Mit Fehl und Tadel

Tadel! Ich schreibe einen Tadel! Nein zwei! Einen für Azzize, weil die sich im Unterricht die Nägel lackierte und einen für Esra, die im Flur ganz ungeniert telefonierte. Und wegen desselben Vergehens auch noch einen für Mustafa aus der Pararallelklasse. Beide haben ihre Handys nicht abgegeben. Das verschlimmert das Ganze noch…..
Ach so, und dann noch eine Handvoll Tadel für die fünf Pfeifen aus meiner Klasse, die während der Mittagspause das Schulgelände verließen und mir bei der Rückkehr genau in die Arme liefen.
Tadel schreiben – ich hasse das. Es kostet jede Menge Zeit und nützt wenig.
Im Computer gibt es ein Formblatt, das erleichtert die Prozedur zwar etwas, aber man muss ja noch in wohlgesetzten Worten das Elend formulieren, das zum Tadel führte.
Dann muss man ins Sekretariat im ersten Stock latschen, sich die betreffende Schüler-Akte raussuchen, den Tadel abheften und anschließend noch eine Kopie für die Eltern in einen Umschlag eintüten, adressieren und zur Post legen.
Diese unerbaulichen Tätigkeiten macht man natürlich in den Pausen oder Springstunden und pro Tadel kommen da schon mal leicht 15 – 20 Minuten zusammen.
Das wären dann heute etwa zwei Stunden meiner kostbaren Lebenszeit….nee, danke schön auch! Und dabei kommen die Tadel im zehnten Schuljahr nicht mal mehr aufs Zeugnis…

Ich verzichte also auf eine flächendeckende Betadelung, sondern gehe streng punktuell vor. Azzize! Die läuft auch immer mehr aus dem Ruder….

Madamchen lackierte sich zu Beginn des Ethikunterrichts geruhsam die Nägel der linken Hand in einem scheußlichen Orangeton, der in keiner Weise mit ihrem Hautton (bleich) und schon gar nicht mit ihrer Lippenstiftfarbe (Lavera, Nr. 26-rosa) harmoniert.
„Azzize, hörst du bitte auf! Das geht ja wohl zu weit!“ sagte ich leicht angenervt und ließ meine Tasche mit einem Plumps auf das Pult fallen.
„Hey! Genau auf meine Entschuldigung!“ beschwerte sich Ömür.
„Ach, bist du auch mal wieder da, Ömür!“
„Frl. Krise! Sie wissen nicht, WIE krank ich war!“
Leider konnte ich nicht das rechte Mitgefühl aufbringen, denn ich musste Azzize anstarren. Die war just beim kleinen Finger angekommen.
„Mensch Azzize! Hör jetzt auf! Wie oft soll ich das noch sagen! Wir haben Unterricht!“
„Frl. Kriiiiiiiise! Stressen Sie nicht!“
„Azzize!“
„Vallah! Die Frau nervt!“ schnauzte Azizze
„A Z Z I Z E !“ Das war richtig laut.
„Hab ich mich erschreckt!“ Ömür zuckte zusammen. In der Klasse war es mit einem Schlag ruhig.
„ Was wollen Sie! Ich mach doch nur noch schnell fertig…!“
„NICHTS MACHST DU!!! Hier gibt es gewisse Regeln! Du kannst auch gerne einen Tadel bekommen!“
„Na und!! Ihre Regeln sind mir scheißegal!“

Azzize verbrachte den Rest der Stunde auf der anderen Seite der Tür. Mit einer lackierten und einer unlackierten Hand- aboooo, voll hässlich.

