Alle Jahre wieder…!

Nach dem obermiesen traffic am Elternsprechtag (ein Vater!!!) haben wir allen Eltern unserer Schüler den momentanen Leistungsstand ihrer Leibesfrüchte via Brief mitgeteilt….und ich spreche hier nicht von zwei oder drei Fünfen, die zu erwarten sind, sondern von sieben bis zwölf!  Und das bei mehr als der Hälfte der Klasse……

Null Reaktion.
NULL!

Dafür häufen sich wieder die Klagen der Fachlehrer:
Hanna kommt und geht, wann sie will, Rahim zeichnet nur irgendwelche Monster ab, Gülten und Asli quatschen und lachen hemmungslos, Neyla schreit grundsätzlich alles, was ihr gerade durch den Kopf schießt in die Klasse, Turgut kommt höchstens stundenweise (darüber beklagt sich aber niemand, weil er nicht zum Aushalten ist), Erkan schläft oder labbert ohne Punkt und Komma mit Fuat, Nesrin schminkt und kämmt sich und rastet aus, wenn man sie darauf anspricht, Leila und Gamze zanken sich in einer Tour und Jenny ist eigentlich in jeder Hinsicht unbeschulbar…usw.usw.
Da sie das alles gleichzeitig machen, haben die anderen, falls sie denn ausnahmsweise mitarbeiten, wenig Chancen auf irgend einen Lernfortschritt. Die Situation war zu Beginn des Schuljahrs wesentlich besser…. der Trend ist wieder negativ!

Ich bin völlig abgenervt. In den ersten beiden Stunden arbeiten wir noch halbwegs (nur sieben Schüler kommen allerdings pünktlich!), aber nach der Mittagspause geht gar nichts mehr. Karl und ich haben  Klassenstunde und wir sprechen die katastrophale Situation, wie fast jede Woche,  an…

“Was labern Sie,“ schreit Hanna, „nützt eh nix, können sie viel erzählen…!“
Unsere Lieben sind entspannt, die Versetzung ist noch weit, das Zwischenzeugnis auch, erst Anfang Februar, also noch sechs Wochen hin, da lässt sich doch noch was machen…..

Karl und ich gucken uns an. Sind die echt so bescheuert? Rechnen wir nicht JEDE Woche vor, wie viel Zeit noch bleibt? Wieso kapieren die das nicht? Wann wollen sie endlich aufwachen?

„Leute, ihr habt noch genau drei Wochen,“ sage ich, „zwei im Dezember und eine im Januar…“ und schreibe die Daten zum zigsten Male an die Tafel. Alle kreischen auf.

„Jenny, wie willst du eigentlich in drei Wochen 11 Fünfen wegbekommen?“ erkundige ich mich.
Jenny ist sitzen geblieben, sie könnte im Januar eine kleine Prüfung machen um nachträglich versetzt zu werden, aber mit so vielen Fünfen wird sie nicht zugelassen. Dabei rechnet sie fest mit ihrer Nachversetzung…..man fragt sich, wieso!
Jenny lacht gerade laut und klatscht sich mit Hanna ab, Hanna, die halb auf dem Tisch liegt und dabei alle ihre Sachen zu Boden befördert. Ich lege wortlos die Notenliste auf den leeren Tisch vor sie hin.
„Aboooo,“ schreit Jenny, „voll gemein, alles Fünfen. Scheiße! Mathe Sechs, ich hab mich verbessert, wieso hab ich Sechs??“

Auch die anderen studieren nun die Listen. Allergrößtes Erstaunen! Vallah, wo kommen all die schlechten Noten her? Man könnte fast glauben, wir hätten nicht schon massenhaft Arbeiten geschrieben und wir würden nicht ständig , auch mit jedem  einzelnen, reden….

