Warten auf die Winterzeit

Wisst ihr, was abgesehen von einer Rückenmarkspunktion, so ungefähr das letzte ist, was ich brauche?
Dunkelheit beim Aufstehen!
Es soll hell sein morgens! Die Blätter sollen grün sein, die Vögel sollen zwitschern und es soll egal sein, ob das Rücklicht an meinem Fahrrad kaputt ist oder nicht.

Letzte Woche habe ich irgendwo gelesen, dass die deutsche Durchschnittsfrau um 7.40 voll gestylt das Haus verlässt.
Da sieht man’s mal wieder! Ich bin keine Durchschnittsfrau!
Ich gehe, nein, stürze nämlich schon immer um 7.30 voll gestylt aus der Haustür und schwinge mich auf mein Rad.
Gott sei Dank kommt bald die Umstellung auf die Winterzeit. Dann darf ich die Uhr vor –oder zurückstellen – wer weiß das schon so genau – und kann eine Stunde länger schlafen. Wenn das nicht voll hollywood ist!
Heimlich hoffe ich, dass die ewigen Zuspätkommer, z. B. Aynur und Hanna, die Umstellung am Stichtag verpeilen und viel zu früh kommen und sich in ihre hübschen Knie beißen!
Aber wie ich die kenne, gehen die dann wieder nach Hause, legen sich gemütlich hin und kommen beim zweiten Anlauf zu spät mit der coolen Ausrede, sie wären zu früh aufgestanden.

Am Freitag hörte ich, wie sich zwei Schülerinnen aus der Neun über die Zeitumstellung unterhielten:

Betül: „ Ist dies Wochenende Winterzeit oder nächstes?
Lara: „Hä, Winterzeit?“
Betül: „ So mit Uhr verstellen morgens, nee, abends!“
Lara: „ Hm. Keine Ahnung! Machst du da mit? Ich nicht!“

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53 Antworten zu Warten auf die Winterzeit

  1. EDVler schreibt:

    Zur Zeitumstellung gibts ne nette englische Eselsbrücke: „Spring forward, Fall back“..

  2. Personal Trainer Kiel schreibt:

    Die Nacht hat doch ihre eigenen Reize, sprich die Dnkelheit am Morgen und dazu die Geräuschkulissen. ;P Wenn es immer hell morgens wäre, dann wüßtest Du es doch nicht mehr zu schätzen?! 🙂

  3. Bouquinesse schreibt:

    Erster!
    Für die Winterzeit-/ Sommerzeit-Frage gibt es zwei hübsche Eselsbrücken.
    1) Frühling = engl. „Spring“ -> der Zeiger der Uhr springt um eine Stunde vor; Herbst = engl. „Fall“ -> der Zeiger fällt um eine Stunde zurück.
    2) Im Frühling stellt man die Gartenstühle (oder den Zeiger) VOR das Haus, im Herbst bringt man sie (oder den Zeiger) wieder HINTERS Haus.

    … half das? 😉

  4. rhadamanthys schreibt:

    Wieso ist das bemerkenswert? Wenn ich die bisherigen Beiträge so lese, dann sind sowieso einige Schüler in einem Paralleluniversum, das manchmal Durchdringungen mit krisengeschüttelten Klassenzimmer aufweist.

    rhadamanthys

  5. Isthmus von Tehuantepec schreibt:

    Aboo 7.30… Fahr ich mit mein Fahrrad schon 6.15 los. Morgens hell? Kenn ich garnicht… Fühlst dich besser jetzt, Frl. Krise?

    • frlkrise schreibt:

      ist ja grässlich! Mein volles Mitgefühl!

      • Sternchen schreibt:

        Also ich fahre zwar nicht mit dem Fahrrad, aber ich fange schon morgens um 4 Uhr an! 😉

      • Emi schreibt:

        WAS???? Ich muss um 4:30 aufstehen, nen schnellen Kaffee, fertig machen und um 5 aus dem Haus damit ich 5:20 auf der arbeit bin um dort bis 5:30 noch „gemühtlich“ einen Kaffee zutrinken. Man habt ihr ein schönes Schlafleben 😉

  6. Annabell schreibt:

    Ich schließe mich an, früh hell kenn ich nicht. 5:00 aufstehen, 5:45 bin ich zur Haustür raus, 6:00 bin ich auf Arbeit. Welche Hässlichkeit hat denn diese glorreiche 7:40 Uhr Statistik aufgestellt?

    • IWe schreibt:

      Sicher niemand, der im Schichtdienst arbeitet und die Realität von Frühdienst kennt. 7.40 h hört isch nach Gleitzeit im Büro- und Verwaltungsbereich an.

