Männer!

Ich fuhr heute Nachmittag mit dem Auto ins Städchen, weil ich schon wieder Nahrung herbeischaffen sollte. Dazu muss die moderne Frau ja zum Glück nicht mehr stundenlang in halbgebückter Haltung umherstreifen und suchen und sammeln, sondern sie fährt ohne Umschweife stracks zum Süpermarket – ach nee, in dieser Gegend heißt das ja Supermarkt.
Dort schmeißt sie kurzerhand das Ein-Eurostück, das sie zu diesem Zwecke (manchmal) im Auto liegen hat, in den Einkaufswagen, die Kette vom Nachbarwagen löst sich und der Wagen gehört ihr – für die kurze Zeit des Einkaufs jedenfalls.

Mein Wagen dachte leider nicht daran, sich vertrauensvoll in meine Hände zu begeben, die Kette ließ sich nicht abziehen und der Euro kam auch nicht zurück.
So was hasse ich.
Ich rüttelte und zerrte und drückte also an Kette, Wagen und Euroauffangbehälter oder wie das Teil heißt, aber nichts geschah. Hätte ich noch einen Euro gehabt, ich schwöre euch, ich hätte ihn cool in einen anderen Wagen gesteckt und wäre einfach gegangen!
Aber nein, das war mir nicht vergönnt, denn ein hilfreicher Mensch, ein handfest ausehender junger Mann genauer gesagt, stürzte herbei, um mir behilflich zu sein.
Einer von der Sorte ‚Lassmichmalrankleinedummefrau‘.
Er rüttelte und zerrte und drückte also an Kette, Wagen und Euroauffangbehälter, aber nichts geschah. Hätte ich ihm gleich sagen können.
„Danke schön für ihre Bemühungen,“ sagte ich scheinheilig, „aber lassen Sie nur, ich sag denen da drinnen Bescheid!“
Nee, das konnte der Typ ja nicht ertragen. ER musste das hinkriegen. Ich kenn die Sorte, die hat kein Helfersyndrom, sondern die will einem nur was BEWEISEN. Was genau weiß ich nicht. Wild fuhrwerkte er weiter an Wagen und Kette.
Vielleicht gibt es heute auch für Männer zu wenig Herausforderungen,
dachte ich, und wie werde ich den jetzt wieder los? Und eigentlich schön, wenn sich Männer so beschäftigen können… und ging langsam rückwärts in den Supermarkt rein.
Der Mann merkte das nicht mal.
Drinnen nahm mir in aller Gemütsruhe ein Einkaufskörbchen und sammelte ein, was ich brauchte, bezahlte an der Kasse und erzählte der Kassiererin vom meinem Wagen-missgeschick. Die redete mit irgendeinem gähnenden Kerl, der im Hintergrund herum lungerte und gab mir ohne größeres Tamtam einen Euro.

Draußen war nichts los. Die Einkaufswagen – moderne Sklaven aus Stahl und Plastik- standen friedlich aneinandergekettet in Reih und Glied, der Mann war weg und ich fuhr mit meinen Einkäufen nach Hause.

„Würdest du  einer Frau, die den Einkaufswagen bei Lidl oder so nicht abkriegt, ungefragt  helfen?“ erkundigte ich mich bei Männe.
„Kommt drauf an,“ sagte Männe und klatsche sich den von mir käuflich erworbenen Fleischsalat ekelhaft dick auf sein Brot.
„Worauf?“ wollte ich wissen.
„Na ja…“ Männe biss ab,…“wenn es z. B. eine Oma ist, würde ich….“ nuschelte er dann. „Warum fragst du?“

„Och, nur so…., “ sagte ich, schluckte trocken und murmelte: „Morgen kannst DU mal einkaufen gehen….!“

„Kein Problem,“ sagte Männe und sah mich leicht amüsiert an. „Wie alt war denn der Mann, der dir geholfen hat?“

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41 Antworten zu Männer!

  1. Frau Buntstift schreibt:

    Na genau!
    Soll ER doch das nächste Mal seinen Fleischsalat selber kaufen!

    Feriengruß!
    Fr. B.

  2. sockenbergen schreibt:

    Aber nicht das IHM dann eine junge, attraktive Frau hilft die Wurst herunterzuholen – aus dem Regal versteht sich.