In der Mittagspause läuft sie hinter mir her.
„Frl. Krise! Frl. Krise!“
Ich rede gerade mit Burak, der mir sein Handy nicht abgeben will.
„Lass mich mal in Ruhe, Azzize!“
„Aber, Frl. Krise ich will mich doch bloß…“
„Jetzt nicht!“
Burak ist ein harter Brocken. Er telefonierte gestern auf dem Schulhof. Daraufhin wollte ich sein Handy einkassieren, aber er lief ungerührt und vor allem telefonierend weiter…
Also versuche ich es heute noch einmal – so ein dreistes Verhalten lass ich mir nicht bieten. Was glaubt er, wer er ist?
„Lassen Sie mich in Ruhe! Haben Sie keine Freunde? Haben Sie nichts Besseres zu tun bei ihre Aufsicht, als mein Handy abzunehmen?“ Burak wird auch noch unverschämt! Dabei weiß er, dass ich jetzt seine Eltern zu einem Gespräch mit der Schulleitung bestellen muss.
Schöne Scheiße! Ich sehe einen Haufen Arbeit auf mich zukommen…Tadel, Brief, Termin mit der Schulleitung…
„Frl. Krise! Ich will mich entsch….“ Azzize drängelt sich zwischen uns.
„Mann, Azzize! Du merkst doch, dass ich hier beschäftigt bin!“ Einen Moment wende ich mich Azzize zu und sehe gleich darauf Buraks Rückenpartie gerade noch um die Ecke biegen.
Na toll!
„Frl. Krise, ich entschuldige mich auch! Aber schicken Sie mir keinen Tadel! Bitteeeeeeee!“
Mir reichts! Ich flüchte ins Lehrerzimmer, Schluss, aus, R U H E !
TÜR ZU!
Ein Kaffee! Ich brauche einen Kaffee. Spinnen die alle? Offene Psychatrie ist das.
Und die blöde Esra! An die hab ich gar nicht mehr gedacht. Deren Handy ist auch vakant!
An der Tür bummert es.
Kollege Böck öffnet. „Frl. Krise, Kundschaft!“ ruft er.
Azzize, wer sonst.
Das Spielchen dauert noch eine Weile. Sie klopft- ich verweigere mich, ihre Freundin klopft („Azzize weint schon fast!“) – ich verweigere mich, Burak klopft, ich gehe nicht hin und so weiter und so weiter…
Während des Geklopfes habe ich in aller Ruhe und Gemütlichkeit zwei Tadel geschrieben. Die ersten in diesem Halbjahr. Ich gehöre ja nicht zu denen, die Tadel so inflationär wie Taubenfutter unters Volk streuen…
Später treffe ich Esra. Sie hält mir stumm ihr Handy hin.

Unterricht? Hab ich auch noch gemacht. Nebenbei irgendwie.

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74 Antworten zu Mit Fehl und Tadel

  1. Karolin schreibt:

    Oh ja, das mit dem Unterricht nebenbei kenne ich nur zu gut. So kommt es doch so manches Mal vor, dass man die nächste Stunde in dieser Klasse in diesem Fach nicht neu vorbereiten muss. Man kommt einfach nicht dazu, das Geplante durchzuführen…
    Naja, vielleicht sollten wir solchen Stunden das Positive abgewinnen 😉
    LG Karo

  2. BOWMORE Darkest schreibt:

    Freuen Sie sich doch, dass sie einen Tadel aussprechen bzw. schreiben dürfen. Ich muss mich mit Auftraggebern herumärgern, die ihrer eigentlichen Aufgabe in der Formulierung einer Baubeschreibung nicht nachkommen und alles mögliche in die dann notwendigen Baubesprechungen verlagern. Vielleicht sollte man die Verköstigung in diesen Besprechungen kappen.
    C.H.

  3. claudia o. schreibt:

    Nein, was habe ich es doch gut. Ich muss nur ab und zu mal meinen Mann maßregeln. Zwar auch nicht sehr erfolgreich, aber wenn ich mir so durchlese, was bei Ihnen so abgeht, Frl. Krise, dann bin ich schon zufrieden. Viel Kraft noch weiterhin wünscht claudia o.

