Ömürs dickes Problem…

Wir schlurfen durch die schwüle Mittagshitze zu einer technischen Einrichtung, die wir besichtigen sollen. Das ist Teil des Projekts. Was das mit Berufsorientierung zu tun haben soll, will sich mir nicht ganz erschließen! Ich frage also nach und Herr Hänlein lächelt verlegen und erzählt, dass die Werkstätten, die wir eigentlich besuchen sollten, gerade nicht zur Verfügung stehen, wegen Prüfungen.
Aha.
Herr Hänlein kann nichts dafür, er ist ja nicht der Leiter der ganzen Angelegenheit und es gefällt ihm auch nicht. Das macht ihn mir wieder sympathischer…der Ärmste hat es auch nicht leicht, denke ich, nein…ich nöchte nicht mit ihm tauschen…
Wir beide sind mit acht meiner Schüler unterwegs. ACHT! Nicht zu glauben! Gut, drei sind krank gemeldet…aber was ist mit den anderen los?
Ich ärgere mich und sage etwas ungnädig zu Ömür: „Wo warst DU denn gestern? So oft kann man doch nicht krank sein!“
„Ich war Krankenhaus,“ sagt Ömür und sieht mich mit aufgerissenen dunklen Kulleraugen an.
„Ich hatte blutigen Durchfall!“
„W A S hattest du?“
„Ja, blutigen Durchfall, aber ich hatte nicht EHEC!“
„Echt jetzt! Du kannst einen aber erschrecken!“
„Ja, wa?“ Ömür ist sehr zufrieden mit der Wirkung seiner Krankengeschichte.
„Frl. Krise und wissen sie was? Ich komme so rein in Krankenhaus bei’n Arzt und der guckt mich an und sagt:’Du weißt schon, dass du Übergewicht hast? Du musst abnehmen! Unbedingt!’ Ich soll 30 kg abnehmen!“
„Dreißig Kilo!“ Ich bin entsetzt.
„Dann wiege ich nur noch 50 Kilo!“ Ömür schüttelt den Kopf.
Er ist ziemlich klein , aber 30 kg kommt mir sehr viel vor. Wie soll er das denn schaffen?
„Ich finde, 20 kg sind genug!“ sagt Ömür .
„Dann kam noch Ärztin, die hat auch gesagt, ich muss abnehmen. Ich hatte doch andere Probleme, aber sie haben immer nur von Abnehmen gesprochen.“
„Was hattest du denn nun eigentlich?“
„Das kam von Peperoni, das macht kleine Wunden in Darm. Und die bluten!“
Ich bin beeindruckt.
Wir müssen jetzt ein Stück Straßenbahn fahren und schweigen lieber.Darmprobleme in der Öffentlichkeit – das geht gar nicht.
Emre gibt eine Runde Plätzchen aus und Ömür trinkt Cola aus der Flasche.
„Ich soll nur noch Cola trinken, wenn ich mit Freunden zusammen bin, hat die Ärztin gesagt“, vertraut er mir an. Na, toll! Das wäre dann Montags bis Freitags von 8.00-16.00 Uhr.
Beim Umsteigen sage ich: „Du Ömür, wir können uns das Abnehmen teilen! Du nimmst 20 Kilo ab und ich den Rest.“ Ömür lacht und findet die Idee voll king.
„Ich habe nämlich gestern schon abgenommen,“ sage ich. „weil ich seit vorgestern abend nur weißen Jogurth essen konnte. Und ein paar Erdbeeren.“
„Warum machen Sie so, Frl. Krise?“
Ich erzähle Ömür, dass ich vorgestern abend Fisch gebraten habe und dazu ein paar Pilze . Das passte zwar nicht besonders zusammen, aber ich war zu faul, einkaufen zu gehen.
Ich aß alles auf und entdeckte dann auf dem leeren Teller in der Sojasauce schwimmend drei kleine gebratene M a d e n.
„IHHHHHH!“ schreit Ömür und Herr Hänlein guckt sich besorgt nach uns um.
„Ja…das war voll eklig!“ sage ich. „Ich konnte danach bloß noch weißen Jogurth essen. Obwohl es ja eigentlich albern ist…!“
Ömür hat vollstes Verständnis für mich. Er seufzt und klopft sich auf den Bauch. Der Bauch schwabbelt unter dem Poloshirt.

