Schwierige Verhältnisse…..

Die Liebe, die Liebe, sie macht meinen Schülern schwer zu schaffen.
Obwohl, eigentlich ist es nicht die Liebe selbst, es sind vielmehr die Eltern, die alles verkomplizieren.
Emres Eltern zum Beispiel.
Sie wussten in der ersten Zeit gar nichts von seiner Beziehung zu Katharina. Nach der Schule kam der Sohn immer brav nach Hause und verschwand dann gegen Abend noch mal.
„Raus gehen“ nennen das die Jugendlichen. „Raus gehen“ geht so: Man trifft sich an einem möglichst unwirtlichen Ort, hängt da gemeinsam ab oder zieht ein bisschen durch die Gegend, raucht, quatscht Leute blöd an, macht auch sonst allerlei Unfug und gerät mit anderen Jugendlichen aneinander.
Natürlich rede ich gerade von den Jungen. Die Mädchen sind gegen Abend eher zu Hause. Sie treffen sich auf dem modernen Marktplatz, der facebook heißt.

Emre ging auch jeden Tag raus, aber er trieb sich nicht auf der Straße rum, sondern traf sich mit Katharina. Gegen halb zehn war er dann wieder zu Hause.
Ich weiß nicht, wann und wie seine Eltern mitbekommen haben, dass da etwas läuft mit Kati. Er konnte sie wohl eine Weile als Schulfreundin, mit der er gemeinsam Hausaufgaben macht, verkaufen.
Aber das hat der Emre-Familie nicht gepasst. Eine Deutsche! Gut, in viele Familie heiratet ein deutsches Mädchen ein, aber so eine ist wohl in den selteneren Fällen der Traum der Schwiegereltern…
Es wurde, glaube ich, Emre nicht direkt verboten sich mit ihr zu treffen, aber er bekam immer mehr zu tun. Die Onkel und Kusengs, die Schwäger und sonstige Verwandten brauchten viel Hilfe. Da musste hier etwas abgeholt und da etwas rauf oder runter getragen werden, es gab viele Dinge, die der familiären Erledigung harrten und Angehörige, die Hilfe benötigten – kurz, die Familie konnte einen jungen kräftigen Mann wie Emre rund um die Uhr beschäftigen.
Katharina war im Arbeitsplan nicht vorgesehen.

Kati geht es schlecht, weiß ich von ihrer Mutter, die ich zufällig treffe und das schon seit einiger Zeit. Sie erträgt den Spagat schlecht, den Emre vollführt. Sie versteht auch nicht, dass seine Familie sie ablehnt – ihre Familie hat ihn doch mit offenen Armen empfangen. Katis Mutter ist von Emre begeistert. Katharina wäre so ausgeglichen und zufrieden, sagt sie, sie hätte sich stabilisiert, seit sie mit Emre zusammen ist. So ein netter Junge – der idealer Schwiegersohn, sagt sie augenzwinkernd.
Jetzt ist alles ins Wanken gekommen.

Heute fehlten Emre und Kati. Vielleicht liegt es daran, dass eine Arbeit geschrieben wurde oder es ist so, wie Ömür sagt, der sich als gut unterrichtete bezeichnet:
Es ist aus!
Emre habe Schluss gemacht, sagt Ömür. Dann erzählt er noch eine verworrene Geschichte, in der ein Händy eine Rolle spielt – leider habe ich die Geschichte nicht verstanden.

Oder Mustafa. Auch er ist wieder verliebt. In das Mädchen, mit dem es so furchtbaren Ärger gab vor einem Jahr. Die, die ihn damals angezeigt hat. Seine Eltern sind not amused. Ist ihr Sohn denn ganz von allen guten Geistern verlassen? Hat er noch nicht genug von der? Sie reden mit ihm, schimpfen und drohen.
Musti bleibt verliebt.
Es kommt zu einer großen Auseinandersetzung. Musti flieht von zu Hause. Eskalation! Notdienste und Ämter schalten sich ein, es wird viel geredet und lange beraten und und auch ich spreche mit Mutter und Sohn. Alles ist schwierig und bleibt schwierig. Musti ist jetzt ziemlich depressiv und kann sich schwer auf den Unterricht konzentrieren. Jeden Tag verfolgt er mich während meiner Aufsichten und erzählt mir traurige Episoden aus seinem Familienleben. Er ist in einem Dilemma, für wen soll er sich entscheiden? Vater oder Freundin? Ich rate ihm, sich an seine Mutter zu halten. Aber seine Mutter ist keine Hilfe, sagt er und seine Schwestern durften ja auch keine Freunde haben….
Habe ich schon gesagt, dass seine Mutter Deutsche ist? Ach so, seine Freundin übrigens auch.
Und das ist jetzt alles sehr ungünstig, meint seine Mutter – wegen der Religion…

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44 Antworten zu Schwierige Verhältnisse…..

