Gestatten…mein Name ist Friedrich!

So! Das haben wir jetzt davon.
Da schmeißen wir diesen dussligen Fußnoten – Schummler raus und holen uns den respektablen Herrn Dr. H.-P.Friedrich rein.
Friedrich heißt übrigens ‚Friedensfürst’ oder ‚der Friedensreiche’, aber vielleicht hat ihm das noch keiner gesagt.
Sein erster Schlag saß ja schon mal in der Magengrube, jedenfalls in meiner:

„Der Islam gehört nicht zu Deutschland!“

ZaCk BUmM PeNg GONg!

Und was ist mit meinem Emre, meinem Ömür und meiner Nesrin? Gehören die auch nicht zu Deutschland?
Oder sie schon, nur ihre Religion nicht (von der die übrigens leider herzlich wenig wissen: Die fünf Säulen des Islam kriegen sie gerade mit Mühe und Not noch aufgesagt.)
Jenny und Hanna, die, wiewohl evangelisch getauft, noch nicht mal ahnen, was ein Katechismus ist, geschweige denn etwas über seinen Inhalt sagen könnten…die gehören dazu! Klar, bei denen ist die deutsche Leitkultur ja schon GENETISCH eingebaut. Liegt auf dem 3. Chromoson rechts außen, irgendwo tief verankert in den Verschraubungen der Basenpaare.
Und die deutschen Katholiken? Die gehören auch dazu. Die machen ja auch brav alles, was ihr Oberhaupt vorschreibt – zumindest neuerdings die homosexuellen Stricher. Die sind fein raus, die anderen gucken in die päpstliche Röhre…
Von sonstigen Religionen will ich mal gar nicht sprechen…die gehören aber auch dazu , glaube ich, oder? Zumindest hörte ich noch nichts Gegenteiliges….

Ich glaube im Glückstaumel über Ihr neues Amt haben Sie etwas vergessen, Herr Friedensreich:

Alle diese Religionen gehören nicht zu DEUTSCHLAND!!!

Wir haben immer noch eine Trennung von Staat und Kirche und insofern gehört der Islam ebenso wenig zu Deutschland wie das Kruzifix in ein Kölner Klassenzimmer.

Herr Friedrich!
Kommen Sie doch morgen früh in meine Schule! Punkt fünf vor acht treffen wir uns am Schultor.

Und dann erklären Sie das alles mal meinen Schülern, Kollegen und mir.

Denn ICH sehe es nicht mehr ein, dass ich täglich meine Kraft und Nerven damit vergeude, unter schlechten Bedingungen Brücken zu bauen, die Sie  im Maßanzug ganz nonchalant zwischen Tür und Angel einreißen.  Wisch und Weg…!

Schönen Dank auch!

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94 Antworten zu Gestatten…mein Name ist Friedrich!

  1. Chris schreibt:

    Immer wieder schön wenn Zitate aus dem Zusammenhang gerissen werden um sich selbst hervorzuheben.

    • bibliomanin schreibt:

      Äh… Nein? Das Zitat wurde überhaupt nicht aus dem Zusammenhang gerissen. Friedrich hat doch Wulff widersprochen, der anmerkte, dass der Islam zu Dtl. gehört. Und das tut er tatsächlich.

  2. renosch schreibt:

    Der neue BM des Inneren hat tatsächlich auf seiner Webseite die Möglichkeit eingerichte, an ihn Fragen zu stellen:

    http://www.bmi.bund.de/cln_183/DE/Service/Ministerfragen/frage-stellen_node.html

    „Ich möchte Ihnen die Gelegenheit geben, bis zum 9. März Fragen zu diesem Thema an mich zu stellen. Nach Ablauf der Fragerunde haben Sie die Möglichkeit, die eingereichten Fragen zu bewerten. Ihre drei drängendsten Fragen werde ich dann im Anschluss an die Bewertungsphase in einem Videopodcast hier im Frageforum beantworten.“

    Frl. Krise, bitte halten Sie durch! Stellen Sie dort Ihre Frage. Wenn ich nur sehe, was für – Entschuldigung – dämliche (!) Fragen dort gestellt werden .. kommt mir …

    Frl. Krise, wir brauchen Lehrerinnen wie Sie!!! Helfen Sie, dass es ganz normal ist, das Ömür, Nesrin, … zu Deutschland gehören und dass wir diese Fragen gar nicht stellen müssen.

  3. Oliver schreibt:

    Danke! Sehr gut ausgesprochen, was bei mir nur als komisches Gefühl in der Magengrube existierte!

  4. Neuer Leser schreibt:

    Im Grunde ist diese Einstellung der CDU nichts neues.
    Ginge es nach der CDU, würde ich als Atheist auch nicht in dieses Land, sondern auf den Scheiterhaufen gehören.
    „Immerhin“ duldet die CDU derzeit Atheisten, Moslems, Buddhisten und alles nicht Jüdisch/Christliche in diesem Land laut eigener Aussage.

    • die Schmith schreibt:

      Wie, jüdisch ist auch Deutschland? Wo sind dann die jüdischen Feiertage? Und wieso holen die sich so viele Lebensmittel aus weit südlich gelegenen Ländern und kriegens nicht als einheimische Produkte? Nee, ich glaub das Judentum ist auch nicht Deutschland. Is doch nur Katholizismus und Protestantismus (heißt das wirklich so?) … oder vielleicht auch nur der Katholizismus. Römisch-katholisch. Das ist nämlich urdeutsch. Jawoll. Der Deutsche war nämlich schon immer Katholik und ging sonntags in die Kirche. Und vor allem hat er sich schon immer penibel an die zehn Gebote gehalten. Echt. 😉

      • frlkrise schreibt:

        Katholisch? Mit dem Jesus? Der wäre doch heute in Deutschland ein Migrant…..

      • die Schmith schreibt:

        Nee, der wäre voll eingebürgert gewesen und voll der über-Katholik. Echt jetzt. Nur mit der Frisur.. also die Haare und so. Also die hätte er aber etwas kürzer halten müssen.

      • Ariane schreibt:

        Nee, der wäre linker Gutmenschen-Hippie und Weltverbesserer und damit wohl auch nicht so beliebt bei dem Friedrich 😀

  5. Maren Thunert schreibt:

    Ach würde er doch nur ihren Blog lesen. Dann käme er nicht auf so komische Gedankengänge.

  6. @Chris
    frl. krise hat hier ja nicht aus dem Zusammenhang gerissen. Das Zitat steht bereits außerhalb seines Kontextes überall zu lesen. Und ich behaupte mal, dass Emre, Ömür und Nesrin nicht losgehen und den Kontext recherchieren.

    Aus der Schilderung der Situation (welt.de), in der der Satz gefallen ist:
    Für Aufhorchen sorgte schließlich die Wiederholung eines bereits vor Monaten gefallenen Satzes. Menschen islamischen Glaubens gehörten natürlich zu diesem Land, sagt Friedrich. „Dass aber der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt.“

    Klar, unter historischen Gesichtspunkten und als differenzierte Antwort auf Wulffs Rede zum Tag der Deutschen Einheit könnte Friedrichs Behauptung diskutiert werden. In der Verkürzung – und Herr Friedrich muss wissen, dass soetwas gerne verkürzt wird – ist das eine diskriminierende Aussage.

  7. Anon schreibt:

    Der Islam ist, wie das Christentum auch, nur eine vorübergehende Modeerscheinung. In ein paar tausend Jahren wird sich niemand mehr daran erinnern. Wenn wir nicht den Umgang mit unserem Planeten ändern, wird das alles vielleicht schon in ein paar hundert Jahren vergessen sein.

