles wurde gut. Seine Vollkaskoversicherung (so er denn eine hatte) hatte bestimmt eine Selbstbeteiligung von so 300 bis 500 EUR.
    So etwas hilft dann doch.
    Hoffe ich wenigstens. Nichts wirkt wohl nachhaltiger als sinnliche Erfahrung.

    • frlkrise schreibt:

      Huh! Sachbeschädigung an Sankt Audi!

    • krizzydings schreibt:

      ein „verarzteter“ audi in der spitalerstrasse 😉

    • Rohrstock schreibt:

      Klasse! Astreine Sachbeschädigung. „Aber ich war doch so ärgerlich…“.
      Aber macht ja nix. Die Kosten ja trägt die Solidargemeinschaft (Versicherung).

      Da können Sie echt stolz drauf sein, Sie Held.

      • Tades75 schreibt:

        Nanana, lassen Sie mal gut sein.
        Die Kosten trägt nicht die Solidargemeinschaft, sondern Audi-Männeken, durch Selbstbeteiligung oder höhere Beiträge. Und haben Sie nicht genau gelesen? Das war ein Fußgängerbereich und der Audi berührte die Fußgänger, d. h. eine potentielle schwere Körperverletzung. Da kann ich so eine Reaktion aus Selbstschutz gut nachvollziehen, so unsinnig ich Sachbeschädigung auch sonst finde. Und der Ton macht die Musik, ist doch kein Schalke-Dortmund-Bayern-Mix-Hassforum hier.

        P.S.: Wenn man schon pingelig sein möchte, könnte man sogar sagen durch Werkstatt- und Matreialkosten kurbelte Olaf die Wirtschaft an

      • Olaf schreibt:

        Ausdrücklich vorsätzliche Sachbeschädigung war das, genüßlich unter Hervorrufen eines leicht knarzenden Geräusches ausgeführt. 😉
        Es ist mir und anderen durch das Schieben nichts weiter passiert, allein die Geste war es, die mich störte.
        Jedenfalls lasse ich mich nicht von solch einem Krawattenhonk anschieben, das war auch nicht zufällig, er mochte nur einfach nicht warten. Die Lackierkosten könnten in etwa im Bereich der Selbstbeteiligung gelegen haben, wenn nicht, dann eben etwas höher, das dürfte die „Solidargemeinschaft“, die sich ansonsten über Versicherungsglaspaläste auch nicht beschwert, nicht übermäßig dramatisch belasten. Die Alternative wäre für ihn vermutlich auch nicht verlockend gewesen, so im Bereich Nötigung im Straßenverkehr…
        Wenn er schon wegen anderer Verkehrsdelikte bekannt gewesen sein sollte, hätte er mit etwas Pech die Karre u. U. auch eine Zeit lang schieben können.

        Ihr Held

    • Sandro schreibt:

      Und auf diese Leistung sind sie stolz?
      Mir fehlen die Worte….
      Wie hätten sie wohl reagiert, wenn statt dem „Bankster“ eine ältere Frau in einem noch älteren Auto das Gleiche getan hätte?
      Anders? Achso, dann lag es wohl doch am R8 und ihrem damit verbundenen Sozialneid.
      Echt erbärmlich, sorry.

      • Olaf schreibt:

        Na ja – für 39 Worte hat’s dann ja doch noch gereicht… 😉

      • Tades75 schreibt:

        Hehe,

        DER war gut, Olaf!
        😀

      • Olaf schreibt:

        Herr Sandro –

        ich mag manchmal nicht nachgeben und kann schon sehr wohl zwischen einer vielleicht am Steuer unsicheren oder irritierten älteren Dame im Lupo oder Twingo und einem eitlen hektischen Krawattenhonk im wichtig-Audi R 8 mit HeidiKlumähnlicherBegleitung unterscheiden, der mich mit nervös-neurotischem Handwinken antreiben will, damit ich endlich abhaue (andere auch) und ihm Platz mache. Das alles war auch keine besondere „Leistung“ von mir, nur eine bescheidene kleine Tat der Schlichtung der Lage.
        Nein – Buana, Sahib oder Massa, ich weiche nicht… Ungefähr so.
        Schramme. Schraddel. 😉 Versuchen Sie, es zu verstehen.

        Herr Tades75 – danke. 🙂

  23. Der Mathehügel schreibt:

    Was sagt den Ihr PG zu sowas?
    Ich bin ja echt erzürnt über Ihre Verbalattacken. Wo Sie doch im Unttericht ein Wunder an Gelassenheit sind!
    Achja, war ja Freizeit :-}

  24. kasparalleinzuhaus schreibt:

    Ich glaube, Frl. Krise hat das alles nur völlig falsch interpretiert. Der schwule Smartkutscher war ein ehemaliger Waldorfschüler, der Frl. Krise von diesem überlegenen pädagogischen Konzept überzeugen wollte, in dem er im Rahmen seiner bescheidenen Möglichkeiten seine, durch den rollenden Schuhkarton hervorgerufenen Minderwertigkeitskomplexe, vortanzte.

