Schöne Probleme

„Frl. Krise!“ Frau Benecke, unsere stellvertretende Schulleiterin kommt im Flur auf mich zu. Sie ist schwer in Rage. „Also, was ich da eben mit Ihrer Sarah erlebt habe! Ich kenne sie ja nur als nettes vernünftiges Mädchen…na ja, sagen wir mal, bis auf den einen Fall damals!“
Hm…denke ich , damals, das war, als wir dachten, Sarah würde verheiratet, weil sie im Anschluss an die Ferien vierzehn Tage in Jordanien verschollen war… und mit einem Kusin verlobt und äußerst reizbar wiederkam.
„War war denn los?“ erkundige ich mich.
„Ich habe sie auf ihre wahnsinnige Aufmachung angesprochen. Sagen Sie mal, Frl. Krise, finden Sie das normal, wie die rumrennt?“
„Ich seh das schon gar nicht mehr,“ sage ich und das stimmt wirklich.
Sarah sieht allerdings heiß aus, da hat Frau Benecke schon recht. Aber ihr Aussehen ist echt für mich das kleinste Problem in meiner Klasse.
Sarah ist achtzehn, sehr groß und schlank – fast Modelmaße. Mit vierzehn war sie auffallend hübsch, jetzt sieht sie leider ein bisschen verlebt aus. Vielleicht liegt das an dem zentimeterdicken Make-up und den schwarzgeränderten Cleopatra-Augen…
Sie trägt bevorzugt schwindelerregend hohe Haken, schwarze Leggings, superkurze Röcke und enge Oberteile, dazu monstermäßige Ohrgehänge bis auf die Schultern. Alles in allem auffälliger als auffällig.
„Ich habe ihr gesagt, dass Sie nicht angemessen angezogen ist für die Schule und da ist sie hochgegangen wie eine Rakete. Sie hat mich total angeschrieen, sie lebe in einem freien Land und könne anziehen, was sie wolle.“ Frau Benecke ist bedient.

In der Mittagspause setze ich mich während der Aufsicht zu Sarah, die mit ihren Freundinnen in der Sonne abhängt.
Die legt gleich los: „Frl. Krise! Diese behinderte Benecke! Sie meinte mir, ich soll mich anders anziehen! Was glaubt sie, wer sie ist! Wie sie selbst aussieht! Ich hasse diese Frau!“
Ich seufze…Mit Sarah konnte man in letzter Zeit gut klarkommen. Nach der Verlobungsaktion war sie eine Zeitlang unerträglich. Soll das jetzt wieder losgehen?
Ich erkläre ihr, dass es auch für die Schule einen gewissen Dresscode gibt. In der Schule kommt es auf das Lernen an und nicht darauf, am herausstechensten angezogen zu sein…blablabla.
Sarah regt sich weiter auf: „Aber warum spricht sie MICH an? Soll sie mit Ira reden oder mit Nilüfer, die stylen sich viel mehr auf wie ich. Und haben immer so Dekolletee. Hab ich nie!“
Ich nicke unwillkürlich. Wo sie recht hat, hat sie recht.
„Aber du musst ja auch in einem Ton mit Frau Benecke geredet haben! Das geht gar nicht!“ fällt mir noch ein.
Sarah zuckt mit den Schultern.
„Du hast doch beim Zahnarzt Probe gearbeitet! Meinst du, den könntest du auch so anschreien? Und meinst du, in dem Outfit könntest du da arbeiten?“
„Da muss ich Kittel anziehen,“ sagt sie, „und so große Ohrringe gehen auch nicht! Und warum soll ich den anschreien? Aber, Frl. Krise, wissen Sie, was die Frau da in der Praxis gesagt hat? Die meinte mir, so eine hübsche Auszubildende war noch nicht da bei ihnen….“
„Warst du auch so dick geschminkt?“
„An dem Tag nicht!“
„Aha!“
Wir reden und reden. Es geht nicht vor und zurück. Dann klingelt es.
Ende des Gesprächs.
Wir haben jetzt Deutsch. Aynur und Gülten beschimpfen sich aufs gewöhnlichste. Der Klassensaal sieht aus wie eine Müllkippe, denn irgend jemand hat den Papierkorb ausgeschüttet. Erkan und Mustafa beschuldigen sich lautstark gegenseitig. Fünf Leute kommen zu spät. Ömür ist mit Miristschlecht nach Hause gegangen. Hanna schreit herum, weil ihr Frau Falter das Handy abgenommen hat. Die Deutscharbeit ist grottenschlecht ausgefallen. Chaos pur.