  8. heiste schreibt:

    Vielleicht sollte unsere Politiker erst einmal das Grundgesetz lesen:

    Das deutsche Grundgesetz (GG) sichert die Religionsfreiheit in Art. 4 Absatz 1, 2:
    „(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.“
    „(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“

  9. Loki's Son schreibt:

    Vielen Dank für die klaren Worte!

  10. Seit wann gibt es in der BRD eine Trennung von Staat und Kirche?
    Nun, im Politgedöns wird das natürlich gerne mal behauptet.
    Faktisch aber ist dieser Staat mit der Kirche eng verbunden. Oder wie erklären Sie Ihren Schülern, daß jeder Arbeitslose „von Amts wegen“ Kirchensteuer zahlt und der einzige Staatsvertrag, der aus dem Großdeutschen Reich übernommen worden ist, derjenige ist, der dem Vatikan jährliche zweistellige Millionenbeträge sichert?
    Was bedeutet das, wenn eine Christlich Demokratische Union in der Regierung sitzt?

    Trennung von Staat und Kirche jedenfalls sieht anders aus.

    Was den Friedrich angeht. Der hat das etwas anders gesagt. Die intellektuelle deutsche Presse von BILD bis RTL hat mal wieder etwas falsch verstanden (komisch, wie oft das vorkommt) und hat eine (wie ich finde sehr richtige) Aussage in eine (wie ich auch finde sehr falsche) Unterstellung umformuliert. Und in Zeiten des google-basierten Journalismus wird diese Unterstellung gerne weitergeplappert.

    Also: er hat wörtlich gesagt: „Dass der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt.“
    Und er hat sogar vorher gesagt, daß die in der Bundesrepublik lebenden Menschen muslimischen Glaubens zu Deutschland gehörten.

    Wieso irgendeine Moslembrüderschaft sich jetzt geohrfeigt fühlt, ist mir völlig unverständlich.

    • frlkrise schreibt:

      „Dass der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt.“
      Und er hat sogar vorher gesagt, daß die in der Bundesrepublik lebenden Menschen muslimischen Glaubens zu Deutschland gehörten.

      Okay, unterstellen wir dem Friedrich mal nur das Beste!
      Er weiß doch wohl ganz genau, dass alles, was er sagt – besonders in seinen ersten Stunden als neuer Innenminister- mit scharfen Ohren gehört wird.
      Er positioniert sich gerade..
      Und da wo er sich hingestellt hat, sollte er nicht wirklich stehen bleiben….das wäre echt ein Rückschritt für unsere Gesellschaft.

      Allein, dass das jetzt schon wieder diskutiert wird, was zu Deutschland gehört und was nicht, kann einen doch wahnsinnig machen!
      Muss das denn immer wieder durchgekaut werden? Sowas spaltet doch bloß! Der Islam ist da, in sehr verschiedernster Form von einigen Millionen Menschen, die zum Teil mittlerweile deutsche Staatsbürger sind. Fertig. Geschichte hin und her. Was muss das mit der Historie überhaupt andauernd betont werden? Erklär mir das mal bitte! Ich will viele Sachen aus unserer Historie heute nicht mehr haben……..!

      • Prinzipiell bin ich für mehr Polarisation in Deutschland. Denn das Konsensstreben ist in Europa inzwischen schon so schlimm, daß Tomaten nicht mal mehr nach Tomaten schmecken dürfen.
        Da dürfen Krankenversicherungen mit Hinweis auf Diskriminierung demnächst keine Unterschiede mehr zwischen Mann und Frau machen.
        Was hältst du davon, wenn ich vor Gericht ziehe, weil ich mich durch getrennte Duschen im Fitnesscenter diskriminiert fühle?!

        Vor diesem Hintergund ist es sehr gut, wenn jemand seine Meinung laut sagt und diese dann auch diskutiert wird.

        Kurios ist bei diesem Thema: was Friedrich gesagt hat, ist nicht mal eine Meinung.
        Wir sind in unserer Mediendiktatur schon so weit, daß man nicht mal mehr Wahrheiten aussprechen darf!

        Niemand bestreitet, daß der Islam inzwischen in Deutschland angekommen ist. Wer einmal durch Hannover oder Köln gegangen ist, der fragt sich, ob es hier überhaupt noch Christentum gibt!

        Über Jahre wurde entgegen aller Realität eine Friede-Freude-Eierkuchen-Ausländer-Politik betrieben.
        Völlig neben der Spur.
        Und jetzt wird das Reizthema immer wieder in die Öffentlichkeit gezerrt.
        Allerdings ebenso falsch.

        Ich vermute mal, daß die Realität inzwischen so schlimm ist, daß die Politik nur noch aktiv auf Ablenkung und Desinformation setzen kann 😉

    • Dirk schreibt:

      Es ist auch sachlich falsch. Warum das Judentum in letzter Zeit immer Deutschland zugerechnet wird, der Islam aber nicht, will einfach nicht in meinen Kopf hinein. Ich esse gerne Apfelstrudel, in benutze Zahlen und man kann hier auch Gitarre spielen – Alles Erfindungen aus Arabien. Ironie der Geschichte ist es, dass sogar viele Kirchenbauten Elemente der arabischen Bauweise benutzten.

      Aber ok, gestehe ich mal zu man könnte diese Behauptung mit irgendwelchen kruden Geschichtstheorien belegen (darin sollte auf jeden Fall vorkommen, dass die Türken vor Wien standen!). Selbst dann ist mir unklar, wie lange man eigentlich hier leben muss um als Kultur anerkannt zu werden. Die Leute leben hier schon in der dritten generation, seit 50 Jahren! Ist das nicht lange genug für die Historie? Und wenn nicht, wollen wir dann alle automatisch mit dem so wunderbaren historischen Kulturgut der Jahre 33 bis 45 in Verbindung gebracht werden. Laut dieser Theorie des „kulturellen Erbguts“ müsste ich ja das Führerprinzip quasi in meinen DNA-Strängen haben – Muss wohl irgendwie unterdrückt werden, ich verspüre ganz selten den Drang meine rechte Hand zu heben.

      Aber sagen wir, selbst das wäre mit irgendwelchen abstrusen Theorien erklärbar. Selbst dann frage ich mich, was der Herr Friedrich damit erreichen kann, mit so einer Äußerung? Er kann damit nur Hass schüren und das muss ihm bewusst gewesen sein. Und das man sich beleidigt fühlt, wenn einem gesagt wird, dass man selbst zwar in Ordnung ist, aber leider nicht dass, woran man glaubt, ist gut nachvollziehbar. Und übrigens nicht nur von irgendwelchen radikalen Kräften, sondern auch von dem ganz normalen Gläubigen. Und der Islam besteht übrigens nicht nur aus Scharia, Frauenunterdrückung und anderen extremen Formen. Im Gegenteil, er besteht das eigentlich fast gar nicht und gerade Menschen in Deutschland islamischen Glaubens glauben das in der überwältigenden Mehrzahl auch nicht. Und wenn man schon eine extremistische Organisation nennt, dann sollte man auch wissen wie sie wirklich heißt (Muslimbruderschaft), sonst bezeut man nur sein Unwissen.

      • frlkrise schreibt:

        DANKE, DIRK!!!!!

      • Nun, apropos Unwissen: kein seriöser Historiker wird deiner Argumentation folgen. Deutschland war bis 1918 erzkonservativ und streng christlich geprägt.
        Noch Anfang des 20. Jahrhundert mußten „gefallene Mädchen“ ihr Dorf verlassen und konnten in der Fremde als Hure gehen.

        Naja.
        Ich will das mal grob anreißen.

