C´est la vie…?

Sara aus der Parallelklasse ist ganz entspannt, wenn wir über die unsicheren Zukunftsaussichten der Zehnklässler sprechen. Sie geht das alles nichts an.
Wenn sie ihre Noten hält und die Realschulprüfung bestanden hat – und dass sie die besteht, daran gibt es keinen Zweifel – wird sie nach den Sommerferien in die gymnasiale Oberstufe eines benachbarten Gymnasiums gehen.
Sara hat trotzdem im Berufsvorbereitungsunterricht einen Lebenslauf geschrieben und auch gutwillig die geforderte Musterbewerbung verfasst. Aber just for fun und eine gute Note! Sie will nämlich Abitur machen und studieren. Was, weiß sie noch nicht genau, vielleicht Modedesign oder Medizin oder Hebamme. Mal sehen. Ist ja noch Zeit.
Saras Mutter ist Hausfrau und ihr Vater arbeitet in einem pharmazeutischen Betrieb. Die Eltern sind froh, dass Sara so glatt durch die Schule läuft, das sah nämlich in der Grundschule gar nicht so rosig aus. Deshalb ging sie auch nicht aufs Gymnasium, sondern kam zu uns. In ihrer Klasse ist sie mit einigen anderen relativ leistungsstarken Mädchen zusammen, die alle auf die Oberstufe wollen. Die Mädel helfen sich gegenseitig und sie fürchten sich ein bisschen vor dem Gymnasium, sind aber auch ganz zuversichtlich. Weiter zu Schule gehen, ist auf jeden Fall angenehmer, als sich dem Bewerbungsstress auszusetzen, finden sie. Jetzt schon einen Beruf wählen? Nee, bloß nicht! Das wäre echt zu schwierig…

Gülten ist da schlechter dran. Sie wird die Schule mit einem erweiterten Hauptschulabschluss verlassen. Die Realschulprüfung will sie zwar unbedingt mitmachen, aber es erscheint ausgeschlossen, dass sie die schafft.
Sie hat deshalb jede Menge Bewerbungen geschrieben und leider auch schon haufenweise Absagen einkassiert. Einzelhandelskaufrau will sie werden oder Verkäuferin, aber wenn es mit den Absagen so weitergeht, muss sie sich etwas anderes überlegen.
Ihre Mutter geht putzen und ihr Vater arbeitet in einer Autowerkstatt. Die Eltern wollen, dass Gülten einen guten Beruf bekommt, aber sie können ihr nicht dabei helfen, einen Ausbildungsplatz zu suchen. Ihre Mutter spricht sehr schlecht Deutsch, der Vater so leidlich.
Gülten ist nervös. Sie fühlt sich von der Situation überfordert. Und das ist sie auch. Mit knapp 16 Jahren ist ein großes Ding, sich in einen Beruf einzufädeln, besonders, wenn die Eltern einen nicht unterstützen können. Deshalb sind wir in der Schule dahinter her, dass Gülten Bewerbungen im Unterricht schreibt. Aber hier ist sie nur eine von vielen und da muss sie schon etwas Eigeninitiative aufbringen. Genau das fällt Gülten schwer. Sie ist ein bisschen antriebsarm und möchte am liebsten den ganzen Tag shoppen, chillen und schätten. Sich am Wochenende die Zeitung kaufen? Im Internet recherchieren? Wie anstrengend ist das denn!

Sie hat Angst, dass sie keine Lehrstelle findet und sie hat Angst davor, dass sie eine findet.

Neulich hat sie ein Schnupperpraktikum in einem Betrieb gemacht, hach – man sollte nicht glauben, WIE anstrengend das war, vallah! Acht Stunden hat sie im Laden gestanden und zwischendurch im Lager geholfen. Sie war abends fix und foxi und ist sofort ins Bett gegangen.

Es ist irgendwie blöd verteilt, denke ich, wenn ich die beiden Mädchen so vor mir sehe. Nein, nicht blöd, ungerecht.
Sara, kann in aller Ruhe weiter zur Schule gehen und langsam erwachsener werden. Die Berufswahl schiebt sie noch drei Jahre vor sich her. Klar, die Oberstufe wird auch stressig, aber niemand wird sie rausschmeißen, wenn sie ein paar mal zu spät kommt oder ein paar Stündchen schwänzt. Und niemand wird sie feuern, bloß weil sie den Anforderungen nicht ganz entspricht. Zur Not wiederholt sie ein Jahr… und wenn sie das Abi schafft, hat sie auf jeden Fall mehr Chancen als Gülten.