  1. Inch schreibt:

    Oh So ein Sch…! Da geht mir echt die Hutschnur hoch, wenn ich so was lese! Ehrlich. Dieses dämliche wir sind so und die sind anders und deswegen wollen wir mit denen nichts zu tun haben und du darfst auch nicht. Egal, ob Deutsche so bekloppt denken oder in Deutschland lebende Russen, Türken was weiß ich. Und der Oberhammer sind dann solche wie Mustis Eltern. Das macht mich echt wütend!

  2. frauvau schreibt:

    Armer Emre, arme Katharina und armer Musti. Mein erster Freund war auch Türke und seine Mutter hat mich mit offenen Armen empfangen.. (meine Eltern ihn leider nicht..) Es geht also auch anders.

  3. fraufreitag schreibt:

    ach, die liebe….sollen sie sich lieber auf die schulle konzentrieren.

  4. Frl. Rot schreibt:

    Tja, willkommen im Leben. Die tun mir echt leid.
    Spannend wird es, wenn beide Elternparteien gleichzeitig in der Schule auftauchen, in den Unterricht rennen, ihre Kinder aus dem Unterricht zerren und sich dann vor den Kindern und fassungslosen Lehrern und Schülern auf dem Flur prügeln.
    So geschehen bei uns im letzten Schuljahr.

  5. Olaf schreibt:

    Oh nein –
    was machen diese Eltern da ??
    Geduld, wohlwollende Hilfestellung, was auch immer wäre jetzt gefragt – jedenfalls von den/ für die betroffenen Kids.
    Liebe Eltern dieser Welt: Es gibt mittlerweile etwas sieben Milliarden mehr oder weniger alter Menschen auf diesem Klumpen aus Mineralien, Eis und Wasser, der – wegen des Vakuums geräuschlos – durch dieses Welltall rauscht.
    Vallah – seht Ihr hier:

    Fragt Euch noch einmal, was wirklich wichtig ist im Leben und teach your children (and vor allem yourself…).

    Oh je.

    • kingkenny7 schreibt:

      Clips wie den ersten könnte ich stundenlang schauen. Würde man mit einem Flugzeug mit einer Geschwindigkeit von 900 km/h an der Oberfläche von VY Canis Majoris entlang reisen, bräuchte man zur Umrundung 1100 Jahre! Faszinierend.

      Wie kriege ich jetzt wieder die Kurve? Ach so, die Geschichte mit dem Handy würde ich gerne lesen. Unwahrscheinlich, aber vielleicht könnte ich sie ja verstehen…

    • Ulla 39 schreibt:

      Will nur daran erinnern, daß „wir Deutschen“ Spitze im Waffenexport sind!!!!

      • Olaf schreibt:

        Nein – nicht ganz.
        Deutschland ist an dritter Stelle der Welt – dfas ist aber auch nicht wenig:

        http://www.n-tv.de/politik/Deutscher-Waffenexport-boomt-article775244.html

        Griechenland ist dabei, was die These stützt, daß die Entschuldung (Euro und so) den Lieferanten nützt, wie in vielen anderen Wirtschaftsbereichen auch. Es ist nicht so sehr ein „Ausgleich“ von Schulden, sondern ein Ausgleich zwischen Rüstungsindustrie und Banken (und in anderen Wirtschaftsbereichen ähnliches). Das ganze zu Lasten zwischen „oben“ und „unten“ – hier wie dort.
        Ihnen schöne Festtage !

  6. Der Mathehügel schreibt:

    Emre & Kati? Schluss???
    Heul,heul,heul, ich glaube mir gehts schlechter, als damals als sich TakeThat zum (ersten) Mal getrennt haben.
    Wenn mich nicht sofort jemand knuddelt schmeiß ich mich hintern Zug.
    Heul, Heul. Heul.
    Auf was kann man sich noch verlassen?????

