normal life

Heute wurde Kollegin Schneider sechzig. She was not amused und nahm mit leicht säuerlicher Miene unsere Glückwünsche entgegen. Sechzig! Das gefällt ihr nicht. Frau Kirschbaum nahm das Ereignis zum Anlass, laut über das Leben im Allgemeinen und im Besonderen zu sinnieren. Als sie uns damit überraschte, dass sie sich ihrer Rechnung nach jetzt im fünfeinhalbsten Haus befände ( sie hat sich eine Theorie erdacht, wonach man die Lebenszeit in sieben Häuser einteilt), wurde die Zwischentür zum angrenzendem Raum, dem zweiten Lehrerzimmer, von der anderen Seite mit einem kleinen entrüsteten Knall geschlossen. Wahrscheinlich waren das unsensible Kollegen, die nicht gewillt waren, sich an einem gewöhnlichen Freitag mit dem unerbaulichen Thema verfallener Häuser auseinander zu setzen.
Frau Kirschbaum schwieg leicht pikiert und wir anderen nutzten die Chance schleunigst das Thema zu wechseln. Aber wir hatten nicht mit dem Kollegen Kurt gerechnet, der seine Chance gekommen sah, uns endlich das Hexadezimalsystem nahezubringen.
Während ich verzweifelt an meiner kleinen Espressomaschine bastelte, um ihr einen Kaffee zu entlocken, erklärte er, dass es günstig sei, sein Alter mit Hilfe dieses Systems zu berechnen. Die Ergebnisse seien sozial verträglicher. Ich glaube, er sagte, 60 Jahre wären 3 Zehen oder so ähnlich. Der Kollege ist Mathematiker und eine menschliche Gießkanne, immerzu schüttet er sein Wissen breitflächig aus. Das meiste verstehe ich nicht, obwohl es sich zweifelsohne um ganz interessante Themen handelt…

Dann kam ein Kollege herein , der sich ganz ruhig und merkwürdig nach innen gekehrt an seinen Platz setzte und mit stoischer Miene einen großen Stapel Papier zerriss. Ob dies eine symbolische Handlung, ein Akt der Befreiung oder eine reine Übersprungshandlung war, konnte ich nicht ergründen.
Ich hatte nämlich noch Unterricht in meiner Klasse.
Kunst, zwei Stunden.
Nun ja… „Kunst“ ist vielleicht ein bisschen hoch gegriffen. Außer, wenn man dem erweiterten Kunstbegriff folgt, der jede menschliche Handlung zum Kunstwerk erklärt – aber ich glaube, selbst Beuys hätte heute seine Probleme damit gehabt, was in Sachen „Kunst“ in meiner Klasse abging.

So. Wochenende.
Eine halbe Deutscharbeit lagert aber noch auf meinem Schreibtisch – damit ich nicht zu übermütig werde, vermute ich.

Und ich sollte auch auf keinen Fall vergessen, mir auszurechnen, wie alt ich in welchem Haus laut Hexadezimalsystem gerade bin…

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97 Antworten zu normal life

  1. Ulla 39 schreibt:

    Auch wenn es inhaltlich nicht hierher gehört: Was bedeutet 130 bei Emre???? Oder haben Sie das schon erklärt, und ich habe es überlesen?

    • frlkrise schreibt:

      Leider kam es in diesem Fall noch zu keiner Aufklärung! (Es passiert einfach jeden Tag zu viel – ich erzähle hier ja immer nur einen wönzigen Ausschnitt!)

      • Ulla 39 schreibt:

        Danke für die Antwort. Sie meinen wohl „einen wünzügen Ausschnitt“? Sie sind tapfer, diese Tage auch noch mit Humor zu überstehen.

  2. Herk schreibt:

    Also Hexadezimal ist ganz einfach: Da die Grundlage 16 anstatt 10 (in unserem üblichen Dezimalsystem) oder 2 (Binär im Computer)ist, braucht man demzufolge 16 Ziffern – 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F – und die Stellenwerttabelle hat anstelle von 1ern, 10ern, 100ern einfach 1er, 16er, 256er usw… Ich mit meinen 33 dezimalen Lenzen wäre demnach 21, während ich vor 2 Jahren 1F alt war (1 mal 16 und 15 mal 1) die 60er Kollegin wäre demnach 3C (3 mal 16 und 12 mal 1)

    Ich Mathelehrer?! Kann gar nicht sein.