Gülten dagegen, die nett und lustig ist, sich aber schlecht konzentrieren kann und die keine Unterstützung von zuhause bekommt, muss sich mehr oder weniger sofort und alleine auf den Weg machen, um schnell in der Erwachsenenwelt Fuss fassen. Das wird schwierig werden und das weiß sie. Vielleicht ist sie deshalb so durch den Wind in letzter Zeit, so kindisch und reizbar. Ihre Leistungen sind schlechter geworden – ausgerechnet jetzt! Ihre Situation verschärft sich – und sie? Sie ist hilflos…

Ein Trauerspiel irgendwie…

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28 Antworten zu C´est la vie…?

  1. fraufreitag schreibt:

    tja, so isset eben.

    • fast-wurzelkind schreibt:

      die Kommentare von Frau Freitag sind oft völlig überspannt oder nichts sagend, bitte mehr anstrengen oder weglassen, danke
      sie kann sich ja in ihrem eigenen Blog auslassen

      • ST schreibt:

        Aber es ist eben so – das deutsche Bildungssystem hängt in größtem Maße vom eigenen Elternhaus ab! Und DARAN will in der Politik schienbar niemand etwas ändern…

  2. mutterchaos schreibt:

    Die Voraussetzungen mögen ungerecht verteilt sein, jedoch kann man ja grundsätzlich zumindest versuchen, das Beste aus allem raus zu holen und das scheint mit bei Gülten nicht der Fall zu sein. Auch mit 16 sollte sie schon wissen, dass man mit shoppen nur in wenigen Ausnahmefällen Geld VERDIENT.

    • Tobias W. schreibt:

      Das ist richtig. Man braucht keine Akademikereltern, um die Schule gut zu schaffen – und man braucht nicht einmal besonders bemühte Eltern. Es geht auch ohne.

      Das soziale Umfeld macht aber einen Riesenunterschied, besonders die Familie. Gülten ist faul und überfordert, Sara ist leistungsbereit und wird es vermutlich aufs Gymnasium schaffen. Warum sind die beiden so unterschiedlich? Es muss doch irgendwoher kommen. Welche Rolle spielen der mögliche (auch erblich bedingte) Intelligenzunterschied? Welche Rolle die Eltern? Welche Rolle das übrige Umfeld?

      Ich möchte den Jugendlichen ihre Eigenverantwortung nicht absprechen, aber mein Blick auf die Realität sagt mir: Dass ich geworden bin, was ich geworden bin, ist zu einem großen Teil meinem Umfeld (das in meiner Kindheit alles andere als akademisch, aber gutbürgerlich war) zuzuschreiben. Andere Umgebungsbedingungen, anderes Ergebnis.

      • frlkrise schreibt:

        Seh ich auch so….

      • Despicable Me schreibt:

        Du hast schon Recht, ich sehe es auch bei mir selbst, an der Uni habe ich extrem die Unterschiede gemerkt zwischen Akademiker- und Arbeiterkindern (falls vorhanden…). Aber wie gesagt, es liegt viel an einem selbst. Und bei den genannten Berufen der Eltern ist Sara ja auch nicht aus einem so viel besseren Umfeld, oder? (Ich hab allerdings keine Ahnung, was man als Pharmazievertreter verdient und für eine Ausbildung haben muss, ich geb’s zu…)

      • michael schreibt:

        Schon, dass die Mutter zu Hause ist, und eventuell darauf achtet, dass die Tochter ihre Schularbeiten macht, ist ein Vorteil. Ebenso, dass die eine in einer Klasse ist, wo mehrere lernwillge Mädchen drin sind, was man von Frl Krises Klasse nicht unbedingt sagen kann.

        Im übrigen ist der Vater kein Pharmazievertreter sondern arbeitet in einem Pharmazeutischen Betrieb.

      • Mascha schreibt:

        Ja, das Umfeld spielt eine sehr starke Rolle.