  7. Jürgen schreibt:

    Multikulti und Integration sind auf breiter Ebene schon lange gescheitert. Ab und zu passt es dann doch mal.

  8. sprayingberry schreibt:

    Ohje ja ein sehr schwieriges thema. Mein bruder ist auch mit einer zusammen, die aus so einem land kommt.. Und ihn verstecken muss! Eigentlich ist mein bruder ein total aufgestellter kerl, aber immer mehr ist er mies gelaunt. Oder traurig. Und das trifft mich auch. Manchmal würde ich die welt gerne einmal schütteln!!

  9. shelkagari schreibt:

    Mein Gott, und so was im 21. Jahrhundert – nicht zu fassen!…

  10. Tades75 schreibt:

    Ist Mustis Mutter Konvertitin? Das sind die Schlimmsten, schlimmer als Leute wie ich, die als Moslem geboren wurden und Ihren Glauben dementsprechend in den verschiedensten Ausprägungen praktizieren, von fast gar nicht, fast schon Atheist, so wie ich, über „normal“ Gläubige bis hin zu Fundamentalisten. Mit die schlimmsten Islamisten, welche ich je traf, waren biodeutsche Konvertiten, einer von denen regt sich regelmäßig über angebotenes Schweinefleisch in unserer Kantine auf, etwas, das keinen von uns Moslem-Geborenen stört.

    Was auch ein Problem ist: man holte damals die rückständigsten, anatolischen Dorfbewohner ins Land mit NULL Angeboten an Integrationsmöglichkeiten, da diese ja nach paar Jahren zurückgehen sollten. Fast alle wohnten damals in Baracken, schlechter als in heutigen Asylbewerberheimen, welche im Vergleich dazu purer Luxus sind.

    Nur dummerweise sind diese Leute nicht zurückgegangen. Und die Probleme entstanden.
    1. Diese Menschen waren schon konservativer, rückständiger als Menschen in Städten wie Istanbul, Ankara oder Izmir.
    2. Die geistige, kulturelle Entwicklung wie sie in der Türkei in den letzten 50 Jahren selbstverständlich fortwährte machten diese nicht durch.
    3. Im Gegenteil, aufgrund des Kulturschocks, den diese Menschen ausgesetzt waren zogen sie sich noch weiter in Ihr Schneckenhaus zurück, so dass die nicht 50, sondern eher 70-80, gar 100 Jahre hinterherhinken.
    4. Dir Erkenntnis, dass diese Menschen vielleicht doch hierbleiben würden, reifte erst in den 80er Jahren und ernsthafte Gedanken um Integration machte man sich erst ab den 90ern.

    So oft und heftigst ich mich über meine „Landsleute“ oder „Kulturverwandten“ auch aufrege, auch die Gegenseite kann ihre Hände nicht „in Unschuld waschen“.

    Allerdings steht Deutschland nicht alleine da, fast alle europäischen Einwanderungsländer haben ähnliche Fehler gemacht.

      • Anka schreibt:

        Und alle Beteiligten fahren damit fort, Fehler zu machen…aus Ängstlichkeit, aus Ignoranz, aus Über- und Unterlegenheitsgefühlen, aus religiösen Gründen, aus Kalkül, aus Kostengründen, aus falsch verstandener Multikultiromantik…!
        Auf der Strecke bleiben diese zwischen 2 Kulturen zerriebenen Kinder, denen keine Seite dabei hilft, in diesem Land Fuß zu fassen.

      • Ulla 39 schreibt:

        Danke, tadeS, daß die Konvertiten die Schlimmsten seien, eine für Türken typische Haltung Konvertiten gegenüber. Angehörige anderer muslimischer Gemeinschaften reagieren da ganz anders, sehen sich den Einzelnen genauer an.

      • Tades75 schreibt:

        Ulla39,
        SORRY. ich lese nie Korrektur und klicke immer sofort „Kommentar absenden“ an. Hätte ich doch mal Korrektur gelesen, dann wäre mein erster Satz „das sind HÄUFIG die Schlimmsten“ geworden. Du hast recht, mein erster Beitrag bedeutet, ALLE wären so, dem ist mitnichten so, aber meine Erfahrung hat mich nunmal gelehrt, dass nicht alle, jedoch die DEUTLICHE Mehrheit der Konvertiten den Glauben sehr konservativ auslegen.
        Dass nicht wenige Türken, und gerade die Integriertesten, Konvertiten kritisch beäugen, wundert mich nicht, da die Türkei der einzige, große und islamische Staat mit einer säkularen Tradition seit fast 90 Jahren ist, im Gegensatz zu anderen islamischen Ländern.
        Aber dennoch großes Sorry!

