Bei Malers

Ich bin mit der Hälfte der Klasse um kurz nach acht auf dem Schulhof verabredet. Alle sind pünktlich da – außer Leila, die kommt vorsichtshalber gar nicht.
Erkan, der eigentlich zur Gruppe der Konditoren gehört, steht komischerweise auch bei uns.
„Ich war spät,“ sagt er wenig schuldbewusst, „die Konditors waren schon weg, ist ok, wenn ich mit zu Malers gehe, wa?“ Die Konditors sind schon vor acht mit Karl abmarschiert, die haben einen weiten Weg, die Malerinnung dagegen liegt in der Nähe der Schule.

Eine Koordinatorin des Projekts, sie heißt Frau Stein, begeleitet uns, sie wird auch die Besuche im Unterricht nachbereiten. Man muss wirklich sagen, unsere Schüler haben jede Chance, sich gründlich über verschiedene Handwerksberufe zu informieren!
Aber sie finden das reichlich überflüssig…Wer will schon Bäcker, Maler, Friseur oder Tischler werden? Ihnen schwebt Hebamme, Modedesignerin oder Polizist vor, vallah, am besten gleich Chef von ein eigenes Restaurant oder so, nicht Knecht, lan!
Ich frage mich auch langsam, weshalb wir nicht Uni gehen oder Fachhochschule ….

Frau Stein stellt schnell fest, dass meine Schüler und ich ein gutes Verhältnis haben.
„Das merkt man gleich!“ sagt sie und findet das schön.
„Ja, schon,“ dämpfe ich, „allerdings sagt das ja noch nichts darüber aus, wie sie arbeiten….!“
Frau Stein winkt ab. „Ach,“ sagt sie, „ wenn man die richtig anspricht, machen die das super, werden Sie sehen!“

„Wer sind Sie?“ fragt Aynur und ist auch schon wieder weg, als Frau Stern es ihr erzählen will. Frau Stern guckt ein bisschen kariert.

Nach einem kurzen theoretischen Vortrag über die Tätigkeitsfelder eines Malers und die Basics der Ausbildung wird praktisch gearbeitet. Der Meister, der uns verarztet, gibt sich echt Mühe, aber er muss alles dreimal erklären. Meine Leute sind irgendwie zappelig und abgelenkt. Die fremde Umgebung ist fast zu viel für sie.

„Pass doch mal bitte auf“, sagt Frau Stein zu Aynur, die pampig antwortet: „Was wollen sie? SIE sind nicht meine Lehrerin, SIE haben mir gar nichts zu sagen!“
„Das Wort Respekt kennst du wohl nicht?“ fragt der Meister, übrigens ein ganz cooler sportlicher älterer Typ mit Glatze und Armband.
Aynur hebt zu einer langen Erklärung an, dass sie das Wort sehr wohl kenne, aber sie reagiere ja bloß darauf, dass IHR kein Respekt entgegen gebracht werde und wenn man sie…dann….blablabla…
Frau Stein seufzt und der Meister guckt ein bisschen genervt.

Wir schneiden gerade mit sauscharfen Cuttern Schablonen aus und alle bis auf Hanna und Aynur arbeiten voll konzentriert. Es wäre wirklich ganz friedlich, wenn Aynur einfach mal ihren Mund halten würde.
Aber sie plappert ohne Punkt und Komma, erzählt, wen sie gestern noch in ihrem Lieblings-Einkaufscenter getroffen hat, wer von wem blöde angemacht wurde und wie, und wem sie beinahe eine geklatscht hätte, weil…es nimmt kein Ende. Hanna lacht schrill und ich sage mühsam beherrscht: „Aynur, wir können uns bei deinem Gequatsche überhaupt nicht konzentrieren. Bitte sei jetzt mal zehn Minuten ruhig!“
Aynur fühlt sich verfogt. „Vallah, immer ich! Erst die Frau, dann Sie! Die anderen reden auch, kann man nicht mal was sagen? Voll gemein…blablabla…“
Sie ist nicht zu stoppen! In letzter Zeit fällt mir immer häufiger auf, dass sie so viel redet…es ist einfach nicht zum Aushalten. Man kann nur hoffen,dass diese Laberstörung hormonell bedingt ist und nicht genetisch….
Frau Stein flüstert mir zu, sie überlege ja immer, wo die Grenze sei, so jemanden raus zu stellen.
Im Klartext will sie mir bestimmt sagen: „Raus mit ihr!“ Das finde ich aber nicht, immerhin arbeitet sie bei all dem Gequassel noch.