Sarah… ein Nebenschauplatz, wie gesagt…

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39 Antworten zu Schöne Probleme

  1. Nadine schreibt:

    Das mit dem dicken Make-Up hab ich mit 18 auch nicht gepeilt. Erst so mit 20 oder 21 oder so. Aber vielleicht ist Esra klüger als ich…? Zu wünschen wär es ihr.

  2. puzzle schreibt:

    Umpf. Aber bezüglich Sara doch ein hoffnungsvolles ‚Umpf!‘.

  3. Minou schreibt:

    Liebes Frl.Krise,
    Darf ich Ihnen mein herzliches Beileid für ihre Ohren aussprechen? Vielleicht hätten Sie DJane werden sollen oder Aushilfe bei Scooter: Ähnliches Niveau, gleiche Lautstärke, mehr Spaß 😉

  4. michael schreibt:

    Machen Sie es doch wie Ömür. ErklärenSie den beiden Weibern, dass Ihnen schlecht von den Beschimpfungen wurde, und gehen nach Hause. Als Zugabe könnten Sie ja noch Aynur auf die Schuhe ko..n.

  5. GG schreibt:

    ‚Ömür ist mit Miristschlecht nach Hause gegangen.‘ – Verstehen kann ich ihn bei soviel Rummel schon. Leider ist das wohl leider eine Option für Schüler als für Lehrer … *tröst* Bald ist WE 🙂

  6. Emanuel schreibt:

    Ach ja… Erinnert mich an unsere Mädels damals. War für uns auch ein Mysterium. Unsere Mädels waren durch die Bank bildhübsch. Ok… So viele hatten wir ned weil technische Schule und so… Jedenfalls haben sie sich alle ca. 5 Zentimeter Makeup ins Gesicht gespachtelt. Das hat dem Aussehen nicht wirklich positiv auf die Sprünge geholfen.

  7. Tades75 schreibt:

    Schuluniform und Schminkverbot. DAS sollte man einführen. Ganz einfach. Und komme mir keiner mit dem Recht auf freie Entfaltung der Schüler. Das können sie ja, ist ja auch erwünscht, geistig, kulturell. Aber sich zuzukleistern und merkwürdige, dem Alter nicht entsprechende Klamotten anziehen hat nichts mit freier Entfaltung zu tun, sondern eher mit Beeinflussung durch dumme Modediktate dummer Zeitschriften, dummer Fernsehformate à la „Germany’s Next Flopmodel“ und ebenso verdummtem Umfeld. Man sollte die Respektlosigkeit gegenüber der Institution Schule nicht auch noch durch das Zulassen solcher äußerlichen Clownerien unterstützen.

    • Nania schreibt:

      Merkwürdige, dem Alter nicht entsprechende Klamotten? Sara ist 18, nicht gelesen?
      Ich war übrigens in der Schule zu 99% der Fällen vernünftig angezogen. Das mag jetzt eingebildet klingen, aber wenn Sie mich auf Fotos sehen würden: Ich trug im Winter dicke Pullover, im Sommer die passenden T-Shirts, nie zu freizügig, und seltentst Hosen, die nicht über die Knie reichten. Ehrlich gesagt, kann ich mich nur an eine Hose erinnern, bei der das nicht der Fall war.
      Aber: Ich habe mich in meiner ganzen Schulzeit (und tu dies auch noch jetzt in meinem Studium) streng gegen eine Schuluniformspflicht und/oder ein Schminkverbot ausgesprochen. Denn Kleidung und auch Körperbemalung gehören zur Entwicklung eines jungen Mädchens dazu. Das liegt nicht nur an der (überschätzten) Sendung „Germany’s Next Topmodel“, sondern auch an einem Frauen- und Mädchenbild in der Gesellschaft.