    • jene schreibt:

      In dieser Statistik sind ja auch all jene mit eingerechnet, die irgendwann um 10:00 mal loszockeln zum einkaufen.
      Abgesehen davon: „Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!“
      😉

    • pompier schreibt:

      Die haben mich da mitgerechnet – 8.00 Uhr aufstehen, 8.30 Uhr auf’s Rad, 8.45 Uhr auf Arbeit. 😉

    • Gelegenheitsschläfer schreibt:

      Es gibt Leute, die erst um 10 auf der Arbeit sind und bis 20 oder 21 Uhr arbeiten. Dazu noch einmal pro Woche ein Update/Anpassung in der Zeit ab 0 Uhr bis 2 Uhr (wenns gut vorbereitet ist oder 4, 5, 6 Uhr (wenn gründlich geschlampt wurde), dies allerdings im Wechsel.
      Wäre dir das lieber?

  7. RogueEconomist schreibt:

    Man muss ja auch nicht jeden Scheiß mitmachen. Winterzeit, voll Mainstream und so.

  8. Inch schreibt:

    Hahaha *schenkeklklopf* Lara macht nicht mit? Kommt sie jetzt jeden Morgen eine Stunde zu früh?

  9. Seifenfrau schreibt:

    früh – dunkel – kalt – gestylt.
    Bilden Sie einen sinnvollen Satz aus diesen Worten!
    (= schwerer Test)

    • Olaf schreibt:

      „Es ist noch unendlich f.r.ü.h. am Tage heute hier in Deutschland in meiner speziellen Stadt und es ist um diese Zeit noch d.u.n.k.e.l und k.a.l.t, so daß ich mich nur unter diesen Umständen g.e.s.t.y.l.t (ge:[stailt:] auf den Weg und auf dem Fahrrad in die Schule zu meinen wunderbaren und tollen und engagierten Schülern und Schülerinnen machen kann…
      Ist das o. k. so ?

    • EDVler schreibt:

      „Wenns früh noch dunkel ist und kalt bleiben Selbständige EDVler un-gestylt gerne bis Mittag im Bett liegen.“ – Sehr sinnvoll dieser Satz 🙂

  10. goldfischmama schreibt:

    Ich merk mir das mit der Uhrumstellung immer so: Im Frühjahr werden die Bistrotische VOR das Café gestellt, im Herbst wieder ZURÜCK in den Keller.

    Trotz Eselsbrücke könnte ich aber gerne auf den Zirkus verzichten. Die Kinder sind immer total aus dem Rhythmus, insbesondere im Frühjar, und einige Tage zu nichts zu gebrauchen.

  11. oachkatz schreibt:

    Die überhörte Konversation bietet mir einen völlig neune Lebensentwurf. Ich mach da einfach auch nicht mehr mit, sollen doch die anderen am Zeigerdrehen, was sie wollen. Mein kleines Kind sagte vor ein paar Tagen zu mir: „Warum muss ich denn nachts aufstehen?“ Definitiv meine Gene.

  12. notizbuchfragmente schreibt:

    WAS!?!? Wie kann denn jemand FREIWILLIG auf eine Stunde zusätzlichen(!!!) (okay, ja eigentlich nicht) Schlaf verzichten??
    Mag es auch nicht, wenn das morgens noch so dunkel ist – und nass und kalt … Und mein Bett noch sooo schön muckelig warm …
    Ich weiß schon, warum ich mir die aufwändigen Sachen ins Sommersemester gelegt habe. 😉

  13. Mango schreibt:

    Ich muss auch 6:45 das Haus verlassen. Und aufstehen… das ist zur Zeit richtig bäh, dunkel und kalt. 7:40 aus dem Haus kann ich mir als Durchschnitt auch gar nicht vorstellen.
    Fangen nicht die meisten Firmen so gegen 8:00 an?

  14. Hajo schreibt:

    „Machst du da mit? Ich nicht!“
    na also, vielleicht wird zumindest einer Deiner Wünsche wahr
    (is‘ ja auch bald Weihnachten 😀 )

  15. Ellen schreibt:

    Hmpf. Ich glaube, das mit dem früh Aufstehen wird mir im Referendariat (und im Lehrerberuf) am schwersten fallen. Wer auch immer sich einen Lebensrhythmus ausgedacht hat, der es verlangt, dass man um 6:00 aufsteht, war mit Sicherheit ein Sadist.

  16. Sany schreibt:

    Na da bin ich aber auch kein Durchschnitt.
    05.45 Uhr aufstehen, 06.00 Uhr Töchterlein wecken, 06.50 Uhr verlassen wir beide das Haus und um 07.00 Uhr schlag ich schon im Büro auf.
    Top gestylt?? Da müsste ich ja um 05.00 Uhr aufstehen^^ Da schlaf ich lieber 😉

  17. Blüte schreibt:

    Ich schließe mich Lara an, ich mach die Umstellung einfach nicht mit, jawoll. Bei jeder dieser elenden Umstellungen gerät der Rhythmus meines Kindes völlig durcheinander und meiner mit. Jetzt werde ich sie wieder ewig „ziehen“ müssen, damit sie nicht schon um 18 Uhr ins Bett geht, um dann um 5 Uhr morgens putzmunter zu sein. Da ist es dann übrigens auch dunkel…..
    Blüte

  18. S. Van Lure schreibt:

    Also zu Lauras frage: ich denke ich werd da schon mit machen wenns so weit ist. gruppenzwang uns so:p, außerdem bin ich für jede stunde länger schlafen die sich raushauen lässt;)

    bald wird es sogar noch schlimmer mit der dunkelheit. da wird der großteil der leute in die arbeit fahren wenns NOCH finster ist und raus kommen wenns SCHON WIEDER dunkel ist. das wird furchtbar!