„Machen wir nicht mal Pause?“ Hanna!
„Ja, ich hab Hunger, ich muss was essen,“ souffliert ihr Aynur.
„Nein,“ sagt der Meister freundlich, „zweieinhalb Stunden ohne Pause, das werdet ihr wohl durchstehen?!“
„Voll gemein!“ geht die Leier schon wieder los und erst ein wilder Blick von mir lässt sie einen kurzen Moment verstummen.
Trotzdem beisst Aynur zwei Minuten später in ihr Butterbrot. Provokant, denn Frau Stein steht genau neben ihr.
„Aynur!“ sage ich, „wir sind in einer Werkstatt, hier wird nicht gegessen!“
„Alle essen doch!“ nuschelt Aynur mit vollem Mund und zeigt auf Hanna, die auch kaut.
Der Meister schüttelt den Kopf und geht raus.
Ich halte beiden Grazien eine Standpauke, von wegen, wir sind hier Gast und es gibt Regeln und dass es mir peinlich ist und so weiter und so weiter. Aynur und Hanna rollen gestresst die Augen. Lehrer sind echt anstrengend….

Frau Stein hat alles inzwischen alles aufgeschrieben, sie will in Einzelgesprächen demnächst noch mal das notwendige Verhalten in Bezug auf die Ausbildungssituation thematisieren. Ich weiß jetzt schon, Aynur wird sich an nichts erinnern und schreien: „Voll übertrieben, was fällt Ihnen ein! Immer ich..blablabla… !“

Schließlich hat jeder sein Bild fertig. Sie haben grundiert, gemalt, gestubst und komplizierte Schablonen ausgeschnitten. Die Bilder sehen ziemlich professionell aus.Wir loben die Gruppe und besondes Azize und Erkan. Zufriedenheit und Stolz machen sich breit. Die Bilder werden vorsichtig eingepackt und mit nach Hause genommen, ist doch klar!
Nur Aynur mosert schon wieder: „Vallah, mein Bild sieht voll scheiße aus, was soll ich damit, das Messer war auch voll schlecht….ich wollte auch gar nicht Rot……blablabla….“

Der Meister gibt mir zum Abschied die Hand. „Nicht ganz einfach, Ihre Truppe, “ sagt er, „ausbildungsfähig sind die meisten ja noch nicht! Dabei hätten sie nächstes Jahr gute Chancen, wir suchen dringend Nachwuchs…“

Karl erzählt mir später in der Schule, der Konditor hätte dasselbe gesagt. Dabei zeigt er mir kleine Marzipanteile, die er geknetet hat. Einen Dackel, eine Ente, einen Hase und eine Rose.
Voll süß!

„Ohhhhh!“ Ich bin voll neidisch! „Ich will auch Konditor!“

Aber morgen gehen wir Elekto. Und wenn Aynur nicht spurt, fliegt sie raus, ich schwörs.

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40 Antworten zu Bei Malers

  1. Olaf schreibt:

    „Karl erzählt mir später in der Schule, der Konditor hätte dasselbe gesagt. Dabei zeigt er mir kleine Marzipanteile, die er geknetet hat. Einen Dackel, eine Ente, einen Hasen und eine Rose.
    Voll süß!“

    Ha ! Sehen Sie – Sie haben d.o.c.h eine romantische Ader ! 😉
    Schön, daß es Ihnen wieder besser geht. Ich sag’s Ihnen – Karl ist in Gefahr, der steigt noch um und wird Konditor. Und der Besuch bei Malers könnte die künftige Verbreitung der Graffitikunst befördert haben. Achten Sie auf Neues am Schulgebäude („Frollein Krise ist toll !“, „Aynur ist dohf !“ oder so).
    Sie könnten sich ggf. auch mit Karl zusammentun, wenn irgendwann der Burn out einsetzen sollte und es brenzlig zu riechen beginnt: Sie machen die Galerieabteilung, geben daneben Unterricht („Malen nach Schablone leichtgemacht“) und er sorgt für Kaffee und Kuchen – womit wir wieder bei diesem herrlichen Allroundladen wären, um den es vor einigen Monaten schon einmal ging. „Karl und Krise“ könnte der dann heißen.
    Ich höre jetzt besser wohl auf…

  2. Gesamt schreibt:

    Die Aynur hältst du ja wirklich tapfer aus. Ich glaube, ich würde ihr an die Gurgel müssen. Auch wenn man das nicht darf.
    Dieser „immer ich – Modus“ ist wirklich phänomenal. Eigen- und Fremdwahrnehmung… Hin und wieder wünsche ich mir in meiner 7. Klasse eine Kamera, die meine (in erster Linie) Herren mal den Spiegel vorhält. Ich glaube ja manchmal , dass die echt nicht mitbekommen, wie nervig die sind.