  3. Dirk schreibt:

    Tsssssssch, immer diese Lehrer der schönen Künste. Frl Krise, das mit dem Hexadezimalsystem ist wirklich einfach:
    Das normale Dezimalsystem beruht ja auf der 10. Man kann eine Zahl ausreichnen, indem man jede Ziffer mit 10^(stelle) berechnet. Die stelle ist dabei die Einerstelle, Zehnerstelle, …
    Nehmen wir als Beispiel die Zahl 341. Diese ist ja nichts anderes als 341 = 1*10^0 (einerstelle) + 4*10^1 (zehnerstelle)+ 3*10^3 (hunderterstelle)
    Und im Hexadezimalsystem ist es genauso, nur mit der 16 statt der 10. Da uns bei mehr als 9 die Ziffer ausgehen, werden die Ziffern dann durch Buchstaben dargestellt, also A=10, B=11, C=12 usq. usf.
    Die Zahl 3C ergibt daher: 3C = 12(C)*16^0 (einersteller) + 3*16^1 = 60

    So, und das können Sie jetzt mit jedem System machen. Auch mit dem 27er-System.

    • frlkrise schreibt:

      Dafür bin ich zu doof

    • Herk schreibt:

      Ich sehe Mathematiker 🙂

      • Jürgen schreibt:

        Ichs sehe Mathematiker und aufkeimende Aufregung.

      • Schrödingers Katze schreibt:

        Ja, und irgendwie sind sie alle vom Typ „Gießkannenmensch“ – ich halt mich daher hier raus… Und verstecke meinen Mathematiker in der Besenkammer 🙂

    • 4enno schreibt:

      Ich sehe Leute, die mit Appel-C+Appel-V halb Wikipedia hier posten.

      Warte, ich hab‘ auch noch einen: „Es gibt 10 Arten von Leuten. Jene, welche das Binärsystem verstehen, und jene, welche es nicht verstehen…“ Autor unbekannt, ich jedenfalls nicht.

      • Schrödingers Katze schreibt:

        Der ist aber gut! *duckundrennweg*

      • ledi_rufus schreibt:

        Ihr seid echt süß hier ^^ Legt euch mal `nen 22jährigen Sohnemann zu, der Mathe studiert und das nicht unerhebliche Sendungsbewußtsein der ersten Semester zum Ausdruck bringt. Ich kann Frl. Krise sehr gut verstehen …

      • 4enno schreibt:

        Ja, das ist im ersten Semester auch noch niedlich, wenn man jemandem die Integralrechnung näherbringen möchte, der „Wurzel ziehen“ nur vom Zahnarzt kennt*.
        Da ist wichtig: Eine Schauspielerin als Freundin anheuern, die so tut, als würde sie voll schlau verstehen und auch mal gerne zurückfragt, am Besten noch mit dem Einen oder Anderen Fachbegriff dazwischen – dann fühlt man sich verstanden.

        Wenn man allerdings permanent das Gefühl hat, dass keiner zuhört, dann schaltet man auch irgendwann auf Durchzug. Bei Lehrern nennt sich das Referendariat – dort wird aus hochmotiviertem Beihnahelehrer das, was hinterher die Klasse unterichtet.

        Als Mathematiker bleibt man deshalb lieber unter sich. Auch auf Partys. Da steht man dann rum und erzählt blöde Witze, die keiner versteht: „Im Vatikan gibt es zwei Päpste pro Quadratkilometer“. Die Mathematiker: MUAHAHAHAR… Alle Anderen: „Hä?“

        So ist das. Und bevor er noch den Studiengang wechselt: Physik ist keine Alternative!

        * Ich weiß, dass es nichts miteinander zu tun hat!

      • Dirk schreibt:

        Ich sehe Leute, die fragwürdige Unterstellungen hier posten. Sowohl, dass ich Apple-Produkte besitzen würde (was ich nicht tue), als auch, dass ich bei WP kopiere. Da ich mir meine Ambitionen als Verteidigungsminister noch behalten will, erkläre ich hiermit feierlich: Ist nix kopiert.
        Das bekommt man als Informatiker auch noch ohne WP hin 😉

      • 4enno schreibt:

        @Dirk: Als Informatiker erkläre ich Ihnen hiermit: Meine Aussage war nicht auf „ALL“ sondern „ANY“ bezogen. 😉

    • topas schreibt:

