Handymania

„Oh, das tut mit leid, Frl. Krise!“ Herr Celik guckt mich verlegen an. „Aber die Mädchen haben sich ihre Handys schon vor der ersten Stunde abgeholt!“
Mist! Ich wollte den Damen die Handys persönlich zurückgeben und zwar erst heute Mittag! Der Handyentzug sollte mal richtig weh tun. Na gut, was soll’s! Der nette Herr Celik hat es noch nicht so ganz drauf…
In der dritten und vierten Stunde haben wir Ethik, danach zwei Stunden Frühstück und Weihnachtsfeier. Nur unter größten Schwierigkeiten kann ich noch halbwegs vernünftigen Unterricht machen – aber weshalb sollte ich eigentlich den ganzen Vormittag verplempern und womit auch?
Filme gucken, das ist der Notbehelf viele Kollegen an solchen Tagen, aber ich finde es komisch über den Fernseh-und Computerkonsum unserer Jugendlichen zu schimpfen und sie dann in der Schule mit so einem Scheiß wie Ice-Age, das alle schon tausendmal gesehen haben ruhig zu stellen.
Also normaler Ethikuntericht.
Mittendrin – ich hänge gerade mit dem Kopf im Schrank, weil ich etwas suche, ist mir plötzlich so, als ob ich leise ein Handy bimmeln hörte. Auch in der Klasse entsteht eine Irritation, die nichts Gutes verheißt. Ich habe aber nicht den mindesten Plan, wo das Geräusch herkommen könnte und beschließe deshalb, nicht darauf einzugehen. Hat alles keinen Sinn, wenn ich den ‘Täter’ nicht stellen kann… aber ich bin angepiekt. Händy! Schon wieder! Hat das Tamtam von gestern nicht gereicht?
Eine Minute später – Gebimmel. Diesmal kann ich es orten.
SIBEL! Das muss Sibels Handy sein. Nicht zu fassen! Wieder Sibel! Ich bewege mich langsam in ihre Richtung. Sibel starrt mich an wie das Kaninchen die Schlange.
„Gib mir dein Handy, Sibel!“
„ Das war nicht mein Handy, Frl.Krise! Ich schwöre!“
„Gib mir das Handy!“
„Das war echt nicht mein Handy, Frl.Krise!“
„Gib mir sofort dein Handy, Sibel!“
„Aber..aber… ich wollte es nur ausstellen! Vallah! Ich kann nicht dafür…“
Zögernd rückt Sibel ihr Handy raus. Ein uraltes abgewracktes Nokiateil, ausgeschaltet natürlich. Will die mich jetzt verarschen? Wo ist ihr fettes Samsung Galaxy s3 Handy in marble white?
„Wo ist dein RICHTIGES Handy?“
„Richtiges Händy?“
„SIBEL! MACH DEINE TASCHE AUF!“
Da liegt es, das galaktische Telefon! Am Fuße der Tasche. Selbstverständlich eingeschaltet.

Diesmal darf Herr Celik wieder zwei Handys wegschließen.
Diesmal muss Merves Papa persönlich in die Schule kommen um sie abzuholen.
Diesmal heult Sibel nicht mehr. Sie hat sich dran gewöhnt Das ging schnell.
Ganz schlecht.

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42 Antworten zu Handymania

  1. inneres Stimmchen schreibt:

    “Vallah” Ich kann nicht dafür…”
    Mensch Vallah Frl Krise! DER war das bestimmt!!! O_O Hochg’ttliche Präsenz bei ihnen und sie meckern nur die Kinder an! haha

  2. klosterfrau schreibt:

    Das war heute Ihre letzte schulische Weihnachtsfeier heute. Wie geht es Ihnen mit dieser Vorstellung? – Ich wünsche Ihnen schöne Weihnachten und viel Erholung!

  3. Tades75 schreibt:

    Kann mir mal jemand verraten, weshalb diese Blagen
    a) so dumm sind, so einen Mist am nächsten Tag nochmal abzuziehen und
    b) wie sie sich Mobiltelefone für mindestens 430 € leisten können?

    So schlimm kann Sibels Mutter dann doch nicht sein, wenn Sie ihrer werten Tochter so ein teures Telefon erlaubt.

  4. kecks schreibt:

    …jeder oder so gut wie jeder hat so ein handy. mit vertrag kostet es genau 0,- euro. vertrag unterschreiben die eltern. was das “dumm” angeht – sie hat immerhin das steinzeithandy als alternative angeschleppt. zeugt doch durchaus von denkvermögen. außerdem sind auch teils die kollegen ein bisschen, nunja, hinterher… man kann an bayerischen gymnasien immer wieder schüler beobachten, die der älteren pausenaufsicht brav und mit wenig gemaule ihr eben eingeschaltet und deshalb kassiertes iphone überreichen, aber nicht, ohne vorher die sim-karte entfernt zu haben (“moment bitte, ich nehm noch den akku raus, der geht sonst kaputt”). ^^

    • rhadamanthys schreibt:

      Derartige Verträge kosten aber auch entsprechend. Regel Nummer eins in der Wirtschaft, es gibt nichts umsonst.
      Regel Nummer zwei: “schnell”, “billig”, “gut” wähle maximal zwei von drei.

