Mühsam nährt sich das Eichhörnchen….

Die vielen schönen offenen Ausbildungsstellen! Die Politiker drängen, die sollen endlich besetzt werden! Am besten von unseren Schülern ….
Deshalb beschäftigen wir uns heute wieder den ganzen Tag mit dem unheilvollen Thema Zukunft und Beruf. In der Schule tummeln sich Ausbilder und Ansprechpartner für jeden Menge Berufe und auch unsere Berufeinstiegsbegleiterin und die Berufsberaterin bieten ihre Dienste an wie Sauerbier.

Dummerweise gibt es aber noch eine Gruppe Schüler, die es tatsächlich geschafft hat, bisher weder einen Lebenslauf noch ein einziges Bewerbungsanschreiben zu verfassen. Dabei arbeiten wir seit Wochen daran…
Denen haben wir die Pistole auf die Brust gesetzt, die müssen heute damit fertig werden, koste, was es wolle!

Aynur hat ihre Sachen auf einem Stick dabei. Stolz präsentiert sie mir das Ergebnis:
„…suche ich eine weiter berufliche Herausforderung“ lese ich halblaut und:
“Trotz meiner vielen schlechten noten will ich fleißig arbeiten!“
„Aboo – vergisses!!“ sagt Gülten finster, die neben uns sitzt. „ Ich war doch bei diese Veranstaltung von Berufsberatung. Da waren auch Ausbilder von Lebensmittel und Drogeriemarkt. Die haben gesagt, Verspätungen und Fehlzeiten! Wenn die Zeile unten auf dem Zeugnis voll ist, wird gleich aussortiert.“
(Den Satz haben die Ausbilder garantiert von mir geklaut, den hab ich nämlich in den letzten beiden Jahren bestimmt eine Million mal gesagt!)
Aynur guckt bedenklich. Auf den letzten Zeugnissen hatte sie immer so um die 70 Verspätungen. „Ich will aber Hotel oder Kosmetikerin!“ sagt Aynur, als ob es da egal wäre, wann man kommt.
Gülten zuckt mit den Schultern. Sie seufzt schwer. Seit dieser Veranstaltung geht es ihr nicht gut. „Was kann ICH nur machen, Frl. Krise?“ fragt sie trübe, „ich hab doch auch so viele Verspätungen?!“
(Die letzte ist übrigens von heute Morgen! Es waren wieder mal mehr Leute unpünktlich als pünktlich, dabei haben wir eine halbe Stunde später angefangen als sonst).

Nesrin lebt noch fern solcher Erkenntnisse. Sie stampft hinter uns auf und ab und lamentiert, dass ich mich nicht um sie kümmere. Sie hat noch gar nichts fertig, nicht mal ihren Lebenslauf hat sie komplett beisammen.
„Was kann ich dafür, dass ich gestern Morgen zum Zahnarzt musste!“ schimpft sie.
„ Hallo? Wir arbeiten da schon ewig dran,“ sage ich, „außerdem hättest du dir auch einen späteren Termin beim Arzt geben lassen können. Lass mich jetzt in Ruhe, um so schneller bin ich hier fertig!“
Schmollend schiebt sie ab. Die ganze letzte Woche war sie auch nicht da und zwar aus „familierischen Gründen“, wie es in der Entschuldigung stand. Die ganze family war unterwegs, keine Ahnung, was da los war.

„Ich bin fertig!“ ruft Gamze und drückt mir ihren Stick in die Hand. „Frl. Krise, ich hab voll Angst,“ sagt sie dann. „Meinen Sie ich kriege doch Ausbildungsplatz?“ Ich sage ihr lieber nicht, dass ich auch voll Angst habe…

Solche Sorgen belasten Turgut nicht. Der ist heute mal wieder ausnahmsweise aufgeschlagen, mit ohne Schulsachen, nicht mal einen Stift hat er dabei. Er verdrückt sich gleich mit Fuat.
Später behaupten sie , bei der Berufseinstiegsbegleiterin gewesen zu sein. Die beiden werden nächstes Jahr garantiert von Maßnahme zu Maßnahme taumeln.