      Oder anders herum gerechnet (vielleicht zum besseren Verständnis, wenn man es schnell rechnen möchte):
      341 / 16 = 21 Rest 5
      21 / 16 = 1 Rest 5
      1/16 = 0 Rest 1
      Somit ergibt sich: 341 ist hexadezimal 155

      Ähnlich bei der ominösen 60:
      60/16 = 3 Rest 12 (da uns nach der 9 die Zeichen ausgehen, wir aber zu faul sind zwei Ziffern für eine Zahl zu schreiben zählen wir nach der 9 mit Buchstaben weiter, also 0123456789ABCDEF) – also ist das Ergebnis 3 Rest C
      3/16 = 0 Rest 3
      Somit ergibt sich 60 ist hexadezimal 3C

      Wie gut dass ich in Kürze 21 werde (hexadezimal natürlich *g*). Abgesehen davon haben Frauen doch eh für das Alter ein eigenes Zahlensystem – die Basis ist 24, ab diesem Alter wird mit Buchstaben weitergezählt. Gut, bei 60 stößt selbst das kyrillische Alphabet an seine Grenzen, und man muss anfangen, sich im südostasiatischen Sprachraum umzusehen 🙂

  4. kamerakidz schreibt:

    mathematik ist eine kunst für sich. aber speziell gefallen tut mir „Der Kollege ist Mathematiker und eine menschliche Gießkanne, immerzu schüttet er sein Wissen breitflächig aus.“ – das merk ich mir und werde es bei bedarf anwenden. also ohne „der kollege ist mathematiker“ – gibt genügend andere menschliche gießkannen.

  5. die Schmith schreibt:

    Das Hexadezimalsystem erklärt sich sehr leicht mit dem Binärsystem.
    2^0, 2^1, 2^2 usw.
    Wird halt nur von rechts nach links gelesen. Für eine hexadezimale Stelle gibts vier Binärstellen.
    Die dezimale 60 ist eine 111100. Aufgeteilt in vier Stellen ist das dann so: 11|1100. Geht man jetzt von Null bis 15 vor, hat also im Hexadezimalsystem für die zweistelligen Zahlen Buchstaben, beginnend bei A, ergibt sich daraus eine 12, also ein C. Schiebt man jetzt den von links aus ersten Teil, also 11, in dieses Schema, ist das eine 3. Also 3C. Also 48 + 12. Total einfach. 😉

  6. die Schmith schreibt:

    Und wo ist jetzt der Bericht über den Kunstunterricht? Das ist doch eigentlich viel interessanter als ein runder Geburtstag hexadezimal. 😉

    • frlkrise schreibt:

      Find ich nicht! Von der Existenz dieses Hexadings habe ich heute zum ersten mal gehört…..

      • die Schmith schreibt:

        Wir hatten zumindest das Binärsystem in Mathe und unser Lehrer hat das so blöd verklärt, dass ich nix kapiert hab.
        Jahre später dann, mit dem IT-Kram, ja, da war’s dann plötzlich unglaublich logisch.

      • HarrietKrohn schreibt:

        Ich hab das sogar alles mal verstanden gehabt, als ich es für eine Klausur (wohlgemerkt im Studium, nicht etwa in der Schule) brauchte – aber direkt wieder vergessen. Und jetzt blick ich auch gar nicht mehr durch, denn es ist nun nicht so, als würde ich täglich was hexadezimal umrechnen, nur weil’s geht.

  7. Minou schreibt:

    Mathematiker halt…. eine Modeerscheinung! Die geht auch vorbei. Zumindest habe ich die Hoffnung noch nicht ganz verloren…. 😉

  8. Katjusch schreibt:

    Gerade 60-er Birthday hinter mir! Wallah echt komisches Gefühl! 3 Zehen hin oder her, sechzig hört sich einfach Scheiße an, daher wahrscheinlich die säuerliche Mine der Kollegin. Leute um die 40 denken automatisch an Kukident oder Tena-Lady und reagieren entsprechend gerontophob. („Naaa – wie geeeeht’s dir denn so?!“) Verwandte und ehemalige Schüler fragen ungläubig: „Waaas – du arbeitest immer noch?!“ (Soo krank fühle ich mich eigentlich gar nicht!) Ältere Kollegen sagen dir: „Warte mal ab – mit 60 geht’s dann richtig bergab!“ Die Doktor-Freundin sagt: „Hör doch auf – ich schreib dir ’n geiles Gutachten!“ – Waaas bei 17% Abzügen von Pengsion? Die Arbeit mit den Kids macht noch Spaß, was soll ich ganzen Tag zu Hause. An Horror-Tagen fühl ich mich wie Jopi Heesters, manchmal wieder wie Daniel Düsentrieb, aber das war mit 30 auch schon so, da bin ich anne rote Ampel eingepennt, oder konnt vor Hektik nicht schlafen. Alter is so relativ!