        Der Jude hatte seit ca. 1.000 Jahren eine wesentliche Funktion im Christentum, anfangs vor allem im Geldhandel, weil dem Christen der Wucher versagt war. Deshalb „hielt“ sich jeder schlaue Bischof einen Juden. Sehr schlau waren die Christen allerdings nicht, denn sie ließen eine Parallelwirtschaft zu und verschuldeten sich über beide Ohren…
        Der Jude war noch erträglich (natürlich nur mit Anspucken), weil er ungefähr in dieselbe Richtung betete.

        Der damals sogenannte „Mohr“ hatte schlicht keine Funktion, es sei denn als Diener oder Soldat. Und als „Ungläubiger“ unter Christen war damals nicht viel Fröhlichkeit angesagt.
        Noch bis Mitte des Jahrtausends wurdest du gefoltert oder direkt verbrannt, wenn du einen anderen Gott für möglich hieltest.

        Daß das berühmte Hörnchen auf die Belagerung Wiens durch die Bruderschaft unterm Halbmond zurückgeht, mag sein.
        Wir vermuten aber auch, daß die Kreuzzüge die ersten Wirtschaftskriege waren, weil die Christen endlich Zugriff auf die arabisch dominierte Gewürzstrasse haben wollten. Denn durch den arabischen Handel wurde der Ingwer so verdammt teuer. Und auch deshalb hatte der gemeine Araber nicht soviele Fans jenseits der Adria.

        Und nur weil man in deutschen Herrenhäusern sich gerne Muskat auf die Pfeiffe streute, auf eine kulturelle Intervention zu schließen, ist (wie man heute sagt:) ziemlich gewagt.
        😉

        Und nochmal wegen Unwissen und so: Moslem und Muslim sind zwei Wörter für das Gleiche. Man könnte sogar sagen: für dasselbe.

      • die Schmith schreibt:

        Bauweise ist doch das Stichwort. Ich denke immer an Nah-Ost, wenn ich diese neumodischen kleinen Reihenhaussiedlungen sehe. Die sind zwar wohl eher in Richtung Bauhaus designt, aber selbst bei denen hatte ich im Hinblick auf die Architektur immer das Gefühl, dass die sich das aus den arabischen Ländern abgekupfert haben. Klar gibts auch Bauten, die dort geschwundene Formen haben, aber die einfachen Häuser sind doch alle irgendwie kastig. Ich weiß selbst nicht mal so genau, ob ich meine Platte, die es in Abwandlung ohnehin sonstwo in der Welt gibt, als europäisch betrachten soll. Für mich ist die nicht mal DDR, da sie zeitgleich auch in anderen Ländern errichtet wurde. Als ich in Hannover zu 25 Jahre c’t war, dachte ich, ich stünde gar nicht in einem der alten Bundesländern, sondern irgendwo im Osten. Sieht genauso langweilig und kastig aus.

    • puck of pook's hill schreibt:

      > daß jeder Arbeitslose „von Amts wegen“ Kirchensteuer zahlt

      hat in der vergangenheit nicht, tut in der gegwart nicht udn wird auch in zukunft nicht.
      der verlogene blödsinn von der „kirchensteuer für arbeitslose“ geht mir mittlerweilen derartig auf den geist, dass ich in der beständigen wiederholung eigentlich nur böswillige hetze lesen kann.

      ad 1) kirchensteuerprflichtig ist nur jemand, der ein arbeitseinkommen hat. punkt. das habe arbietslose sowenig wie rentner, weshalb beide nicht kirchensteuerpflichtig sind.
      ad 2) kirchensteuer zahlt nur jemand, der sich zu einer kirchensteuerberechtigten gemeinschaft bekennt. punkt. tut jeman dasd nicht, zahlt er keine kirchensteuer — um die dämlichkeit der beahuptung deutlich werden zu lassen, stellen sie sich nur einen moment vor, es würde behauptet, jeder arbietslose müsste adac-beitrag oder klubgebühr für einen dieser dingsda, fussballvereine zahlen? klingt bescheuert? ist es auch. warum glauben sie’s dann unbesehen von der kirchensteuer?
      ad 3) was es mit der angeblichen kirchenstuer für arbeitslose auf sich hat, steht dick und fett auf jedem alg-bescheid drauf (stand, richtiger — gibt es nämlich seit rot-grün nicht mehr). damit ist seit jeher der hetzparole der boden entzogen — aber offenbar lesen sie das lieber nicht, könnte ja liebgewordene vorurteile zerstören.

      zum schluss: der kirchensteuereinzug ist eine dienstleistung, die der staat für gutes geld erbringt — für die kirchen ist es billiger als eine eigene kirchensteuerbureaukratie und der gemeine steuerzahler darf sich über einen nicht unerheblichen beitrag zu den öffentlichen haushalten freuen …

  11. kecks schreibt:

    „Also: er hat wörtlich gesagt: „Dass der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt.“
    Und er hat sogar vorher gesagt, daß die in der Bundesrepublik lebenden Menschen muslimischen Glaubens zu Deutschland gehörten.“

    …Und die Zuwanderung der Gastarbeiter seit den 70ern gehört also nicht zur „Historie“ dieser Republik? Interessante Auffassung von „Historie“ ;). Im übrigen taugt Historie dazu, zu erklären, was heute ist (warum es nicht vielmehr ganz anders ist, als es ist), aber nun wirklich nicht als Legitimation für was auch immer oder wen auch immer. Traditionen sollte man bewahren, und gleichzeitig nicht vergessen, dass sie sich im permanenten Wandel befinden (sozusagen ständig zu neuer „Historie“ werden). Es gibt keinen „Wesenskern“ des „deutschen Staates“, von der Verfassung vll. mal abgesehen (und die ist dezidiert nicht christlich/muslimisch oder sonstwie religiös, sondern säkular geprägt), sondern nur die jeweils aktuelle gesellschaftliche Realität und ihre jeweilige Geschichte.
    Insofern wandelt sich in den letzten 40 Jahren die gesellschaftliche Realität in D, u.a. weil immer mehr Menschen muslimischen Glaubens hier leben. Damit ändert sich das, was „deutsch“ ist. Nesrin und Co sind „deutsch“. Das kann man jetzt politisch begrüßenswert oder aber ganz schrecklich finden; in jedem Fall ist es erstmal eine gesellschaftliche Tatsache, mit der man umgehen muss. Abwehrreflexe a la CSU (!! nicht CDU… ich bin aus Bayern, ich hab‘ das täglich *würg*) sind da imo wenig hilfreich, egal wie man grundsätzlich zum Thema steht.

    • Alessan schreibt:

      Der Grund warum ein Teil der Gesellschaft solch eine ablehnung gegenüber dem Islam hat liegt wohl darin das die Amerikaner es geschafft haben den Islam mit Gewalt gleich zu setzen und wir alles aufsuagen was aus Amerika kommt und es in keiner weise hinterfragen. Fakt jedoch ist das der Katholische glaube auch nicht gewaltfrei ist, man Bedenke die Kreuzzüge bei denen Menschen hingeschlachtet wurden weil sich nicht an den „wahren“ Erlöser glauben wollten. Wer jedoch sagt wer der „wahre ist? Weder der Papst noch ein Politiker hat das recht zu entscheiden wer an was zu glauben hat und somit gehört auch jede Religion zu deutschland wie auch jeder Mensch der hier lebt Arbeitet und vorallem Glaubt. Im übrigen haben wir in Deutschland weitaus andere und größere Probleme als irgendwelche Religionen um die man sich Streiten muss. Wäre Ratsam wenn sich unsere sogenannten „Volsvertreter“ auch wirklich mal um die Belange des Volkes kümmern und nicht nur darum wie sie bei der nächsten Wahl am besten da stehen mit dem was sie Heute sagen und Morgen wieder Vergessen haben.

