Widersprüche?

„Frl.Krise, können wir  mal draußen Unterricht machen?“
Nesrin, die holde Närrin, schaut sehnsuchtsvoll in den blauen Himmel.
Ich schließe energisch das sperrangelweit geöffnete Fenster und drehe das Ventil des Heizkörpers auf drei hoch.
Zwei Grad unter Null ist es draußen und kurz vor acht!
„Ja, gerne, aber im Juli,“ sage ich und denke daran, dass wir im Juli schon Sommerferien haben werden.

Noch 10 Wochen und ein Schuljahr…… und diese Klasse hat fertig. Nicht dran denken, mit welchen Bildungsdefiziten die mal ins Leben gehen werden…!

Necla stürzt gerade  mit dem Klingelton in die Klasse. „Noch pünktlich!“ betont sie und überreicht mir eine kleine rote Rose, die sie draußen von irgendwelchen Parteileuten bekommen hat.

„Für Sie,“ sagt sie generös, „weil gestern Rosenmontag war. War doch? Oder?“
„Die Rose ist nicht von Rosenmontag,“ sagt Hassan, „die ist von was anderes.“
„Frauentag?“ schlage ich vor und alle gucken mich erstaunt an.
„Gibt’s auch Männertag?“ fragt Emre gleich, der sich schon letzte Woche über den Girl’s Day im April aufgeregt hat. „Nee, wa? Voll gemein, das!“

„Lasst uns mal langsam mit Deutsch anfangen,“ sage ich, denn wenn ich mich jetzt in Frauen- und Männertagen verliere, kann ich die Stunde gleich knicken, „nach den anderen Tagen fragt mal den Herrn Krug in Geschichte.“
„Wer hat seine Tage?“ zuckt Fuat hoch.

Schluss jetzt, es hat geklingelt, die Stunde beginnt und wir stürzen uns in die Arbeit.
Alle haben noch mit den Briefen zu tun und ich umkreise die Herde wie ein Hütehund, damit bloß niemand ausbricht oder verloren geht.

Na, das hat jetzt aber auch sehr wenig mit einem modernen Lehrerbild zu tun, denke ich so beim Umrunden meiner Schäfchen.

Der moderneLehrer – was soll der nicht alles sein?

Prozessbegleiter…Lernberater…..Moderator…Vermittler von Fach-Medien-Sozialkompetenz….

…und ich bin schon froh, dass nach zweieinhalb Jahren härtesten Trainings tatsächlich immer die selben Schüler meiner Klasse nicht allzu unpünktlich morgens aufschlagen, sich und mich freundlich begrüßen und dann als Krönung  wie heute einen gelben oder blauen Marker hervorzaubern, um die geforderte Aufgabe, das Unterstreichen von wichtigen Stellen eines Textes, halbwegs bereitwillig auszuführen.
(Wenn nur nicht Nesrin immer fragen würde: „Woran merke ich denn, was die wichtigsten Stellen sind?“)

Ich gebe meine Schäferhundkreiserei auf und setze mich zu ihr, denn sie hat wieder keinen Plan, das sieht man.
Sie lächelt mich an und lehnt kurz den Kopf gegen meine Schulter. „Ich mag Sie voll, Frl. Krise,“ sagt sie und kaut auf ihrem Marker herum.
„Wie geht das?“ fragt sie mich  dann zum hundertsten Mal.

Beziehungsprofi, denke ich, das muss man hier sein, alles andere ist eigentlich zweitrangig.
Lernberater…pah, ich kann hier beraten, bis ich schwarz werde…wenn ich sie nicht persönlich erwische, läuft gar nichts.

Viele Stunden später, kurz vor drei, habe ich wieder Unterricht in meiner Klasse. Persönliches Erwischen? Es hat sich aus-erwischt.

Der Schulmorgen ist über uns hinweg gerollt.

Ich muss  zwei Schüler in Nebenräume setzen. An Erkan ist kein Rankommen mehr und Jenny ist hochaggressiv, sie kann nur noch rotzfreche Antworten geben,  sie haut mir so etwas wie „Kopfficker“ um die Ohren….

Beziehung? Alle Drähte gekappt.

Aber beim Rausgehen sagt Necla: „Nicht vergessen, Frl.Krise, die Rose von mir mit nach Hause nehmen!“

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57 Antworten zu Widersprüche?

