Sauber ist Definitionssache (Fortsetzung)

„Was sind Sie für eine Lehrerin!“ Viola guckt mich an, als wolle sie mich auf der Stelle ermorden. „SIE kaufen mir eine neue Hose, ich schwöre!“
Dann schreit sie, dass ich das das nicht durfte, dass sie zur Schulleitung gehen wird, dass sie ihre Mutter holen wird, dass ich schon sehen werde, was ich davon habe, dass SIE nichts gemacht habe, dass sie mich hasse, dass die ganze Schule verrostet sei und und und….und als sie damit fertig ist, fängt sie wieder von vorne an.
Ich sammele die Pinsel, die immer noch im Waschbecken liegen, ein und wasche sie aus.
„Geh nach Hause und steck die Hose in die Waschmaschine,“ rate ich ihr, „je schneller desto besser und das nächste Mal wäschst du lieber deine Pinsel aus! SAUBER!“
Schließlich zockeln die drei Damen ab. Ich höre sie noch lange im Treppenhaus.

Frau Freitag und der Deutschlehrer lachen sich halbtot, als ich ihnen alles erzähle. Ich muss zwar auch lachen, aber ganz wohl ist mir nicht bei der Geschichte.
Frau Freitag sagt: „Oh, Mann oh Mann, Frl. Krise! Das gibt bestimmt voll Ärger!“

Montags passiert erst mal gar nichts. In der Mittagspause habe ich Aufsicht auf dem Hof und Aynur und Necla pilgern mit mir auf und ab. Sie lachen laut über die Hosenaffaire – das hat ja schnell die Runde gemacht!
„Abooo!“ sagt Aynur, „Voll cool, Frl. Krise, echt, aber vallah, das gibt voll Ärger, werden Sie sehen!“

Da kommt auch schon der Ärger in Form von Anne, einer unserer Erzieherinnen, auf uns zu. In der Hand hält sie das Beweisstück. Es ist frisch gewaschen und gebügelt und so zusammengefaltet, dass der leicht verblasste Farbfleck oben prangt.
Acrylfarbe eben! Geht sehr schlecht raus, ich kann ein Lied davon singen! An meinen Klamotten sind überall irgendwelche Acrylfarbflecken…
„Viola war vorhin bei der Schulleitung,“ sagt sie, „mit ihrer Mutter, stell dir vor!“ Ich erfahre, dass sich die Mutter bisher, trotz aller schulischen Probleme mit ihrer Tochter (sie ist Dauerschwänzerin) höchst selten in der Schule blicken ließ.
Aber jetzt fühlt sich endlich mal im Recht, denke ich, da kann sie kommen.
„Ich behalte die Hose erstmal,“ sagt Anne. „Viola soll dich nachher ansprechen, hat der Fischer gesagt.“

Aber Viola kommt nicht, nicht an diesem Tag und auch nicht am nächsten.
Dafür treffe ich Herrn Fischer, unseren Schulleiter, auf dem Flur. Der grinst ein bisschen und berichtet, dass die Mutter sehr aufgebracht gewesen sei.
„Sind Sie damit einverstanden, die Reinigung der Hose zu übernehmen?“ fragt er.
„Natürlich! Von mir aus wasch ich die auch fünfmal,“ sage ich, „aber Viola sollte auch etwas sauber machen! Vielleicht irgendwas im Kunstraum! Die Pinsel oder so.“
„Genau!“ Herr Fischer ist einverstanden. “ Sprechen Sie mit ihr! War sie noch nicht bei Ihnen? Sie sollte sich doch bei Ihnen melden, haben wir ausgemacht.“

Im Kunstunterrricht am Freitag ist Viola nicht anwesend. Die fehle schon wieder seit Mittwoch, erfahre ich.
Und so bleibt es. Einmal noch kommt eine ihrer Freundinnen zu mir und schnauzt mich an:
„Haben Sie endlich die Hose von Viola gewaschen? Ich soll Ihnen sagen, sie will sie sofort haben! Oder eine Neue!“
„Sag Viola schöne Grüße von mir! Sie soll in die Schule kommen! Sonst mache ich gar nichts und außerdem möchte ich sie PERSÖNLICH sprechen und nicht dich!“antworte ich und die Freundin trollt sich motzend.

So! Das ist der Stand der Dinge.

Viola ist nach wie vor zu Hause, die Hose liegt nach wie vor bei Anne und ich warte nach wie vor auf unser Gespräch.