    Und nochmal zu gestern: Beziehungsarbeit. Hast du schon einen Trick herausgefunden, misslingende Beziehungsarbeit nicht persönlich zu nehmen??? Ich such noch danach.

    Viele Grüße von Gesamt!

    • TickleMeNot schreibt:

      Was spricht eigentlich dagegen, mal ein paar Stunden oder Ausflüge zu Innungen mit der Kamera aufzunehmen, hauptsächlich das Verhalten der Schüler und die Aufnahmen dann später in der Schule zu zeigen und nochmal durchzusprechen?

      Irgendwann müssten dann doch fast alle sehen, das sie nicht so unschuldig sind, wie sie denken.

      • frlkrise schreibt:

        Das haben wir schon alles mehrfach gemacht – mit null Erfolg. Man ist zwar momentan ein bisschen beschämt (kurz), aber es hat keine Nachhaltigkeit. Trotzdem, gut dass du mich erinnerst, muss meine Kamera noch aufladen! Danke!

    • frlkrise schreibt:

      OK, ich versuche es, aber wahrscheinlich weißt du das alles längst:
      Versuche genau zu unterscheiden, ob es bei der Beziehungsstörung eigentlich um die Institition Schule geht (mit dir als Repräsentantin) oder wirklich um deine Person.
      Analysiere, ob du als ein Stellvertreter für Probleme mit jemandem anderes (Mutter, Vater, sonstige, Familienverhältnisse) dienst. Wenn das Kind z. b. in seiner Familie immer zu kurz kommt, wird es dies auch dir vorwerfen!
      Ansonsten: Warum soll man es nicht ruhig auch MAL persönlich nehmen (denn sonst ist ja keine Beziehungsarbeit)? Dazu aber sagen, wie es dir damit geht. Aber bloß nicht so oberpädagogisch und weinerlich, sondern so, wie du das jmd. anderem (z.B. aus deinem engeren Kreis) auch sagen würdest.

  3. Herr Anton schreibt:

    Aynur bei Elektro – mmhhh. Wenn sie da genauso aufmerksam ist, holt sie sich ihre Disziplinierungsmaßnahme möglicherweise selber an der Steckdose ab. Aber wahrscheinlich haben die dort für Besucher nur Gleichstrom vom Fahrraddynamo.
    Grüße
    Herr Anton

  4. Hajo schreibt:

    Himmel: Elektro
    .. aber doch nicht in echt? 😦
    sagt der Elektro-Ingenieur 😉

    • EDVler schreibt:

      So ein bissl Strom.. dat tut schon nix. Darf man nicht zu eng sehen. Ich kriege laufend eine gewischt, sei es beim Lampen aufhängen, beim PC Netzteil austauschen, selbst beim Sat Receiver anschliessen und im Baunarkt.. ich glaub ich bin inzwischen abhängig. Vielleicht sollte ich mit Elektro gehen..

      • Debby schreibt:

        Kleiner Tipp: vorher das Gerät aussachlten und / oder die Sicherung raus nehmen und vorallem: Hände abtrocknen …. hihi

        vielleicht hast du ja Schweißhände!?!??! 😉

        Man sollte übrigens die Geräte ersetzen, von denen man einen Schalg beim Stecker ziehen bekommt … also alles weg, was nicht niet- und nagelfest ist!!!

      • Saint schreibt:

        Ich mache mir weniger darum Sorgen, daß die Schüler einen elektrischen Schlag bekommen ( da ich davon ausgehe, daß jemand anwesend ist, der die VDE 0100 kennt (Sicherheitsbestimmungen Elektrotechnik)), als daß sich die Schüler mit den Werkzeugen selbst verletzen. Beim Abisolieren können unangenehme Verletzungen auftreten, wenn man nicht ganz bei der Sache ist.
        Hoffen wir das Beste.

  5. Die Räubertochter schreibt:

    Huhu,

    die beschriebene Szene erinnert mich wahnsinnig an einige Schüler, die ich während meines FSJ’s an einer Hauptschule betreut habe.
    Einige von ihnen, nicht gerade wenige, sitzen nun im BOJ etc.
    Aber einige, wenige, die haben sich durchgebissen und machen nun tolle Ausbildungen, unetr anderem auch beim Maler. 😉

  6. migga23 schreibt:

    Sie müssen aber ganz schön was aushalten 🙂

  7. frlkrise schreibt:

    Was zensieren!
    Ich veröffentliche sie bloß nicht und zwar dann, wenn der rüde Ton des Kommentators mir SCHLECHTE LAUNE macht……!
    Kam bisher aber erst bei zwei Kommentatoren vor….
    Was dagegen, mon cheri?