  3. Tolkienist schreibt:

    Ich hoffe sehr für Gülten, dass sie einen Beruf kriegt, der ihr Spaß macht. Der gym. Oberstufe sollte sie/ sollten Sie allerdings nicht nachtrauern. Das kann (muss nicht, aber kann) zur schlimmsten Zeit im Leben eines jungen Menschen werden, vor allem wenn er umsorgende Lehrer und eine Klassengemeinschaft gewöhnt ist. Beides ist auf Gymnasiumschulle oft so selten wie ein Lob oder ein fliegendes Schwein. Dor gelten andere Regeln, es wird zwar weder geschlagen noch geschrien, aber gerade nach der letzten Bildungsreform ist es eine Brutstätte für jugendliche Burn-Out-Kandidaten und zugehörige Mobbingspezialisten geworden.
    Ich sehe es an meinen Nachhilfeschülerlein, natürlich gibt es immer noch die alten Ausreden á la Lehrer blöd, Schule blöd, Leben soooo schwer, aber die erzählen auch ganz andere Sachen, wo mir Bologna-Veteran die Haare zu Berge stehen. Eine Ausbildung und ein vernünftiger Brotberuf sind nicht das Schlimmste zum Erwachsen werden… also, ich drücke beide Daumen für die Kleine und hoffe, dass es gutgeht!

    • fast-wurzelkind schreibt:

      Ich sehe das genauso, warum wird ein normaler Schulabschluss mit anschließender Berufsausbildung immer als unpassend/nicht ausreichend für eine zukünftige Lebensplanung empfunden? Liegt aber auch oft daran, dass unsere liebe Politik manch einen normalen Berufsabschluss, plötzlich dazu verdammt nicht mehr zu genügen und für eine bestimmte Ausbildung ein Abi voraussetzen will. Erst kürzlich wurde wieder ein Versuch unternommen: Altenpfleger, dort sollte ein Abi die Voraussetzung sein für diese Berufausbildung, das ist total realitätsfern, wenn man sieht, was jetzt schon in der 3jährigen Ausbildung verlangt wird und wie der Berufsalltag dann wirklich aussieht, dann heißt es nämlich wieder nur, satt und sauber – reicht. Dafür braucht man keinen hohen Schulabschluss.

      • Mogeister schreibt:

        Vor allem wage ich zu bezweifeln, dass ein Abiturient freiwillig in die Altenpflege geht, bei den Arbeitsbedingungen, die dort herrschen!
        M.

  4. Despicable Me schreibt:

    Das gebe ich mutterchaos Recht.
    Ich konnte auch nicht auf die Unterstützung meiner Eltern hoffen. Meine Mutter hat nur die Volksschule besucht, mein Vater war ein gewöhnlicher Hilfsarbeiter – im Übrigen auch Immigrant. Ab Realschule konnte mir keiner von den beiden noch helfen, und Geld für Nachhilfe gab’s auch nicht, wobei das Wort „Nachhilfe“ noch nichtmal in unserem Wortschatz vorhanden war. Ich hatte trotzdem sehr gute Noten, habe Realschule gemacht, aber nur, weil ich nicht aufs Gymi wollte und meine Eltern mich nicht zwingen wollten. Den Notenschnitt hätte ich gehabt. Danach kaufmännische Ausbildung, danach aus eigenem Antrieb und dank Ersparnissen und Bafög Abi nachgemacht, studiert, Studium abgeschlossen. Gut, jetzt bin ich Jobbler, aber nur, weil ich was Ungünstiges studiert habe… ich hätte mit meinem Abi genauso gut Lehramt oder Jura machen können.
    Was ich damit sagen will: Das Elternhaus hat nicht immer was damit zu tun, was man im Leben erreichen kann. Und ich bin wahrlich kein überdurchschnittlich ehrgeiziger oder intelligenter Mensch und noch dazu meist eine faule Sau, die nur den Arsch zusammenkneift, wenn’s wirklich sein muss. Aber ich ging als Kind eben gerne in die Schule und habe gerne gelernt und wusste, was Verantwortung heißt.
    Meine Schwestern haben übrigens keinen bzw. nur Hauptschulabschluss. Das Interesse fehlte einfach. Die Förderung auch, klar. Aber es liegt auch viel an einem selbst, sonst hätte ich ja den gleichen Weg automatisch eingeschlagen wie meine älteren Schwestern bei den gleichen Voraussetzungen.
    Ich sehe keinen großen Vorteil, den Sara da gegenüber Gülten hat.