  4. Lieblingsschüler schreibt:

    Oooooh sie wollte sich doch nur entschuldigen! Böses Frl. Krise!
    Und entschuldigen Sie vielmals, bei „Haben Sie keine Freunde?“ musste ich leider lachen. Ich glaube, das bringe ich demnächst auch mal. 😀

  5. RogueEconomist schreibt:

    Ich hätte jetzt irgendwie gedacht, dass sie mittlerweile für diverse Vergehen ein Muster auf dem PC haben und nur noch den Namen einbauen müssen. Sehe ich da etwa eine Marktlücke für ein Makro in Word? Der Tadel-Generator…

  6. Ich eben wer sonst schreibt:

    Hey Krisi nächstes mal nimmste ihr einfach den Nagellack weg. Oder den anderen das Handy weg und stellst auf Durchzug. Mich wundert’s dass du noch nicht irre geworden bist. Benehmen die sich zu Hause auch so??? Die armen Eltern.

  7. fraufreitag schreibt:

    Darf man bei euch nicht telefonieren auf der Schule? warum nicht? verstehe ich nicht. vielleicht war es voll wichtig. vielleicht ging es um den onkel im krankenhaus…

    • Jürgen schreibt:

      Frau Freitag!

    • 4enno schreibt:

      Ja. oder er hat die Zeitansage angerufen, damit er nicht zu spät zur nächsten Stunde kommt 🙂

    • buecherherz schreibt:

      Hmm, da muss ich mich mal outen.
      Ich war an einem Gymnasium und bei uns war das Telefonieren nicht verboten. Nicht, dass ich es je gebraucht hätte (tatsächlich hatte ich meist nicht mal das Handy dabei), aber ich hättte es auch nie als schlimm empfunden, wenn es IN DEN PAUSEN geschieht. Bei mir sind manche Klassenkameraden auch mit voller Dreistigkeit im Unterricht an das klingelnde Handy gegangen!

      Also noch mal kurz und ganz ernst gemeint: Was ist am Telefonieren in der Pause schlimm?

      • frlkrise schreibt:

        Nichts! Aber es wurde Alles verboten, weil sie keinen UNTERSCHIED zwischen Pause und Unterricht machen. Jeder hatte STÄNDIG das Handy in der Hand, unter der Bank, vor sich in der geöffneten Tasche usw.

      • V0oD0o schreibt:

        Naja, Schüler mit sinnlosen Regeln zu traktieren, weil man die sinnvollen nicht durchsetzen konnte, find ich ja auch bissl schwach. Da würd ichs als Schüler auch mal drauf ankommen lassen, wo ich sonst eher ein Musterschüler war (d.h. naja – faul aber gut 😉 )

      • Tanja schreibt:

        An unserer Schule ist nicht nur das telefonieren verboten, es geht vielmehr darum, dass das Handy auf dem Schulgelände zu jeder Zeit komplett ausgeschaltet sein muss. Der Grund hierfür ist vorallem die Kamerafunktion der Mobiltelefone. In Zeiten von Facebook und damit leider zu häufig verbundenem Cybermobbing sollen die Schüler sich nicht gegenseitig auf dem Schulgelände fotografieren können. Denn bedauerlicherweise gab es schon häufig genug solche Fälle. Das Telefonieren mit dem Handy dagegen wird in Ausnahmefällen (Stundenausfall am Nachmittag, Miristschlecht etc.) erlaubt.

  8. mutterchaos schreibt:

    ist Buraks Handy jetzt einkassiert? Oder wird der jetzt weiter ignoriert?

    Ich hätt ja beim lackieren geholfen, aber sowas von…

  9. Jürgen schreibt:

    Frl. Krise, warum lassen Sie sich so viel bieten? Diese ewigen Diskussionen! –
    Was ich immer schon mal wissen wollte: Was ist ein Tadel, welche Folgen hat er? Wir haben eine Mitteilung an die Eltern, Verweis, verschärften Verweis, Versetzung in die Parallelklasse, Zuweisung an eine andere Schule, Entlassung bei beendeter Schulpflicht.
    Tadel scheint mir dann der Mitteilung zu entsprechen.

    • frlkrise schreibt:

      Tadel ist mehr als eine Mitteilung, er ist die niedrigste Form der Schulstrafe, also unter dem schriftl. Verweis. Kann auf dem Zeugnis erscheinen.