    • krizzydings schreibt:

      achsoooo das ist ein „menschgesteurter“ veröffentlichungsprozess!!!…jetzt versteh ich auch wieso das immer verschieden lange dauert 😄

      oh man, das ist schon keine leichte aufgabe andersinteressierte überdrehte zur ruhe zu bringen…je mehr ich so in den blogs lese, desto mehr tu’n mir meine lehrer leid…ich muss wohl wirklich seeehr anstrengend gewesen sein (vA weil meine zwar auch gute arbeit leiste(te)n, aber eben eher nicht gewohnt sind sich unter solchen^^ extremen arbeitsbedingungen beweisen zu müssen/mussten wie Sie es wohl tagtäglich tun…

  8. michael schreibt:

    > „ausbildungsfähig sind die meisten ja noch nicht“

    Dann sind da wenigstens ja einige schon ausbildungsfähig. Ist doch besser als gar nichts. Und Aynur könnten Sie ja Jenny hinterherschicken oder nach Anatolien verkuppeln.

  9. die Schmith schreibt:

    Krisi, kann ich mit dir Bäcker gehen? Da gibts bestümmt voll leckeres Zeug. Und darf man da bestümmt alles essen. 😉

  10. Tades75 schreibt:

    Verkehrte Welt !
    In der Türkei würde es keinem Schüler in den Sinn kommen, einem Lehrer gegenüber so respektlos zu sein, so gut wie alle Eltern würden ihre Kinder richtig zusammenfalten, wenn ihnen so etwas zu Ohren käme, hier jedoch nehmen sich diese Blagen alle möglichen Unverschämtheiten heraus und die Eltern sagen nichts dazu.

    • frlkrise schreibt:

      Aber die ur-deutschen sind keinen Deut besser!!

      • Ulla 39 schreibt:

        Ist ja nett, Fräulein Krise, daß sie die urdeutschen Schüler miteinbeziehen.
        Trotzdem: Bevor ich noch die Bemerkung von Tades75 gelesen habe, habe ich genau dasselbe gedacht. Kein Schüler in der Türkei könnte sich auch nur fünf Minuten einem Lehrer, einer Lehrerin gegenüber ohne Strafe herausnehmen, was sie sich hier herausnehmen. Lehrer in Deutschland gelten als weich, die müssen alles schlucken. Und wenn nicht, dann sind sie halt ausländer-, speziell türkenfeindlich.
        Wenn nun jemand denken sollte, ich hätte Vorurteile, so muß ich sagen, daß dies nach einem halben Jahrhundert ( also 50 Jahren) meine traurigen Erfahrungen sind.
        P.S. Ich gehöre trotzdem nicht zur Fraktion von Sarr. und Co.

    • Ulla 39 schreibt:

      In der Türkei „falten“ schon die Lehrer die Schüler „zusammen“. Da braucht’s die Eltern nicht. Ob und was die Eltern hier sagen, wissen wir so genau nicht, nicht nur weil sie in der Regel sich nicht so gut auf Deutsch ausdrücken können, sondern weil sie sich auch nicht ernst genommen fühlen. Es ist uns – den Wurzeldeutschen – oft nicht bewußt, daß wir türkische Eltern nicht so ernst nehmen wie deutsche Eltern. Die türkischen Eltern bei Schulschwierigkeiten einbeziehen – na ja, wenn man sie gut kennt und sicher sein kann, daß sie nachher ihre Kinder nicht „zusammenfalten“. Da haben Krisi und andere auch ihre Erfahrungen; ich hab‘ nur schlechte.
      Was seltsam ist: Wenn ich in der U- oder S-Bahn wurzeltürkische flegelhafte Jungen zurechtweise, zunächst ein, zwei Sätze auf Türkisch, ich, mit meinem urdeutschen Gesicht (bitte, keine Definition erfragen) und weißen Haare, dann sind die auf einmal so nett, freundlich, einfach „süß“. Kommentierte ein türkischer Freund, das wäre der büyük-anne(Großmutter)Effekt. Seitdem frage ich mich, wie könnte man einen „Lehrer-Effekt“ nutzbar machen?

  11. michathecook schreibt:

    Ihre Nerven moechte ich gerne haben.So lange ruhig zu bleiben, das ist schon was.
    Mein Kompliment.
    Trotzdem, oder gerade wegen der ganzen Dramen (um die Damen ) alles wird gut.Sie werden sehen.