Auf noch jemanden bin ich stocksauer: Auf Hanna. Die fehlt. Ihr hatten wir ein Bewerbungsgespräch für heute Morgen vermittelt. Aber das habe ich kommen sehen – bis gestern hatte sie noch keine Bewerbung geschrieben.
„Ich komm nicht aus dem Knick!“ war ihre Begründung. „Schreiben Sie mit mir, Frl. Krise!“
„Gerne,“ habe ich gesagt, „aber nur, wenn du jetzt sofort damit anfängst. Ich setz mich nicht mit dir vor ein leeres Blatt!“ Und dabei blieb es…

Mehtab und Jasmin kommen von der Berufsberaterin zurück. Sie sind empört. Die hat ihnen schon wieder gesagt, dass ein Kopftuch die Ausbildungsplatzsuche auf jeden Fall erschwere.
„Nie zieh ich mein Kopftuch aus!“ sagt Jasmin, „Am liebsten würde ich sogar so langen schwarzen Mantel tragen!“
„Jetzt übertreib mal nicht!“ sage ich, schließlich ist ihre Mutter deutsche Muslima(?) und die trägt noch nicht einmal ein Kopftuch.

„Ich übertreib doch nicht!“ sagt Jasmin kopfschüttelnd.
„Wissen Sie das nicht, Frl. Krise? In jede Perle steckt eine Muschel!“

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58 Antworten zu Mühsam nährt sich das Eichhörnchen….

  1. Wild Flower schreibt:

    Das verdrehte Sprichwort ist gut. Daran werde ich denken müssen, wenn ich demnächst wieder Bewerbungen um Ausbildungsplätze durchsehe und die Hälfte von Maßnahmenbesuchern und extrem spätabbrechenden Studenten stammt… 🙂

    • Füssi schreibt:

      Sind beide Gruppen gleich chancenlos?

    • heini schreibt:

      Wie sieht denn die Arbeitsmarktsituation für extrem spät abbrechende Studenten aus?

      In meinem Bekanntenkreis sind einige weniger solche. Sie haben angefangen zu studieren, dann wenig Motivation, innerhalb von Jahren (sic) zahlreiche Halbtagsjobs (aber ohne reguläre Ausbildung), dann mit Ende 20/ Anfang 30 festgestellt, dass es nichts mehr wird (einer sogar mit abgeschlossenem ersten Studienabschnitt, was es ja heute eigentlich nicht mehr gibt).

      Sie finden absolut nichts dauerhaftes. Ausbildungsplätze will ihnen keiner anbieten, Aushilfsstellen finden immer mal wieder statt, sind aber meist‘ schlecht bezahlt und befristet. Einige sehr Glückliche haben auf die Art was dauerhaftes gefunden, die meisten landen immer mal wieder bei ALG2, praktisch perspektivlos. Aufgrund des Alters gibt es natürlich keine regulären Maßnahmen mehr.

      Nun kann man – zurecht – anmerken „selbst schuld“. Mir ist bisher nichts gescheites eingefallen, wie man da aktiv unterstützen kann.

  2. die Schmith schreibt:

    Ja, ich mag diese Perlen mit Muscheln drin richtig gern. Die sind so schön größ.

    Ich verstehe allerdings immer noch nicht, was am Kopftuch störend sein soll. Hier laufen immer noch alte Omis rum, die Kopftuch tragen. Und das haben die so scheußlich vorn unterm Kinn zugebunden. Und dazu tragen sie gern längere Röcke und relativ weite Mäntel. Wenn die nicht so alt wären, würde man die doch sicher trotzdem als Azubinen nehmen, oder?

    • RogueEconomist schreibt:

      Sowas nennt man landläufig Diskriminierung. Das ist jetzt kein großkotziges „It’s discrimination, stupid!“ sondern einfach nur der Hinweis, dass Diskriminierung immer und überall stattfindet und sich niemand von uns davon freimachen kann, sowas nicht auch mal dann und wann zu tun. Das geht los bei dem Gedanken „Ist ja mal wieder typisch!“ wenn Murat und Volkan im Bus laut Theater machen (obwohl Kevin und Marcel mindestens genauso nerven können) und geht weiter bei Mädels, die sich mit Kopftuch vorstellen…

  3. Jürgen schreibt:

    Ausreichend Ausbildungsstellen ja, aber leider nur für qualifizierte SchülerInnen und solche mit den berühmten Schlüsselqualifikationen…

  4. Emi schreibt:

    Ja cool das ist mein Lieblingsessen: Frische Perlen nur die Muscheln stören so beim kauen 😀