    • Jürgen schreibt:

      Und 60 ist keineswegs Scheiße, Frau Katjusch! Das ist ja wohl die Höhe.

    • 4enno schreibt:

      Nun, so schlimm ist 60 jetzt wirklich nicht.
      Ich weiß, die Jugend sieht das anders, und kommt dann so mit Fragen daher wie: „Gibt’s da nicht bald Abwrackprämie?“ – Nein, das ist nicht nett. Obschon irgendwie lustig.

      Ich kann da auch noch ein einfacheres System zum zählen vorschlagen: 2 Zehner zurück und Buchstaben dazu. z.B. 39U = 60. Und klingt einfach jünger.

      Sich wie Jopi Heesters zu fühlen ist allerdings auch schlecht. Vor ’nem Jahr sicher was Anderes.

      P.S.: Wer isst jetzt diese Anne Rote-Ampel?

  9. usw schreibt:

    Das mit den Hexen und den drei Zehen kann man auch mit dem Windows-Taschenrechner ansehen, ohne gleich Mathelehrer zu werden…

  10. mum@work schreibt:

    Also, dank Wiki und Google habe ich jetzt rausgefunden, dass ich z. Zt. 2F bin, aber in einigen Tagen werde ich 30. Toll – mit einem Schlag 17 Jahre jünger 🙂

    Mir gefiel sonst im heutigen Post aber besonders die Wortkombination: „mit dem unerbaulichen Thema verfallener Häuser“ …

  11. V0oD0o schreibt:

    Naja, ein Mathematiker kann mit dem Hexadezimalsystem eigentlich gar nichts sinnvolles anfangen. Wahrscheinlich benutzt er es deshalb, um sein Wunschalter auszurechnen. Die Leute, die das noch am ehesten brauchen, sind Softwareentwickler, weil man den Binärcode, der im Computer so rumschwirrt, als Hexadezimal viel kompakter darstellen kann – nämlich mit einem Viertel der Zeichen, wie es „die Schmith“ da oben schon erklärt hat. Das Dezimalsystem ist dafür nicht so gut geeignet, weil 10 keine Zweierpotenz ist. Man könnte zwar die Binärstellen in Dreiergruppen statt in Vierergruppen ordnen, aber die höchste dreistellige Zahl 111 ist nur 7, sodass 8 und 9 keine binäre Entsprechung hätten. Somit wäre das erhaltene System wiederum ganz automatisch nicht dezimal sondern oktal. Ich weiß nicht, ob das für einen Laien jetzt verständlich war, aber ich finde unser polyadisches Zahlensystem schon sehr ästhetisch. Oder so =)
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Polyadisches_Zahlensystem/

    • Jürgen schreibt:

      Ja und jetzt?

    • V0oD0o schreibt:

      Computer rechnen mit Binärzahlen, die aus 0 und 1 bestehen – also Strom an oder Strom aus. Und für einen Menschen ist es einfacher und zeitsparend, statt 0011 1100 einfach 3C zu schreiben. Und in den jungen Jahren des Computerzeitalters hat man halt so programmiert. Da gab man dem Computer den Befehl „2C04“ und dann hat der das interpretiert. Dann stände vielleicht das 2C für Addieren eines Bytes auf den Rechenspeicher, und diese Byte wären die 04.
      Heutzutage ist das Hexadezimalsystem vor allem deshalb praktisch, weil man es so leicht ins Binärsystem umrechnen kann.

  12. Ich eben wer sonst schreibt:

    Wie bin ich hierher gekommen?!

  13. K schreibt:

    „Wie bin ich hierher gekommen?!“ — Das frage ich mich auch, die Mathematiker laufen voll Amok.