Die Führung dauert über eine Stunde. Wir schwitzen um die Wette und ich bin genau so glücklich wie die Schüler, als es vorbei ist. Die werden jetzt von mir entlassen und nutzen die Gelegenheit: Schnell zu McDoof, wohin sonst!
„Kommen Sie mit, Frl. Krise?“ fragt Emre mich.
„Ich muss zurück in die Schule,“ sage ich, „Zeugniskonferenz! Aber danke für die Einladung!“
„Gehst du auch mit?“ frage ich Ömür.
Er nickt und nimmt einen Schluck Cola.
„ Aber ich ess nix,“ sagt er und sieht ganz unglücklich aus.

Ich habe mir vor der Konferenz noch rasch ein dickes Käsebrötchen gekauft – ich musste an Ömür denken und schließlich isst der bestimmt auch gerade einen Burger….

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75 Antworten zu Ömürs dickes Problem…

  1. Ulla 39 schreibt:

    Ach Ömürcüğüm!

  2. Markus schreibt:

    Hallo Frl. Krise!

    Ich lese Ihren Blog erst seit kurzem – aber den muss ich unbedingt meiner Mutter empfehlen – die ist seit knapp 30 Jahren Hauptschullehrerin an einer Schule in der 75% der Schüler einen Migrationshintergrund haben und die Hälfte der restlichen Schüler entweder eine Lernschwäche haben, zu den „erziehungsschweren“ gehören oder mit ADHS gesegnet sind…

    Viele Grüße und weiter so!
    Markus 🙂

    PS: Ich muss doch noch kurz Korinthenkacken: Das „h“ bei Joghurt gehört hinter’s „g“ – und nicht hinter’s „t“…

  3. RogueEconomist schreibt:

    Das müssen aber eine Menge Peperonis gewesen sein…

  4. Wendy schreibt:

    Kleines dickes wirklich süßes Ömür…. wer braucht nen Adonis, wenn man so nen netten Schüler hat? Hey – Schönheit vergeht – Acker besteht! (wußten schon unsere Omas!)

  5. Hörzu schreibt:

    Ömür stell ich mir irgendwie knuddelig vor…

  6. Mrs. Porcelain schreibt:

    IIHHHGITTIII Maden! Wieviele haben Sie denn davon verspeist? Ist bestimmt gesund!

  7. toxic_blood schreibt:

    wie sagte schon mein vater: maden kann man essen, pures protein 😉
    ich verstehe es aber wenn man dieser viecher nicht essen will.

    ich bin ja malgespannt ob ömür abnimmt.

    p.s. ich weiss nicht, ob ich mich schon einmal gemeldet habe, lese aber seit einem guten halben jahr mit und mir gefallen die geschichten und ihr schreibstil sehr gut 😉

  8. Olaf schreibt:

    Hallo Frollein Krise,

    Ömür wiegt a.c.h.t.z.i.g Kilogramm ??? Oha, das macht mir Sorgen, bin ich doch mittlerweile ein erklärter Ömür- und Emre-Fan. Ömürs Ane nährt ihn wohl wirklich gut und er (fremd-)futtert vermutlich noch viel besser. Wäre ich Ernährungsfachmann („Ökotrophologe“), so würde ich diesen jetzt durch mich sprechen lassen: Maden, Heuschrecken, Würmer sind eiweißhaltig und gewöhnungsbedürftig, was eben deshalb dem Mittel der Wahl entspräche – vor allem, weil man länger braucht, um das Zeug dann wirklich zu mögen, am besten im Tellerdialog mit Pansenstreifen, Quallengelee und Darmzottenragout (bei mir wäre es vom Alter her gesehen ohnehin zu spät, da kann ich aber auch lässig auf einen BMI von ca. 22 verweisen).
    Hoffentlich ist es nichts schlimmes, was den pepperonigebeutelten Darm angeht. Sonst passiert womöglich noch das hier, was Herr Horst E. aus B. erlebt hat. Hier sein bedrückender Bericht ;-):

    Da tritt das Phänomen „Herr Hänlein“ (wo kommt der denn nun eigentlich her ??) dann wohl doch in den Hintergrund.