  10. 4enno schreibt:

    So Frl. Krise. Das war doch gar nicht schwer.

    Morgen früh läufst Du leicht in Gedanken versunken in den Unterrichtsraum und murmelst vor dich hin, in einem Moment, wo die Klasse möglichst leiste ist: „Mal sehen, wer heute den Tadel bekommt“.

    Das ziehste drei-vier Wochen durch, und immer kräftig austeilen und Quartalsende kannste mit Frau Freitag dann einen Schwan… ähh Tadelvergleich machen.

    Glaub mir: Es wird Dir besser gehen. Die Schüler werden sich Dir gegenüber verändern. Es heißt nicht mehr „frl. krise“ sondern nur noch „Tadel-tussi“, aber damit wirst Du klarkommen. Nutze dieses Mittel, und irgendwann steht die Klasse stramm und geschlossen zu Beginn der Stunde und ruft im Chor „Guten Morgen, Frl. Krise“, um sich dann perfekt synchron auf die Stühle zu setzen.

    Lasse Dir von einem Freund einen Tadelgenerator für Deinen Rechner basteln. Das hilft, und macht Spaß.

    Versprochen…

  11. mum@work schreibt:

    lackieren Sie doch mal das Handy um …
    oh Mann, meine Tochter hat sich auch für einem Lehramtsstudium HS/RS/GS entschieden …

    • mum@work schreibt:

      und dann fällt einem morgens vor 6 auf, dass man seinen Text noch mal durchlesen sollte … „für ein“ soll es nat. heißen … (da stand vorher „zu einem“ und das „zu“ hat mich gestört) … und das hier in einem Lehrerblog (ich bin aber „nur“ Beamtin bei einer Verwaltung …)

    • wacker schreibt:

      Tipp: Besser ganz schnell auf Grundschule (=gute Arbeitsbedingungen) oder Gymnasium (=gute Arbeitsbedingungen + gutes Gehalt) umschwenken, sonst sitzt sie 30 Jahre fest, die gilt so ähnlich auf der Autobahn, als wenn man die falsche Abfahrt nimmt. HS/RS/GS bedeutet schlechte Arbeitsbedingungen und mäßige Bezahlung gegenüber dem Gymnasium !).

  12. Tades75 schreibt:

    Aber Frl. Krise, Sie sind ja ein kleiner Diktator! Wollen Ihre lieben Kleinen bei deren freier Perönlichkeitsentfaltung hindern! Das gehört zum Aufwachsen doch dazu!
    😉
    Um mal wieder den Bogen zu gestern zu spannen … kein Schminkverbot bringt leider auch solche Extremreaktionen hervor. Jaja, ich weiß die Schminkverbotsgegner werden argumentieren, dass „selbstverständlich nicht im Unterricht geschminkt werden soll“ usw. Aber das prinzipielle Erlauben von Schminke bringt nunmal auch solche Extreme hervor, der Versuch die Grenze immer mehr zu erweitern. Und wie ich schon gestern schrieb ein wunderbares Mittel den Respekt vor der Autorität Schule/Lehrer zu beschädigen, siehe Azize heute.

    Einige denken wohl, es wäre auf allen Schulen so kuschelig und gesittet wie auf manchen Kleinstadtgymnasien. Dabei ist es ein regelrechter „Kampf“, den Pädagogen wie Frl. Krise jeden Tag ausfechten müssen. Jeder Tag ein neue Runde im schulischen Boxkampf.

  13. Artur schreibt:

    Meine Nichte besucht eine Schule, an der die SchülerInnen vor Unterrichtsbeginn ihre Handys abgeben müssen (nach Unterrichtsende gibt es die Geräte zurück, also leider keine Gehaltsaufbesserung…). Sehr nervenschonend, für alle Beteiligten! Natürlich finden die SchülerInnen das am Anfang nicht so toll (besonders die mit den stylischen Teilen, können damit nicht angeben: hä-hä), wenn sie sich aber daran gewöhnt haben, wissen sie die Vorteile diese Regelung durchaus zu schätzen. Das posaunen sie zwar nicht laut heraus, es spricht aber für sich, dass diese Regelung ohne tägliche Diskussionen befolgt wird.
    Das Geheimnis jeder Erziehung ist Konsequenz!