  11. Windbeutel schreibt:

    So ist es und trotzdem ist gerade in Deutschland die Integration leider nur einWort und eine Endlosdebatte. Ich bin mit 10 Jahren nach Deutschland gekommen, habe die Sprache gelernt, einen Abschluss gemacht, eine Lehre und ein Studium hinterher geschoben.

    Deutsche die ich heutzutage kennenlerne wundern sich ueber mein gutes Deutsch und fragen mich aus welchem Land ich komme. Nun lebe ich seit einigen Jahren im Ausland und habe Verstaendniss dafuer, dass manch Deutscher darueber verwundert ist wenn er auf mich trifft, doch die gleiche Frage habe ich auch in Deutschland immer wieder gestellt bekommen.
    Bei meinem letzten Deutschlandbesuch eine junge Dame in einer Bar:“ ich kann gar kein Akzent bei dir hoeren, du siehst aber nicht Deutsch aus…“ Das sollte ein Kompliment sein.

    Und genau das ist das Problem. Egal wie integriert du bist, diese oder aehnliche Saetze kriegst du leider an jeder Ecke geliefert. Es gibt den Biodeutschen (Wort des Jahres 2011:) oder den Tuerken, den Russen, den Inder, den Afrikaner, etc..

    Ich habe Schwierigkeiten mich selbst als Deutschen zu bezeichnen, obwohl ich die deutsche Staatsangehoerigkeit habe und die deutsche Gesellschaft und Kultur schaetze.
    Anscheinend wollen „die Deutschen“ mich nicht als „richtigen“ deutschen haben und dann will ich auch nicht auf Teufel komm raus dazu gehoeren wollen. Wenn ich in Deutschland die Plakette „Auslaender“ tragen darf, warum nicht ein richtiger Auslaender werden, das macht keinen Unterschied. Und so ist es! Ich bin raus in die Welt, hab eine neue Sprache gelernt, mich den Gepflogenheiten angepasst und neue Freundschaften zu den Einheimischen geknuepft.

    Alles ist gut! ich bin weiterhin ein integrierter Auslaender, nur diesmal der Deutsche!

    • Christjann schreibt:

      hm, *kleiner seufzender affirmativer Schnaufer* — ja, es wird (fast) überall auf der Welt wohl noch eine Weile dauern, bis man als erstes (und immer) den MENSCHEN sieht, nicht seine Hautfarbe etc. ich komme ja zunächst „unerkannt“ durch, als blonde Weisse…. aber dann ist es die zweite Frage „höre ich da nicht einen kleinen Akzent?!“ das ist oft auch immer freundlich gemeint, man interessiert sich doch für dich, wo kommst du also her?! aha Deutsche… usw. ich glaube, es hat viel auch mit Angst zu tun; Man muss alles einordnen können, um sich in dieser schnell drehenden Welt zurechtzufinden. Krisen, Unsicherheiten usw. sind da noch Angst verstärkend.

      • Tricia McMillan schreibt:

        Was die Akzent-Frage angeht, bin ich auch der Meinung, daß man einfach an Dir interessiert ist.
        Ich habe einen Deutsch/Afrikanischen Bekannten, den es auch nervt, daß er gefragt wird, wo er herkommt. Der ist auch hier groß geworden und spricht akzentfrei, ist aber in Afrika geboren und ich habe ihm erklärt, daß es viele Leute gibt, die in ihrem Land geboren sind und wahrscheinlich auch dort sterben und einfach neugierig sind, warum es bei anderen nicht so ist…

    • Minou schreibt:

      Hmm, um vielleicht mal eine kleine Lanze für die Frager zu brechen: Ich frage JEDEN Menschen, den ich neu kennenlerne: Und, wo kommst du so her?
      Einfacher Grund: Ich bin neugierig. (Ab und an vielleicht ein bisschen zu sehr, aber darüber kann man geteilter Meinung sein ;))
      Es „bietet sich an“ zu fragen, wenn jemand „anders“ aussieht. Ich denke ich kann von mir sagen, dass es mir persönlich nicht in den Sinn dabei kommt den „Ausländer“ auszuquetschen, sondern ich mich einfach für unterschiedliche Lebensgeschichten interessiere. Ein wenig Sensationsgier kann man mir also vielleicht auch unterstellen 😉 Und – versteh die Aussage bitte nicht falsch!- vielleicht auch die Sehnsucht nach
      Exotik. Da ist ein Mensch, der sieht nach „mehr“ aus. Vielleicht kann er mehrere andere sprachen, kommt aus einem Land, für das ich mich schon immer interessiert habe etc. Und ja, da unterschlägt man vielleicht öfters mal, dass Herr Müller auch nur in der Berliner Straße wohnt, das seit 50 Jahren tut und als Versicherungskaufmann tätig ist.
      Ich kann verstehen, dass das nervt, ehrlich. Aber zumindest von meiner Seite soll das nicht heißen, dass ich jemand nicht als „Deutschen“, besser, als zu mir und der Gesellschaft in der wir gemeinsam leben gehörig betrachte. Landesgrenzen, Nationalität, herje, das ist veränderlich. Aber ja, ich freue mich, wenn jemand meine Sprache spricht (auch wenn es noch so albern ist, da er vielleicht gar keine andere gelernt hat) und wenn er vielleicht etwas anderes erlebt hat als ich, einfach weil er mehr (oder auch nicht) gemacht hat.
      Tröstet es ein kleines bisschen, wenn ich sage, dass ich es zutiefst bedaure, dass nicht jeder Mensch der etwas für mich interessantes erlebt hat, mit einem Schild auf der Stirn herumläuft auf dem steht: ich hab etwas spannendes zu erzählen? Glaub mir, die armen hätten keine Ruhe vor mir 😀
      Das Probelm „des Afrikaners“ , „des Inders“ etc. ist von meiner Seite aus, dass zumindest ich, sofort sowas zu wittern meine. Man sieht halt : ohhhhh, kein „Biodeutscher“, vielleicht spannender als der Rest der hier herumläuft. Auch wenn man damit nicht nur auf die nerven geht und manchmal auch „ins klo greift“ Nicht dazugehörig? Nein, das möchte ich damit auf keinen Fall sagen!
      Mein Frage jetzt aber: Was frag ich, wenn ich nicht fragen soll: „und, wo kommst du so her?“ Ob Bejing oder Schwabmünchen ist mir ja im Prinzip egal, aber fragen tu ichs trotzdem gerne…nerven will ich nur auch nicht.
      Viele Grüße
      Minou
      PS: Hah! Ich hab italienische Vorfahren! Ist schon…hmmmm…200 Jahre her, aber immerhin, wenigstens das! Nur, falls es jemanden interessiert 😉

  12. Jessi schreibt:

    dass die Eltern von Musti sich nicht freuen, kann ich irgendwie verstehen… ich meine: er wurde von einem Mädchen angezeigt und nun soll auf einmal alles Friede, Freude, Eierkuchen sein ? da würden mir als Mutter auch die Alarmglocken läuten…
    dass Emre’s Eltern so gegen Kathi sind, verstehe ich allerdings nicht. ich hoffe auf ein Happy End.

    • frlkrise schreibt:

      Du hast recht, beide haben damals Anzeige gegeneinander gestellt, es war eine unschöne Geschichte. Aber ….wo die Liebe hinfällt…..hab ich damals gepostet, genau vor einem Jahr, am 17. Dezember…

  13. Johannes schreibt:

    Das ist die Deintegration pur!

  14. oxypelagius schreibt:

    Es bleibt dabei! Religion ist die Pest der Menschheit. Keine Toleranz gegenüber IRGENDWELCHEM transzendenten Unsinn. Sonst kommt es so wie es gekommen ist: Die UNO hat mehrheitlich die Bekämpfung der Geschlechtsverstümmelung von Mädchen abgelehnt, weil es in die „religiöse Souveränität“ (!!!) der betreffenden Staaten eingreift. Wann verstehen wir endlich, daß Religionsfreiheit nix mit Toleranz zu tun hat? GLaube und Wissen verhalten sich wie zwei Wagschalen zueinander.. Neigt sich das Wissen nach unten kommt der Glauben nach oben und vica versa..