  12. die Schmith schreibt:

    *ironisiert vor sich hin*
    Ach, ihr versteht das hier doch alle falsch. Die römisch-katholische Kirche ist eine urdeutsche Erfindung. Die gabs ja schon, als von Deutschland noch nciht mal zu träumen war. Das waren doch damals keine Italiener. Neinein, das waren Deutsche. Denen ist es nur irgendwann zu warm geworden und sie sind übers Gebirge nach Norden gewandert. Jawoll. Und dort waren die dann auch Deutsche. Irgendwie. Doof nur, dass da jemand kam und so eine andere Erfindung draus basteln wollte. Dieser Luther. Dieser Vaterlandsverräter hat auch noch Gefolgsleute mit sich gezogen. So ein Schweinepriester.
    Der Vatikan ist ja nur in Rom, weil der halt dort ist. So als Zentrale. Ist dort einfach im winter wärmer und so kommen da auch mehr Leute hin, die das Deutschtum ausprobieren wollen, weil katholisch = deutsch. Alles, was nicht katholisch ist und Deutsch redet, tut ja nur deutsch. Die CDU hätte bestümmt auch voll gerne ein eigenes Büro im Vatikan (falls es da nicht längst eins gibt). Leider gehört das dort offiziell nicht zu Deutschland. Naja, da kann man jetzt nix machen. Aber wir wissen es besser. Ist alles ne deutsche Erfindung und deswegen ist ein guter Deutscher auch Katholik und nix anders. So.

    • Hektor der Drache schreibt:

      Was nicht deutscht redet ist nicht deutsch? Super! Dann ist die CSU ja eindeutig nicht deutsch, denn bairisch ist ja wohl eher österreichisch als entfernt deutsch. Und damit sind wir alle Probleme mit den weltfremden Männer aus dem Süden los, denn wer nicht deutsch ist, darf ja auch kein deutscher Politiker sein 😉

      Und was den Vatikan bzw. den Kirchenstaat angehört: Natürlich ist der deutsch! Sonst hätte Otto III. ja nicht die Konstantinische Schenkung abgelehnt. Naja, also sobald wir wieder einen Kaiser haben, gehört auch die italienische Krone wieder „den Deutschen“. Bleibt nur zu fragen, ob es danach noch echte deutsche nach CDU/CSU-Definition gibt 😉

      • die Schmith schreibt:

        Ich frag mich ja ohnehin, ob die da alle germanisch genug aussehen. Ich mein, immerhin ist der Germane ja hellhäutig und blond usw. 😉

  13. Andi schreibt:

    Ich sehe da das Problem, das ich schon bei der Debatte um Köhlers Aussagen zum Thema, mit der gegensätzlichen These und folgendem Angriff der CSU auf Köhler, sehe. Wir reden hier von der alltäglichen, gelebten Kultur, Leute wie Friedrich reden über eine theoretische „Leitkultur“, die dementsprechend ideologisch geprägt ist und mit dem Alltag in der Schule und der Realität nur wenig zu tun hat. Das trifft ja nicht nur auf das konservative Ding zu, sondern auch auf das eher liberalere Weltbild einer glücklichen Multikultigesellschaft.

  14. Erbloggtes schreibt:

    Wir sollten unterscheiden zwischen normativen Aussagen (was sein soll) und deskriptiven Aussagen (was ist). Friedrich hat das verwechselt: In seinen Sätzen kam „soll“ nicht vor.
    Er meinte aber: Der Islam soll nicht zu Deutschland gehören.
    Und das ist auch eine Aussage, die man einem Politiker übel nehmen kann. Wenn er sich bloß darüber „irrt“, was ist (deskriptiv), dann kann man ihn bloß dumm finden, weil er etwas nicht weiß, was er wissen müsste. Aber wenn er behauptet, etwas sollte so-und-so sein, dann kann man seine Meinung (dass es keine sei, da irrte „dr. falk von morgen“) falsch finden.
    Dumm finden kann man dann zusätzlich, dass er normativ und deskriptiv verwechselt hat. Denn damit kommt man tatsächlich (wie „Dirk“ schon angedeutet hat) zu der Schlussfolgerung, Führerkult und Rassismus würden zu Deutschland gehören.
    Aber wenn in der CSU die normative Ansicht so viele und mächtige Freunde hat, der Islam solle nicht zu Deutschland gehören (wie genau? Kopftücher raus, Moscheen raus oder Muslime raus?), dann verstehe ich nicht, warum man die wählen sollte. (Ich verstehe auch nicht, wie es damit zusammen passt, dass die „Schwesterpartei“ CDU muslimische Ministerinnen (Aygül Özkan) ernennt und von vielen konservativen Muslimen gewählt wird.)
    Aber man kann ja nicht alles verstehen.

    • Hm, woran merke ich nun, dass Herr Friedrich normativ und deskriptiv verwechselt hat? Es reicht doch, das zu analysieren, was er gesagt hat, statt nun darüber zu spekulieren, was er gemeint haben könnte.
      Da hier mittlerweile mehrfach der Kontext des Zitats genannt worden ist, sollte man doch jetzt entweder das volle Zitat diskutieren oder sich damit auseinander setzen, was die Verkürzung des Zitats auf eine offen diskriminierende Aussage für Folgen hat. Ich bin kein CSU-Fan, aber wenn es die Möglichkeit gibt, sollte man doch bei den Tatsachen bleiben und nicht wieder eine Scheindiskussion auf entsellten Zitaten aufbauen wie es schon so oft in der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit passiert ist (Eva Hermann ist ein Nazi…). Immer diese Hysterie…

      • Erbloggtes schreibt:

        Wenn er sich bloß darüber „irrt“, was ist (deskriptiv), dann kann man ihn bloß dumm finden, weil er etwas nicht weiß, was er wissen müsste.
        Deskriptiv machen seine Aussagen einfach gar keinen Sinn. Wollen Sie ihm unterstellen, dass er keine Ahnung hat?

      • Peter Schwarzmüller schreibt:

        Also, ich verstehe Friedrichs Aussage deskriptiv und dann sagt er:
        a) Menschen islamischen Glaubens gehören zu Deutschland.
        b) Der Islam gehört nicht zu Deutschland, bzw. ist kein Bestandteil der Genese dessen, was wir heute Deutschland/deutsche Kultur nennen.

        Darüber kann man geteilter Ansicht sein und das wird hier ja munter dikutiert (auch wenn die Unterscheidung zwischen „islamischer Glauben“ und „Islam“ offenbar im Sinne der falschen Verkürzung des Zitats ungewissenhaft ignoriert wird.)

        Aus dieser deskriptiven Deutung ergibt sich aus meiner Sicht nicht die Unterstellung, dass Herr Friedrich keine Ahnung hat – er differenziert ja schließlich und scheint Gründe dafür zu haben, diese Aussagen so treffen zu können (Womit er gar nicht meine Meinung wiedergibt, um das kurz klar zu stellen).

        Wenn ich die Aussage (und dann reden wir offenbar nur vom zweiten Teil des Zitats) aber normativ verstehe, wie Sie es auch schon ausgeführt haben („Der Islam soll nicht zu Deutschland gehören.“), dann ist die Aussage diskriminierend, indiskutabel und Herr Friedrich sollte kein Innenminister sein, da er die Multikulturalität verkennt und nicht sieht, dass wir uns überhaupt nicht aussuchen können, ob wir in Zukunft multikulturell leben wollen. Ein Deutschland der Zukunft ist aufgrund des demographischen Wandels überhaupt nicht mehr monokulturell überlebensfähig. Allenfalls könnte die folgende normative Aussage impliziert werden: „Der Islam ist historisch gesehen kein Teil Deutschlands, deshalb stehen wir vor großen Herausforderungen.“

        Ich betrachte also die Aussage des Ministers zunächst wohlwollend und warte ab, wie er, sollte die Diskussion weiter gehen, sich persönlich zu seinen Aussagen positioniert.