    • Kallisto73 schreibt:

      So kommt’s mir auch vor. Ich erinnere mich an das Hexsystem von Gymnasiumsschulle, aber das habe ich damals echt nicht gecheckt. Ich habe mich nämlich immer gefragt, wieso wir da jetzt mir rummachen, wo doch das Dezimalsystem so viel toller ist (v.a. wenn man im ersten Jahr Latein ewig mit römischen Zahlen rummacht, und das arabische System zu schätzen lernt).
      Heute mache ich Controlling, nur Zahlen, dezimal und arabisch. Mit Hex wurde ich nicht warm.

  14. Fräulein Müller-Meier-Schulze schreibt:

    Und alle betonen wie eeeiiinfach das Ganze doch sei. Da halte ichs mit meiner Schwester, die da sagt es gibt ein Gen für Mathe, welches auf die Frauen in unserer!!! Familie nicht übertragen wurde. Wenn ich mit meiner Vater Mathe geübt habe hieß es: „Das sieht man doch, das fühlt man doch welche Formel man da nehmen muss!“ Scheinbar sind einige Mitschreiber aus dem selben Holz geschnitzt. Ich habe jedenfalls nichts gesehen und nichts gefühlt außer schwarzer Wut.

    • Fräulein Müller-Meier-Schulze schreibt:

      Da setze ich mich doch lieber mit dem erweiterten Kunstbegriff auseinander, Obwohl der mich nicht minder in meine Schranken verweist.

  15. Maiglöckchen schreibt:

    Na in Ihrem Lehrerzimmer geht’s ja wahrlich lustig zu!!!
    „Menschliche Gießkanne“ ist ein sehr interessanter/lustiger/schöner Begriff, den werd ich mir merken…. Sehr treffende Beschreibung……. kenne da auch einige solcher Exemplare!

  16. sunshinemuffin schreibt:

    Am besten finde ich die Metapher mit der menschlichen Gießkanne 😀
    Das Hexadezimalsystem kenn ich nur vom Hörensagen. Man kann auch ohne Abitur mahcen, schätze ich 😀
    Die Altersbezeichnungen sind aber auch toll, muss ich schon sagen. Ich gehe jetzt ausrechnen, wie viele Wurzeln ich schon alt bin. Man kann das alter ja auch anhand eines Baumes darstellen. Vielelicht bin ich sogar schon längst beim Stamm! Das muss unbedingt überprüft werden^^

  17. Nomadenseele schreibt:

    selbst Beuys hätte heute seine Probleme damit gehabt, was in Sachen “Kunst” in meiner Klasse abging.

    Wie gemein!
    Da wird richtig Spannung aufgebaut und dann ist der Text zu Ende.

    *schmoll*

  18. Lily schreibt:

    Menschliche Gießkannen kannte ich bisher als Autonome Erzählerische Einheiten. Aber mir gefallen Metaphern aus dem gärtnerischen Bereich, ich werds mir merken 😉

  19. Mascha schreibt:

    Also mir sind die heutigen Kommentare zu mathematisch *Mascha wird übel*……so viele Zahlen und Rechnungen…..und das am frühen Morgen….*Mascha stößt auf*……also ich mag es einfach und meine Formel heißt: Wenn die Dame jetzt 60 ist, wäre sie erst etwas über 8 Jahre alt, wenn sie ein Hund wäre.

  20. maldrueberreden schreibt:

    Warum verärgert über 60 Jahre sein? Da hat man doch das Leben fast gemeistert- das berufliche… 😛 Vielleicht „sensibler“ mit den Udo Jürgens Klassiker angehen und darauf hinweisen, daß sie noch 6 Jahre hat, ehe… das Leben anfängt?

  21. Miracle Man schreibt:

    Allein schon für die „menschliche Gießkanne“ möchte ich Sie umarmen und knutschen, Frl. Krise!

  22. RogueEconomist schreibt:

    Ich bin sehr amused darüber, dass hier einige Leute das Hexadezimalsystem als höhere Mathematik ansehen 😉 Und das es immernoch en vogue ist, seine mangelnden Kenntnisse in Sachen Mathematik zur Schau zu stellen. 🙂

    • matheundso schreibt:

      Einer meiner Lieblingssprüche, den man mit viel Stolz und Selbstbewusstsein vortragen muss: „Ich war in Mathe sooo eine Niete und habe es trotzdem zu etwas gebracht“…

      • Thymi schreibt:

        Mein Lieblingsspruch: „Mathe war mein Lieblingsfach. Muß man gar nichts lernen, bloß ein bißchen kapieren…“

