Königskinder und Alicans Vater

Das war ein Nachmittag! Knallblauer Himmel, die Bäume taten so, als ob sie den Indian Summer übertrumpfen wollten und die Temperaturen verleugneten den November, der in wenigen Stunden beginnt….

Wir, meine Tochter, ihre Freundin Lisa und ich haben ein kleines Schlösschen besichtigt, das direkt am Wasser in einer herrlichen Parklandschaft liegt.
Mensch, Königs hattens ja echt gut, damals!
Das Schlösschen war nur so eine Art Ferienhaus, aber sehr, sehr nobel eingerichtet. Und es gab kein einziges Kinderzimmer!
Lisa, alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Töchtern, war voller Verständnis für Frau König, weil sie selbst auch gerade bis übermorgen „kinderlos“ ist und das mal ganz erholsam findet…
Die Königin war bei ihrem Tod ungefähr so alt wie Lisa und hatte schon so um die 7-8 Kinder, was mich persönlich gleich an die Mutter von Alican erinnerte, die hat ja auch acht Kinder und ist erst 32. Allerdings kein Personal und kein Ferienhaus. Und ich hoffe, sie lebt noch lange, sie sollte sich mehr schonen, sie sieht immer so angegriffen aus. Leicht gesagt.
Alles nicht so einfach. Weder damals noch heute.

Wir sind dann noch eine Stunde spazieren gegangen und haben uns an der Natur erfreut und an einigen Vätern, die wie die Verrückten mit Buggys in Schlangenlinien über die Wege bretterten und, nachdem sie die Buggys mehr oder weniger kontrolliert zum Umstürzen gebracht hatten, sich mit den Kindern im Kies oder in den Blättern wälzten, während die Gemahlinnen vorne weg schritten und taten, als wären sie alleinstehend.

Das hat Herr König aber bestimmt nicht gemacht, sich am Boden wälzen, nee…und der Vater von Alican auch nicht, dafür garantier‘ ich. Ehrlich gesagt bezweifel ich fast, dass der weiß, wie seine Kinder heißen, der ist nämlich NIE zu Haus, sagt Alican.
Wie der König, der war ja auch viel in Sachen Krieg unterwegs.

Ich frage mich gerade, warum ich das schreibe? Ist da eine geheime Botschaft drin….?
Nein.
Wir hatten nur einen schönen Nachmittag. Mehr nicht.

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8 Antworten zu Königskinder und Alicans Vater

  1. Shannon schreibt:

    Woran merkt man, dass ich schon viel zu lange das Interpretieren von Texten mit meinen Klassen lerne?
    Ich hätte den Geheime-Botschaft-Satz am Anfang gebraucht. 😉

    • frlkrise schreibt:

      Erklär mal….versteh ich nich

      • Shannon schreibt:

        Ich habe mich schon nach den ersten Zeilen gefragt, was Sie uns mit diesen Zeilen sagen wollen und was dieser Text auf der Metaebene zu bedeuten hat.
        Und gerade, als ich so richtig schön beim Reininterpretieren bin, ist der Text zu Ende und Sie schreiben, dass da gar keine geheime Botschaft drin ist.

        Aber vielleicht ist es deshalb im Deutschunterricht so verpönt, „Was hat sich der Autor dabei gedacht?/ Welche Intensio hatte der Autor beim Verfassen dieses Schriftstückes?“ zu fragen. Weil der Autor vielleicht einfach nur einen schönen Tag hatte. 🙂

      • frlkrise schreibt:

        Um die Verwirrung zu vergrößern: Die Botschaft gibt der Leser dem Text… der Schreiber weiß oft nicht, was er tut…oder so

  2. ViaE schreibt:

    Hier, ich, ich *mit Finger schnips* Die Autorin will uns sagen, dass sie selbst beim Entspannen nicht entspannen kann und immer an ihre Schüler und deren Familien denkt.
    Krieg ich jetzt ´n Fleissbienchen? *hand aufhalt*
    8)

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