Rahin zieht mich in eine Ecke. Er beginnt zu weinen.
„Rahim,“ sage ich, „du weißt doch schon die ganze Zeit, wie du stehst.“
„Aber ich könnte mich noch verbessern“, schluchzt er. „Ich dachte……bis …bis…Februar ist noch…ist noch lang!“ Rahin ist fünfzehn, kein kleines Kind mehr.
„Genau drei Wochen,“ sage ich  und zeige auf den Zeitstrang, den wir an die Wand gehängt haben, um den Schülern zu verdeutlichen, wo wir zeitlich stehen.
Ich könnte schwören, Rahin sieht ihn zum ersten Mal mit Bewusstsein an.
„Aber mein Vater schlä..hägt mich tot,“ schluchzt er, „ bitte, bitte, Frl. Krise, bitte können sie nicht den Lehrer sagen, sie sollen mir Vier geben! Ich lerne dann auch, ich änder’ mich, ich schwör‘ auf meine Mutter!“
„Rahin, das kannst du vergessen. Niemand gibt dir einfach eine Vier. Warum hast du denn auch neulich drei Wochen geschwänzt?“ frage ich und Rahin zuckt mit den Schultern. „ Ich schwöre, ich schwöre…..!“

Karl ist in ähnliche Gespräche verstrickt.

Es ist wie jedes Jahr. Ganz kurz vor den Zeugnissen kommt die Erkenntnis, das Staunen, das Wutgeschrei, die Reue, das Flehen, es kommen die Tränen, die Flüche, die Drohungen, das Winseln, die guten Vorsätze….
Die Einsicht? Nein, die kommt nicht. Wirklich nicht…

In der letzten Stunde haben  wir noch Ethik. Die Klasse ist ein bisschen gedämpft, aber nicht arbeitsfähig. Erst als ich noch einmal die ganze Predigt abgelassen habe und Hanna, Jenny, Nesrin und Asli, die nicht ruhig werden,  in unseren zweiten Raum gesetzt habe, können wir arbeiten – sogar ganz gut arbeiten, etwa 25 Minuten lang.

Am Ende sind fast alle mit sich zufrieden:

„Die Fünf in Ethik ist schon mal weg, Frl. Krise!!!!! Hab ich schön mitgemacht!!!!
Oder?????“

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51 Antworten zu Alle Jahre wieder…!

  1. Shannon schreibt:

    Ich erinnere mich an meine erste und einzige Chemielehrerin, die es geschafft hat mit der Klasse KEINE einzige Note zu besprechen, sodass sie am Zeugnistag zwei Stunden vor Zeugnisvergabe verkünden konnte: „Ach ja, Cathy, Julia, Robin und Marko… Ihr habt alle eine Fünf bei mir, wundert euch nicht.“
    Die Lehrerin, welche die Stunde vor der Vergabe Unterricht hatte, musste ganz schön viele Tränen trocknen… Dabei hätten wir es wissen müssen. In der zehnten Klasse!
    😉

    Und die Note nicht nach einer Stunde zu verändern, finde ich von Karl und Ihnen auch ganz schön dickköpfig. Man hat sich doch bemüht!

    • frlkrise schreibt:

      So sind wir! Ekelhaft, ungerecht und voll gemein, ich schwörs!

      • michael schreibt:

        Und so müßen Sie auch bleiben.

      • Dreystein schreibt:

        führen Sie Subnote ein:

        Ein + für eine gute Stunde und ein – für eine schlechte Stunde. ++ für eine sehr gute Stunde. Nach 10 mal + gibt es eine Note (oder eine halbe) besser.
        Dies könnte auch zu einer Objektivierung der Lehrerbewertung führen.

        Vor jeder Stunde wird der aktuelle Leistungsstand verkündet.

        Feedback, klare Regeln und auch Konsequenz halte ich für wichtig.

        Grüße
        Dreystein

        p.s War nur so ein dummer Vorschlag 🙂

  2. Maren.Thunert schreibt:

    Oh Mann, mir wird ganz schwummerig bei dem Bericht.
    Wie kann man so realitätsfern sein? Das macht einem wirklich Angst, was in unseren Schulen so los ist.