    • Mahiat schreibt:

      Der Fehler, den viele Menschen machen, wenn sie andere betrachten, liegt oft im Vergleichen; und darin, die eigenen Erfahrungen und das eigene Empfinden von Lebenssituationen auf andere Menschen zu übertragen und ebendas als Grundlage für ihr Urteil geltend zu machen.
      Kein Mensch gleicht dem andern, und es gibt Gründe dafür, dass jeder genau so ist, wie er ist; er könnt‘ nicht anders sein. Manche werden mit einer besonderen Begabung geboren, andere nicht. Die einen sind besonders ehrgeizig oder leistungsfähig, die anderen können sich zu nichts aufraffen und haben generell selten Freude an irgendeiner Beschäftigung. Jeder einzelne von uns ist das Produkt seiner Gene und seiner Umwelt, und was wir für den freien Willen halten, ist genauso Produkt von ebendiesen. Ob jemand eine starke oder eine schwache Persönlichkeit hat, hat er sich nicht ausgesucht. Selbst wenn er sichs aussuchen hätte können, hätte er sich genauso entschieden, wie ers hätte tun müssen, unter den Umständen, die ihn dazu verleiteten.

      „Sind einem gegebenen Menschen, unter gegebenen Umständen, zwei Handlungen möglich, oder nur Eine? – Antwort aller Tiefdenkenden: Nur Eine.“ – Arthur Schopenhauer

      Wir maßen uns gern an, die „Voraussetzungen“ und „Umstände“ anderer Menschen beurteilen zu können. Sie tun es auch, sagen Sie doch, dass Sie dieselben Voraussetzungen hatten, wie Ihre älteren Schwestern. Das ist selbstverständlich nicht richtig, da Sie ja nicht Ihre Schwestern sind und nicht dasselbe Leben führen, und zwar ähnliche, aber nicht dieselben Gene haben. Jeder kleine Unterschied in irgendeinem dieser alles bestimmenden Faktoren kann furchtbar große Auswirkungen haben. Diese Unterschiede können so klein sein, dass wir nicht einmal in der Lage sind, sie zu erkennen. In der Tat erkennen wir nur wenige der Ursachen der Wirkungen unseres Daseins.
      Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich will hier absolut niemandem einen Vorwurf machen. Es ist ganz natürlich, diesen Fehler des Vergleichens zu begehen. Jeder von uns tut es. Einzig geht es mir darum, um ein wenig Verständnis für andere Menschen zu bitten, von deren Leben man keine Ahnung hat. Schlussendlich können wir nichteinmal uns selbst ehrlich beurteilen, so wenig wissen wir davon, was uns determiniert.

      Vielleicht hat ja sogar jemand Lust, sich mit dieser Philosophie näher auseinanderzusetzen.
      http://nachtliteratur.wordpress.com/2011/09/20/zum-schicksal/

      Liebe Grüße,
      Mahiat

  5. Lily schreibt:

    Dass in der Schule Leistung zu erbringen ist, und dass man sich da anstrengt, war bei mir zu Hause klar- wir waren vier, und alle haben Abitur. Meine Eltern haben den (damals durchaus üblichen) Volksschulabschluss, und beide eine Lehre gemacht. Als klar war, dass wir nicht auf den Kopf gefallen sind, war das Gymnasium Schule der Wahl, mein jüngster Bruder ist den Umweg über Hauptschule und HöHa gegangen. Schule war unser Einsatzort, Mutter und Vater hatten ihren eigenen, und jeder hat sich da nach seinen Kräften bemüht- ich war eine faule Sau, und hab mein 2 Komma-irgendwas-Abi mit Null Einsatz locker eingefahren. Gefordert wurde, gefördert nicht, denn kein Elternteil hätte uns helfen können. Dank Mengenlehre war da bei mir schon in der ersten Klasse nix zu reißen… Leider hat sich später dann keine Änderung ergeben- eine Begleitung bei der Berufswahl fand nicht statt, da konnten sie einfach nicht helfen (und hatten beide auch zu wenig Erfahrung, um unsere Stärken und Schwächen berufswahlbezogen einzuordnen). Leider hat das dazu geführt, dass die von uns mit starken kreativen Talenten absolut die falsche Wahl getroffen haben, und ziemlich unglücklich wurden. Ich habe eine Zeitlang die Mitschüler sehr beneidet, in deren Elternhäusern ein Interesse an der Berufswahl der Kinder bestand, das sich in Beratung und Unterstützung ausdrückte. Lehrerin hätte ich trotzdem niemals werden wollen, und zum Glück für alle Schüler bin ich es auch nicht geworden 🙂

    • JT schreibt:

      „Dass in der Schule Leistung zu erbringen ist, und dass man sich da anstrengt, war bei mir zu Hause klar […] ich war eine faule Sau, und hab mein 2 Komma-irgendwas-Abi mit Null Einsatz locker eingefahren“
      Anstrengung oder Null Einsatz?