      Mit einer Kleidungsvorschrift und einem gleichzeitig eintretenden Verbot für bestimmte Klediungen machen Sie die Schule gewiss nicht zu einem besseren Ort. Weder für die Lehrer, noch für die Schüler.

      Meines Erachtens sollen junge Menschen das anziehen, was sie wollen. Das sie natürlich nicht im Bikini in der Klasse sitzen sollen ist klar. Und das es bestimmte Kleidungsstücke gibt, die ebenfalls nicht in einen Klassenraum gehören, steht auch außer Frage.
      Kurz Röcke, hohe Schuhe und Leggins, sowie enge T-Shirts/Pullover/Tops gehören jedoch nicht in jedem Falle dazu. Kleiderordnungen und Kleidervorschriften halte ich heutzutage in der Schule für unangemessen. Kinder, Jungendliche und vom Alter her Erwachsene wie Esra sollten das Recht haben, die Kleidung zu tragen, die sie wollen.

      • Schrödingers Katze schreibt:

        Ich schließe mich Nania voll und ganz an.
        Btw: Sollen dann auch die Kolleginnen auf Make-Up verzichten? Das müsste dann ja konsequenterweise geschehen, allein schon um den heißen, stundenlangen Diskussionen à la „aber Sie dürfen das…“ vorzubeugen.
        Und was ist wäre mit einer Kleiderordnung für die Lehrerinnen und Lehrer? Bekanntermaßen (und glücklicherweise!) findet man da ja auch die gesamte Bandbreite der in der Bevölkerung üblichen Kleidung, klammern wir mal die Jogginghose und das Feinripphemd aus.
        Nichts für ungut, sicherlich übertreiben es manche Schülerinnen, Schüler übrigens auch, mit ihren Hosen, deren Schritt in den Knien hängt. Da gibt es dann einen mehr oder weniger sanften Hinweis, bei Häufung ein Gespräch, und gut ist.

      • frlkrise schreibt:

        und genau das ist doch passiert…..!

      • Tades75 schreibt:

        „… sondern auch an einem Frauen- und Mädchenbild in der Gesellschaft.“

        Ach, ist das so ein tolles, erstrebenswertes Frauenbild, welches vorherrscht, oder welches sich solche Mädchen anscheinend zum Vorbild nehmen ?

        Sarah ist 18? Danke für den Hinweis. Wie reif und verantwortungsvoll diese Kinder schon handeln kann man/frau ja immer wieder in diesem und Frau Freitags Blog nachlesen. Und wie stehen Sie zu dem Problem der Markenklamotten? Dass es Kinder und Jugendliche, Heranwachsende gibt, die teils sehr darunter leiden, diese nicht kaufen zu können und einige sich deswegen über diese lustig machen haben Sie wohl auch noch nicht gehört.
        Und dass Schüler in Ländern mit Schminkverbot und Uniform, wie in Großbritannien, der Türkei und in Belgien so sehr darunter leiden und sich deswegen nicht entwickeln können, höre ich zum ersten Mal.

        Aber gut, welche Meinung sollte man von einer jungen Dame, die gerade erst diesem Alter entwachsen ist auch erwarten, so vernünftig sie auch sonst zu sein scheint.