  9. frl. freizeit schreibt:

    Ihiii Maden, egal wie gesund. Dann doch lieber Peperoni, egal was die mit dem Darm machen! Hat er viele gegessen? Liebe Grüße

  10. Micha schreibt:

    Hihi, so einen Schüler gibt es auch an meiner Schule. grins. Ob das wirklich mit dem abnehmen klappt?
    Ihr blog ist einfach genial.

  11. andrea schreibt:

    Schön, dass ich da passend gestern auch das Buch „Kinderleicht abnehmen“ in der Hand hatte (natürlich nur in der Kramkiste, um die Schätze darunter freizulegen 😉 ) Hätt ich Ömür ja für ’nen Euro kaufen können 😉

  12. Nicole schreibt:

    *uah* Aber WO kamen denn nun bitte die Maden her? Mich gruselt es schon bei dem Gedanken.. uaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhh

    • frlkrise schreibt:

      Ich glaube, aus den champignons…

      • Ulla 39 schreibt:

        Ich fürchte, die Maden kommen aus dem Fisch, weshalb man Fisch NIE in der Mikrowelle zubereiten soll. ich gebe hiermit die Erfahrung anderer weiter, will mich ja nicht mit fremden Federn schmücken.

  13. Jardinera schreibt:

    Die „Maden“ waren vermutlich Würmer (Nematoden) aus dem Fisch, deshalb Fisch immer gut durcherhitzen oder vorher schockfrosten. Solange die Tiere (Würmer und Fisch) „gut durch“ sind, kann da nichts passieren. 😉

    • frlkrise schreibt:

      Nein, das waren Keine Nematoden, die sehen anders aus! Die sind winzig klein und mit bloßem Auge schlecht zu sehen. Das waren richtig große Viecher – jedenfalls neben Nematoden.

      • verwackelts schreibt:

        Na dann war es nur um so mehr Protein :). Neulich im dritten Programm eine interessante Doku dazu gesehen, es gibt wohl wissenschaftliche Überlegungen, mit Maden und Insekten den weltweiten Hunger zu bekämpfen. Und laut der Sendung geht das theoretisch auch ganz bequem… man muss nur die Konsumenten davon überzeugen… nur…

  14. die Schmith schreibt:

    Oha, 30 kg. Aber 20 würden auch reichen.
    Ja, so siehts bei mir auch aus. Aber ich mach Sport. Und eigentlich müsste es damit gehen. Aber nur, wenn nicht wieder eine Zwangssportpause kommt…

    • khe1965 schreibt:

      ich bin über den SPIEGEl auf Ihren Blog aufmerksam geworden! Respekt! Ihr Art zu schreiben und wie Sie ein (leider) ernstes Thema, scheinbar leicht und positiv, anpacken hat meine Hochachtung verdient. Bitte machen Sie weiter so. ich schaue bestimmt noch öfters bei Ihnen vorbei

  15. Träumer schreibt:

    Wieder einmal ein sehr angenehmer Bericht der mich zum laecheln gebracht hat. Ich lese Ihren Blog mitlerweile seit einiger Zeit schon mit. Auch wenn ich mich nicht sehr oft yu Wort melde geniesse ich es sehr jeden Abend noch ihre stories lesen zu duerfen.
    Ich finde es sehr wichtig mal den Schulalltag von Schuelern mit Migrationshintergrund lesen zu koennen, da in meiner Nachbarschaft sehr viele wohnen und ich schon oefters mit manchen aneinander geraten bin, weil einfach das gegenseitige Verstaendnis fehlt.

    Und ich finde es gut, dass sie sich nie unterkriegen lassen bei Schwierigkeiten die das Schreiben aufbringt und weitermachen wie bisher, ich hab mich gerade erstmal auf Ihr Interview im Spiegel gestuerzt welches ich yuf’llig gesehen habe gany neu heute (http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,766989,00.html).