      „Als klar war, dass wir nicht auf den Kopf gefallen sind […]“
      Und was ist mit den Schülern, die schon „auf den Kopf gefallen sind“, also deren kognitive Fähigkeiten nicht fürs Gymnasium reichen? Was können Sie über deren Motivation sagen?

  6. Roland_09 schreibt:

    @Despicable me: Realschulabschluss und dann eine kaufmännische Ausbildung – das klingt aber schon so, als sei das schon eine Weile her; ohne Dir zu nahe treten zu wollen.

    (Und ich hoffe, Du verachtest Dich nicht wirklich.)

  7. phese schreibt:

    Traurig traurig. Was sollen da erst die Kinder von Hartz4-Empfängern machen, oder Heimkinder? Bin trotzdem der Meinung, dass in erster Linie die Eltern die Erziehung übernehmen sollten.
    Kann nur schiefgehen, wenn Schule / Kindergarten / Kinderhort die primäre Aufgabe erhält, alle Kinder gleichzubügeln. Im übrigen ist ein Abi eigentlich nur eine Wartezeit von weiteren 3 Jahren. Irgendwann muss jeder mal die Verantwortung für sein eigenes Leben übernehmen. Oder Schule ein ganzes Leben lang, damit Chancengleichheit herrscht?

  8. Kejo111 schreibt:

    Ein solches Projekt hätte dem einen oder anderen Schüler möglicherweise frühzeitig einen anderen Weg ermöglicht:

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,816039,00.html

  9. krizzydings schreibt:

    Es geht schief wenn sich alle gegenseitig den schwarzen peter zu schieben, es sind alle gefordert…staat, der gültenmensch, die schule, die eltern…vergleichen ist nicht immer richtig, aber das soziale umfeld, dass einen umgibt, selbst wenn es nicht das eigene ist formt deinen blick auf das leben und deine perspektiven….mit den richtigen vorbildern, der hilfe und wertschätzung der persönlichen talente eines menschen kann dieser auch selbstbewusst seine zukunft gestalten… er kann handwerker oder matheprofessor werden, wenn er weiss, dass er es kann und er kann lernen die hilfe , die ihm wiederfahren ist an andere weiterzugeben….

    das erfordert mehr unbürokratische entscheidungen von einzelen institutionen aber auch mehr engagement von uns allen…

    • fast-wurzelkind schreibt:

      inwieweit ein professor von einem Handwerker abhängig sein kann, kann sich jeder vorstellen, aber ob der handwerker auch abhängig von einem Professor ist… bleibt fraglich, beide sind gleichgestellt und jeder hat seine Berufung und keiner von beiden ist deshalb schlechter oder besser…dass ist die Denke die jeder im Kopf haben sollte…

    • ST schreibt:

      Der Staat ist überhaupt nicht bei der Erziehung der Kinder gefordert, dazu sind die Eltern zuständig. Und wenn die Eltern die Kinder die meiste Zeit in eine staatliche Institution geben, dann müssen sie sich auch um eine Zusammenarbeit mit dieser kümmern, damit etwas herauskommt, das sie für das Kind als Ziel gesetzt haben.

      Eine Institution ist nur eine „seelenlose“ Organisationsstruktur, Erziehung ist aber immer persönlich, meistens durch andere Menschen als Vorbilder. Jährlich wechselnde Lehrer, die im Elternhaus auch noch runtergemacht werden, haben nur einen ganz geringen Einfluss.

  10. hajo schreibt:

    „Sie hat Angst, dass sie keine Lehrstelle findet und sie hat Angst davor, dass sie eine findet. “
    .. ha man öfter als man denken mag. Die zugehörigen Bewerbungen beinhalten – mehr oder weniger deutlich – „nicht wahr, Ihr habt doch keine Lehrstelle für mich, oder?“
    Die Angst vor dem Unbekannten kann aber niemand den Lieben nehmen, leider. 😦

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