    • frlkrise schreibt:

      Das würde bei uns so aussehen: Jeder gibt ein Handy ab. Aber das RICHTIGE, das mit der Karte, das wird natürlich NICHT abgegeben.

      • kecks schreibt:

        Das ist hier der neueste Trend (Gy, Bayern, Handys, mp3-Player usw. an allen Schulen verboten, kann einkassiert werden und nur an Eltern wieder herausgegeben; Durchsetzung in Pausen und Freistunden wird sehr unterschiedlich konsequent gehandhabt…): Handy bereitwillig und mit viel „Entschuldigung, kommt nie wieder vor!“ ohne Diskussion abgeben, aber vorher schnell und heimlich die Karte rausnehmen. Klappt bei unwissenden älteren Kollegen wunderbar. Bei den jüngeren – not so much^^.

  14. michael schreibt:

    > Madamchen lackierte sich zu Beginn des Ethikunterrichts geruhsam die Nägel der linken Hand in einem scheußlichen Orangeton, der in keiner Weise mit ihrem Hautton (bleich) und schon gar nicht mit ihrer Lippenstiftfarbe (Lavera, Nr. 26-rosa) harmoniert.

    a) Schleichwerbung
    b) Aus welchem Grund müssen Lippenstift farbe und Nagellack farbe harmonisieren?

    • frlkrise schreibt:

      Zu a) dokumentarisch wertvoll
      zu b) Oh mein Gott!

      • michael schreibt:

        > Oh mein Gott!

        Ist das der, der über solche Probleme meinte: Um sowas kümmern sich die Heiden?

    • Uschi schreibt:

      …fragt ein Mann.

    • michael schreibt:

      > Oh mein Gott!
      > …fragt ein Mann.

      Das interpretier ich mal grosszügig so, dass es keinen Grund gibt. Nagellack ist halt nur bei Nagelpilz sinnvoll und da kommt es auch nur drauf an, ob es hilft oder nicht.

      Und wenn ich an Ömür und seinen treffenden Kommentar ‚haben Sie sich die Finger verbrannt‘ denke, fällt mir bei orangefarbene Nägeln auch was ein.

  15. zat schreibt:

    Haben die kein Geld für unauffällige Bluetooth-Kopfhörer oder machen die das mit Absicht, offen mit dem Handy herumzuwedeln?

  16. maldrueberreden schreibt:

    Konsequentes Verhalten! Super Frl. Krise, das war mal wirklich fällig. Tadel per Post? Dafür gabs bei uns die berühmten „Mamihefte“, wo der Vormund unterschreiben mußte.. Spart Zeit und Briefmarken.

    • frlkrise schreibt:

      Mitteilungsheft. So was haben unsere Schüler grundsätzlich gerade nicht dabei…

    • rotezora schreibt:

      Bei uns heißt das „Tragbares Gedächtnis“ oder kurz:TG, deshalb wird es auch ständig „vergessen“ Außerdem hat es den Nachteil, dass man es zunächst mitnehmen und den Eintrag kopieren müsste, um ihn aktenkundig zu machen. Das wiederum ist wichtig, um im Falle eines weiteren groben Fehlverhaltens eine weitergehende Maßnahme durchzubekommen. Merke: Nix in der Akte = bisher unbescholten = wir werfen mit Wattebäuschen.

  17. soe schreibt:

    Das nächste mal Nagellack wegnehmen und auf das Handy kippen….
    😉

  18. eskotztteilweiseechtan schreibt:

    Tja… Zumindest haben sie irgendein Druckmittel.