Frau Herz versucht Licht ins Dunkel zu bringen und sagt: „Frl. Krise! Hast du denn mal bedacht, dass sie ja nicht in die Schule kommen KANN, die Arme, weil sie keine Hose hat?!“

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66 Antworten zu Sauber ist Definitionssache (Fortsetzung)

  1. renosch schreibt:

    „Frl. Krise! Hast du denn mal bedacht, dass sie ja nicht in die Schule kommen KANN, die Arme, weil sie keine Hose hat?!“

    … rollt auf dem Boden vor Lachen

  2. Jessi schreibt:

    was für eine Szene… aus Schüler-Sicht (ja, ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit), wäre ich ja auch sowas von ausgeflippt, wenn Sie das mit mir gemacht hätten =) andererseits verstehe ich Sie auch: Viola hätte ihren Dreck selbst weg machen müssen. bei uns ging das immer recht flott, wir wollten ja auch schnell aus dem viel zu heißen Kunstraum raus, egal in welcher Stunde das war

  3. Tades75 schreibt:

    Das frühe Erscheinen der Fortsetzung verzeiht den gestrigen Cliffhanger, hamse nochmal die Kurve gekriegt, wa ?
    😉
    Und … Yeah, ich habe recht gehabt! Und ich bleibe dabei, Viola mit Turgut Verkuppeln, beide sich gegenseitig umbringen lassen und glücklich sein, hehe

    • Hajo schreibt:

      na ja, umbringen müssen sie sich ja nicht gleich, aber wie wär’s mit einem schönen ruhigen landwirtschaftlichen Betrieb
      .. in Nordost-Anatolien?
      da sind wenigstens Acrylfarben nicht standardmässig nicht im Gebrauch 😉

      • frlkrise schreibt:

        Ohne Acryfarben leben? Tschüüüüüüch! Niemals, ich schwöre!

      • Tades75 schreibt:

        Hajo,
        Bauernof in Nordostanatolien? Klingt auch gut, aber meiner Meinung noch zu nah. Was ist denn auf der entgegengesetzten Seite der Erdkugel? Achja, Neuseeland. Ab zum Schafe scheren mit den beiden! Und in Kombination mit Hausverbot in sämtlichen neuseeländischen Flug- und Schiffshäfen, hehe.

      • Hajo schreibt:

        @Tades75: willst Du sämtliche Tierschützer gegen Dich aufbringen? 😉
        Ausserdem ist „die“ Strafe schon recht hoch, bedenk‘ doch, dass man es von Geburt an gewohnt sein muss,
        .. das Kopf-Stehen 😀

  4. Stefan K schreibt:

    Die Tatsache, dass man Eltern das erste Mal zu Gesicht bekommt, wenn man aus ihrer Sicht etwas verbockt hat, kenne ich leider zur Genüge. Dasselbe habe ich als Sozialarbeiter in einer Schule mitbekommen, in der einem Schüler das Messer weggenommen wurde. Die Mutter, die sonst ziemlich einladungsresistent war (Elternabend, Elternsprechtag, persönliches Anschreiben wegen Klassenkonferenz), stand keinen Tag später persönlich auf der Matte, um das Messer zurück zu fordern. In der Schule haben sie daraus gelernt. Will man Kontakt zu gewissen Eltern, einfach dem Sohnemann/der Tochter etwas wegnehmen, was diesem lieb und teuer ist. Und dann nebenbei: „Wo sie schon mal da sind…“. Traurig irgendwie, aber so ein Verhalten dürfte Ihnen doch auch nicht neu sein, Frl. Krise, oder?

    • Tades75 schreibt:

      Wie bitte?!?!?!
      Schlimm genug, dass sämtliche Einladungen ignoriert werden. Dass die Mama nur kam, um etwas Konfisziertes hearauszufordern wie beispielsweise ein Mobiltelefon oder etwas anderes wichtiges oder wertvolles, würde ich ja noch nachvollziehen können, aber ein Messer! Geht’s noch? Was sind das denn für Eltern?!?! Ich würd‘ die Schulleitung bitten, das Ding wegzuschmeißen!

  5. Tricia McMillan schreibt:

    WAS? Das ist schon vor Wochen passiert und Viola ist immer noch nicht wieder aufgetaucht? Unglaublich!!!
    Ist Viola eigentlich noch im Wachstum? Dann hat sich die Sache mit der Hose vielleicht inzwischen von allein erledigt…

    • Hajo schreibt:

      Tricia, so stark können Mädchen gar nicht wachsen, dass sie nicht mehr in ihre Lieblings-Hose „passen“ 😀
      .. und selbst wenn’s nicht die Lieblingshose war: hier geht’s um’s Prinzip! 😉

  6. dienyx schreibt:

    Wahrscheinlich kommt Viola jetzt nicht mehr, weil sie angst vor Ihnen hat! Das wird ja auch immer schlimmer an unseren Schülern, jetzt mobben die Lehrer schon zurück!