  1. Till schreibt:

    Da in Deutschland der Weltfrauentag abseits von spießigen Reden nicht begangen wird, dürfte ein Männertag entbehrlich sein. In Russland, wo der Frauentag weitaus größere Bedeutung hat (Vorsicht, böser Fallstrick für interkulturelle Beziehungen!), gibt es einen korrespondierenden Männertag, nämlich den 23. Februar. Allerdings: Die offizielle Bezeichnung lautet „Tag der Verteidiger des Vaterlands“ – ob das für Ihre Jungs hinnehmbar ist, kann ich nicht einschätzen…

    • kaeks schreibt:

      Hier haben wir ja noch neben den Frauentag, der immer und absolut an einem vorübergeht, ja auch noch „Vatertag“. Naja… eigentlich ist es ja Himmelfahrt und eigentlich auch nur für Väter gedacht… aber es ist jetzt so etwas wie nen Männertag! Wenn ich jetzt schon wieder an die ganzen Angetrunkenen denke und die Bollerwagen 😉
      Da waren die Männer etwas klüger, sie haben frei an ihrem Tag^^

      Wie lange gibt es eigentlich schon den Vatertag und wie kam er zustande? Weiß dies einer?

    • puck of pook's hill schreibt:

      der 23.2. ist nicht irgendein Männertag sondern der umgelabelte „Tag der Sowjetarmee“ …

  2. Kasumi schreibt:

    Ihre Klasse ist wirklich extrem. Aber Respekt, wenn die Schüler Sie so mögen -mal abgesehen von pubertären (hoffe ich doch) Ausbrüchen und ähnlichem-, müssen Sie was Besonderes sein. Und so, wie Sie von Ihren Schultagen und Ihrem Umgang mit den Schülern erzählen, sind Sie das auch. Aber anders geht man wahrscheinlich bei solch einer Klasse auch zugrunde. Oder man landet mit Burnout beim Psychologen.

    Und so ein Schulter-Anlehnen oder Roseschenken versöhnt doch dann auch wieder mit „Kopfficker“ (habe ich jetzt auch noch nie gehört…) etc., oder?

    • frlkrise schreibt:

      Am meisten lerne ICH in der Schule….mein Wortschatz hat sich schon sehr erfreulich zum Schlechten hin erweitert!

      • Kasumi schreibt:

        Die Schülertoiletten bieten übrigens auch immer Gelegenheit zur Wortschatzerweiterung. Von den Rechtschreibfehlern mal abgesehen. Nur für den Fall, dass noch Bedarf besteht…

      • frlkrise schreibt:

        Neee, bei uns wird jeder Spruch im Klo sofort entfernt! Noch am selbigen Tage…..!

    • Kasumi schreibt:

      Jeden Tag? Was habt ihr für Wandbeläge? Auf Fliesen mag das ja noch gehen, aber auf den Trennwänden? Bei uns ist das immer ein großes Geschäft, das nur in den Ferien erledigt wird. Zudem gibt es einfach zu viele Toiletten, da wäre man schon den ganzen Tag mit dem Reinigen beschäftigt.
      Mir ist es immer noch ein Rätsel, wie Toiletten so aussehen können, ohne dass dort Psychopathen oder irgendwelche wildgewordenen Tiere unterwegs waren.

      • frlkrise schreibt:

        Bei uns wurde jahrelang bei jedem Geschreibsel auf dem (Haupt-)Klo ein Riesenfass aufgemacht, mit Taschenkontrollen wg. eddings und so. Außerdem gehen da auch ständig Lehrer und alle von der Schulleitung drauf…. das führt zu erheblichen Ermüdungserscheinungen der bösen Schreiber.
        In den anderen Häusern ist es nicht ganz so rosig, die Klos da werden aber gerade renoviert und dann gibts da mindestens Selbstschussanlagen und scharfe Hunde oder so…!

      • Kasumi schreibt:

        (Kann auf Ihre Antwort nicht direkt antworten, daher hier)

        Für Hunde und Selbstschussanlagen wäre ich auch mal.
        Aber dann besteht der Unterschied zwischen Ihrer und meiner Schule darin, dass die Lehrer bei uns separate Toiletten haben, die nur mit Schlüsselgewalt zugänglich sind. Und wahrscheinlich ist Ihre Schule auch etwas kleiner und hat nicht ganz so viele Toiletten.