  3. Oxypelagius schreibt:

    Man könnte schreien vor Wut! Diese kleinen dummen anmaßenden Idioten. Das soll unsere Zukunft sein? Dieses kleine dichtest besiedelte Land lebt als Rohstoffveredler vom Wissen seiner Bevölkerung. Jedes junge Hirn wird gebraucht, aner wir zahlen mittlerweile über ein Drittel des Staatshaushaltes an Transferzahlungen an sowas! Wallah! St.
    Sarrazin hilf!

    • sbeedy schreibt:

      Was das? Gescheiterte Satire? Wenn’s ernst gemeint ist: dumm, sehr dumm.

      Und obwohl ich das Spiel täglich mitspiele: Noten als Disziplinierungs-Instrument sind ein grässliche Krücke, ein schwaches Werkzeug, um an Symptomen herumzudoktern, den Symptomen einer Gesellschaft, die alles andere als eine „Bildungsrepublik“ ist (O-Ton von Ministerin Schavan heute). Es geht in unseren Schulen nicht ums Bilden, auch wenn sich genug LehrerInnen daran abstrampeln. Ich zähl mich dazu.

      Es geht meistens um kurzatmige Lernziele, eher willkürlich gesetzte Inhalte (Lehrwerk, Lehrplan undsoweiter), um das Kämpfen mit schlechten Rahmenbedingungen (Räume, Material, Zeitstrukturen). Wenn ich länger drüber nachdächte, fielen mir sicher noch eine Menge schlauer Kategorien ein. Tu ich aber nicht. Morgen ist wieder Schule. Und da ist wieder viel zu geben, trotz alledem.

      • frlkrise schreibt:

        Ok, Systemkritik, da sind wir alle deiner Meinung……
        Und das mit der Krücke verklicker ich meinen Schülern zum Abschluss, wenn ich ihnen ein leeres Zeugnis in die Hand drücke. „Disziplinierungs-Instrumente wurden nicht erteilt“ können sie dann bei der Bewerbung ja draufschreiben auf das leere Zeugnis-Blatt……

      • Oxypelagius schreibt:

        nein, nicht gescheiterte satire. dass sind dich nicht alles kretins! das ist verschüttetes potential für unser land, unsere zivilisation. das ist nicht chauvinistisch gemeint. es ist zum gruseln!

      • sbeedy schreibt:

        Na, ob da alle meiner Meinung sind… Das wäre ja mal schön 😉
        Nee, und natürlich können sich deine Schüler mit so einem Zeugnis nicht bewerben. Aber das macht die Sache ja nicht besser. (Man könnte ihnen am Ende eines Bildungsabschnitts auch was anderes mitgeben als irgendwelche Ziffern aus einer Sechser-Skala.)

        Davon abgesehen vermute ich aber, dass ein Personalchef bei vielen eurer Schüler sowieso nicht allzu viel auf Noten gibt, eher auf persönliche Eindrücke, oder?

        Und dann hast du also Ende Klasse 10 mit aller Kraft einen Großteil oder wenigstens irgendeinen Teil deiner Klasse dazu gebracht, ausreichend viele Fächer über dem Strich zu haben. Sind die jetzt fit für das, was auf sie zukommt? Bestimmt nicht wegen der Noten. Eher schon, weil das, was Frl. Krise investiert hat, doch irgendwie von Bedeutung war. Vielleicht auch, weil es nun ernst wird. Schule ist nicht ernst. Die Frage ist: Wie wäre sie zu verändern, dass es ernst wird? Mit Sechsen-Verhängen, Strafe-Stehen und Rausschmeißen wird das nicht gelingen. (Und, ja, ich verordne auch Auszeiten, um die Anderen im Raum zu schützen. Dass das alles nicht so leicht getan, wie das System kritisiert ist, weiß ich wohl…)