    Ist es denn nicht schön, wenn ein Mann heut noch einer Frau unaufgefordert hilft?
    Fräulein Krise lassen Sie doch den Männern dieses Gefühl der Überlegenheit, reicht ja wenn wir Frauen wissen, dass es auch anders geht …

  3. Hajo schreibt:

    ganz einfach: „Männe“ kennt Dich halt schon länger 😀
    Grüße ihn bitte
    .. von gleich zu gleich 😉

  4. Alle Männer sind Schweine, außer Papi :-).

  5. tonari schreibt:

    Ach, menno, nun ist mal einer (versuchsweise) ritterlich und dann ist´s auch wieder nicht richtig 😉

  6. EDVler schreibt:

    Der arme Männe hats halt auch nicht leicht. 😉

  7. mayarosa schreibt:

    Lach 🙂 – tja, die Kerle. Also deiner und der am Supermarkt.
    Manchmal gibt es aber auch welche, die wirklich wirklich liebenswerte und nützliche Hilfe leisten- auch für nicht-Omas, zum Beispiel letztens beim Baumarkt: http://mayarosasweblog.wordpress.com/2011/01/05/richtig-nette-manner/

  8. eigenhirn schreibt:

    ICH REGE MICH GERADE OHNE ENDE AUF!

    Fräulein Krise: Sie widersprechen sich!
    Emotionen und Coolness passen nicht zusammen!

    Zitat 1: „So was hasse ich.
    Zitat 2: „Hätte ich noch einen Euro gehabt, ich schwöre euch, ich hätte ihn cool in einen anderen Wagen gesteckt und wäre einfach gegangen!

    cool:
    Verlust eines Euros verschmerzen und das Problem des fehlenden Einkaufswagens an die Angestellten des Ladens delegieren: „Hey, ich brauche keinen riesigen Wagen für meine paar Einkäufe. Lasst Euch etwas einfallen!“
    Wahlweise: kein Wort darüber verlieren. – Das wäre noch cooler.

    Nicht cool:
    Diesen Post schreiben.

    Aber was mir viel wichtiger ist:
    Herrjeh! Fräulein Kiese! Lassen Sie sich helfen!
    Ihnen bricht schon kein Zacken aus der Krone, wenn Sie mal nicht die coole Power-Frau sind, die alles souverän hinkriegt!

    Auch wenn das niemand mehr für möglich hält:
    Es gibt da draußen noch Menschen, die einfach nur gerne helfen wollen und die sich getreu des alten Pfadfindermott0s „täglich eine gute Tat“ einfach nur freuen, wenn sie einem Mitmenschen zur Hand gehen dürfen.

    Auch wenn es eine Enttäuschung des persönlichen Egos ist:
    Es geht nicht immer nur um „Ich will Dich ficken!

    Zitat: Einer von der Sorte ‘Lassmichmalrankleinedummefrau’.
    Vielleicht auch einer von der Sorte: „Ja, ja, kenne ich. Diese blöden Wagen von xyz-Discounter klemmen dauernd. Aber wenn man genau DA mal kräftig gegentritt, kommen die raus.„?

    Meistens klappt es ja – aber manchmal eben auch nicht.
    Mein Gott – Scheitern gehört dazu!
    Lieber habe ich es probiert und nicht geschafft, als dass ich es gar nicht erst versucht hätte!

    Zitat: ER musste das hinkriegen. Ich kenn die Sorte, die hat kein Helfersyndrom, sondern die will einem nur was BEWEISEN

    Quatsch mit Soße!
    ER ist einfach nur nett und will Ihnen helfen!

    Vielleicht gefallen Sie IHM.
    Na und? Genießen Sie es!
    Sie sollen ja nicht gleich mit ihm ins Bett gehen!

    Tausend anderen sind Sie völlig egal.
    Tausend anderen ist es völlig wurscht, in welcher Notlage Sie sich gerade befinden.

    Mein Gott!
    Emanzipation bedeutet in erster Line, das andere Geschlecht als gleichwertig anzusehen.
    Und Ihr Post ist da wirklich kontraproduktiv.ICH REGE MICH GERADE OHNE ENDE AUF!

    Fräulein Krise: Sie widersprechen sich!
    Emotionen und Coolness passen nicht zusammen!

    Zitat 1: „So was hasse ich.
    Zitat 2: „Hätte ich noch einen Euro gehabt, ich schwöre euch, ich hätte ihn cool in einen anderen Wagen gesteckt und wäre einfach gegangen!

    cool:
    Verlust eines Euros verschmerzen und das Problem des fehlenden Einkaufswagens an die Angestellten des Ladens delegieren: „Hey, ich brauche keinen riesigen Wagen für meine paar Einkäufe. Lasst Euch etwas einfallen!“
    Wahlweise: kein Wort darüber verlieren. – Das wäre noch cooler.