  7. Despicable_Me schreibt:

    Wie kann man in diesem Irrenhaus arbeiten? Hut ab!

  8. Claudia Overmann schreibt:

    So wird man unliebsame Schüler/Innen los. So manchen Menschen würde ich auch gerne was bepinseln, wenn ich sie damit auf Dauer loswerden könnte. Nach vier Wochen gebe ich die Hosen dann aber in die Altkleidersammlung.

  9. 6kraska6 schreibt:

    Schafft man das – bei solchen Sch… noch seinen Humor zu bewahren? Wenn das man bloß nicht zu ’nem Hosenkrieg führt…

  10. Inch schreibt:

    Hihihi! Ich gebe Frau Herz Recht. Viola kann nicht kommen, so ganz ohne Hose

  11. A. Joseph schreibt:

    thank you!

  12. Frl. Rot schreibt:

    Liebes Frl. Krise,
    Sie sind meine Heldin des Tages.
    Leider unterrichte ich kein Kunst, wo mir mal der Pinsel ausrutschen könnte.
    Aber allein die Vorstellung! Herrlich. Dafür würde ich die Hose auch zwanzigmal waschen.

  13. Ich eben wer sonst schreibt:

    Und wie gedenken Sie die Farbe wieder rauszubekommen? Also ich bleib bei Wodka, Alkohol ist immer ne Lösung im wahrsten Sinne des Wortes 😉

  14. KC schreibt:

    Verdammt, ich sollte doch Kunst studieren…wo sonst außer im Sportunterricht kann man so seine Schüler halbwegs ungestraft mit sowas beglücken? 😀

  15. kingkenny7 schreibt:

    Irgendwie hoffe ich sehr, dass doch nochmal ein dritter Teil der Geschichte folgt…

  16. sprayingberry schreibt:

    Oh herrlich ich bin begeistert von ihren Berichten 😀

    Das mit dem aufräumen der Wassergläser und Pinsel kenne ich noch aus der Schule. Haha! Finde es super mutig von Ihnen.. Ich denke ich hätte das schon nach einer Minute gemacht, wenn mich jemand so anquatscht xD

  17. HarryHirsch schreibt:

    Was dem einen seine Hose ist dem anderen sein Mobiltelephon!
    Nachdem die Schulkonferenz weiland (auf Initiative der Eltern!) beschloß, daß diese Teile erst gar nicht in die Schule mitgebracht werden dürfen (vallah, voll krass), kommt es zuweilen vor, daß sich einige nicht mehr so ganz daran erinnern (wollen, können).
    Das Gerät landet beim Schulleiter (im Tresor) und nur die Eltern (!) – nicht Abi oder Kusäng – können es auslösen.
    Wer da urplötzlich Zeit hat, mal in der Schule vorbeizuschauen. Vor allem, wenn das Wochenende naht…..

    • frlkrise schreibt:

      Abholung dauert bei uns selten mehr als eine Stunde (NUR Eltern!). So einen Alarm machen die Jören….

      • Tades75 schreibt:

        Ich kann mich nur wiederholen. Was für Eltern! Ich würde sagen, „selber schuld, jetzt wird dein strapaziertes Telefon übers Wochenende in der leeren Schule chillen“.

      • daisy schreibt:

        Bei uns müssen die armen Handys eine Nacht ohne ihre Benutzer in der Schule bleiben.

        Und immer schön drauf achten, die Karte drin zu behalten, sonst liegt das nutzlose Teil Jahre im Schrank.

  18. Juja schreibt:

    Frl Krise, ich lese jetzt schon seit einiger Zeit mit und finde ihre Berichte wirklich klasse.
    Aber was sie da mit der Hose angestellt haben… ich kann es verstehen 🙂
    Bin gespannt, ob Viola zu Weihnachten eine neue Hose bekommt und im neuen Jahr wieder in der Schule erscheint.

    Zum Alltag des Lehrers allgemein noch ein lustiger (und, wie ich finde wahrer) Beitrag:

  19. michael schreibt:

    Versteh ich nicht. Viola hätte die Hose reinigen lassen sollen, und Frl Krise hätte die Rechnung bezahlen dürfen.