  25. Croco schreibt:

    Ausprobiert habe ich schon alles.
    Fotographieren wirkt, vor allem bei geringem Abstand und knappem Auffahren auf der Autobahn. Man konnte richtig zusehen, die die Beifahrerin den Fahrer in die Mangel nahm.
    Die russischen und türkischen Schimpfwörter konnte ich im Auto leider noch nicht gebrauchen.
    Wohingegen ich ein rasendes Kasperle an der Waschanlage hatte. Man kauft hier den Chip an der Tanke und fährt dann zur Waschstasse rüber. Er war an der Kasse hinter mir und später stand sein Auto auch hinter meinem. Plötzlich musste ein Gefühl von Ungleichheit über ihn gekommen sein. Er stieg aus , trommelte gegen meine Tür und schimpfte, ich hätte mich vorgedrängt. Sein Kopf war schon ganz rot und ich dachte, er kollabiert mir hier . So sagte ich ihm, dass er gerne vor mich könnte , wenn er es so eilig habe, ich aber vor ihm dagewesen sei. Ich machten den Platz frei und fuhr hinter ihn. Er zappelte sein Auto zwischen die großen Bürsten, stieg aus und rannte auf und ab. Als er dann das Waschhäuschen frei machte und ich reinfuhr, kam er wieder an mein Fenster. Er war sehr bewegt und entschuldigte sich in aller Form. Es sei ihm wieder eingefallen, dass ich vor ihm an der Kasse gestanden hätte. Er hätte mich jetzt erst wiedererkannt. Ah ja.

  26. BOWMORE Darkest schreibt:

    Solche Vorfälle gibt es eigentlich nur im Straßenverkehr. Immer wieder will jemand eine Verkehrssituation besser einschätzen. Dann fliegen meistens nur die Worte hin und her. Spucke, Möwenschiss und tote Mücken halten die Autos gut aus. Für die persönliche Seele tun verbale Ausraster immer gut. Nach der nächsten Kreuzung haben Täter, Opfer und Retourtäter das Ganze wieder verarbeitet.
    Was wir nicht brauchen, sind die Abschnittsbevollmächtigte, die per Kamera alles dokumentieren und aus harmlosen „Rempeleien“ ein Staatsdrama machen wollen.
    C.H.

  27. Nadine schreibt:

    Solche Fahrer mag ich gar nicht. Je nach Stimmung und aktuellem Outfit fluche und schimpfe ich zurück und nutze dabei sämtliche Schimpfworte die ich kenn, auf deutsch sinds zu wenige, deshalb schimpfe ich den Großteil auf bayrisch und italienisch. Aber man kann alle drei Sprachen erschöpfen. Und ein paar französische Schimpfworte fallen mir auch noch ein. Eventuell auch noch englische. Und das alles ohne Luft zu holen!
    Und wenn ich in der anderen Stimmung und dem anderen Outfit bin: Süß grinsen, winke-winke machen und Kußhändchen rüberwerfen hat bisher noch die meisten Verkehrsrowdys sprachlos gemacht!

  28. Nik schreibt:

    Aboo Frollein Krisi, nur ein einfaches „Hurensohn“?

    Nehmen Sie sich ein Beispiel an den kreativen Beleidigungskünsten ihrer Schutzlinge. Gut, „Häßlichkeit“ geht ja nur gegenüber dem weiblichen Geschlecht, fällt also in diesem Fall flach.

    Aber wie wäre es mit „Ich mach Disch Messer, Du Spast“, vielleicht noch mit einem „Ich hol meine Brüda“?

    Vorsicht ist jedoch mit einem „Ich ficke Deine Mutter“ geboten. Der schlagfertige Beleidigte könnte mit einem „Danke, das hat mein Vater getan und ich finde, er hat den Job verdammt gut erledigt, wie man an mir sehen kann.“ kontern. Und dann steht der Beleidiger dumm da. Okay, diese Beleidigung fällt bei Ihnen ja es flach.

    Aber ich kann schon verstehen, daß sie reagieren MUSSTEN.

    Dinge zu verbloggen, hilft (mir) immer, sie zu verarbeiten.

  29. Nini schreibt:

    …versucht noch immer zu ergründen, wie man „Äutochen“ ausspricht…

  30. lullu schreibt:

    Ein Erlebniss sehr gut beschrieben, ich bewunder Menschen die so schreiben können.
    Ich selber bin im Normalfall 8-12 Stunden im Verkehr (Straße:-) ) und kenne das genau und das wird jeden Tag schlimmer……… .
    Gruß
    Lucian

  31. Wild Flower schreibt:

    Jaja, wenn er den ersten Bremser nicht erwischt, muss halt der zweite als Sündenbock herhalten… ist doch logisch.