      • Erbloggtes schreibt:

        Das habe ich jetzt mal so ernst genommen, dass es eine lange Antwort erfordert hat – so lang, dass sie in meinem Blog gelandet ist.

        Es steht zu befürchten, dass sich Friedrich persönlich zu seinen Aussagen so positionieren wird, wie seine Aussagen zu verstehen sind. Das wäre aber immerhin mal ein konsequenter Politiker.

  15. Julia Lenz schreibt:

    Liebe frl. Krise, ich lese mich jetzt seit zwei Tagen durch ihren Blog und bin irgendwo zwischen hellauf begeistert und mitfühlend stecken geblieben.
    Ich bin kein Lehrer, und ein Paralleluniversum mit mir in einer pädagogischen Rolle ist sicherlich auch kein erstrebenswertes Universum, und vielleicht gerade deswegen möchte ich Ihnen wirklich meine Hochachtung aussprechen wie sie mit den Jungs und Mädels umgehen.
    Aber davon mal ganz abgesehen mag ich ihre Schreibe und freue mich wirklich, dass sie sich fast jeden Tag Zeit nehmen ein paar Gedanken aufzuschreiben.

    Ganz viel Spaß, befriedigende Erfolgserlebnisse und einen Sack voll Nerven aus Stahlseil!

  16. TickleMeNot schreibt:

    „Wir haben immer noch eine Trennung von Staat und Kirche und insofern gehört der Islam ebenso wenig zu Deutschland wie das Kruzifix in ein Kölner Klassenzimmer.“
    „Denn ICH sehe es nicht mehr ein, dass ich täglich meine Kraft und Nerven damit vergeude, unter schlechten Bedingungen Brücken zu bauen, die Sie im Maßanzug ganz nonchalant zwischen Tür und Angel einreißen. Wisch und Weg…!“

    *applaudiert*

    Der Mann hat doch bestimmt eine Emailadresse an die man schreiben kann. Wobei, wenn ich daran denke wieviele Emails ich im letzten Herbst an unsere Regierungsvertreter losgeschickt habe, und auf keine gab es eine Resonanz…

    • frlkrise schreibt:

      Ich habe ihm geschrieben, Adresse bei Kommentar von renosch!
      Wenn man liest, was da schon steht, wird einem schlecht!

      • renosch schreibt:

        Danke! (Wusste gar nicht, dass ich Frl. Krise hierzu bewegen kann)

      • renosch schreibt:

        Hallo Frl. Krise!

        Bist Du hieran beteiligt?

        Ach ne, ist ja eine Grundschule. Aber findest Du so etwas gut? Gibt es so was auch bei Euch? … Du bist ja wohl nicht in Freiburg 😉

      • frlkrise schreibt:

        interessant, aber weit weg…..und gu? Ich weiß nicht, das ist doch genau wie bei uns! Am besten finde ich Klassen, in denen sich eine lernfördende Mischung befindet!

  17. buxe2000 schreibt:

    Häufiger steht in Ihrem Blog die Aussage Ihrer Schüler „Das ist bei uns eben so!“.

    – die Tatsache das Sie, Frl. Krise, vermuten, dass einige Ihre Schüler zu Hause geschlagen werden
    – die Tatsache, dass eine Unkenntnis der Landessprache nicht vereinzelt vorkommt und für Eltern, die weit mehr als 10 (!!!) Jahre ein Dolmetscher bereitgestellt werden kann
    – die Tatsache, dass es ein komplettes Desinteresse an einer selbstbestimmten und -finanzierten Zukunft gibt, da ein Cousin (siehe Praktika) einstehen werden (notfalls auch der Staat)
    – die Tatsache, dass ein absolutes Desinteresse an Deutschland, seiner Geschichte, seiner Kultur und seiner Eigenheiten und die Perspektive, die Ihnen unser Land bietet (im Vergleich zu Ihrer Heimat) herrscht

    Ihre Schüler sagen „Das ist bei uns eben so!“. Das ist die KULTUR Ihrer Schüler. Wenn bei den Eltern der Wille fehlt, die Landessprache zu lernen, kann man den Rest (Bildung aneignen, Wohlstand erarbeiten, Freiheit leben) erst gar nicht erwarten. Wie wollen die irgendwas in unserem Land machen, wenn diese Gäste nicht mal ein Formular auf dem Amt ausfüllen können? WAS wollen die dann in einem Land erreichen?

    Meine Antwort auf Ihre Schüler ist daher: „Bei euch ist nicht hier.“ Sowas braucht das Land nicht – dann eher wieder Tabak im HartIV Regelsatz.

    • buxe2000 schreibt:

      […] die weit mehr als 10 (!!!) Jahre [in unserem Land leben,] ein Dolmetscher bereitgestellt werden kann

    • frlkrise schreibt:

      Dann sprechen Sie mal mit den urdeutschen, aber auch bildungsfernen Kindern, die ich ebenfalls, nur in einer viel geringeren Zahl unterrichte!
      Das hört sich bei denen auch nicht anders an!
      Die sagen bloß, „So bin ich eben!“, anstatt „Das ist bei uns so!“.

      • Erbloggtes schreibt:

        Sehr richtig.

      • buxe2000 schreibt:

        Es gibt in Ihrer Klasse zwei Arten von Schülern:
        Deutsche (z.T. auch mit Migrationshintergrund) und Gäste der Bundesrepublik.

        Wenn sich auf meiner Geburtstagsfeier Gäste daneben benehmen, werfe ich die zur Tür raus. Fragt keiner nach und hat jeder Verständnis.
        Man kann Gäste nicht dazu zwingen, regelmäßig in die Schule zu gehen oder keine Straftaten zu begehen. Aber man kann diese Gäste einfach bitten zu gehen – und das machen wir zu wenig!

      • frlkrise schreibt:

        Meine Schüler machen NICHTS, was es rechtfertigen könnte sie auszuweisen.
        Hörst du : NICHTS DERARTIGES!

        Ich werde weitere Kommentare dieser Art nicht mehr veröffentlichen!

      • Erbloggtes schreibt:

        Selbst den Kommentar von 9:42 pm fand ich schon zu dumm zum Veröffentlichen. Wenn meine Geburtstagsgäste Straftaten begehen, rufe ich die Polizei. Aber Leute wie buxe2000 würde ich nie zu meiner Party einladen.

      • frlkrise schreibt:

        Du hst ja so recht, aber ohne seinen Kommentar hätte ich ihm so schlecht antworten können….

    • Asma schreibt:

      Im Grunde sind die hier versammelten Kolleg_innen aus dem GEW-Kindergarten doch ganz froh, Nesrin & Co. betüddeln zu dürfen. Nicht auszudenken, wenn in ihren Klassen hoch motivierte, wissbegierige Jugendliche sitzen würden. Das wäre ja richtige Arbeit.

      • sbeedy schreibt:

        Auch so ein Kommentar zum Streichen…

        Aber, Frl. Krise, ist schon okay so. Soll sich Asma doch in aller Öffentlichkeit entblöden. Eine UNVERSCHÄMTHEIT bleibt ihr Einwurf trotzdem.

      • frlkrise schreibt:

        Ja, Asma, das wissen wir doch alle, dass die hochmotivierten, wissbegierigen Jugendlichen die am schwierigstern zu beschulende Klientel ist.
        Genau deshalb bleiben wir ja auch lieber bei Nesrin und CO!