      • Smilla schreibt:

        Dürft Ihr Taschenkontrollen machen? Bei uns ist das streng verboten, man darf auf Freiwilligkeit hoffen oder die Polizei holen. Die darf das dann.

      • bibliomanin schreibt:

        Ach, das waren noch Zeiten, als man auf die Toilette ging und sich nie Sorgen um eine Lektüre machen musste 🙂
        Bei uns wetterte man jedoch meist gegen Tokio Hotel-Fans oder betätigte sich während des Geschäfts sogar intelektuell und verfasste miese Gedichte über Lehrer.

    • fred.i schreibt:

      Ich musste bei „Kopffi**er“ an „Fi** mein Gehirn“ von Fishmob denken. Das macht den Kopffi**er irgendwie netter. 😉

  3. Klingt nach einem stetigen Wechselbad der Gefühle.

  4. Shannon schreibt:

    Ich würde sagen, damit hat Necla den Tag gerettet. Leihen Sie sie mir mal aus? Ich bräuchte heute dringend jemanden, der das auch bei mir schafft…

  5. Mrs. Porcelain schreibt:

    ja so ein Tag kann aber auch wirklich schlauchen… Necla is aber süß heute!

  6. Hajo schreibt:

    das mit der Rose war ihr (Necla) doch wichtig
    .. ist das nicht doch ein Sonnenstrahl – zumindest ein kleiner? 😉
    Herzliche Grüße aus Frankfurt am Main
    Hajo

  7. die Schmith schreibt:

    Also ich hatte heute zweimal gesponsorte Pfannkuchen, mir wurde zum Frauentag grannuliert, Kater Nr. zwei hat die Bömmels abgekriegt und wankt noch etwas umher, ich bin müde und habe keine Ahnung, was ein Kopfficker ist. Hat das was mit Oralverkehr zu tun? Woher holen die nur immer wieder solche Wörter?

  8. die Schmith schreibt:

    Ach ja, alles gute zum Frauentag. :o)

  9. nadineswelt schreibt:

    okaj, ich schließ mich mal allen anderen an: Was ist ein Kopfficker? Nie gehört! Irgendwie hab ich auch keine Idee dazu, was das denn sein könnt.
    Frauentag? Den hab ich gar nicht mitgekriegt. Is doch aber süß, das mit der Rose!

    • Kasumi schreibt:

      Ich vermute, darüber sind sich die Schüler selbst nicht so im Klaren… eigentlich möchte ich auch nicht so genau darüber nachdenken, was es damit auf sich hat. Geschlechtsverkehr mit einem Kopf? IM Kopf?
      Ich wills nicht wissen, glaube ich.

      • Kasumi schreibt:

        Ui, Susi-qs Erklärung finde ich dann doch angenehmer. Schön, dass man auch mal in die falsche Richtung denkt. 😉

    • Sami schreibt:

      Kopfficken istso etwas wie verwirren oder geistige schmerzen zu bereiten. Man könnte es, sehr weit gefasst natürlich, mit dem englischen mindfuck vergleichen. „hör auf meinen Kopf zu ficken“ heißt also „Hör auf mich zu nerven/überfordern“.
      Wunderschöner Ausdruck wie ich finde 🙂

  10. Christian schreibt:

    „Woran merke ich denn, was die wichtigsten Stellen sind?“

    Das ist die wichtigste Frage von allen! Ich erinnere mich an einige junge Damen, die mit mir studiert haben, deren Lehrbücher komplett gelb, orange, rot und grün markiert waren. Keine einzige Zeile war mehr frei, angeblich hatte das irgendein weibliches, meinem Hirn bis heute unverständliches System. Ich habe das Markern irgendwann aufgegeben und nur noch mit Bleistift am Rand markiert, wenn ich etwas nicht verstanden hatte. So halte ich es bis heute.

    • frlkrise schreibt:

      Markern, ja! Aber nur völlig spartanisch!
      Für uns ist das Markieren auch aus diesem Grund wichtig: Zur Beantwortung jeder Frage zum Text müssten unsere Schüler den unmarkierten Text immer wieder komplett von oben bis unten lesen, weil sie einfach nicht gut überfliegend lesen können….