  5. Mel schreibt:

    Ohje, ganz schön schwierig das alles…

    An Sie musste ich heute sogar mal wieder denken, bzw. an Ihre Klasse. Mein spezieller Nachhilfeschüler fragt mich derzeit nämlich fast jede Woche danach, was ein Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder gar Abitur ist und was man davon hat, und ob einem nicht das Gehirn platzt wenn man so viele Stunden Prüfung schreibt…und ob man überhaupt einen Schulabschluss braucht….
    Heute kam er sogar mit der Frage an, was ein Praktikum ist , wie das geht und wann man das macht! Er ist in der 6. Klasse Gesamtschule…wer weiß, vielleicht hat er es ja bis zur 9. oder gar 10. verstanden? Und auch Motivation (die anhält?)
    Allerdings ist es wirklich etwas anstrengend und auch nervend, immer das gleiche sagen zu müssen…Weil heute endlich mal ein paar Vokabeln hängen geblieben sind, die wir schon seit über 3 Wochen üben, habe ich aber Hoffnung. (Es war wirklich unglaublich wie man sich auf einmal wie irre freuen kann wenn er plötzlich etwas kann, was er ewig nicht konnte! Nur leider…wenn es so weiter geht, dann wird das aber nichts mit Realschulabschluss oder so. 😦 So toll die Minierfolge manchmal auch sind *seufz*).

  6. medintercourse schreibt:

    In jeden Perle steckt einen Muschel. Ohhh, natürlich 😀

  7. sakasiru schreibt:

    Irgendwie frag ich mich grade, ob es wirklich sinnvoll ist, die Jungs auch nach der Schule mit irgendwelchen Maßnahmen weiterzubetütteln. Werden die wirklich jemals im Ernst des Lebens ankommen, wenn man sie immer wieder am Händchen nimmt? Ich glaube nämlich, dumm sind die nicht, denen brennst nur nicht heiß genug unterm Hintern, um selbigen hochzukriegen, weil da alles immer so nett gepolstert wird.

    • Jürgen schreibt:

      Da ist was dran, mit dem Polstern. Wir denken auch, dass wir manchmal zu viel fördern…

    • die Schmith schreibt:

      Elf Jahre Schulpflicht haben sie trotzdem, und wenn sie nicht sitzen bleiben, dann müssen sie noch irgend eine Form des Unterrichts das eine Jahr nach der Schule kriegen. Was ist da anscheinend völlig egal. Aus meiner alten Klasse waren nach der Zehnten noch ein paar Schüler ohne Ausbildung/Schule und die wurden dann in irgendeine Berufsschulklasse gesteckt. Einfach da, wo noch Platz war. Die hatten also immer dann Unterricht, wenn diese Azubis Unterricht hatten und ansonsten sollten sie sich halt weiterhin um Ausbildung bemühen. Haben aber alle noch was gefunden. Sie sind nur später in die Lehrstellen reingestolpert.

  8. Mike schreibt:

    Schwierig, schwierig. Was kann sich verändern, dass eine Schullaufbahn nicht auf diese hoffnungslose Weise endet? Wenn ich’s wüsste…

    Deutlich wird mir, dass diese Schüler Schiss vor dem Leben da draußen haben: lieber gar keine Bewerbung schreiben als eine Abfuhr oder auch nur die Frage zu kassieren, was sie sich bei den häufigen Fehlzeiten gedacht haben.

    • frlkrise schreibt:

      Ja, genau! Deswegen wollen sie auch am liebsten die Zehnte wiederholen und am allerliebsten bei uns!

      • Der Mathehügel schreibt:

        Obwohl viele Schüler sich in Ihren diversen Praktika extrem gut machen. Manchmal wünschten wir uns, die wären in der Schule so brav wie im Praktikum.
        Unsere Extremkids haben alle Bombenbewertungen, aber Bewerbungen schreiben????
        Voll ÖDE!

      • rhadamanthys schreibt:

        Das ist schön für Euch, daß Ihr netter seid als das richtige Leben. Aber das erhöht die Schulkosten dieser Leute um mindestens 10%, ohne daß ein Mehrwert erkennbar ist. Vielleicht wäre ein wenig mehr Zwang dann doch sinnvoll. Die Schule kann das wahrscheinlich nur schwer leisten, aber die Koppelung des Kindergeldes an den regelmäßigen pünktlichen Schulbesuch wäre sicher hilfreich. Das Hauptproblem wäre dabei sicher, daß sich die Anwälte wie die Geier auf jeden Fall stürzen würden.