        Aber was bringen unsere Noten der abnehmenden Wirtschaft eigentlich? Was wäre gewonnen, wenn stattdessen künftige Azubis in der Schule Zeit und einen Rahmen gefunden hätten, ihre Talente zu erkennen und zu entwickeln. Und dazu eine tragfähige Arbeits-Basis (Rechnen, Schreiben, Lesen, Zuverlässigkeit…). Diesen Ansatz verkorksen wir schon in der Grundschule. In Zeiten von Pisa und Vera mehr denn je. Ergänzend dazu noch ein Fundstück von heute –> http://www.gerhardsennlaub.de/lehrers_eigennutz.htm“ .

        Jetzt aber genug lamentiert. Ich les‘ deinen Blog, weil er gut tut 🙂

  4. fraufreitag schreibt:

    Ich schreibe jede stunde ran: Das sind die verbleibenden Tage bis zur Notanabgabe. Montage: 3 Dienstage: 3… ihr habt nicht mehr viel Zeit eure Noten zu verbessern, strengt euch an! 🙂
    Strengen sie sich an? Nein. Abooo, Englischarbeit, habe ich voll vergessen. Schreiben wir noch eine? – nein – Aboooo, aber ich brauche 7 Punkte.
    Und dann regen sich meine schüler, die drei, die nur die prognose für einen einfachen hauptschulabschluss auf, dass die leute von so einer ausbildungsplatzsuchstelle nur die mit erweiterten-Prognose nehmen: „Die müssen uns doch auch helfen. die haben gesagt unsere Noten sind zu schlecht. Voll gemein. Die haben gesagt, erst wenn du bessere noten in den hauptfächern hast, dann helfen sie uns. ich schwöre, voll gemein.“
    Ich darauf: „naja, vielleicht wollen sie nur welchen helfen, bei denen es sich auch noch lohnt.“
    Na, die blicke hättest du mal sehen sollen. und zwei tage später wieder: wie, englischarbeit, wußt ich nicht…

  5. TickleMeNot schreibt:

    1. Juni – Lehrertag. Da gabs für die Lehrer Briefchen von den Eltern und Blumen, und natürlich Selbstgebasteltes und andere kleine Geschenke.
    Kopfnoten in Betragen und Mitarbeit.
    Eine meiner Deutschlehrerinnen hat immer mit dem Kuli auf den Tisch geklopft sowie es in der Klasse lauter wurde.
    Schüler mussten im Unterricht stehen wenn sie weitergequatscht haben, und wenns ganz schlimm war musste man auch raus vor die Tür.

    Aber für solche Massnahmen ist es wohl viel zu spät. Hätte, wie bei uns, in der ersten Klasse anfangen müssen. Und ohne Rückendeckung von den Eltern gehts eh nicht.

    Würde es vielleicht was helfen wöchentlich einen Notenspiegel rauszugeben?

    • frlkrise schreibt:

      Wen interessiert’s? ist ja noch soooooo viel zeit…. Glaub mir , wir machen andauernd Einzelgespräche, da gehts immer auch um den Leistungsstand….aber…siehe oben!

    • die Schmith schreibt:

      In die Ecke. Wir mussten uns, mit dem Gesicht zur Wand, in eine Zimmerecke stellen. Dabei wurde man am Ende noch von den Mitschülern ausgelacht. Aber geholfen hats.

      Dabei fällt mir ein, dass wir auch hin und wieder (sogar auf dem Gymmi) Bänkerücken gespielt haben. Kennt das noch jemand? Das funktioniert auch gut mit Belohnungssystem. Wer soundso viele Plätze weiter gekommen ist, bekommt das als gute Note.

  6. chefarbeiter schreibt:

    Aboooooo! Wie Note in Ethik nicht besser? Übertreib nicht deine Rolle, frl. krise!