      • Smilla schreibt:

        *ich lach mich tot.
        Schon mal mit einer richtig schwierigen Gruppe Jugendlicher gearbeitet? Da geht man schweißgebadet wieder raus…der einzige Vorteil wird sein, dass sie im Vergleich zu der Blüte der deutschen Jugend in Gymnasiumschule kürzere Aufsätze schreiben (wenngleich mit mehr Rechtschreib- und Grammatikfehlern).

    • beautycircus schreibt:

      wie kann man nur so unverschämt sein? deine oma ist aus polen, deine mom hier geboren und du auch! bist du da immer noch ein gast der bundesrepublik????
      diese kinder sind die 3. oder 4. generation! von welchen gästen redest du nur?

      geh mal lieber deinen horizont erweitern und lern paar sprachen. das könnte dir später noch richtig weiterhelfen.

    • TickleMeNot schreibt:

      „- die Tatsache das Sie, Frl. Krise, vermuten, dass einige Ihre Schüler zu Hause geschlagen werden“

      Es gab lange Jahre in meiner Kindheit wo ich täglich mindestens eine Tracht Prügel mit dem Teppichklopfer oder einem Gürtel bekam. War Bettnässer und meiner Mutter ist damit nicht fertig geworden.
      Meine Familie ist deutschen Ursprungs, schon immer in Deutschland gewesen.

      „- die Tatsache, dass eine Unkenntnis der Landessprache nicht vereinzelt vorkommt und für Eltern, die weit mehr als 10 (!!!) Jahre ein Dolmetscher bereitgestellt werden kann“

      Was gibt es für Erwachsene der 2. Generation, quasi die Kinder der damaligen Einwanderer, denn für Angebote die Sprache zu lernen?

      „- die Tatsache, dass es ein komplettes Desinteresse an einer selbstbestimmten und -finanzierten Zukunft gibt, da ein Cousin (siehe Praktika) einstehen werden (notfalls auch der Staat)“

      Danke schön, so denken leider auch viele „Deutsche“ die schon immer hier waren.

      „- die Tatsache, dass ein absolutes Desinteresse an Deutschland, seiner Geschichte, seiner Kultur und seiner Eigenheiten und die Perspektive, die Ihnen unser Land bietet (im Vergleich zu Ihrer Heimat) herrscht“

      Und nochmals, wieviele Deutsche gibt es, die sich nicht für Kultur, Geschichte, Politik interessieren aber davon träumen auszuwandern, weil woanders ist es ja immer besser?

      • die Schmith schreibt:

        „Und nochmals, wieviele Deutsche gibt es, die sich nicht für Kultur, Geschichte, Politik interessieren aber davon träumen auszuwandern, weil woanders ist es ja immer besser?“

        Und unter diesen Auswanderern gibts noch genügend Dumpfnasen, die meinen nicht mal die Landessprache lernen zu müssen und auf die dortige Kultur ohnehin mehr oder weniger sch***.
        Wie ich auf sowas komme? Gibt doch seit Jahren diese „netten“ Sendungen über Auswanderer und dann noch die ein oder andere Reportage über Senioren in Spanien. Da könnt ich kotzen. Da hieß es doch bei den Rentnern „die Sprache haben sie in all den Jahren natürlich nicht gelernt“. Ja, was glauben DIE denn, wer sie sind? Die Könige der Welt? Man kann doch nicht in ein anderes Land ziehen und sich der Sprache und Kultur verweigern. Mir wurscht wer wohin geht. Aber die Sprache ist doch Grundvoraussetzung, um überhaupt zurechtzukommen. Ich weiß aber leider auch, dass genügend englischsprachige Leute z.B. in Berlin leben und kein Wort Deutsch verstehen. Englisch verstehen dort ja die meisten, also ist es weniger das Problem. Leider. Sowas find ich einfach nicht richtig. 😦

  18. Ulla 39 schreibt:

    Heute war ja schwer was los auf dieser Seite!!!!
    Ich fasse mir ein Herz und gestehe, daß ich den Satz von dem Friedrich gar nicht verstehe: „Dass aber der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt.“
    Eine Tatsache, die sich nirgends belegen lässt??? und dann noch das Wörtchen „auch“?
    Vielleicht sollte ich ihn fragen, was er denn überhaupt meint?

  19. Normann Richter schreibt:

    Frl. Krise – ehrlich mal – Du bist ne coole Sau, ich wünschte meine Mutter wäre so entspannt wie Du – und das mein ich ernst. Ich hab manchmal ein komisches Gefühl bei Deinen Artikeln weil Sie Klischees zu bestätigen scheinen und Leuten Steilvorlagen für Islambashing bieten – aber dann kommen solche Artikel und BAMM beziehst Du klar Stellung.

    Danke dafür.

    • frlkrise schreibt:

      Das is mal’n Kompliment.. …*staun! Danke!

    • Realist schreibt:

      Das Problem ist: Bestätigte Klischees sind keine mehr. Sofern Frl. Krise hier die Wahrheit bloggt (davon gehe ich aus), sieht die Realität nunmal so aus. Auch wenn das einigen Linken nicht schmeckt. Da Frl. Krise politisch offenbar ebenfalls links steht, halte ich ihr zugute, dass Sie zumindest ehrlich ist und die Zustände nicht verschweigt oder schönschreibt – wie unsere Massendmedien es überwiegend tun.

  20. Frau Eva Luation schreibt:

    “Das wäre ja richtige Arbeit.“
    Hä? Wie bitte? Dies möge mir die Schreiberin doch erklären. Sicher kostet es viel Mühe und gute Vorbereitung, mit motivierten Zuhörerinnen und Mitschreiberinnen zu arbeiten. Ist aber kein Vergleich mit einem Grundkurs Deutsch, Mathe oder Englisch. Ehrlich, wer das geschrieben hat, hat leider keine Ahnung. Sorry!

    Liebes Frl. Krise, bleib locker! Du bist echt voll cool! Ich wünsche Dir eine schöne Woche!

  21. Ariane schreibt:

    Oh Gott, wenn ich diese verrückte Frageseite sehe, möchte ich sofort meinen Pass abgeben und aus Solidarität und Protest zum Islam übertreten. Da wird einem ja wirklich schlecht. Himmel und das wird ja sogar geprüft und freigegeben. oO

    So. Vielen Dank Fräulein Krise für ihre deutlichen Worte. Ich muss sagen, dieses Politiker-Suchspiel „Welche Religion gehört in welches Land“ geht mir tierisch auf den Keks. Ich hätte mir schon bei Wulff gewünscht, dass er lieber von muslimischen Menschen als von einer völlig unpersonifizierten Religion spricht. Das nervt mich in der ganzen Chose sowieso. Als wenn der Islam iwie alleine durch die Gegend rennt und um Aufnahme in Ländern bittet, das ist doch völliger Quatsch. Jede Religion ist immer mit den Menschen verbunden, die daran glauben. Das ist doch nicht wie Luft, die irgendwie aus sich selbst heraus existieren kann.

    • Peter Schwarzmüller schreibt:

      Sehr richtig, und deshalb ist die gesamte Diskussion wieder einmal von den Medien provoziert worden, indem sie Friedrich nicht vollständig zitiert haben, denn er hat gesagt, dass Menschen islamischen Glaubens natürlich zu diesem Land gehören würden! (Vgl.: http://www.welt.de/politik/deutschland/article12691814/Innenminister-Islam-gehoert-nicht-zu-Deutschland.html)

      Das Problem ist wieder einmal, dass Halbzitate ohne Kontext dem Verursacher von unaufrichtig entrüsteten um die Ohren geschlagen werden. Ich mag Herrn Friedrich auch nicht und die CSU noch weniger, aber so eine Scheindiskussion wider besseres Wissen ist doof.