    Nicht cool:
    Diesen Post schreiben.

    Aber was mir viel wichtiger ist:
    Herrjeh! Fräulein Kiese! Lassen Sie sich helfen!
    Ihnen bricht schon kein Zacken aus der Krone, wenn Sie mal nicht die coole Power-Frau sind, die alles souverän hinkriegt!

    Auch wenn das niemand mehr für möglich hält:
    Es gibt da draußen noch Menschen, die einfach nur gerne helfen wollen und die sich getreu des alten Pfadfindermott0s „täglich eine gute Tat“ einfach nur freuen, wenn sie einem Mitmenschen zur Hand gehen dürfen.

    Auch wenn es eine Enttäuschung des persönlichen Egos ist:
    Es geht nicht immer nur um „Ich will Dich ficken!

    Zitat: Einer von der Sorte ‘Lassmichmalrankleinedummefrau’.
    Vielleicht auch einer von der Sorte: „Ja, ja, kenne ich. Diese blöden Wagen von xyz-Discounter klemmen dauernd. Aber wenn man genau DA mal kräftig gegentritt, kommen die raus.„?

    Meistens klappt es ja – aber manchmal eben auch nicht.
    Mein Gott – Scheitern gehört dazu!
    Lieber habe ich es probiert und nicht geschafft, als dass ich es gar nicht erst versucht hätte!

    Zitat: ER musste das hinkriegen. Ich kenn die Sorte, die hat kein Helfersyndrom, sondern die will einem nur was BEWEISEN

    Quatsch mit Soße!
    ER ist einfach nur nett und will Ihnen helfen!

    Vielleicht gefallen Sie IHM.
    Na und? Genießen Sie es!
    Sie sollen ja nicht gleich mit ihm ins Bett gehen!

    Tausend anderen sind Sie völlig egal.
    Tausend anderen ist es völlig wurscht, in welcher Notlage Sie sich gerade befinden.

    Mein Gott!
    Emanzipation bedeutet in erster Line, das andere Geschlecht als gleichwertig anzusehen.

    Und Ihr Post ist da wirklich kontraproduktiv.

    • frlkrise schreibt:

      Vallah! Ich bin beeindruckt.

    • Na, Wahnsinn….hier geht die Post ab:) „Eigenhirn“ ich verstehe Deine Ansichten. Aber das ist kein Grund sich aufzuregen.

      Danke fuer den Unterhaltungswert.

    • Hajo schreibt:

      ich hab‘ den Eindruck, dass „eigenhirn“ irgend etwas genommen haben muss
      sollte vielleicht ein Anti-Aggressionstraining mitmachen

    • Nixhaare schreibt:

      Woooooohsaaaaaaa! Ruhig Brauner! Bei dem Potentioal was man da liest, sollten Sie vielleicht ein eigenes Blog aufmachen, da gebe es bestimmt logische Dinge zu lesen. Huch haben Sie ja schon. Sind Ihnen vieleicht die Zugriffszahlen auf dem eben erwähnten ausgegangen und beherzigen mit diesem wahrlich herzallerliebsten Doppelgemoppel Kommentar sogar Johnny Haeusler´s
      Regel Nummer drei für das erfolgreiche Bloggen! Es sei Ihnen vergönnt, das für Ihren Kreativen Ansatz eines Blogkommentars, ein bis zwei Leser auf ihr, formulieren wir es freundlich, qualitativ noch minderwertigeres, als sogar mein eigenes (Ich schäme mich nicht es zuzugeben!), schauen. Ich bin nicht Einstein, aber ich kann zumindest addieren ( was ja auch schon was ist!) und 0 Kommentare + 0 Kommentare ist ca. drölfmillionen Kommentare weniger als hier stehen tun!

      Vallah!

      (Disclaimer: Bitte lesen Sie nicht bei mir, ich betreibe nämlich noch ganz offensichtlichere Eigenwerbung als die „Hässlichkeit“ da oben!)

  9. Katarina schreibt:

    Der Kommentar da macht mir Angst.

    • frlkrise schreibt:

      Ach…. der hat bloß nicht verstanden, dass ich selbstironisch etwas in einen hilfreichen mitmenschen hineindedeutet habe, was mir von männe mit dem OMA-SATZ
      um die Ohren gehauen wurde! Ich, olles frl.krise, bekomme also nicht wegen meines chics und charmes geholfen, sondern weil ich schon so klapprig wirke oder so…. mehr wollte ich hier nicht sagen.
      Es ging nicht um EMANZIPATION oder son Kram und ich lasse mir sehr gerne helfen…..fragt Männe….