  7. Magma schreibt:

    Vielleicht können es manche Kids wirklich nicht überblicken?
    Wird ja einen Grund haben, warum sie nicht auf der Hauptschule sind.
    Was wäre, wenn die Anforderungen etwas weiter unten beginnen? Zweijährige müssen ja auch erst mal lernen, Treppe zu steigen, bevor sie mit dem Hochseiltraining beginnen.
    Was wäre, wenn die Anforderungen für sie etwas überschaubarer sind?
    Was wäre, wenn die lieben Sieben, die pünktlich kommen und was lernen wollen auch mal einen Vorteil haben?

    Also, los geht’s:
    Anwesenheit wird belohnt. Vielleicht mit Punkten für jede Stunde. Wöchentlich gibt es eine Auswertung, die sich DIREKT in einer Note wiederspiegelt! Das ist von Woche zu Woche vielleicht eher überblickbar.
    Wer unpünktlich kommt, darf erst rein, wenn die nächste Stunde beginnt. Die anderen inkl. Lehrer sollen sich ja konzentrieren dürfen.
    Der Aufmerksamkeitsbonus für die abgefahrenste Ausrede fällt ersatzlos weg.
    Jeder Schüler darf so viele Entschuldigungszettel schreiben, wie er will und sie sich dann an den geschätzten Hut stecken.
    Wer zuhört bzw. den Anschein erweckt, darf im Klassenzimmer bleiben.
    Der Rest darf sich die Haare draußen toupieren.
    Und kriegt keinen Punkt.
    Die Fächer Chemie, Physik, Musik, Mathe, Deutsch und der Rest fallen weg.
    Dafür gibt es das Fach Respektvoller Umgang/ Gewaltfreie Kommunikation und zwar von Mo 8 bis Fr 16 Uhr. Wer irgendwann einen Notendurchschnitt von 2,0 hat, darf Rechnen und Schreiben lernen.

    Wär das was?

    • frlkrise schreibt:

      1. Das ist keine Hauptschule.
      2. Das gibt es: Pluspunkte für jedes pünktliche Erscheinen u. mehr. Nutzt sich aber rasend schnell ab. War in der 7 noch ok, danach hats niemanden mehr interessiert.
      3. Warten auf die nächste Stunde – das mache ich, wenn es nicht zuviele Schüler sind. Geht eigentlich nicht wegen der Aufsichtspflicht und wenn die dann störend laut durchs Haus ziehen und evtentuell randalieren oder was kaputt machen, gibts Ärger. Und ich bin dran.
      4. FÄcher kann man nicht einfach weglassen…….

      • Magma schreibt:

        1) Was ist es denn?

        2) Keine Pluspunkte. Noten! Oder Schoki!

        3) Den Hof kehren? Abwaschen? Unkraut zupfen? Stühle reparieren? Natürlich nur mit dem Hausmeister. Oder mit Thilo S.

        4) Schon klar. Ich träum doch nur. Übrigens- falls das nicht richtig rüberkommen sollte-ich liebe deinen Blog und den von Frau Freitag! Herz Herz Herz!

      • die Schmith schreibt:

        Gibt es nicht die Möglichkeit Zuspätkommer in einem Raum unter Aufsicht zu sammeln? Man könnte sie dort eine Strafarbeit schreiben lassen. Ein Aufsatz, ein Mathetest oder wasweißich. Trotzdem gilt die Stunde als Fehlstunde. An sich sollte es da doch irgendwann click machen.
        Und wer sich dann mit dem Kopf auf den Tisch legt, krieg ne Trillerpfeife zu hören. Oder gilt das als brutal und nicht durchführbar? Man könnte die Schüler auch die ganze Stunde stehen lassen, dass sie sich danach sehnen, auf ihrem gemütlichen Stuhl im Klassenzimmer sitzen zu dürfen. 😉

      • frlkrise schreibt:

        Sogennante Schulstationen, sind sehr umstritten, haben Vor und Nachteile.
        Und der Rest ist körperliche Intervention, nicht wirklich genehmigt – …. und frag mal, was die Eltern sagen, wenn du sowas mit Habibi machst…!