      • Kasumi schreibt:

        Anstreichen mache ich auch gerne, vor allem bei den Sternchenlektüren in Deutsch, anders verliert man schnell den Überblick.

        Ich denke, dass das Markern der kurzen Texte den Schülern vielleicht auch hilft, sich das Gelesene besser einzuprägen und zu verstehen. Denn ohne Verstehen weiß ich ja auch nicht, was ich anstreichen soll. Wobei das ja scheinbar das Problem vieler Ihrer Schüler ist.

      • Erbloggtes schreibt:

        Ich vermute, dass es zu wenige Unterrichtseinheiten zum Thema „Markern von Texten“ gibt. Manche haben das ja selbst im Studium noch nicht gelernt. Aber leider wird das wohl in keinem Rahmenlehrplan akzeptiert, und im Zentralabitur sicher auch nicht abgeprüft. Dabei wäre es so nützlich, sich mal damit zu befassen, wie man anstreicht, markiert, gliedert, anmerkt, marginalisiert – und vor allem: warum!

      • frlkrise schreibt:

        doch, doch doch…das wird seeeeeeehr geübt, dabei geht darum die kernaussagen zu finde, wer, wo, was. wann und so…..

      • bibliomanin schreibt:

        Damit hätten wir und auch genauer auseinandersetzten sollen, aber wie bringt man jemandem bei, das Wichtigste zu erkennen? Früher war ich seeehr markophil und meine Notizzettel hatten mehr angestrichene als nicht-markierte Stellen. Heute denke ich, dass das eher daran lag, dass ich mir selbst nicht vertraut habe und dachte, dass ich jede Kleinigkeit vergessen würde, egal wie wichtig sie war. Also einfach mal alles markieren.
        Habe die Krankheit heute weitestgehend im Griff 🙂

  11. Nachkomme der Krise aka K. schreibt:

    So, uff, 4 Tage Frl Krise von Anfang bis Ende und nun bin ich im Bilde. das ist mein Lieblingsblog, schwör! Und ich bin SO beeindruckt, so gut wie jeden Tag ein Eintrag und immer wieder lang und gut*
    Ach ja, die beiden irgendwo erwähnten Bücher von Hamed Abdel-Samad habe ich auch heute bekokmmen und die Autobiographie schon quer gelesen. *schüttel* Hätte ich mal lieber nicht :-/
    Jetzt freue ich mich erst einmal wieder auf Morgen bei Frl. Krise.
    Gute Nacht und vielen Dank für dieses – diesen?- Blog!
    P.S. Sorry für den blöden Namen, kann ich den noch einmal wechseln?

  12. Marzipankartoffel schreibt:

    Ich finde den Frauentag klasse!
    Er macht sogar Spaß: ich habe heute ungefähr 300 Rosen verteilt, und es ist herrlich, wie viele Männer plötzlich zur Frau mutieren wollten – inklusive angebotener Namensänderung :-))

  13. michael schreibt:

    Emre hat gegen den Girls Day gemotzt ? Frl.Krise, haben Sie denn nicht den ersten bundesdeutschen Boys-Day (http://www.boys-day.de/) am 14.April begangen ?

    • frlkrise schreibt:

      futur 2.: Wir werden begangen haben!

      • michael schreibt:

        Und lassen Sie den Herrn Emre dann in der Altenpflege schuften.

      • Eike schreibt:

        Ja! Schick Emre zu Boy’s day in den Kindergarten!

        Ich habe mich vor kurzem mit der Leiterin einer Kindergarten-Initiative unterhalten. Die hat mir erzählt, sie hätten lange und erfolglos nach einem männlichen Erzieher gesucht.

        Die wenigen Männer die sich auf die Stellenanzeige gemeldet hätten, wollten alle eine Führungsposition besetzen, die aber nicht zu vergeben war. Das Problem ist wohl die schlechte Bezahlung für Erzieher. Aber der Beruf soll aufgewertet werden, da ja neuerdings frühkindliche Förderung für wichtig gehalten wird.

        Die Initiative wollte einen Mann als Erzieher, damit die Kinder auch eine männliche Bezugsperson haben.

  14. michael schreibt:

    April 2011 , begangen ? Ich war mal wieder meiner Zeit voraus.