  20. mia schreibt:

    mal ganz abgesehen davon, dass ich mich als Schülerin niemals getraut hätte, meinen Arbeitsplatz nicht aufzuräumen – ich fand ihre Aktion nachvollziehbar. Was für ein Blag…

  21. Ich eben wer sonst schreibt:

    Hey Frl Krise warum kaufen Sie Viola nicht eine neue Hose (Kik reicht da auch aus) so ne Businesshose, damit sie was hat für ein Vorstellungsgespräch 😉

  22. zickzacktrixy schreibt:

    Warum gibt es hier keine kritischen Kommentare?
    Es bleibt doch eine klare Grenzüberschreitung durch die Pädagogin.
    Respekt gebührt – bei allem Verständnis – allein dem Mut, die Geschichte zu veröffentlichen. Was hoffentlich nicht mit der Hoffnung auf die (zahlreich erfolgte) Absolution verbunden war.

    • Ich eben wer sonst schreibt:

      Oh, spielen wir hier den Moralapostel?

    • Tades75 schreibt:

      „Warum gibt es hier keine kritischen Kommentare?“

      -Warum sollte es das? Fräulein Krise hatte doch schon selber geschrieben, dass es ein Fehler war. Keiner der Kommentatoren hat geschrieben, dass er/sie das gutheißen würde. Eigentlich alle schrieben nur, dass sie diese Reaktion menschlich nachvollziehen können. Und wir als Leser, welche diese „Viola“, welche wir nicht kennen, deren Pädagogen wir nicht sind, können doch in diesem unterhaltsamen, ungezwungenen Blog doch ruhig unsere Meinung über solche Schüler austauschen, die Meisten gar auf humorvolle Weise.

      • zickzacktrixy schreibt:

        Die meisten leider auch auf hochmütige Weise. (Das bezieht sich tatsächlich auch nur auf die Kommentatoren)
        Und es kommt mir vor, als wäre es schön bequem die eigene Unzulänglichkeit durch fremde relativeren zu können.
        Mag sein, dass ich mich täusche. Nun gut.

  23. DonFerrando schreibt:

    Oh, mann was sind das nur für Zustände, auf Lehrer losgehen, beschimpfen, Forderungen stellen..und dann auch noch die Eltern. Unsereiner wäre sowas nie im Traum eingefallen. Schön war noch die Zeit, als Lehrer noch RESPEKTPERSONEN waren. Ich glaube für solche Fälle war es doch ganz gut, dass der Jugendwerkhof erfunden wurde, schon als Drohkulisse…

    • michael schreibt:

      Wannn soll das denn gewesen sein? Schon in früheren Zeiten war dem nicht so:

      http://www.dedenbach.brohltal.de/geschichte/schulmeister.htm

      ….
      Des Donnerstags geht er in die Schul, und legt die Buben über’n Stuhl.

      Er haut so lange bis sie schrein, das arme Dorfschulmeisterlein.

      Und wenn im Dorfe Hochzeit ist,

      dann könnt ihr sehen, wie er frisst.

      Was er nicht frisst, das steckt er ein, das arme Dorfschulmeisterlein.

      Und wird im Dorf ein Kind getauft,

      dann könnt ihr sehen wie er sauft.

      Elf Halbe schütt‘ er in sich ein, das arme Dorfschulmeisterlein.
      ….

      • Hajo schreibt:

        michael, das waren wohl zu Zeiten des Wilhelm Busch, heute müssen Lehrer vorsichtig sein, so wegen Korruptionsverdacht und so 😦

      • DonFerrando schreibt:

        Ich hab ja nicht von schlagen gesprochen, das war übrigens auch in der DDR verboten, (wann wurde die Prügelstrafe in Bayern abgeschafft???), aber etwas mehr Strenge würde schon gut tun. Kann mir nicht helfen, aber in meiner Kindheit (Mitte der 80er) war dem so, dass der Lehrer eine Respektsperson war, und die geschilderten Dinge wären einem nicht mal im Traum eingefallen, oder waren die absolute Ausnahme.

  24. oachkatz schreibt:

    Jedem und jeder, die ab jetzt zu mir sagt, ich hätte Lehrer/in werden sollen, da hat man vielleicht ein Leben, verweise ich zukünftig auf Ihren Blog. Ich kann gar nicht sagen wie froh ich bin, damals von Staatsexamen auf Magister gewechselt zu haben. Und wie froh ich ebenfalls bin, dass es Menschen wie Sie gibt, die es nicht getan haben.