      • die Schmith schreibt:

        Wie, man darf die Schüler nicht mal eine Stunde lang stehen lassen? Die sollen doch Konsequenzen aus ihrem Handeln ziehen. Schlechte Noten bemerken die doch meist eh erst auf ihrem Zeugnis oder kurz bevor es eins gibt.
        Ich weiß ja nicht, ob die Schulen in der Türkei oder anderen Ländern so zimperlich mit ihren Schülern umgehen wie hier.

      • Luci schreibt:

        Hm… Also was das zu spät Kommen angeht… Ich weiß, dass es bei meiner Schwester auf der Schule so war, dass die Schule von 8.00 Uhr (auf die Sekunde) bis 8.35 Uhr abgeschlossen wurde. Sowohl der Haupteingang als auch alle Hoftüren waren abgeschlossen. Wer nach 8.00 in die Schule wollte und kein Lehrer o.ä. war, musste klingeln, wurde von Direktor reingelassen, musste in einen bestimmten Raum und durfte erst zur 2. Stunde zum Unterricht.

        Aber bei denen waren es sicherlich nicht so viele Schüler, die zu spät gekommen sind. Man hatte so die üblichen Verdächtigen, die, wenn sie denn überhaupt kamen, zu spät eingetroffen sind, aber die hielten sich im Rahmen…

      • frlkrise schreibt:

        das machen manche Schulen…, find ich persönlich auch ganz gut, ist aber im Moment leider nicht durchsetzbar….

  8. die Schmith schreibt:

    Abooo, is voll gemein mit schlechte Noten. Unterricht voll langweilig. Was kann ich dafür das Lehrer so langweilig machen? Ich schwör. Echt langweilig. Kann ich nich lernen was ist so langweilig und blöhd. Und voll Hässlichkeit neben mich labert eh immer dazwischen und versteh ich eh nix. Ich heirate nach Schule reiche Mann und brauch ich nich Abschluss. 😉

    • TickleMeNot schreibt:

      Ja eben! Wo ist eigentlich mein reicher Mann?
      Hätt ich man bloss nicht Abitur gemacht, wah?

      • die Schmith schreibt:

        Bist du säbern schuld, wenn du gehst Spießer Schwule. Weil, nimmt dich dann kein Mann, weil weißt du dann mehr als Mann. Geht dem nicht. Verletzt du Ehre von Mann. Warst du falsche Schule. Warst du halt Schwule und hast du gemacht falsche Abschluss. 😛

      • oxypelagius schreibt:

        Das ist überhaupt nicht abwegig! Ein Freund Englischlehrer an einem Gymnasium ( immerhin!) bat die Mutter einer
        Schülerin etwas gegen die permanenten Sechsen in dem Fach zu machen. Antwort“ brauchsinich engliss, wirdse
        modell..“ Dem Kumpel lag auf Zunge: “ Die ist doch auch noch häßlich wie die Nacht finster..“ Er seufzte nur: “ achso.
        . na dann..“

  9. Shannon schreibt:

    Bis auf die letzten fünf Zeilen von Magma haben wir das alles schon ausprobiert, funktioniert hat das bislang aber nur wenig. 😉

    • Magma schreibt:

      Vielleicht ist das ja der Schlüssel?

      🙂

    • michael schreibt:

      Muss man dann vielleich wie einge amerikanische Schulen machen, die sich eine altgedienten Militärschleifer in den Unterricht holen, der bei Bedarf die größten Störer mal mit rausnimmt. Einfach mal beim türkische Verteidigungsministerium nachfragen.