    Immer fleissig weiter so!
    (Ich entschuldige mich fuer die Verwendung von ae, oe und ue anstelle der Umlaute, ich sitze an einer englischen Tastatur im Moment)

  16. Stammleser schreibt:

    Glückwunsch zum sehr gelungenen Interview auf SPON!

  17. Annika schreibt:

    Ich wette, er würde schon 10 Kilo abnehmen, allein wenn er Cola/Fanta/sprite durch ungesüßten (aber trotzem durch den Eigenanteil an Fruchtzucker immer noch genug süßen) O-Saft ersetzen würde. Besser natürlich durch Wasser. Ist auch billiger. Er würde abnehmen durch nichts tun. Einfach so durchs rumsitzen und NIcht-Cola-Trinken. Sport ist bei solchem Übergewicht schon schwierig, weil so gut wie alles auf die Gelenke geht. Außer Schwimmen. Jetzt ist doch Sommer, gehen Sie mit Ihrer Klasse auch mal ins Freibad? Gibt vielleicht den Anreiz, jedes Wochenende hinzugehen, denn auch nur spielen im Wasser reicht. Und erst das Treppensteigen zu r Wasserrutsche …! Abnehmen könnte so leicht sein.

    • tibia schreibt:

      Aber sonst sollte er eher nichts machen. Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung. Jedes abgenommene Kilo kommt wieder und bringt noch ein paar Kumpels mit. 😦

  18. Jens schreibt:

    Also wenn ihre Geschichten stimmen müssten Sie doch längst enttarnt sein, weil selbst mit anderen Namen sind die Geschichten doch so einzigartig dass man sie wieder erkennt. Und ihre Schüler werden ja ein wenig lesen können 🙂

  19. der papa schreibt:

    Ich bin durch den Spiegel auf ihren Blog gestossen und bin begeistert. Ein toller Schreibstil und spannende Geschichten. Man merkt, dass sie ihre Schüler mögen.
    Ich werde jetzt regelmäßig lesen.

  20. Grendel schreibt:

    Zucker weglassen, 24/7, dann geht das schon. Theoretisch auch von fettigem Essen und Junkfood, dazu vermehrt Gemüse und Obst essen. Da der Input kleiner werden muss als der Output, hilft Sport… aber es mangelt bei den meisten an der Einstellung und Entschlossenheit, tatsächlich dauerhaft gesund zu leben. Die Verlockungen sind schließlich überall zu haben. Und dann ist da noch das Elternhaus…

  21. Musti schreibt:

    Jürgen Höller würde zu Ömür sagen: Tschakaaa, du schaffst es!

  22. Anton aus Braunau schreibt:

    Was mich an den Blogs von Frl. Krise stört: Nie wird etwas gelernt, nie streng sich jemand an. Immer dieses Gschwatz, …

    • Phie schreibt:

      soso, aus Braunau bist du. Am Inn vielleicht? Deshalb dieser sinnlose Kommentar? Hör doch einfach auf zu lesen.

  23. Blümchen schreibt:

    Wow! Frl. Krise, mittlerweile sind Sie ja voll berühmt! Noch ein Interview bei Spiegel… Respekt! Haben Sie wirklich nett erzählt so…. Kann man als Stammleser irgendwo Autogramme bekommen? 😉

  24. brühwürfel schreibt:

    ACHTUNG !! gerichte , bei denen fisch und pilze auf einem porzellan liegen (schwimmen) , werden nur von gabelessenden kulturen verpönt .
    versuchen Sie mal raubfischfilets mit einer champingnon-käse-estragon mischung zu gratinieren , dazu kleine pellmänner , als soße nur ein paar tropfen olivenöl und grobes salz . dazu einen ehrlichen riesling ………

  25. Jenny schreibt:

    Liebe Frau Krise!
    Ich bin „leider“ durch den Artikel im Spiegel auf Ihren Blog aufmerksam geworden und habe die Einträge mit Genuss verschlungen! Ich habe auch 2 Jahre an einer Hauptschule im sozialen Brennpunkt unterrichtet und erkenne so viel wieder! Dazu muss ich sagen, dass ich mit Leib und Seele Hauptschullehrerin war und sie nun, nach einem Wechsel an eine Gesamtschule, regelrecht vermisse!
    Den liebevolle und verständnisvolle Humor, mit dem Sie die Ereignisse nehmen, ist beeindruckend und genau das, was unsere Schüler brauchen. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Energie (auch für`s Blogschreiben 😉 und bin ja schon traurig, das bald die Sommerpause kommt!
    Liebe, kollegiale Grüße!