      • RogueEconomist schreibt:

        „Die Schulkosten erhöhen sich um 10%“ kann ich jetzt so nicht stehen lassen. Heizkosten, Miete und sonstige Dinge müssen bezahlt werden, egal ob pro Jahrgang 20 Kiddies wiederholen oder nicht. Die Personalkosten bleiben auch gleich, Frl. Krise, Jürgen und Frau Freitag werden bezahlt, egal ob sie sich vor 5 oder 25 Kindern abmühen. Davon ab sollten die Ausgaben, die das Land pro Schüler zahlt (sei es für Lehrkörper oder Heizkörper), theoretisch über Steuern wieder zurück ins System kommen… Und wenn wir jetzt ganz gehässig werden, vergleichen wir die Opportunität, die der Staat hat: Ob der Staat im schlimmsten Falle mit Transferleistungen pro Kopf günstiger kommt anstatt eine Weiterbildung zu finanzieren? Ich weiss es nicht.

  9. Ulla 39 schreibt:

    Umwerfend: „In jede Perle steckt eine Muschel“!!
    Umgekehrt kann man allerdings nicht sagen, daß in jeder Muschel eine Perle steckt.

  10. lotzi92 schreibt:

    Es gibt leider nur mehr Muscheln ohne Perlen als mit.

  11. S. Van Lure schreibt:

    In jede Perle steckt eine Muschel! 😉

  12. Casey schreibt:

    Hallo Frl. Krise!

    Ich bin eine neue Stammleserin von Ihnen und Frau Freitag, habe es aber noch nicht geschafft, alle alten Artikel zu lesen (Vielleicht steht dort ja die Antwort zu der nachstehenden Frage bereits drin).
    Ist es wirklich so schwierig, fuer Ihre Schueler, die deutsche Sprache zu lernen? Sicherlich haben Sie ein bisschen uebertrieben (kuenstlerische Freiheit usw.), aber manchmal frage ich mich wirklich…
    Wie lange sind die Eltern schon in Deutschland oder sind die bereits in D geboren? Gibt es keinen Unterricht speziell fuer Kinder auslaendischer Eltern? Ich selber lebe seit einigen Jahren in den USA und mein Sohn ist gerade in den Kindergarten gekommen (ist hier Pflicht und eigentlich schon wie richtige Schule mit Hausaufgaben, schreiben und lesen lernen). Da die Schule bereits vor der Einschulung fragt, welche Sprachen zu Hause gesprochen werden, wussten die Lehrer, dass mein Sohn zweisprachig aufwaechst und er musste sofort einen Test machen, damit eingeschaetzt werden konnte, ob er speziellen Unterricht zur Erlernung der englischen Sprache benoetigt.
    Wenn ich Auszubildende einstellen muesste, wuerde ich es mir zwei Mal ueberlegen, bevor ich jemanden nehme, der noch nicht mal vernuenftig die Landessprache sprechen bzw. schreiben kann.
    Trotzdem wuensche ich Ihnen und Frau Freitag weiterhin viel Geduld. Steter Tropfen hoehlt den Stein.

    • frlkrise schreibt:

      !. Ich übertreibe nicht.
      2. Alle Schüler sind in D geboren, die meisten Eltern auch.
      3. In ihrem Umfeld gibt es kaum „Bio-Deutsche“, in unserer Klasse gibt’s nur eine.
      4. Niemand in ihrer Umgehung spricht wirklich „Standard-Deutsch“
      5.Es handelt sich um eine sog. Kiezsprache o. auch Jugendsprache, wenn sie sich bemühen, geht es etwas besser.
      6. Wer wird ausgehöhlt?