  25. DonFerrando schreibt:

    Übrigens, Hannover startet ein bundesweit einmaliges Anti-Schulschwänzer Programm: Im schlimmsten Fall wird den Eltern das Sorgerecht entzogen und sie erhalten einen Familienpfleger. Wie weit sind wir schon gekommen…
    Die ganze Story hier:
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/1624896/

  26. Mascha schreibt:

    Die Hose war bestimmt eh nur vom Pimkie Grabbeltisch…soll sich mal nicht anscheißen, die Dame.

  27. uhupardo schreibt:

    Vielleicht gleich ein Foto von Viola einklinken, damit man entscheiden kann, ob das „mit ohne Hose in der Schule“ eine gute Idee wäre oder nicht. 😀 Herrlich!

  28. Olaf schreibt:

    Habe es „woanders“ heute am/ bei Freitag gelesen:
    Gute Besserung ! Und Grüße an Angina…
    Wahrscheinlich kommt Viola erst im Sommer 2012 zu Ihnen, wenn sie einen Rock tragen kann.

  29. Mike schreibt:

    Hm, da haben wir die Pointe in völlig unterschiedliche Hälse gekriegt: Das ist eine wirklich klasse „Geschichte“, die für mich überraschend tragisch endet. Denn wenn ich es richtig verstehe, dann hat die Schülerin wahrscheinlich wirklich keine große Auswahl an Hosen, oder?

    Ein Hammer ist natürlich, dass sie sich überhaupt im Recht fühlt. Und ihre Mutter dazu. Dass sie sich so sehr im Recht fühlen, dass sie bis zur Schulleitung gehen.

    Meine These für solche realitätsfremden Eltern-Kind vs. Schule (Lehrerin) Einsätze sind, dass die Eltern mit diesen Einsätzen glauben, ihrem Kind ihre Elternliebe zu zeigen. Ich unterstelle, dass diese Mutter keinen funktionierenden Draht zu ihrer schulschwänzenden Tochter hat, aber jetzt kann sie ihr mal beweisen, dass sie sie auch unterstützen kann.

    Ins Blaue geraten: Natürlich ahnt Viola, dass ihr Sicht der Dinge auf die Ungerechtigkeit eine brüchige Sicht der Dinge ist. Natürlich verweigert sie direkten Kontakt zu Dir, Frl. Krise, denn Du würdest ihr schon nachvollziehbar erklären, was für einen Kram sie such da zusammeninterpretiert hat.

    Ob sie, um das zuvermeiden, sogar eine Ausschulung wg. Abwesenheit riskieren würde?

  30. bambooos schreibt:

    Oh Mann… keine Ahnung wie bei uns die Waschbecken nach der (http://dersteinigeweg.wordpress.com/2011/12/16/kunst-in-der-grundschule-mit-zewa-wischweg/) Malaktion ausgesehen haben – die sind am anderen Ende vom Gang & ich hab sie nicht kontrolliert 😉 Ups 😉
    Immerhin wurde nur der Flur eingefärbt. Lol

    • frlkrise schreibt:

      Mich irritiert es immer ein bisschen, wenn ein Kommentar offenkundig nur wegen des fishing for Lesers geschrieben wird … (schließlich kann man ja deinen Namen anklicken, wenn man den Kommentar interessant genug findet, um mehr wissen zu wollen…)

  31. Neuer Leser schreibt:

    Wünschen Sie sich nicht manchmal Sitten wie in den 50ern in Ihrer Schule? http://www.youtube.com/watch?v=Z22S9nDJKvU

  32. christaschule2010 schreibt:

    Das arme Kind hat jetzt keine Hose! So kann dieeee doch nicht in die Schule! War eben Lieblings-Jeans!

    Ich sterbe vor Lachen! So zickig und so hochnäsig zugleich! Das Leben wird sie schon noch bestrafen! Vielleicht wird sie ja eines Tages … Kunstlehrerin?

    Ohren steif halten, Frl. Krise!

  33. hood schreibt:

    Sauber, sauber: Einblicke in den Alltag einer überforderten Pädagogin, die gerne auf ihre Schüler herabblickt.

    Nein Spaß, natürlich sind die Gören schuld! Wer sonst?

  34. Nix schreibt:

    Wir mussten damals unser eigenes Malzeug mitbringen und wieder nach Hause nehmen … Damit war es unser eigenes Problem, wenn das Zeug noch dreckig war.

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