  26. Miriam G. schreibt:

    Hallo Frl. Krise,

    ich bin durch SPIEGEL Online auf Ihren Blog aufmerksam geworden. Ein Leckerbissen, danke!

  27. Max Durst schreibt:

    Hallo frl. krise,

    nach dem heutigen Bericht auf Spiegel Online über ihren Blog habe ich interessiert begonnen, Ihre Berichte zu lesen. Eine Frage stellt sich mir: Die Namen Ihrer Schüler, Kollegen und dritten Personen haben Sie, wie ich annehme, geändert? Entsprechend haben Sie bei der Ersetzung der Namen die Häufigkeit der Namen in der entsprechenden Kultur des Schülers berücksichtigt?

    Ich habe einige wenige Ihrer Blogeinträge gelesen und bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass sie vermutlich authentisch und nicht frei erfunden sind. In vielen Situationen musste ich schmunzeln, andere fand ich beinahe rührend. Es ist interessant, einen Einblick in die Probleme zu bekommen, mit denen Sie tagtäglich konfroniert sind. Aus Ihren Texten erhalte ich den Eindruck, dass Sie sich durchaus bemühen, mit den Problemen so gut wie möglich umzugehen – eine Eigenschaft, die bei vielen Lehrern, die mit weniger Problemen zu tun haben, nicht ausgeprägt ist, wie ich aus meiner eigenen Schulzeit weiß.

    Meiner Ansicht nach machen Sie einen guten Job und man liest aus den Blogeinträgen auch heraus, dass sie eine Beziehung zu Ihren Schülern aufgebaut haben. Das Schüler-Lehrer-Verhältnis ist definitiv ein Vertrauensverhältnis – deshalb meine eingangs gestellte Frage.

    Beste Grüße,
    Max Durst

  28. Katharina schreibt:

    Hallo Fräulein Krise.
    Habe eben den Eintrag von vor einem Jahr gelesen. Kannten Sie und Frau Freitag sich auch schon vor dem bloggen? Wie ich das aus dem älteren Eintrag erlesen habe, sind Sie ja auch gar nicht an einer Schule? Ein paar „hinter den Blog-Kulissen“-Infos bitte ^^

  29. ska schreibt:

    Mein Jugend-Held Rüdiger Nehberg hat ja immer behauptet, Maden seien nicht nur voll in Ordnung, sondern zudem nahrhaft und gesund … aber das, wovon sie sich ernähren, das dürfe man keinesfalls mehr essen (auch nicht gut durchgebraten).

    Soweit bin ich ihm aber nie gefolgt und ich hätte nach Ihrem Erlebnis vernmutlich auch Diät gehalten oder tatsächlich nur noch Peperoni zu mir genommen …

  30. rup1105 schreibt:

    Über SPON bin ich auf Ihre schönen Texte gestossen – wenn Sie auch nur annähernd so gute Arbeit wie sie schreiben – dann mache ich mir um Ihre Schüler keine Gedanken. Vielen Dank, es ist wirklich schön in all diesem Wahnsinn eine so empathische und natürliche Stimme zu „hören“.

  31. Rennewart schreibt:

    Nach dreistündiger Lektüre ertappe ich mich dabei, beinahe sehnsüchtig auf eine Aktualisierung seitens der Autorin zu warten. Voll krass irgendwie.