      • Anka schreibt:

        @Nania
        Na ja, zum einen gibt es auch ein Leben nach der Schule und die Wochenenden zur Selbstverwirklichung und Entwicklung in Kleidungsfragen und außerdem werden Schuluniformen in vielen Ländern mit sehr ähnlichem Frauen- und Mädchenbild getragen, ohne dass die empfindsamen Seelen dort Schaden davon tragen oder gar für die Mode- und Schönheitsindustrie verloren wären.
        Ich möchte aber nicht wissen, wie viele Seelen tatsächlich Schaden davon tragen, weil sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht angesagt gekleidet sind (sein können) und dafür entsprechend ausgegrenzt werden oder wie viel Neid die hervorrufen, die damit bestens bestückt sind.
        Ganz zu schweigen von der Energie, Zeit und Aufmerksamkeit, die das Planen und Aufrecht halten von Make up, Frisur und Outfit dem Unterricht oder dem Lernen ganz allgemein entziehen, etwas was man ja gerade hier ja sehr häufig zu lesen bekommt.

        Ich finde, Tades hat Recht, zumindest einen Versuch wäre es allemal wert.

      • Kleeblatt schreibt:

        Aber es kann nicht angehen, dass sich Duzende Schülerinnen so kleiden, dass die männlichen Lehrer sich in einige Klassen kaum noch hineinwagen, weil man da gerade im Sommer einfach zu viel Haut sieht und sobald die Herren in die Runde schauen, werden sie von den Gären angegriffen, dass sie ihnen auf die Brust glotzen würden oder ähnliches.
        Bei uns in der Schule – zur Zeiten tiefer Hosen und aufgemalter Arschgeweihe – gab es für solche Fälle große, sackförmige T-Shirts mit Schullogo, die die Damen, die es deutlich übertreiben beim Haut Zeigen überziehen mussten. Die lagen frisch gewaschen im Sekretariat und mussten ggf. auf Anweisung einer Lehrkraft dort abgeholt und übergezogen werden. Nachdem es die ersten erwischt hat, wurde es schnell besser mit der angemessenen Kleidung…

        Aber ganz ehrlich: Kann man bitte bitte Absatzschuhe für Kinder verbieten? Die Fünftklässlerinnen mit ihren 8 cm + – Absätzen machen mich fertig, weil ich immer das Gefühl habe, dass die sich bei ihren Laufversuchen alle Knochen brechen…

    • Ulla 39 schreibt:

      Danke, Tades!

    • stroheim schreibt:

      Innerhalb meiner Schullaufbahn musste ich z.B. einen Sportlehrer – Hauptmann er Reserve -ertragen, der sich von April bis Oktober überwiegend mit kurzen Hosen und sehnigem, übertrieben sonnengebräuntem, nacktem Oberkörper im Sportbereich herumtrieb. In Erinnerung sind mir auch noch burschikose, eher kräftige Kunstlehrerinnen in Sackkleidern und einem dezenten Oberlippenbärten. Habe ich überlebt.

      Was ist angemessene Kleidung und Gesichtsbemalung? Das, was Frau Benecke normal findet? Wie würde sie reagieren, wenn man ihr äußeres Erscheinungsbild in Frage stellen würde? Posten sie doch mal ein Foto von ihr, da findet sich bestimmt irgend etwas Kritikwürdiges.

      Wenn man Schülern Toleranz und Verantwortung vermitteln will, dann muss man ihnen halt auch die Freiheit lassen so aufzutreten, wie sie es für richtig halten, selbst wenn man ihr ästhetisches Empfinden nicht teilt und auch, wenn sie damit Altmännerphantasien beflügeln (…“als wenn sie auf den Strich wollten“).

      Wer fordert, Schüler sollen sich gefälligst dort frei entfalten, wo es gewünscht sei, wirkt nicht nur unfreiwillig komisch, sondern bewegt sich argumentativ unterhalb des Grundschulniveaus.

      • Tades75 schreibt:

        Stroheim,

        danke, dass Sie meine Argumentation so eloquent unterhalb des Grundschulniveaus einordnen.

      • michael schreibt:

        Ahmm. Der Schüler soll sich gar nicht in der Schule frei entfalten. Üblicherweise schickt man die dahin, damit sie irgendwas lernen.