      …Das soll nicht heißen, dass die auf dieser Seite geführte Diskussion doof ist, denn schließlich haben sich ja die Lehrer mit den Halbwahrheiten auseinander zu setzen, die bei den Schülern durch den RTL-SAT1-PRO7-Medienfilter ankommen. Aber da reicht dann vielleicht in diesem Fall schon die Präsentation des Originalzitats. Das stärkt dann auch bei den Schülern die Medienkompetenz…

    • die Schmith schreibt:

      „Als wenn der Islam iwie alleine durch die Gegend rennt und um Aufnahme in Ländern bittet“

      *kichert leise* Das musste ich mir gerade bildlich vorstellen.

  22. michael schreibt:

    Sehr schöner Artikel.

  23. Pingback: Hans-Peter Friedrich und der Islam | Erbloggtes

  24. Ute schreibt:

    Historie? Ja mei, so ist das Leben. Oder um es noch platter zu sagen: Nichts ist so beständig wie der Wandel.

    Für mich klingt diese Leitkultur-Debatte so, als fühle sich ein Teil der urdeutschen Bevölkerung in ihrem Status Quo bedroht, weil sie sich jetzt mit Einflüssen auseinandersetzen müssen, die sie bisher noch nicht kennen, nicht kennen mußten und auch gar nicht kennen wollen. Wie seinerzeit Diokletian, der keine dieser suspekten neuen Christen in seiner Armee haben wollte, ihnen die Bürgerrechte absprach und keine Kirchenbauten gestattete. Sie waren ja schließlich kein Teil der römischen Kultur. ^^

  25. me schreibt:

    Ich möchte dazu gern anmerken, dass die CHRIST-Demokratische-Union für mich als verfassungsfeindliche Organisation verboten gehört, da schon ihrem Namen nach sie gegen die laut Grundgesetz strikte Trennung von Staat und Religion verstößt. In jedem Fall aber in den aus dem Namen ableitbaren Leitlinien und Zielen… ;o)

  26. puck of pook's hill schreibt:

    ach jottchen.
    was nun gerade ein bayerischer geissenpeter über „deutschland“ weiss …
    im übrigen: wenn ein bayer (mit der bayern-attitüde „deutsch aber nicht richtig deutschland“) anderen („nicht deutsch aber richtig deutschland“) erzählen will sie würden nicht zu deutschland gehören, dann ist das doch nur lächerlich.

    ps: ad „trennung von staat und kirche“ — wenn in diesen zusammenhängen „deutschland“ verwendet wird, ist das ja nie als politische entität gemeint, sondern immer als was diffuses, imaginiertes (so ein bisschen wie bei ihren schülern „unser dorf“). deswegen weicht er ja auch in diesen bereich aus und vermeidet klüglich die verfassungsrechtliche dimension.

  27. Der Statistiker schreibt:

    Zitate nur unvollständig wiedergeben und sich über das unvollständige Zitat aufregen – ist es das, was in den Schulen gelehrt wird?
    Das Abendland ist nun mal von seinen Wertvorstellungen christlich-jüdisch geprägt. Und hier reden wir nicht über 30 oder 40 Jahre sondern über Jahrhunderte. Im übrigen geht es nicht um die Religion sondern um die jeweilige Kultur.
    Kennzeichen unserer „Kultur“/Historie ist es, dass keiner wegen seines Glaubens getötet wird, dass Frauen die gleichen Rechte haben, dass Töchter nicht zwangsverheiratet werden, dass Homosexuelle nicht aufgehängt werden, dass Ehrenmorde nichts mit Ehre zu tun haben.
    Wenn Sie jetzt sagen, dass all das nichts mit Ihren Schülern zu tun hat, dann freut mich das.
    Wenn Sie jetzt aber sagen, dass diese Dinge nichts mit dem Islam zu tun haben, dann erklären Sie mir bitte, wieso das nur in islamischen Ländern praktiziert wird (und bitte jetzt nicht wieder mit den Kreuzzügen und dem Mittelalter kommen – wir leben heute und hier). Wenn es aber was mit dem Islam zu tun hat, dann frage ich Sie ob wir das hier so wollen. Und hier kommt Ihnen eine ganz große Rolle zu. Vermitteln Sie Ihren Schülern die „westlichen“ Werte und dass die o.g. Handlungs- und Denkweisen keine kulturelle Besonderheit sind sondern ein Verbrechen. Und jeder Ihrer Schüler der dies verinnerlicht, ist hier angekommen und jeder der dies nicht akzeptiert ist hier fehl am Platz – vollkommen unabhängig von seiner Religion oder Nationalität.

    • Hektor der Drache schreibt:

      Hey! Ein Blick auf Westeuropa vor 100 Jahren auf dem Lande hätte ja wohl ein ähnliches Bild ergeben wie islamische Länder heute:
      – Frauen auf dem Land trugen (und tragen auch heute noch!) Kopftuch
      – Frauen ordnen sich ihren Männern weitesgehend unter, brauchen deren Erlaubnis um berufstätig zu sein (noch bis in die 70er, wenn ich mich recht erinnere)
      – der Glaube ist fast die ausschließliche geistige Nahrung, was die Kirche sagt ist Gesetz, der Pastor ist unglaublich wichtig
      – außereheliche Beziehungen gehen gar nicht, da verjagt man die Tochter einfach aus dem Haus und überlässt sie selbst
      – Homosexuelle hatten, wenn ich recht informiert bin, mit Zuchthaus zu rechnen
      – Hochzeiten wurden so arrangiert, dass es gut für den Hof/das Erbe war. Die Ehepartner würden schon zu einander finden… Wenn nicht? Dann stellt man halt nen hübschen Knecht/ne hübsche Magd ein und dann passt das schon. (Kein Scherz! Bei der Generation, die heute knapp 50 Jahre ist, ist das hier noch völlig normal und verbreitet. Die Quoten an Scheidungen und häuslicher Gewalt sprechen Bände)
      – Zwar heirate man nicht direkt einen „Cousin“, aber doch im gleichen Dorf… der Genpool dürfte ähnlich ähnlich sein… Das merkt noch bei der aktuellen Schülergeneration an fehlender Intelligenz…
      – usw.

      Ja, vielleicht bevorzugte man seelische Grausamkeiten gegenüber körperlicher Gewalt, aber da ist oft auch die Frage, was schlimmer ist. Und wenn ich mir viele Dorfgemeinschaften heute noch angucke: So weit ist das nicht weg. Hier schreit man nur Gott und Papst statts Allah…
      Naja, sowas verstehen Stadtkinder aber sicher nicht, wenn sie nicht mehrere Jahre auf dem Dorf gewohnt haben und sich den Irrsinn mal reingezogen haben…

      • Der Statistiker schreibt:

        Sie: „vor 100 Jahren“ Ich: „wir leben heute und hier“.
        Genau das ist die Kernproblem – nur weil hier vor 50 oder 100 oder 500 Jahren was normal war, bedeutet das nicht, dass wir diese Verhaltensweisen (oder ähnliche) heute hier akzeptieren wollen oder müssen. Denn mit der Argumentation kann ich auch jeden Diktator und jeden Massenmord mit Blick auf unsere noch keine 100 Jahre zurückliegende Geschichte für akzeptierbar (nicht akzeptabel !) erklären. Ich lebe heute und möchte nicht mit den Restriktionen von vor 50 oder 100 Jahren leben – Sie etwa?