      • Hajo schreibt:

        Männe: stimmt das? 😀
        (jetzt überleg‘ Dir aber die Antwort sehr gut, so wegen des Haussegens 😉 )

  10. Kat schreibt:

    Ohje. Ich glaube ich hätte mich gar nicht getraut rückwärts in den Laden zu maschieren und den Mann mit dem Unglückswagen alleine zu lassen….egal wie unfreundlich der nun war.

  11. meineperspektive schreibt:

    Wie man es macht, ist es verkehrt 😉

  12. Seifenfrau schreibt:

    Frlkrise, ihr Beitrag ist wunderbar cool und uncool zugleich,
    und meinetwegen auch contraproduktiver Soßenquark….
    Aber ich muß nun doch mal „eigenhirns“ Blog besuchen…….bin dann mal weg –
    bleibe Ihnen aber treu…

  13. michathecook schreibt:

    wie man s macht ist s verkehrt.
    geht man laechelnd vorbei ist man ein ignorant, typisch mann oder was auch immer…
    hilft man und versuch einfach nur nett zu sein, ist es auch nicht richtig…….

  14. sweetkoffie schreibt:

    Aaaalso…. Frl. Krise, ich bin immer ganzer freut, wenn so ein Mann sich für mich und meine Belange einsetzt. Die wollen gerne „gebraucht“ werden. So wie der nette junge Mann aus dem Nebenhaus, der mich fragte, als ich die Kühlerhaube meines Wagens auf hatte, ob er mir helfen könne. Ja, gerne, war meine Antwort, Sie dürfen mir meine Einkäufe hochtragen und den Müll anschließend runter.
    Das hat der doch tatsächlich gemacht! Wenn ich ihn nun sehe, winkt er immer lachend …. und ist dann ganz schnell umme Ecke 😉

  15. Monika schreibt:

    „Kein Problem,“ sagte Männe und sah mich leicht amüsiert an. „Wie alt war denn der Mann, der dir geholfen hat?“

    Schlaues Männe 😉 … Auch ein bisschen scheinheilig und frech
    … aber so mögen wir sie ja 😉 … oder ?

  16. Vani schreibt:

    Eigenhirn war bestimmt einfach nur der Mann, der FrlKrise helfen wollt.

  17. welt2 schreibt:

    „Würdest du einer Frau, die den Einkaufswagen bei Lidl oder so nicht abkriegt, ungefragt helfen?“ erkundigte ich mich bei Männe.

    Oh Oh. Ungefragt schon gar nicht. Könnte ja sein, sie denkt, ich wollte mich an sie ranmachen. War es genau das, was ich wollte, müßte ich natürlich. Vorher fragen ist unverzichtbar. Ansonsten gehts dem aufgeregten „eigenhirn“ wohl wirklich eher darum, was zu beweisen (und das hat bestimmt was mit mänlichem Ego und mit Emanzipation zu tun, wenn auch vielleicht nicht bei Frl. Krise – was ich kaum glauben kann ;-)).

    Man(n) will ja nicht das „Marmeladenglas-Trauma“ wiederholen:
    Frau: Müht sich mit dem Deckel des Marmeladenglases ab. Puuh Ächz undsoweiter.
    Mann: Soll ich?
    Frau: Nein, das kann ich jawohl noch alleine, so schwach bin ich ja nun auch nicht, tu nicht so machohaft,…. (müht sich erst noch weiter ab, gibt dann auf, reicht Marmeladenglas an Mann mit auffordernd / bittender Bemerkung).
    Mann: Macht Marmeladenglas auf, ohne Worte.
    Frau: „Das ging jetzt nur leicht wegen meiner tollen Vorarbeit.“
    Mann: Überlegt, wieviel Jahre auf versuchten Totschlag mit Marmeladenglas stehen.
    :-))

  18. Marc schreibt:

    Hehe,

    also ich finde die Geschichte ja witzig, aber noch besser sind die Kommentare. Emanzipation hat übrigens wirklich nichts damit zu tun, jemand anderem nicht mehr helfen zu wollen 😉

    Grüssle

  19. replizieren schreibt:

    Schön erzählt. 🙂

  20. pocalinde schreibt:

    *gg* habe gerade erst deinen blog entdeckt und amüsiere mich prächtig 😉
    ganz besonders weil ICH meinen eineuroersatzchip gestern wütend im wagen zurücklassen musste… weil irgendein depp den letzten wagen so blöd in die schlange geschoben hat das ich meinen nicht mehr reinbekam… und für die gefühlten 1000m zur nächsten wagenschlange war ich zu faul (und auch zu bockig *gg*)
    also… ich werde in zukunft gerne öfter bei dir lesen 🙂
    viele Grüße
    pocalinde