  23. Der Mathehügel schreibt:

    Also:
    Ich sag da gar nichts zu. BÄH

  24. christjann schreibt:

    ich sag trotz Herrn RogueEconomist tapfer „Dyslexie“, für alle, die sich hier von der Wir-sind-wieder-wer-Mathematikerlawine erschlagen fühlen… lasst sie einfach auch mal was aus ihrem Leben erzählen, sie haben es sonst nicht leicht… möchten Sie vielleicht mit einem Mathematiker flirten? Der Ihnen charmant ausrechnet, wie alt sie wirklich sind…3C… ?! Na, sehen Sie… 😉

  25. Olaf schreibt:

    Einfach in Würde „altern“ und faltern. Das geht ganz zwanglos von allein, bei allen.
    Und in Würde und Gelassenheit die Lesehilfe ab 52 hinnehmen.
    Nach einem Betriebsausflug vor zwei/ drei Jahren in einen Klettergarten hatte ich am Morgen des Folgetages (so richtiger Muskelkater² !!) überlegt, meine hochbetagte Nachbarin zu bitten, mir ihren im Treppenhaus abgestellten Rollator zum Brötchenholen (zum Bäcker ca. 300 Meter hin und zurück) zu leihen. 😉
    Für all das braucht der Mensch keine „Mathematik“ oder Zahlenzauber, sondern Humor – z. B. so etwas: „Alle Glieder werden steif, nur eines nicht.“ Aber das kommt wohl noch etwas später.
    Was kennen Sie bloß für sperrige Leute, Frollein Krise…

    • TickleMeNot schreibt:

      ‚Einfach in Würde “altern” und faltern. Das geht ganz zwanglos von allein, bei allen.‘

      Herrlich, ich lache gerade Tränen. Und überlege wie ich das in die nächste Geburtstagskarte einbauen kann.

  26. 4enno schreibt:

    Ich find das mit den Häusern ist doch nett. Allerdings erschließt sich mir nicht ganz, wieso „fünfeinhalbtes“ Haus. Wo ist da die andere Hälfte? Auf der anderen Seite des Lehrerzimmers? War jemand schon einmal dort? Was geschieht dort? Diskutieren dort Mathematikbegeisterte über Zahlensysteme und erklären sich untereinander, was allen längst bekannt: sechzig ist eigentlich 3C, unter Unwissenden auch gerne „3 Zehen“ genannt. Aber was hat es mit den 3 Zehen auf sich? Und sind diese an einem Fuß, oder insgesamt gerechnet, wundert sich Sabiene Blümchen, die neue Biolehrerin. Zum Glück hat sie einen Stapel unkontrollierte Genetik-Arbeiten in der Hand und freut sich schon auf die Antworten einiger Schüler zum Thema Intelligenztheorie. „Es ist immer so lustig, wenn die über Themen schreiben, mit denen sie selbst nichts zu tun haben“ denkt sie und verläßt schmunzelnd das Lehrerzimmer, während im Hintergrund die Stimmen wild durcheinanderschnabbeln und darüber diskutieren, ob man besser in einem System mit 8, 10, 12 oder 16 als Basis rechnet. Der Lehrer aus Arbeitslehre stimmt für 8. Er hat früher mal in einem Sägewerk gearbeitet und meint, er würde gerne wieder mit den Fingern rechnen können. Frau T. Rex, die älteste Lehrerin an der Schule, stimmt für das Zwölfersystem. Nicht, weil das einfach zu rechnen wäre, sondern weil sie als Kind noch „Dutzend“ und „Gros“ verwendete, und die Wörter so schön klingen.
    Die drei IT-Lehrer, ganz durchschnittliche Ottonormalnerds sind für das 16er System. Das ist so sicher, dass sie inzwischen schon über die Abschaffung des metrischen Systems zugunsten von nautischen Meilen als Entfernungsangabe tuscheln.
    Nein! Das geht nicht! Ruft Ute, die Volkswirtschaftslehre unterichtet, plötzlich. Stellt Euch mal vor, wenn sich die Pendlerpauschale plötzlich auf 1,8 Kilometer anstatt nur einem streckt!