  12. petrahannover schreibt:

    Herrlich geschrieben, aber wenn ich mir vorstelle, ich müßte so eine Rasselbande beaufsichtigen, geschweige denn denen noch was beibringen… vallah…
    Allein der Gedanke. Ich geh Pause 😀

  13. eluutz schreibt:

    Ihre Beschreibung von Aynur erinnert mich an das Volleyballtraining, dass ich einige Zeit zusammen mit meinem Vater (der ist auch Lehrer, ich nicht) geleitet habe. Das war freiwillig, lange nach der Schule mit dem konkreten Ziel Jugendmeisterschaft zu spielen. Man sollte also meinen, da kommen relativ motivierte Menschen hin, oder?

    War auch meistens so, aber es gab auch immer wieder Grüppchen von Mädels (wir hatte mehr Mädchen als Jungen, letztere sind nicht besonders aufgefallen), die partous nicht mitmachen wollten sondern einen erhöhten Redebedarf hatten. Wäre alles nicht so schlimm, wenn sie den auf der Tribüne ausgelebt hätten, und dabei die anderen halt hätten machen lassen… Aber nee, die brauchten gleichzeitig massiv Aufmerksamkeit mit der Technik „das kann ich nicht“, „voll schwer“, „warum immer ich“, „aua, mein Fuß/Hand/Arm“, gefolgt von Erklärungen, welcher Lehrer in welchem Fach wieder was gemacht hat (ich bin zu dem Zeitpunkt schon Jahre nicht mehr in der Schule gewesen, kannte die meisten Lehrkräft noch von früher, aber es interessierte mich jetzt nicht wirklich)…

    Also langer Rede kurzer Sinn, ich glaub, die Aynur bekommt nicht genug Aufmerksamkeit und muss die sich wahrscheinlich irgendwie anders bekommen. Ich bin voll der Küchenpsychologe…

  14. lasse schreibt:

    Seufz, ich versteh das immer nicht… zieht bei den Kinners nicht wenigstens das Argument GELD? Wer sich anstrengt und einen guten Ausbildungsplatz kriegt, der verdient bald auch gut Geld, viel mehr als Harz4, und mit dem Geld kann man sich dann Schminke kaufen, Mopppeds u.s.w.

    Ach, und für Aynur hätt ich die perfekte Ausbildungsstelle: Marktschreierin (meinetwegen für Kosmetikartikel) oder vielleicht Vertreterin (Avon-Beraterin?). Da geht sie dann zu „ihresgleichen“ und darf die auch noch hochoffiziell niederquatschen UND kriegt auch noch Geld dafür… vallah!

    • 'ne mama schreibt:

      Zum Geld-Argument… in der Klasse meines Sohnes beobachte ich, dass manche der HartzIV-Kinder deutlich mehr Krempel besitzen, als die von wohlmeinenden Eltern eingeschränkten Kinder von arbeitenden Akademikern. Keinen hochwertigen Krempel, aber eben wirklich viele Dinge. Neulich hab‘ ich mitbekommen, wie ein paar Jungs im Hort überlegt haben, wie sie meinem vernachlässigten Siebenjährigen einen Fernseher beschaffen können, denn der hat ja NIX, der Arme! Kein Fernseher im Zimmer, keine Playstation, kein Handy… voll fiese Eltern hat er, ehrlich!

      Total süß, die Kinder, aber wie man die motivieren will – keine Ahnung. Genug zu Essen ist da, mediale Dauerberieselung ist da, nette Kumpels sind da – Schlaraffenland… in gewisser Weise.

  15. Neuer Leser schreibt:

    An einer Uni oder Fachhochschule muss man seinen Namen aber fehlerfrei und ohne fremde Hilfe schreiben können! Ob das Deine Schüler hin bekommen würden? 😉
    Wäre bestimmt voll fies..

  16. schloertenaehtwas schreibt:

    …mmmmh… erst „Frau Stein“ dann „Frau Stern“, dann wieder „Frau Stein“…
    Ist das Einunddieselbe? Eine multiple Persönlichkeit?

  17. sockenbergen schreibt:

    Wieso eigentlich gehen?
    Gehen Sie doch mit Ihren Schülern einfach zur Fernuni. Das geht ganz einfach: einfach ab ins Netz. Und man kann dort sogar ohne Abitur studieren.
    Studiengebühren gibt es auch keine, also was spricht dagegen gleich sein eigener Chef zu werden und nach den Sternen zu greifen.

  18. Pecos Bill schreibt:

    „Ab Morgen gehen wir Elektro.“ (???)
    Getz abboh ma äscht!

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