    • Tricia McMillan schreibt:

      Mal ganz davon abgesehen, daß Beschneidungen bei Mädchen frauenfeindliche Tradition sind und keinen religiösen Hintergrund haben…
      Religion ist einfach häufig die Ausrede und nicht die Ursache für Intoleranz, Hass, Abgrenzung und sonstiges schlechte Benehmen! Schließlich gibt es auch in allen Kulturen Menschen, die sich als religiös bezeichnen und trotzdem tolerant und freundlich sind.
      Atheistische Wintersonnenwendgrüße an alle,
      Tricia McMillan (ehrenamtliche Humanistin)

    • Anka schreibt:

      Wie wahr!
      Und genau aus diesem Grund mag ich den auf breiter Ebene bejubelten Wulffschen Satz: „Der Islam gehört zu Deutschland!“ nicht.
      Ich finde, wir haben schon genug mit den unterschiedlichen christlichen Kirchen zu tun, die in unserem säkularen Staat immer noch mehr Einfluss haben, als (manches Mal) gut wäre…

      • Tades75 schreibt:

        Christian „Credit“ Wulff wollte durch diesen Satz doch nur zeigen, wie toll progressiv er doch sein kann, ebenso wie seine Tattoo-auf-Arschbacke-Frau, als Ministerpräsident hätte er sich das doch nie getraut. Wenn es nach mir geht, hätte er sich diesen Satz auch sparen können. Im Grunde ist daran aber nichts falsch, sondern nur eine Benennung einer Tatsache. Es leben hier Millionen Muslime, also gehört der Islam auch zu Deutschland. Wenn ich sage, dass Ananas auf eine Schinkenpizza gehört ist das doch auch nur eine Tatsachenbenennung. Die Negierung des Satzes, also „Der Islam gehört nicht nach Deutschland“ würde doch implizieren, dass Muslime hier nichts verloren hätten und doch bitte zu gehen haben.

      • Anka schreibt:

        @Tades
        Der Satz: „Muslime gehören zu Deutschland“ hätte mir besser gefallen, weil er eher die private, individuelle Seite der Religion betont.
        „Der Islam“, das ist für mich eher die institutionalisierte Form vergleichbar mit „dem Katholizismus“. Die Institutionen jedweder Couleur sind selten mit bloßer Seelsorge zufrieden, sondern wollen/müssen gestalten – selbstverständlich in Richtung der jeweils eigenen Wertvorstellungen.
        Und dazu lädt die Formulierung des „profilierungsbemühten“ Herrn Wulff in meinen Ohren geradezu ein.
        Wie ich schon sagte, mir wäre eher nach einer strikteren Trennung von Religion und Staat als nach einer Ausweitung religiöser Einflussnahme.

  15. Rennewart schreibt:

    Ich habe die Hoffnung noch immer nicht aufgegeben, dass die sog. Gläubigen irgendwann erkennen, dass man einander nicht aufgrund einer kollektiven Wahnvorstellung ablehnen sollte.

  16. Nele Abels schreibt:

    Da Christopher „the Hitch“ Hitchsonson gerade gestorben ist, kann man es gar nicht oft genug sagen: Religion poisons everything!

    http://en.wikipedia.org/wiki/God_Is_Not_Great

    Nele

  17. Mascha schreibt:

    Ich sage nur….Romeo und Julia…Klassiker….

  18. Ulla 39 schreibt:

    @tadeS „Sorry“.
    Danke und diesmal ohne Spott!

  19. suann schreibt:

    alle probleme mit “ ausländern “ und anderem ungewöhnlichen menschen könnte man selbst sehr schnell lösen: man muss nicht relgiös sein, um zu glauben. denn das problem ist nicht der glaube. jeder hat in seinem bekannten – und freundeskreis menschen die an den weltuntergang, an den finanzcrash, an ufo`s und weiss was noch alles glauben. er wird vielleicht mal den kopfschütteln ob des ( seiner meinung nach ) unsinn, den der andere loslässt. aber er wird ihn deshalb nicht ausgrenzen. dshalb wäre es besser, die jeweilige relgion, die ja nur ein machtinstrument ist, schlicht zu vergessen. aber, es gibt halt viel zuviele die eben relgion brauchen, um selber keine
    “ entscheidungen “ treffen zu müssen
    suann

  20. andrea schreibt:

    Emre und Kati – getrennt? Och nööööö … 😦

  21. Pingback: Ferien-facebook | frl. krise interveniert

  22. Schon traurig was wir Menschen uns mit solchen Vorurteilen alles kaputtmachen.

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