  10. derfred schreibt:

    hmm, 11 Fünfen? gibt es überhaupt soooo viele unterichtsfächer? schule ist bei mir schon lange her, aber ich erinnere mich noch dunkel an kurzschuljahre und nicht erteilbaren unterricht aus lehrermangel. und zu mehr als 2 Fünfen hat es auf meinem zeugniss nie gereicht…

  11. bitbull schreibt:

    aboooh, sagen sie nicht so, FrlKrise!
    Das macht mich doch ein bisschen schwummrig bei Fünfzehnjährigen, aber ich finds schön, dass sie doch noch die Zeit finden, aktuelle Entwickungen in Konkurrenzblogs einzuflechten, und das im ersten Satz!

  12. fraufreitag schreibt:

    ich hab’s auch gemerkt, aber ich wollte nichts sagen. ist ja auch wieder ein wenig hämisch. wollte ich ja nicht mehr sein. ich bin ja schon doof. 🙂

  13. fraufreitag schreibt:

    und was sind das hier für drastische tipps, ruf doch einfach mal aus dem unterricht raus die eltern an… 🙂

    • frlkrise schreibt:

      Bitte schweig!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • michael schreibt:

      oder mit Frau Freitag drohen.

      • frlkrise schreibt:

        Bloß nicht frau Freitag, die macht mich auch noch fertig….!

      • Nadine schreibt:

        Aber evtl. hilft es ja. Und als Wiedergutmachung: Tee und selbstgebackene Waffeln von Frau Freitag servieren lassen und nebenher Nachhilfe in Sachen Elternhotline im Unterricht.

        Da fällt mir ein: Sie könnten ja noch drastischer werden und eine Stunde filmen und anschließend Kopien dieser Aufnahmen den Eltern zukommen lassen ;o)

      • die Schmith schreibt:

        Besser mit mir drohen. Eine aus Sachsen. Vielleicht haben die dann sogar Angst, dass ich voll den fiesen Dialekt spreche (Schlesier tun das übrigens gar nicht ;-)) und denen was vom Leben verzähle. Vor der knallharten Realität kriegen die bestimmt voll Schiss und lernen freiwillig. 😉

      • derborusse schreibt:

        Wenn das alles nicht hilft, könnte ich noch einen brutalen, ehemaligen Rektor empfehlen, der mir während meiner Schulzeit immer die Ohren lang gezogen hat, wenn ich frech war.
        Allerdings können solche Maßnahmen auch nach hinten losgehen, denn Jahre später habe ich seine Tochter geheiratet und die Qual kam zurück – aber für ihn….

  14. katerwolf schreibt:

    ach, geben sie doch einfach die vierer, oder gleich dreier. die schüler werden sie lieben 😆

    liebe grüße, katerwolf

  15. Frau Lehmann schreibt:

    Ach, nich aufregen, is kurz vor Weihnachten, spinnen alle: Schüler, Kollegen, Leute auf der Straße. Machst du ein paar Weihnachstfeiern und wenn die schön sind, hast du gute Laune beim Notenmachen… Oder würfelst du, dann wird’s besser 😉
    Was für eine Schule ist das denn jetzt eigentlich???

  16. feydbraybrook schreibt:

    Ja, klingt schlimm.

    Aber man fragt sich dann: warum wird man eigentlich Lehrer? Um daran zu glauben, daß die Kids sich nur verstellen? Daß sie eigentlich ganz anders funktionieren könnten, wenn man ihnen den Knigge oder den Bueb einbläut?

    Man kann sich keine anderen Kinder aussuchen. Das sind sie, so wie sie sind. Sie sind ein Produkt unserer Gesellschaft. Man kann darüber reden, worin die Gesellschaft irrt, aber dabei kann man es sich auch leicht machen: indem man nämlich die gesamte Schuld den Eltern in die Schuhe schieben. Nur daß sie eben auch Teil unseres gesamten Systems Gesellschaft sind, für welche wir alle die Verantwortung tragen.

    Also selbstverständlich auch die LehrerInnen.

    http://feydbraybrook.wordpress.com/2010/10/07/ich-so-in-der-bahn/

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