      • Anka schreibt:

        Zu 6.) Wahrscheinlich eher die Lehrkräfte.
        zu Casey:
        Das hier beschriebene ist leider allzu oft Realität. Nicht nur an Frl. Krises Schule.
        So etwas wie Toefl-Tests muten wir ja sowieso niemandem wirklich zu. Sprachunterricht z.B. für Importbräute oder -bräutigame wird zwar angeboten, kann aber ohne besondere Konsequenzen wieder abgebrochen werden (und das wird er auch oft!)
        Wir zwingen niemanden, unsere Sprache zu lernen oder gar dafür zu sorgen, dass seine Kinder diese Sprache rechtzeitig lernen. Der Kindergarten ist freiwillig und kostenpflichtig.
        Wir haben es einfach nicht so mit Zwang.
        Wir setzen, wann immer es geht, auf Freiwilligkeit.
        Egal wie uninformiert oder auch unwillig unser Gegenüber ist.
        Das kostet erst einmal weniger, es ist bequemer und – ganz wichtig – man macht sich als Entscheidungsträger bei niemandem unbeliebt.
        Ich finde die Geschichten hier und die vergleichbaren, die ich anderswo höre höchst amüsant, ja, aber mir bleibt auch immer häufiger das Lachen im Hals stecken, wenn ich darüber nachdenke, welche Folgen dieses in meinen Augen unselige Laisser-Faire für unsere Kinder haben wird.
        Und damit meine ich explizit alle Kinder!
        Die, die dabei auf der Strecke bleiben und auch die zukünftigen „Leistungsträger“, die für die Folgen der heutigen Versäumnisse aufkommen müssen.

    • praktikantin schreibt:

      Ich bin normal deutsch und spreche eigentlich Hochdeutsch, aber… seit ich die Blogs von Krise & Freitag lese und selber an der Schule bin habe ich da einen Verdacht: das seltsame Kauderwelsch der Migrantenkinder ist eigentlich eine total funktionierende Sprache die sogar ihre eigenen Grammatikregeln hat. Wenn man dem nämlich immer wieder ausgesetzt ist, fängt man irgendwenn selbst an so zu reden. Das ist wie wenn man lange immer nur Englisch hört und spricht, dann fängt man auch an ganz komische Grammatik zu haben wenn man Deutsch sprechen will…

      • KleinFrodo schreibt:

        Klar sprechen die Schüler eine funktionierende Sprache und kein Kauderwelsch, denn wenn man drüber nachdenkt ist Sprache ja ein Kommunikationswerkzeug. Warum etwas benutzen, dass nicht funktioniert? Ein Sprachgeschichteseminar ist zu dem Thema sehr interessant ^^

        Und an alle die unbedingt unser großartiges Kulturgut Hochdeutsch retten wollen 😉
        (Keine Angst vor dem Titel, es handelt sich um ein Plädoyer gegen den NPD-Antrag)

  13. Ich eben wer sonst schreibt:

    „Ich will Hotel…“
    1) Na dann soll sie sich mal anstrenngen die Gute um ihr „Hotel“ zu bekommen
    2) Hier wird nichts gewollt

  14. Neuer Leser schreibt:

    Ich kann Ihre Schüler beruhigen: In meiner Branche (Informatik) ist man morgens nie zu spät, nur abends!

  15. Jonas schreibt:

    Ich vermute, die Anstrengungen würden ganz anders aussehen, sowohl von den Kindern selbst als auch von der Unterstützung und Motivation der Eltern her, wenn nicht im Hintergrund immer „Ich werd arbeitslos, voll geil ey“ locken würde. Das als Fallback, vor allem bei den niedrigend Verdienstaussichten während der Ausbildung? Und dann womöglich in dritter Generation mit Vollversorgung durch’s Amt? Ich bin beeindruckt, dass manche überhaupt Bewerbungen schreiben.

  16. Tades75 schreibt:

    So lustig das alles auch zu lesen ist … irgendwie ermüdet und deprimiert mich das …
    😦

  17. In jeder Perle ist eine Muschel…..wusste ich es doch!!!

  18. Dievommond schreibt:

    klasse geschrieben! Ein sehr guter, unterhaltsamer Blog! Aber es ist schwer, das RSS zu finden…liebe Gruesse aus Shanghai!

  19. Till schreibt:

    Denken Sie an dei alte Großkanzleiweisheit: „Nur unter Druck wird aus Kohle ein Diamant.“ 🙂

  20. heleum schreibt:

    Wie ist denn das mit den Befreiungen aus „familiären Gründen“? Bei uns bekommt man grad mal so ne Befreiung, wenn jemand nahverwandtes stirbt oder man umzieht. Ansonsten geht da nix… Aber es gibt vermutlich einfach kein „Druckmittel“ um solche Befreiungen abzulehnen, oder?