    Da stimmen alle zu. Das geht nicht, und deshalb muß es auch so bleiben, wie es ist…
    🙂

    • 4enno schreibt:

      Alle verlassend lachend das Lehrerzimmer, auf dem Weg zur nächsten Stunde.
      „2B OR NOT 2B“ schallt es über den Flur. Nur Sekundenbruchteile später ruft einer der Nerds „FF“ mathematisch korrekt, während sich einige hundert nautische Meilen westlich Shakespeare im Grabe umdreht…

  27. zimtapfel schreibt:

    Hexadezidingsdums, oh Gott, mir schwirrt der Kopf!
    Ich möchte lieber wieder über Emre und Ömür und über Aynur und Hanna und ihre ganzen Zickereien lesen!
    (Und so ein Lehrerzimmer könnte manchmal auch nur einfach ein Raum in der Irrenanstalt sein…)

  28. hajo schreibt:

    mal zum Thema „Kunst“ ein Wort von Ludwig Fulda: „Kunst kommt von Können, nicht von Wollen:
    Sonst hieß es „Wulst.“ (danke Tante Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Kunst_kommt_von_K%C3%B6nnen)

  29. schloertenaehtwas schreibt:

    Sie haben schon merkwürdige Kollegen…

  30. insane schreibt:

    Es gibt 10 Arten von Menschen: die, die das Binärsystem können, und die, die es nicht können. 😉

  31. nadineswelt schreibt:

    Ich würd das mit den verfallen und neugebauten Häusern gern genauer wissen… Also, ich bin im Mai in mein erstes eigenes Haus gezogen, aber nachdem ich nicht das volle Promi-Rich-Girl bin, wird das auch mein einziges Haus bleiben. Vermute aber, dass ich deshalb trotzdem altern werde. Auch wenn ich nie in die andern Häuser einzieh.

  32. BOWMORE Darkest schreibt:

    Also mit Kunst ist das so eine Sache. Ist man Künstler und schmiert alles Mögliche sonstwo hin und es findet mindestens eine Person Gefallen daran und kauft und erzählt es weiter und die kaufen ebenfalls und erzählen es wieder weiter, dann wird man reich und ist ein angesehener (guter) Künstler.
    Macht das Geschmiere der Schüler im Kunstunterricht, dann würde ich sagen: Das wird eng.
    C.H.

  33. fraufreitag schreibt:

    das mit dem ganzen mathe nervt hier voll. wir sind doch nicht in der schule. frl. krise – süd mich, wenn du wach bist.

    • michael schreibt:

      > …. eine Person Gefallen daran und kauft und erzählt es weiter und die kaufen ebenfalls und erzählen es wieder weiter …

      Jo, und Jahrhunderte später, müßen Schüler so etwas im Unterricht lernen. Schlimmer noch, dass es sich mit Literatur, Philosophie, Musik,.. genauso verhält.

  34. maldrueberreden schreibt:

    @360hcopa: Praktischer Nutzen des HDS (Hexadezimalsystems)? HIER!!! An Deiner Kiste, im Internet. Bei der Farbgebung mittels HTML/CSS. Schwarz =#000000, weiß =#ffffff… Du hast im RGB Farbsysthem bis zu 16^6 Möglichkeiten Farben zu definieren. Macht doch durchaus Sinn, odeq? 😛

  35. johenna schreibt:

    Ich mag den Gedanken mit den Häusern. Allerdings frage ich mich, wie man das unterteilt. Haus 2 fühlt sich gut für mich an (ich bin seit kurzem 24, das ist schon noch recht grün hinter den Ohren). Anfang 2 schätze ich.

  36. Kirchenmaus schreibt:

    60 zu sein – das wärs! Dürfte mich momentan irgendwo zwischen 4. und 5.tem Haus befinden und würde mich freiwillig bei Frl. Krise als Reffi bewerben…weil noch 20 Jahre mit „Gottes Bodenpersonal“ halt ich nicht aus! Dann lieber die Kids!

  37. Frau Weh schreibt:

    Ha ha, ich war am Wochenende auf einer Fortbildung, auf der – in ähnlichem Zusammenhang bei leicht ergrautem und nicht mehr ganz so vollem Haupthaar – der Begriff „friedhofsblond“ gefallen ist. Wunderbar, wenn man Kollegen hat!

    Herzlichst, Frau Weh

  38. michael schreibt:

    Haus sieben: Warten auf den Abriss
    Haus sechs: grössere Reparaturen notwendig
    Haus fuenf: leicht verkommen, sollte dringend renoviert werden.
    Haus vier – Haus eins: Ist zu lange her

  39. fast-wurzelkind schreibt:

    Mir gefällt auf jeden Fall, wenn man fragt „Wie alt bist du?“ Antwort: 3 Zehen..haha

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