  19. Jardinera schreibt:

    Meine persönliche Rettung zur Frühschicht: Wecker (um 3:00) mit Sonnenaufgang. Hilft echt!

  20. flosch schreibt:

    Gut, dass ich keine Frau bin, sonst wäre ich schuld, dass die Statistik nach hinten ausschlägt. 😉 Bin nämlich selten vor 9:30 aus der Tür. Dafür komme ich ab Oktober meist nicht mehr im Hellen nach Hause… und das ab nächster Woche auch nicht besser.

  21. Panama Jack schreibt:

    Lara ist nicht zufällig Russin, oder?

    http://www.zeitumstellung.de schreibt nämlich:
    „In diesem Jahr (2011) findet nun das letzte Mal die Umstellung auf die Sommerzeit statt, danach wird die Zeitumstellung in Russland abgeschafft, das Land verbleibt dann in der Sommerzeit.“

  22. die Schmith schreibt:

    Ein bisschen freue ich mich ja auf die Zeitumstellung. Dann ist mein Rhythmus vielleicht nicht mehr so arg durcheinander. Allerdings wirds dann auch viel früher dunkel. Eigentlich ein schlechter Tausch. Dann doch lieber morgens düster, als abends/nachmittags.

    Wenn ich daran denke, dass ich oft kurz nach sechs in Kinderkrippe/Kindergarten/Frühhort war und meine Mutter halb sieben anfing (im Büro) zu arbeiten… Also darauf kann ich auch getrost verzichten. Aber das war eben so in der DDR. Der Unterricht begann zur ersten Stunde bei uns um sieben. 😐

    7:40 Uhr kommt bei mir jetzt sogar fast hin. Meist bin ich ein paar Minütchen später wirklich aus dem Haus und komm dann locker vor halb neun auf Arbeit an. Bis vor Kurzem konnte ich mir ja noch den Luxus erlauben erst kurz nach acht aufstehen zu müssen. 😉

  23. Xandi schreibt:

    interssanter artikel……
    xD

  24. Elshalom schreibt:

    Das kann funktionieren!
    Meine Schwiegereltern auf dem Land (beide um die 70) stellen die Zeit auch nie um.

  25. Bibi schreibt:

    es gibt einen tollen englischen merksatz, mit dem selbst ich jetzt endlich den unterschied zwischen SZ und WZ gepeilt habe, nämlich „spring forward, fall back“

    vielleicht hilft der ja 😉

  26. christaschule2010 schreibt:

    Lara ist wohl noch in der Pubertät. Alles out was die Großen tun. Dann viel Spaß beim zu früh in der Schule auftauchen.

  27. Wiebke schreibt:

    Mist, im Herbst habe ich immer (!!!) Nachtdienst und muss dann statt 10 Stunden 11 Stunden arbeiten, ist auch jetzt wieder gebongt, so gemein! Ist aber Murphy´s Gesetz. 🙂

    Grüße

    Wiebke

  28. frau freitag schreibt:

    wann ist denn nun diese behinderte winterzeit? habe ich noch gar nicht auf dem schirm. man kann sich doch auch nicht alles merken: gesamtkonferenz, studientag, klassenkonferenz, fachkonferenz, keine zeit, wenig zeit, sommerzeit, winterzeit…

  29. RogueEconomist schreibt:

    Sehen sie vorallem ihr Fahrrad von der positiven Seite: Ich spiele morgens um 7 Uhr Reise nach Jerusalem mit zuvielen anderen Leuten um zuwenig Sitzplätze im Zug. Der Sitzplatz auf ihrem Rad gehört immerhin ihnen allein.

  30. Problemschüler schreibt:

    Großartiger Beitrag Frl Krise!
    Vielen Dank für das mir bereitete Lächeln! 🙂

  31. nehalennia schreibt:

    Ganz ehrlich: ich könnt auf die Winterzeit echt verzichten – Sommerzeit forever! „Za wos“ es die Winterzeit gibt, werd ich nie kapieren: abends um eine Stunde früher finster – wo bleibt da die vielgerühmte Energieersparnis??? Oder war das umgekehrt gemeint?? Völlig egal – ich plädiere uneingeschränkt für Sommerzeit!

  32. fast-wurzelkind schreibt:

    Eigentlich will ich da auch seit Jaaaaaahren nicht mitmachen, klappt aber irgendwie nicht, die andern schwimmen mit dem Strom! Oder ich zieh aufs Land….? Das isses… voll Jäckpott!

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