  32. Frau Müller schreibt:

    Ihre Maden, die kamen doch bestimmt aus den Pilzen. Was meinen Sie? Fungi con Carne sozusagen. Wäre mir aber auch ein Abnehmgrund.
    Beileidlich,
    Frau Müller

  33. lie_to_me schreibt:

    Das ist echt toll hier , ganz nette Geschichten, voll King !
    Tja und den Speck besser möglichst vor der Pubertät los werden, sonst wird das ein langer zäher Kampf , leider. Ist schade, dass man den Kids nur so wenig Sport im Lehrplan gönnt, würde vieles einfacher machen.
    Hoffentlich können sie in Frieden Anonym bleiben !

  34. johanneshampel1959 schreibt:

    Richtiges Essen – ein Riesenthema, auch bei uns an der Grundschule! Eigentlich sollte man richtiges Essen zum beständigen Thema in Lesen, Schreiben, vorfachlichem Unterricht und Mathematik machen. (Wieviel Kalorien zu viel isst du?) Und reichlich Bewegung dazwischen , davor und danach: Zu Fuß gehen, Radfahren, Gymnastik zwischen den UEs! Beste Grüße von Johannes Hampel, einem wurzeldeutschen Vater aus Kreuzberg

  35. Anke schreibt:

    Hallo Frl. Krise, ganz großartig Ihr Blog. Ich bin durch Zufall drauf gestoßen. Bitte weiterschreiben.
    In der Hoffnung, dass alle Schulreformen auch mal bei Ihnen reinschauen.
    Viele Grüße, Anke

  36. fraufreitag schreibt:

    Frl Krise, komisch, ich hatte auch voll Durchfall. Nicht blutig. Aber trotzdem und ich hatte keine Peperonies gegessen. Strange. Die Kollegin sagt „Du hast Schiss.“ Vor allem hatte ich Schiss, dass ich mir in die Hose mache, wenn ich mal so einen klitzekleinen Pups ablassen wollte. Was macht man denn dann? Gehe ich dann ins Büro und sage, dass ich unbedingt nach Hause muss? oder unterrichte ich weiter? Sag‘ mal. Könnte dir ja durchaus auch passieren. Heute hatte ich jedenfalls Ersatzhosen mit.

  37. nur-eine-kurze-frage schreibt:

    Hallo Frl. K.,

    ich habe ihren Blog heute entdeckt (sie haben Freunde bei Spiegel Online, geben Sie es zu) und finde ihn sehr erfrischend. Wie es der Zufall will, sitze ich gerade an einer Arbeit, die sich – grob formuliert – mit dem Thema Beamte im Social Web befasst. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, Kritik liegt mir fern, aber eine Frage hätte ich doch. Aus reiner Neugier und vielleicht auch als Anregung für meine Überlegungen: Die Sachverhalte, die sie in Ihrem Blog weitergeben, wurden Ihnen in einem recht geschützten Raum „offenbart“, noch dazu in erster Linie in ihrer Eigenschaft als Lehrerin. Einige sind ja doch so gestrickt, dass man einzelne Personen erkennen könnte (die vielleicht kein Interesse daran haben, dass ihre blutiger Durchfall die Runde macht – im Gegensatz zu fraufreitag, brrrrrr!!!). Wirft das aus Ihrer Sicht Fragen ethischer, u. U. auch rechtlicher Art (auch vor Lehrern macht die Amtsverschwiegenheit nicht halt) auf und wenn ja, wie haben Sie diese für sich beantwortet?

    Viele Grüße.

  38. Bernhard schreibt:

    Ich bin durch Spiegel Online auf Ihren Blog gestoßen. Leider bin ich enttäuscht. Ihre Geschichten und Erlebnisse sind sicher unterhaltsam. Aber die Art, wie Sie schreiben, klingt für mich eher nach dem einzigen „wurzdeldeutschen“ Schüler in Ihrer Klasse als nach einer reifen, vielseitig gebildeten Frau und Lehrerin für die ich Sie vielleicht auch fälschlicherweise gehalten habe. Die Sprache, die Ausdrucksweise – umgangssprachlich, banal, platt, kein Spiel mit Sprache und Wort. Womöglich haben Sie nie angestrebt, Ihr Geld mit dem Schreiben von Romanen zu verdienen. Wäre auch, mit Verlaub, eher weniger geglückt. Fünf Minus. Geht es, so wie ich es nicht vermutete, lediglich um das Mitteilen Ihrer Erlebnisse mit Ihren Schülern: In Ordnung. Drei Plus.
    Nächster.