        > Wenn man Schülern Toleranz und Verantwortung vermitteln will, dann muss man ihnen halt auch die Freiheit lassen so aufzutreten, wie sie es für richtig halten,

        Keineswegs. Selbstdarstellerei hat überhaupt nichts mit Toleranz zu tun.

        Und Verantwortung übernehmen, bedeutet ersteinmal, dass man für die eigenen Taten die Verantwortung übernimmt und die Konsequenzen trägt. Dies lernen die Kinder definitiv zu spät, da sie erst beim Eintritt in die Arbeitswelt Verantwortung für ihr Tun übernehmen müßen.

    • kasparalleinzuhaus schreibt:

      Schuluniform und Schminkverbot? Nö, lass ma! Wie will man die denn dann noch wiedererkennen oder gar auseinanderhalten?

      • Kejo111 schreibt:

        Die Mädchen kann ich teilweise sowieso kaum auseinanderhalten, weil sie sich sehr, sehr ähnlich schminken, frisieren und kleiden … bei den Jungs fällt es mir viel leichter, ihre Namen schnell zu lernen und sie auseinanderzuhalten, die pflegen wenigstens einen einigermaßen individuellen Stil.

  8. Kirchenmaus schreibt:

    Auch wenn ich hier erst seit 2 Tagen mitlese (ich bin aber schon beim Januar 2011 – was tut frau nicht alles, um sich vor der öden Bibu-Lernerei zu drücken und der Blog ist 1000 Mal spannender als all die ganzen Zahlen – danke Frl. Krise!!!), sind mir die Kids schon jetzt ans Herz gewachsen … besonders Ömür.

  9. Kejo111 schreibt:

    Ja, die Sorte Schülerinnen kenne ich … gelungenes Schminken und geschmackvolles Outfit haben sie noch nicht wirklich drauf; sie erscheinen zur Schule, als ob sie auf Piste wollten (weniger wohlwollend könnte man auch meinen: auf den Strich).

    Dass ihr viel zu schrilles Makeup bei Tageslicht besonders albern aussieht und dass man einer gut geschminkten Frau erst auf den zweiten Blick ansieht, dass sie überhaupt geschminkt ist, begreifen sie mit 16 oder 18 noch nicht.

    Nicht wenige sehen außerdem immer so aus, als hätten sie ein Überdosis-Abo im Sonnenstudio.

    Ehrlich gesagt ist es mir schnurz, das lernen sie schon noch von selbst. Nur wenn sie im Unterricht die Spiegel und Schminkutensilien zücken, ist bei mir Schicht im Schacht – „Schönheitspflege“ bitte in der Pause!

  10. maldrueberreden schreibt:

    Irgendwie ‚lustig‘, daß bei DIESEN Problemen, die an Ihrer Schule ablaufen der Kleidungsfrage eine so hohe Bedeutung zugemessen wird…

  11. Mascha schreibt:

    Soll die Kleine doch anziehen was sie will….sie ist jung, sieht gut aus und möchte halt zeigen was sie hat….das ist normal in dem Alter…was ich traurig finde ist, daß sie mit 18 schon „verlebt“ ausschaut…..das ist einfach zu früh!!!

  12. fraufreitag schreibt:

    weniger schmink mehr bücher!

  13. claudia o. schreibt:

    Sag ich doch, für alle die gleichen T-Shirts im Sommer, Sweat-Shirts im Winter und Ruhe ist. Von Schuluniform mag ich nicht reden, aber einen Dress-Code darf es geben.

  14. TickleMeNot schreibt:

    Ich schliesse mich Tades und Anka an. Als ehemalige Schülerin, die u.a. auch wegen ihrerer „vernünftigen“ Nichtmarkenkleidung von ihren Mitschülern gemobbt wurde.