    Ich darf mich morgen mit Kunden rumschlagen und denen Lösungen für komplexe technische Lösungen aus dem Hut zaubern zu Teilen die ich nie gesehen habe, von denen ich nicht weiß aus welchem Material sie sind und wie das Endergebnis aussehen soll. Aber so wie ich die Brüder kenne kommen die sicher morgen mit Teilen ran und wollen die verschweißen. Alles andere hätten wir ja auch per Telefon machen können. Vorher. Aber da ist ja keine Zeit. Und auf meine 93.000 Emails muss man ja sowieso ned reagieren. Ich sehs wie in nem Film vor mir: Morgen wenn ich denen dann sanft erkläre das ich zur Ausarbeitung von einem komplexen Projekt ein bis zwei Wochen brauche werden die Augen machen als wäre das eine vollkommen unerwartete Breaking News. Ist ja nicht so als hätte ich das nicht schon bei unserem ersten Gespräch vor 5 Wochen gesagt. Und morgen – wenn dann die Erkenntnis kommt das wir 4 Wochen verbraten haben indem wir NICHTS tun kommt das Gejammere. Und wer darf dann sein Wochenende dranhängen um diesen Psychopathen aus der Patsche zu helfen?

    Ich.

  19. Kirchenmaus schreibt:

    Wie wärs im Kunstunterricht mit nem Typberatungsprojekt? Der Lavera-Farbton geht zum blassen Vampirteint echt garnicht… und Nägel in orange sind sowas von out….so die Girlies, die mich jeden Morgen auf dem Weg zum Dienst in der S-Bahn entertainen…
    „Pädagogisch wertvoll“ wäre vielleicht auch, ihr so als Klassenmutti ein Abo der Douglas Box of Beauty zu schenken (ok, für Azzize vielleicht eher die Glossybox ….da gab`s letztens Lippentatoos im Leoprint) … oder wär das ein Verstoss gegen den Beutelsbacher Konsens?

  20. manchmalnormal schreibt:

    Lippentattoos? Im Leoprint???
    Sag bitte, dass das ausgedacht ist…OMG!!!

  21. Nadine schreibt:

    Azzize wollte es doch echt wissen, die braucht sich gar nicht zu wundern und nicht zu jammern!!! Vielleicht merkt sie es sich ja jetzt endlich mal? So, ein bis zwei Wochen oder so?

  22. GG schreibt:

    Das wär zuviel Stress für meine Magenschleimhaut – so aus sicherer Distanz lese ich supergerne mit, dann ist es ungefähr so wie der Blick in den Tigerkäfig. So einige deiner jungen Leute kennen/können viel mehr Gewalt und einen noch rüderen Ton, als sie von vorn herein tagtäglich gleich sehen lassen, denk ich mir. Es gehört schon sehr viel Kompetenz dazu, dass du Eskalationen verhinderst und zugleich konsequent bleibst. Denn an einer Aufwärts-Spirale könnten beide Seiten auf ihre Weise sicher noch eine ganze Weile drehen. Hut ab für jeden Tag, jede Stunde!

  23. paule t. schreibt:

    Gibt es für sowas wie Akte raussuchen, kopieren, einheften, eintüten, adressieren nicht ne Sekretärin?
    Man darf ja mal träumen …

  24. kingkenny7 schreibt:

    Das mit dem Tadel wäre mir auch zu blöd, aber wie wäre es mal damit, „aus Versehen“ ein einkassiertes Handy fallen zu lassen? Das könnte eine abschreckende Wirkung haben…

  25. ullli23 schreibt:

    Tadel, los! 😉

  26. Mascha schreibt:

    Liebes Fräulein Krise…..kann man eigentlich Ihre Schule nach Texas verlegen lassen? Da würde es Ihnen bestimmt besser gehen und Ihre Schützlinge würden aufhören zu nerven.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/0,1518,812885,00.html

    Nagellack in Orange? Igitt….also wirklich…*Mascha rubbelte mit Aceton auf ihren Nägeln herum*

  27. Lily schreibt:

    @Kingkenny: Dann gibt nienicht mehr jemand sein Handy ab, voll vallah kraass Hässlichkeit. Und außerdem wird Frl Krise vermutlich verklagt, auf alles, was das Bürgerliche Gesetzbuch so hergeben könnte- keine gute Idee. Ich glaube, dankbare Lehrer könnten einem mehrere Jahre Urlaub spendieren, wenn man einen Störsender für Handybetrieb erfinden würde, der den gesamten Schulkomplex erfasst. Natürlich außer dem Lehrerzimmer.