    • Dana schreibt:

      Da braucht jemand aber ganz dringend mal ne Umarmung.

    • fast-wurzelkind schreibt:

      @Bernhard
      arrgghh! Was sollte das denn? Hier ist alles wunderbar geschrieben und kommt genauso rüber wie es ist. So ein blöder Kommentar, ich lese hier auch schon einen Weile mit und finde den Ausdruck sehr authentisch. Also bitte Frl. Krise, ja nicht beirren lassen, aber Sie sind sicher Frollein genug um über diesem Kommentar zu stehen.

  39. Heike schreibt:

    Dieser Eintrag war der erste, denn ich bei diesem Blog gelesen habe, da ich sonst kein Fan von solchen Dingen bin und auch die Ausdauer nicht dafür habe. Glücklicherweise hat er sich sehr gelohnt, nicht weil ich mir Gedanken über Übergewicht und Abnehmen, Maden und Joghurt gemacht habe, sondern weil ich Tränen gelacht habe über die sehr unterhaltsame Darstellung des alltäglichen Wahnsinns. Leider war es heute dagegen recht nüchtern aber ich bin voller Hoffnung, dass es weiter solch unterhaltsame Tage geben wird und bedanke mich schon im voraus für die Lachsalven.

  40. Rennewart schreibt:

    Every now and then a troll appears to be lurking around…

  41. cb schreibt:

    Hi Frl. Krise,
    bin auch über das Interview bei SPON hier gelandet. Erstmal fettes Lob für den Blog! Schöner und leichter Stil, liefert gute Einblicke und man merkt die engagierte Lehrerin die sich nicht unterkriegen lässt 😉

    Ich denke Du weisst das (Begegnungen mit Exschülern) aber trotzdem erlaube ich mir eine Bemerkung und Aufmunterung für verzweifelnde Zeiten:
    Meiner Meinung sind es Spätentwickler und gab es die schon immer und überall. Heutzutage leider oft sehr konzentriert was zu „Problemschulen / -klassen / -bezirken“ führt.
    Meiner Einer (Jahrgang 1972, wurzeldeutsch, kein Problembezirk) hat sich auch durch die Schule gemogelt, mit 16 fertig aber erst mit 24, als mich schon alle abgeschrieben hatten, durch einen harten aber gut gezielten Warnschuss kapiert das man nicht immer nur in den Tag reinleben kann.
    Und es ist doch noch etwas aus mir geworden.

    Also niemals jemanden aufgeben, das Leben wird viel durch zufällige Erfahrungen bestimmt, man weiss nie vorher wer wann zur Besinnung kommt. Aber dann zählt das was Du den Kids beibringst mehr als Wissen.
    Wissen kann man sich immer aneignen … sobald man gelernt hat das es sich lohnt.

    PS: und ich hätte gerne einen Stern fürs durchlesen des ganzen Blogs + vieler Kommentar 😉

  42. zweitesselbst schreibt:

    Ich wollt mich nach dem Artikel bei Spiegel Online gestern ja nicht vordrängeln, und Leute, die von oben herab und womöglich gegen besseres Wissen, ihre Kommentare abgeben, ohne wirkliche Ahnung, was da unter ihnen abgeht, übersehen einfach, was ist..

    Ein guter Pädagoge übersieht nicht, dass im Leben auch manches daneben gehen kann. Dabei hilf Humor. Dem der nicht verzweifeln will. eija ^^

  43. mauzipauzi schreibt:

    Wunderbar… „Ich soll nur Cola trinken, wenn ich mit meinen Freunden zusammen bin.“ Das mache ich mir als Zettel an die Schaltzentrale (Kühlschrank)!

  44. ahornproduction schreibt:

    Darmgeschichten sind aber auch wirklich unangenehmen Dinge und ich finde gut, wenn man so offen damit umgeht!

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