    Manchmal sind aber auch Fußgänger agressiv. Neulich blieb einer stehen, um uns von einem Parkplatz herunterfahren zu lassen. Wir waren halb an ihm vorbei, als er es sich anders überlegte, weiterging und auf das Auto einschlug. Warum…? Das endete auch beinahe in einer Prügelei.

  32. Pingback: Wochenrückblick #01 « duemmerlive

  33. Rohrstock schreibt:

    Bei allem Ärger. Manchmal empfiehlt es sich, einen eh schon aufgebrachten Zeitgenossen nicht noch zu „provozieren“. Das kann schnell Beulen geben – am Auto und/oder am Kopf. Dann kann man nur hoffen, dass man das Kennzeichen hat.

  34. Peter Kanodt schreibt:

    Wir von der CDU richten uns ausdrücklich gegen solcherlei Rowdytum. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die Rede von Verkehrsminister Ramsauer zum Thema „Du und ich, Fairness im Straßenverkehr“, welche ihm im vergangenen Jahr höchsten Respekt einbrachte.

  35. blackeyed schreibt:

    ne Zentralverriegelung ist schon was feines…
    vor vielen Jahren – als ich noch klein war – bin ich mit meinem Onkel und meinem Bruder irgendwohin gefahren. In einem stinknormalen Kombi, damals noch ohne ZV.
    Auf der Landstraße wurden wir überholt, der Typ hat da schon wild gestikuliert. Mein Onkel ist sicherlich kein Raser, ist aber auch nicht unangemessen langsam gefahren.
    An der nächsten Ampel (außerhalb einer Ortschaft!) hat der Typ angehalten, ist ausgestiegen und schreiend auf das Auto zugerannt. Wir haben versucht möglichst schnell alle Knöpfchen zu drücken und mein ONkel hat versucht durchs Fenster mit ihm zu kommunizieren. Er hat rumgeschrieen, dass man mit so einem Auto doch anständig und schneller fahren müsse etc. Irgendwann ist er an sein Auto gegangen (Lieferwagen) und hat eine Axt rausgeholt und wollte auf unser Auto einschlagen. Zum Glück ist mein Onkel dann einfach losgefahren. Der Typ hat uns noch eine Weile verfolgt und ich hatte ne ganze Weile Panik beim Autofahren…
    Gibt einfach irre Menschen…

  36. Findusine schreibt:

    Wahrscheinlich ist das aber auch das Einzige, was dem lieben Herrn Ramsauer Respekt einbringt….und dann auch noch „högschten“-wie man bei uns in Ba-Wü sagt!

  37. topas schreibt:

    Auch sollte man sich die Reaktion wohl überlegen. Einmal (knapp 15 Jahre her) hielt auf einer 4spurigen Straße ein PKW an einer Ampel hinter mir. Ich muss ihm wohl bei Grün zu langsam angefahren sein, jedenfalls zog er neben mein Auto. Die Insassen – eine Gruppe haar- und hirnloser Zeitgenossen (vulgo Nazis) – brüllten irgendwas wie „du Judenschwein“ zu uns (Beifahrer und mir) rüber. In dem Moment, als die Hand den Effe-Finger formte und demonstrativ dem Rufenden zeigte setzte das Gehirn ein und eruierte, ob diese Geste angemessen war (leider Sekundenbruchteile zu spät). Ein zweiter, parallel ablaufender Gedankengang plante bereits, wie man sich aus der Situation retten konnte. Die Abfahrt, die gerade kam, rechts runter, um zu wenden. In dem Moment hörte man am Quietschen der Reifen beim Bremsen, dass auch der Fahrer des anderen Autos diese Geste gesehen hat. Jedenfalls in die Gegenrichtung gefahren, da dort in einem Kilometer Entfernung die rettende Polizeiwache kam, auf deren Parkplatz ich demonstativ gefahren & einige Minuten gewartet habe 🙂
    Und seit einigen Fahrmanövern anderer Zeitgenossen habe ich (wenn ich sie nicht gerade vergesse) eine kleine Kamera im Auto mitlaufen, um im Streitfall die besseren Argumente zu haben (gerade heute hat eine Autofahrerin versucht, mich in den Gegenverkehr zu drängen, da ihrer Ansicht nach an der Stelle das Überholen nicht erlaubt sei).

  38. fast-wurzelkind schreibt:

    Fein hier zu lesen, wie aus ganz braven Bürgern auf einmal ganze böse Wörter purzeln. Nichts kann einen so sehr aus der Fassung bringen wie ein anderer Autofahrer, der sich nicht konform benimmt. Das haben wir alle schon mal so oder ähnlich erfahren, in dem Moment kann man einfach nicht anders, als kurz auszuticken. Schöne Geschichte.

  39. Erbse schreibt:

    Im Strassenverkehr werden viele Leute, die sonst gefasst und ruhig sind, zu Bestien. Ganz eigenartig, und auch unangenehm. Aber das muss man eben ignorieren so gut es geht. Und sich ansonsten nicht zuviel gefallen lasen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s