  28. waldmonster schreibt:

    Das sind so die Momente, die das Gehalt irgendwie wie „Schmerzensgeld“ wirken lassen. In der offenen Jugendarbeit gehts mir jeden Tag so ähnlich… Kopf hoch, Fräulein Krise, es könnte immernoch schlimmer sein…

  29. Ich hatte gestern ne E-Zigarette in der Bibliothek. Ist doch kein richtiges rauchen blablabla. Demnächst gibts noch Handy-E-Zigaretten. Wärend dem nicht richtigen rauchen noch schnell auf Facebook über die stressige Kampfbibliothekarin motzen.

  30. Stephan schreibt:

    Man haben die jungen Menschen, denn überhaupt keinen Respekt mehr vor den Erwachsenen. Wenn man das als Lehrer ein paar Jahre mit macht, dann muß man ja in die Geschlossene, oder!? Was bin ich froh, das ich heute mit meiner Gang (Gesamtalter so um die 150) auf dem Golfplatz unterwegs sein durfte!
    frl. krise halten sie durch!

  31. kasparalleinzuhaus schreibt:

    Kann doch nicht so schwierig sein!?! Mit einkassiertem Smartphone kostenlose Tadelapp runtergeladen, Name eingetragen, Vergehen angeklickt, im Lehrerzimmer an den W-Lan Drucker geschickt, abgeheftet, an Getadelten und Erziehungsberechtigte getwittert – fertig!

    • frlkrise schreibt:

      In der Schule gibt’s kein W-Lan! Internet kommt nur durchs Kabel in die Computer gekrabbelt

      • kasparalleinzuhaus schreibt:

        W-Lan = wireless LOCAL area network
        Hat nich zwangsweise was mit Internet zu tun, kann aber das Leben trotzdem leichter machen.

      • 4enno schreibt:

        kasper: schlaumüller! Hast doch selber geschrieben: „Tadelapp runtergeladen“. Natürlich, es könnte auch anders sein, aber die Kernaussage zieht W-Lan und Internet schon unter einen Begriff…

  32. 4enno schreibt:

    Hast Du meine schönen Kommentare gebarschelt? Einfach weg? [traurigguckgeräusch]

  33. kasparalleinzuhaus schreibt:

    Muss nochmal klugsch…nacken
    @4enno
    Smartphone Download funktioniert über UMTS (Funk, nix W-Lan) und kann in W-Lan eingebunden werden. Das sind immer noch zwei Paar Schuhe – oder eben Netze.
    Und es ist kaspAr, soviel A muss sein!

    • rhadamanthys schreibt:

      Mann kann sogar viele Smartphones als WLAN Router nutzen, upstream via UMTS und dann die Daten die per WLAN weiterverteilen.

      So richtig gemein kann man natürlich auch sein, mit den einkassierten Handies eine 14-stellige Nummer anrufen, die mit zwei Nullen beginnt und die Schüler raten lassen welche Sprache das ist. Gibt zumindest eine schöne Rechnung. Die Frage ist , wer das dann zahlt.
      Über die UMTS Funktion Pornoseiten ansurfen und das Handy dann mit der entsprechenden Seite den Eltern zurückgeben. Je nach Kulturkreis kann man natürlich auch eine auch eine Schwulenpornoseite nehmen und das dann dem falschen zurückgeben.

    • 4enno schreibt:

      @kasper:
      Ja, oder LTE oder Edge, ich weiss. Und dank Siri kann man auch mit gesperrtem Gerät telefonieren. Das ist noch viel interessanter 🙂

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