  15. Frau Lehmann schreibt:

    Es gibt doch jetzt auch den boys‘ day:
    http://www.boys-day.de/
    Viel Spaß dabei 😉

  16. SecretCoAuthor schreibt:

    Mich würde mal interessieren, ob Frl. Krise ein Tonband laufen lässt, ein fantastisches Gedächtnis hat, oder die Jugendsprache schon adaptiert hat.
    Die Wiedergabe der Dialoge klingt faszinierend echt!

  17. Schneekitschchen schreibt:

    Ey, Frl. Kriese, voll krass, reden die wie mein kleine Schwester früher!!

    Womit bewiesen wäre, dass auch Teenager mit zwei deutschen Elternteilen in der „richtigen“ Umgebung ihre Sprache und noch so manch anderes vergessen. Diverse Teenagerprobleme führten bei Schwesterherz vorher schon zu diversen Schulwechseln…

    Ihr Blog hat mir die letzten Tage versüsst, in denen meine Tochter und ich mit Scharlach im Bett lagen (beide Scharlach, beide Bett). Ob sie Ihren Schäfchen mal nacheifern wird? *grusel* In ihrer Krippe haben von 30 Kindern vielleicht 4 oder 5 einen Schweizer Elternteil – sie gehört ebenfalls nicht zu diesen. Der Trend dürfte sich, wenn wir hier im Quartier wohnen bleiben, nicht gross ändern.
    Freunde von mir mit etwas älteren Kindern überlegen einen Umzug vor dem schulpflichtigen Alter. Wo sich mir dann die Frage aufdrängt: Integration ja bitte, aber nicht auf Kosten meiner Kinder?

    (Wobei Schweizer Kiez nicht mit Deutschem Kiez zu vergleichen ist. Da können sich die Kids noch so Ghetto vorkommen.)

  18. Marc schreibt:

    Unser Geschichtslehrer sagte zu der Anregungen Unterricht auf der Wiese zu amchen immer „Nein, da kann ich mich nicht konzentrieren.“ Ja, damit was das dann vorbei, denn dagegen konnten wir ja nichts machen. 🙂

  19. Integrator schreibt:

    Ist das schön! Wir sind nicht alleine!
    Aber woher kennen Sie unsere Schüler und deren Eltern? Herrlich zu lesen!
    Eine gute Idee, sich den Frust von der Seele zu schreiben. Das werde ich auch mal probieren. Ich habe in „Ihrer“ Klasse sogar Musikunterricht. Das ist noch besser, wenn Abdul, Patriot und Ayshe zusammen einen Frühlingskanon singen sollen. Das machen die auch nur, wenn sie anschließend mit dem Mikrofon in der Hand unter hospitalistischen Verrenkungen die „Rap-Lieder“ ihrer jeweiligen Landes-Stars mitinterpretieren dürfen. Und das Erstaunliche dabei: strophenlange, ewiggleiche Texte über Liebe und Lebenssituation können sie perfekt auswendig (vielleicht sogar schreiben?!?), aber den zweizeiligen Kanontext von „I like the flowers“ muss ich jedesmal austeilen …

    Machen Sie weiter so!

  20. Neuer Leser schreibt:

    Prozessbegleiter…Lernberater…..Moderator…Vermittler von Fach-Medien-Sozialkompetenz….

    Fehlt da nicht noch Bewährungshelfer? 😉

  21. croco schreibt:

    Ach, da gibt es von Klippert einiges zum Thema markieren von Texten.
    Hab es von ihm persönlich gelernt :-))
    Meine Schüler hassen es und ich überlasse es ihnen mitterweile selbst, ob sie markern wollen oder nicht.

    Diese „Prozessbegleiter…Lernberater…..Moderator…Vermittler von Fach-Medien-Sozialkompetenz“ stehen immer so neben den Schülern, nie davor oder dahinter.
    Klingt übrigens so ähnlich wie Sterbebegleiter, auch so ein blödes Wort.
    ….Ich kann das Wort Kompetenz auch nicht mehr hören.

    Das wäre noch eine Studie :
    Übelkeit des Lehrpersonals beim Anhören von Texten mit pädagogischen Füllwörtern.

    • Erbloggtes schreibt:

      Auf die Worte kommt es nicht an. Aber ich kenne viele Pädagogen, die Pädagogen, ihre Lehre und ihre Begriffe verachten. Womöglich ist das versteckter Selbsthass, da sie sich von den „echten Pädagogen“ abzugrenzen versuchen.

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