    • zimtapfel schreibt:

      In der Grundschule Mitte der 80er mit den ererbten Cord-Schlaghosen meiner 10 Jahre älteren Cousins (oder wahlweise neueren, von Oma gekauften Klamotten, die leider auch sehr nach Oma aussahen) hätte ich zwischen den ganzen in liebreizende pastellfarbene Markenklamotten gewandeten Mädels auch so einiges für eine Schuluniform gegeben.
      Zeit zur freien „Persönlichkeitsentfaltung“ mittels Schminke und bunt glitzernder Klamotten ist ja wirklich nach Schulschluss und am Wochenende noch genug.
      (Was mir schon häufiger in England aufgefallen ist: Die jungen Leute dort, die ja mit Schuluniformen aufwachsen, bewegen sich später am Anfang des Berufslebens viel selbstverständlicher und lässiger im Businessanzug als unsereiner, der sich damit doch oft noch sehr verkleidet vorkommt und sich entsprechend krampfig bewegt.)

  15. Croco schreibt:

    Schminken ist doch ein Zeichen von Unsicherheit. Dass es übertrieben wirkt, merkt man erst später. Sie probieren sich aus , die Mädels. Aber alles hat seine Grenzen.
    Zu kurze Röcke, zu grosse Ausschnitte und viel Gesichtsfarbe wirken eben unseriös und sind eher für den Abend gedacht. Ab und an muss das mal einer sagen.
    Diesen Vortrag muss ich auch ab und an halten.
    „Du hast einen wunderschönen Nabel, Jessy. Darauf haben wir die ganze Stunde gestarrt. Und kaum zugehört, worüber dein Referat war. Willst du das wirklich?“
    “ Nein, beim mündlichen Abitur zieht man sich so nicht an. Die Note wird eher schlechter, weil jeder denkt, du hast es nötig Körperteile freizulegen.“
    Ach, Schuluniformen.
    Hier gibt es eine Schule, wo alle Jeans und blaue Tshrits tragen müssen. Wie langweilig.

    • 4enno schreibt:

      Naja, Jeans und blaues T-Shirt ist ja auch nicht wirklich eine Schuluniform. Die haben ja so richtig schicke „komplett-outfits“ mit hemd krawatte und so etwas… Das macht dann doch auch was her…

      wobei so ein blaues „ich wurde eingeschult und alles was ich bekommen habe ist dieses T-Shirt“ Sprücheshirt wäre genau das Richtige 🙂

  16. Tricia McMillan schreibt:

    Frau Benecke ist ne dumme Nuss!
    Die sollte sich vielleicht mal aufs Wesentliche konzentrieren, statt ne Styling-Kritik abzugeben.
    Wenn es jemals nen Lehrer gewagt hätte mein Aussehen zu kritisieren, hätte ich mich beim Schulleiter beschwert. Und ich war ein fies gestylter Gruftie, damals in den 80ern.
    Niemals hat einer der Lehrer mich auch nur komisch angeschaut und ich wurde auch ganz normal behandelt.
    Sarah hat sich zu recht aufgeregt. Und Frau Benecke soll sich ums Unterrichten kümmern, da besteht ja wohl eine Menge Bedarf bei Ihren Schülern!

    • Tades75 schreibt:

      „…,damals in den 80ern.“ ???

      Sorry, aber ihrem „Ton“ nach zu urteilen, „dumme Nuss“, hätte ich Sie auf ebenso alt wie Sarah geschätzt:

  17. small.world schreibt:

    ich bin im Ausland zu einer Deutsche Auslandsschule gegangen. Wir hatten einen klassischen Schuluniform, scminken war nicht verboten, aber unter den Schülern verpönt. Ohrringe, Nagelack waren normal. Ich muss sagen. Ich finde Schuluniform eine ganz tolle Sache und wenn ich meins Schülerinnen sehe wünsche ich mir, dass hier auch einen Schuluniform geben würde. Die Persönlichkeit kann anders als durch die Kleiderwahl an der Schule entfaltet werden.

    PS ich finde ihren Blog Toll Fräulein Krise!! Ich lese seit letzten Jahr, aber das ist mein erstes Kommentar.

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