  28. oxypelagius schreibt:

    ufff.. allet jelesen.. mir sind zwei Sachen so RICHTIG bewusst geworden ( wieder):
    1.) Noch nie war die radikale ( ja das Wort gehört hier her) Trennung zwischen Kirche und Staat so wichtig! Keine Genehmigung weiterer Sakralbauten… nix da.
    2.) Die CDU/CSU treibt so ziemlich jede Sau durchs Dorf, wenn Wahlen anstehen. Das dumme Geblubber soll dem Mappus das BILD-Klientel in die Wahlkabinen locken…
    Wie sagte Maler Max Liebermann dereinst: “ Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte“

    • puck of pook's hill schreibt:

      „1.) Noch nie war die radikale ( ja das Wort gehört hier her) Trennung zwischen Kirche und Staat so wichtig! Keine Genehmigung weiterer Sakralbauten… nix da.“

      na, das ist ja nun gerade das absolute gegenteil einer trennung von staat und kirche — und zwar staatliche anmassung einer entscheidung, was a) ein sakralbau ist und b) glaubensgemeinschaften zu bauen haben.

      im übrigen ist das intoleranz und einseitige bevorzugung einer, nämlich der atheistischen weltanschuung (oder dürfen zb auch die freidenker dann ix mehr bauen?) — auch nicht eben weltanschaulich neutral …

      • oxypelagius schreibt:

        Google mal Bertrand Russel: Teekanne im Weltall.
        Es bleibt dabei: Religion ist die einzige Möglichkeit gute Menschen dazu zu bewegen Böses zu tun. Atheismus nicht.

  29. lullu schreibt:

    Herrn Dr. H.-P.Friedrich …Respekt, ev. sollten Sie sich erst einmal informieren was in Deutschland so „abgeht“, was dazu gehört oder nicht, wollen Sie das entscheiden.
    MfG
    L.W.
    http://lw192345678.wordpress.com/

  30. Psycho-Dad schreibt:

    Danke für den Blog. Wurde gestern durch einen bekannten darauf aufmerksam gemacht. Nur selten kommt es vor, das sich Haareraufen, Lachkrämpfe und in physischen Schmerz übergehendes Mitgefühl in so schnellem wechsel bei mir einstellen. 🙂

    Viel glück und viel erfolg mit ihrer Klasse…
    … und schön weiterbloggen 😀

    Greets:
    Psy

  31. Autor schreibt:

    Jeder Politiker sagt etwas anderes. Wulff meint Islam gehört zu Deutschland, Friedrich sagt nein, wen interessierts. Diese Typen haben überhaupt keine Ahnung wovon sie reden und müssten eigentlich gleich zurücktreten, ihre Gehälter an Schulen spenden usw. Aber das wird in diesem Staat und im Kapitalismus niemals passieren. Verarschung und Ausbeutung gehört zum Schmiermittel dieser Maschinerie. Also gewöhnt Euch besser dran. Sarrazin ist ja auch bei der SPD.

    • die Schmith schreibt:

      „Wulff meint Islam gehört zu Deutschland, Friedrich sagt nein, wen interessierts. “
      Da diese Herren hier leider ziemlich viel zu sagen haben, sollte das alle hier Lebenden interessieren. 😐

  32. frlkrise schreibt:

    Sorry, aber einige Kommentare habe ich nicht freigeschaltet.

    Auseinandersetzungen über das Manifest der deutschen Muslimbrüder und die Piusbrüderschaft gehen mir hier entschieden zu weit.

  33. twixraider schreibt:

    Friedrichs nicht ganz neue Saat fällt hier auf fruchtbaren Boden:

    http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Verkaufsangebot-aus-der-Zelle-id14112681.html

    Essenz des Volksmunds: Lieber endgültig verfallen lassen als den Moslems überlassen. Bravo, da capo!

    • oxypelagius schreibt:

      Verblüffung allenthalben “ westernworld“ hat recht! Die Trennung von Kirche und Staat, eine der Schlüsselforderungen der franz. Revolution, ist im GG nicht expliziet deklariert…

    • puck of pook's hill schreibt:

      > die bundesrepublik ist leider eben gerade keine laizistische republik nach französischem oder türkischem [sic!] muster.

      leider? dann farfgen sie mal die angehörigen von religionen, namentlich religiöser kinderheiten wie es mit der trennung aussieht! in der praxis heisst d as nämliche weitreichende eingriffe der staaten in die religionsausübung und bekundung der weltanschaulichen überzeugungen der bürger.
      der laizismus türkischer und französischer art ist dezidiert antireligiös entstanden und ausgerichtet (und nur aus einer historischen situation heraus, die in deutschland nie bestanden hat udn deshalb eine derartige hasserfüllte abgrenzung produziert hat), maw die einseitige bevorzugung anti- oder zumidnest alreligiöser weltanschaungen.

      was die trennung von staat und kirche betrifft, so ist sie im gg nicht in einem satz formuliert, sondern über mehrer artikel verteilt (keine staatskirche, religions-/glaubens-/gewissensfreiheit, usf) und in der verfassungsrechtsprechung auch durchgängig solcherart verdeutlicht.
      der staat hat weltanschaulich _neutral_ zu sein (also auch nicht atheistisch), was nicht heisst indifferent.
      die gesellschaft muss und ist es nicht. folgerichtig muss der staat weitetstmöglich (wg der grundrechte) rücksicht auf weltanschauliche (es gibt ja nicht nur religionen) überzeugungen seiner bürger nehmen, zb eidesersatzleistungen oä, da er eben nicht ohne zwingende gründe verstösse gegen die weltanschauung der bürger einfordern darf.

      alles in allem hat sich das deutsche modell sehr gut bewährt und wird auch in laizistischen gegenden als attraktiv angesehen, da es eine weitaus konfliktfreiere und im ganzen menschenrechtsfreundlichere (vgl zb christen in der laizistischen türkei) umgangsweise zwischen staat und weltanschaulich gebundenem bürger ermöglicht.

      die anti-islam und anti-moschee-bestrebungen zb in deutschland sind gerade nicht christlich fundiert und auch nicht staatlich im namen einer inoffiziellen staatsreligion oä befördert!

  34. Realist schreibt:

    „Der Islam gehört nicht zu Deutschland!“

    ZaCk BUmM PeNg GONg!

    Und was ist mit meinem Emre, meinem Ömür und meiner Nesrin? Gehören die auch nicht zu Deutschland?

    Doch, die gehören zu Deutschland, einfach, weil sie hier sind. Ob die Mehrheit der deutschen Bevölkerung diese Leute hier haben möchte, ist natürlich ein anderes Thema…

    Das Ihre Schüler kaum Chancen haben und vermutlich in Hartz IV und/oder Kriminalität abrutschen werden, befeuert diesen interkulturellen Konflikt weiter. Aber Schuld sind letztendlich nicht Ihre Schüler, sondern unsere Politiker, die große Fehler bei der Einwanderungspolitik gemacht haben. Die Einwanderung wurde nicht gesteuert, es kam einfach fast alles „rein“. Die Folgen erleben Sie ja jeden Tag hautnah.

    Wie gesagt, die Hauptschuldigen sitzen in Berlin, tragen (Hosen)anzüge und kennen die reale Problematik nur vom hören-sagen.

  35. Realist schreibt:

    Friedrich erhält auf den meisten Internetseiten, die ich zu diesem Thema gelesen haben, eher Zustimmung (Verhältniss 70% zu 30% würde ich schätzen), hier sind es ungefähr 99% contra Friedrich. Wird hier zensiert oder zieht dieses Blog einfach überwiegend weit links stehende Leser an (fiese Stimmen würden „Gutmenschen“ sagen)?

  36. Pingback: Politischer Instinkt ist zuweilen Glückssache | Plötzlich Landpomeranze

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