  21. muffinmoerder schreibt:

    Ich erdreiste mich an dieser Stelle einfach mal, den (meiner Meinung nach) herrlich ironischen und unterhaltsamen Blogeintrag um einen Blickwinkel zu erweitern:

    Ich, also besagter Mann, möchte möglichst schnell und möglichst Preiswert den nachmittäglichen Einauf erledigen. Schließlich will die Auserwählte ja auch mit dem ein oder anderen selbstproduzierten Häppchen bedacht werden. Dazu habe ich mir, um die leidige Einkauferei nicht unnötig zu verlängern, nicht nur einen Einkaufszettel gemacht, nein ich lasse mich sogar dazu herab eines dieser metallenen Ungetüme zu bemühen, obwohl fast leere Bananenkisten von mir normalerweise deutlich präferiert werden.

    Völlig unschuldig und unvoreingenommen werde ich also mit folgender Situation konfrontiert:
    Eine Frau kämpft gegen den „Euro rein, Kette raus“ – Apperat am Einkaufswagen. Dabei ist es zunächst völlig nebensächlich ob die kämpfende Person weiblich, männlich oder wasauchimmer ist. Die Situationskomik funktioniert völlig asexuell.

    Früher oder später steht es immer noch Einkaufswagen 1, Frau 0, und ganz nebenbei ist es auch beim Nervenhaufen oberhalb des Halses angekommen, dass es sich eben um eine Frau handelt.
    Nun erwacht ein Gefühl irgendwo in der Hintersten Ecke des Hirns, welches sich auch bei Rentnern, Behinderten, Kindern,… zun regen beginnt: Man möchte helfen.

    Völlig ohne Hintergedanke, völlig ohne Erwartungen, einfach nur helfen, da man glaubt durch sein eigenes Einschreiten die „Notlage“ des Gegenübers nicht unwesentlich verbessern zu können.

    Und an dieser Stelle verlassen wir das Mann – Frau Geplänkel und freuen uns einfach darüber, dass es sowas offensichtlich noch gibt. An Stellen wo Hilfsbereitschaft und Zivilcourage schon vergessen wurden, geschehen Dinge, welche im Krankenhaus enden, so wie in der Münchner oder Berliner U Bahn.

    Natürlich kommt hinzu, dass wir Männer irgendwie auch gerne gebraucht werden. Warum auch nicht? Werte Damen, genießt es doch einfach, eine vollendetere Form von Symbiose wird schwer zu finden sein: Wir fühlen uns gebraucht, und euch wurde geholfen. Wenn das manchmal etwas skurrile Formen annimmt, so ist das Ergebnis wenigstens ein lesenswerter Blogeintrag.

    Danke

  22. nixverstehn schreibt:

    eigenhirn oder fremdhirn – verständlich oder nicht – piepschnurzegal!!!
    Ich würde heute gerne wieder was Neues lesen, aber jetzt ist der Urlaub bei Frl. Krise wohl doch ausgebrochen! Das verdient wirklich Kritik! Kommen Sie mir nur heim!

    HAAAAAAALLLLLOOOOOOOOOO???? Jemand zu Hause?

  23. EDVler schreibt:

    Darf mann Frauen beim Betreten oder Verlassen eines Geschäftes noch die Türe aufhalten, oder muss ich die heut zu tage hinter mir zufallen lassen? Bin da nicht so aufm Laufenden.

    >>Außerdem fahre ich morgen nach Hause, da ist dann echt Ruhe im Karton! Auf der Autobahn geht nix.<<

    ihhPäd.. jaja, ich weiss, 45rpm, altersbedingte Gebrauchsspuren..

    • frlkrise schreibt:

      Tür aufhalten ist ok., mach ich auch…wenn Mann was für mich trägt.
      ipäd kauf ich morgen.

      • EDVler schreibt:

        Yay.. muss ich morgen gleich meine Apple Aktien gucken, sind bestimmt gestiegen, und Sie müssen gleich was mit bloggen. Und dann müssen wir Fr. Freitag auch noch überzeugen. Frau Freitag is aber glaub ein bissl störrisch 😀

  24. Kerstin schreibt:

    Ach liebe frl.krise, zu Ihnen schaue ich nun öfter rein. Hier sind nicht nur die Einträge lesenswert, auch die Kommentare haben es in sich.

    Liebe Grüße kerstin

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