  21. lilalotus schreibt:

    Hihi und wenn die lieben Kleinen dann im nächsten Jahr von „Maßnahme zu Maßnahme“ taumeln, dann landen sie wohl bei mir! 🙂

  22. Inch schreibt:

    So lustig ich den Blog bisher fand, so deprimierend finde ich es zu lesen, wenn es hier um die Zeit nach der Schule geht und wie wenig die Kids motiviert sind.

  23. PeterLe schreibt:

    Das mit dem Kopftuch kann ich mir schon vorstellen, gilt aber nicht für mich und für Andere zum Glück auch nicht, wie der Shoppblogger aus Bremen beweisst: http://www.shopblogger.de/blog/archives/12723-Ein-Frauenbild,-das-dem-Westen-entspricht.html
    Aber die Fehlzeiten und Verspätungen kann ich DICK unterstreichen. Sortiere ich auch gnadenlos aus. Wieso soll ich viel Zeit und Geld in jemanden investieren, der unzverlässig ist. Noten kommen erst in der zweiten Stufe der Beurteilung.

  24. aprikaner schreibt:

    in jede Perle steckt eine Muschel *kicher* voll schön aber echt….

  25. Olaf schreibt:

    Das muß jetzt einfach sein:

    Auch wenn in jede Perle eine Muschel steckt, auch wenn Frollein Krise immer wieder muttiviert, es hilft nichts, den Sand in den Kopf zu stecken, weil es dann auch nur zwischen den Knirschen zahnt.
    (Das ist zum Teil frei nach Lothar Mattäus – vielleicht hilft es als abschreckendes Beispiel ? 😉 )

  26. despicable me schreibt:

    Hab den Blog erst jetzt entdeckt und lasse mich hier gerne nieder. Hab den Link gleich mal an drei Freundinnen weitergeschickt, die gerade fröhlich vor sich auf der Uni herumlehrämtlern. Die sollen ruhig wissen, was die vor sich haben. Ich persönlich hege keinerlei Wünsche, mich beruflich mit Kindern bzw. Jugendlichen zu beschäftigen. Gestern habe ich eine Ethikklasse durch eine Ausstellung geführt und muss sagen: Schülerführungen – nie wieder! Ich bilde mir echt ein, dass ich in dem Alter viel interessierter war…

  27. Helmut schreibt:

    Achtung, Kalauer:

    Wenn die doch immer unpünktlich sind, können sie doch immer noch Lokführer werden

    🙂

  28. uhupardo schreibt:

    Ich lese diesen Blog „voll gerne“, wirklich. 🙂 Nicht selten fällt mir dabei dieser TV-Bericht ein, ich weiss nicht mehr, um welche Schule es dabei ging. Darin bereitete der Lehre die Schüler gewissenhaft und zielstrebig auf HartzIV vor, weil er das als seine Aufgabe ansah: „Ich soll die Schüler auf ihre Zukunft vorbereiten – das ist ihre Zukunft!“

    Eine böse Aussage, die aber leider in vielen Fällen zutrifft, weil das System nichts anderes zulässt. Immer weniger Arbeitsplätze sind systemimmanent!

    Ich würde mich sehr freuen, wenn wir endlich zu dem Punkt kommen, konstruktiv ein Modell zu entwickeln, das wirklich Zukunft bieten kann. Wie zum Beispiel dieses hier:
    http://uhupardo.wordpress.com/2011/11/06/serie-der-tag-nach-dem-crash-teil-1-das-bandbreitenmodell/

    Saludos del Uhupardo

  29. Jörg schreibt:

    Was ich schon immer ‚mal fragen wollte, arbeiten Sie in einem Auffangbecken der Gesellschaft?
    Bewundernswert, wie Sie es schaffen, die Motivation NICHT zu verlieren. Die Motivation, jeden Morgen aufzustehen, zu wissen, mit welchen frustierenden Erlebnissen sie zu kämpfen haben werden (v.a. wenn frau ihren Beruf ernst nimmt) und dennoch jeden Morgen mit einem Lied auf den Lippen den Weg zur Arbeit einzuschlagen. Meine Hochachtung. Ich glaube, mehr noch, ich weiß es, dass ich es auf die Dauer nicht könnte.

  30. Herb Schnieder schreibt:

    Diesen Rötzlümmeln und ihren Eltern gehört einmal ordentlich in den Hintern getreten! Was soll denn nur aus diesen Versagern werden? Mir graust es!

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