      • STK schreibt:

        Die Kids werden ihre Eltern sicherlich bequatschen, dass sie so ein Smartphone UNBEDINGT brauchen. Und ich glaube nicht, dass die Eltern der Kids mit Migrationshintergrund da viel mehr Ahnung haben als die der Kids ohne Migrationshintergrund.
        Eine geringe Zuzahlung unter 100€ und ein Vertrag für weniger als 30€ im Monat und schon läuft das Kind glücklich mit seinem neuen S3 oder I5 rum. Brauchen tun sie es natürlich meist nicht, für das bisschen, was sie damit anstellen, aber das ist wieder eine andere Geschichte…

  5. dfhjhxs schreibt:

    Warum muss Merves Papa Sibels Handy abholen?

    Ich finde es ja ehrlich gesagt REICHLICH dämlich, dass die Blagen ihr Handy nicht einfach lautlos machen. Wir haben auch ein, zwei Profs, die Handybenutzung in ihren Vorlesungen kritisieren/verbieten/whatever, aber es trotz deutlich unter zwanzig Leuten im Raum nicht merken, wenn wir sie trotzdem ausgiebig benutzen.

    Wir haben sogar Profs, die das begrüßen, wenn die Handys aufm Tisch liegen. Zum einen passen wir nicht besser auf, wenn die weg sind und wir stattdessen kreuzworträtseln oder so, wenn uns langweilig ist(und drei Stunden Vorlesung am Stück schafft man nicht durchgehend konzentriert, da steigt das Hirn automatisch ab und zu aus), zum anderen ist es gerade in Fächern mit tagesaktuellem Bezug einfach unfassbar praktisch, wenn man schnell mal was googeln kann. In Recht zB. Da sitzen wir mit sieben bis fünfzeh Leuten, haben eine wirklich liebe und nette Professorin, die von Technik genau so viel Ahnung hat, dass sie ihren Rechner einschalten kann und bequatschen irgendwelche Fälle und mindestens einmal in der Vorlesung ist irgendjemand bei “… da gab es doch letztens so’n Fall wo jemand genau dies oder jenes(das Problem, das quasi das Gegenteil vom jetzigen Fall ist)…”. Irgendwer googelt dann schnell, die anderen machen weiter. Der Googelnde trägt vor, sie kommentiert das, alle haben was gelernt. Das ist mit Abstand die beste Vorlesung unserer “Füllfächer”, weil wir unglaublich viel rein aus der Vorlesung mitnehmen, unglaublich vernetztes Wissen kriegen dadurch und das einfach total entspannt ist.

    In anderen Fächern googeln wir entweder was der Prof uns da erzählt, weil er zu abgehoben ist, um unsere Fragen zu beantworten oder whatsappen oder lesen Blogs, diesen zum Beispiel*hrhr

  6. /cbx schreibt:

    Überaus geschätztes Frl. Krise, ich lese schon ziemlich lange hier mit großem Vergnügen mit und habe auch die daraus entstandenen Bücher gekauft (brav, nicht?), aber in den letzten Wochen kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sie mit dem Abschluss Ihrer letzten richtigen Klasse auch mit Beruf und Berufung abgeschlossen haben (was ich gut verstehen könnte). Irgendwie hat diese liebevolle Hingabe und Begeisterung in den Berichten doch spürbar nachgelassen. Insofern wünsche ich Ihnen ein paar erholsame Tage und die Kraft für die letzten paar Wochen.

    Mehrere Generationen von Schülern können sich glücklich schätzen, Sie als Lehrerin gehabt zu haben.

    • frlkrise schreibt:

      Bei einer neuen Klasse dauert es nun mal eine Weile, bis man sich wieder auf die “Beziehungsebene” gearbeitet hat…

      • 42 schreibt:

        Das ist von außen nur schwer zu verstehen, aber ich weiß, was Sie damit meinen, frlkrise. Als Fachlehrerin am Gymnasium ist es ebenfalls schwierig, für die Schüler von der reinen Lehrmaschine zum sichtbaren Menschen zu werden. Wenn es nach langen, mühsamen Wochen dann langsam läuft, wird die Klasse am Ende des Schuljahres aus organisatorischen Gründen an einen Kollegen abgegeben und alles geht von vorn los :( Da hilft nur, ein Haus zu bauen, einen Garten anzulegen und zu werkeln, was das Zeug hält! Was für eine Genugtuung, wenn am Ende des Projektes endlich mal ein sichtbares Ergebnis steht! Darf auch klein, schief und krumm sein, Hauptsache greifbar!!

  7. Kejo111 schreibt:

    Manchmal wünsche ich mir totales Handyverbot in der Schule. Entweder gar nicht erst mitbringen oder vor Unterrichtsbeginn abgeben, zur sicheren Verwahrung.

    Was spricht eigentlich dagegen?

    • junikäfer schreibt:

      OH GOTT, was ist denn das für ein Vorschlag!!! Dann könnte man doch nicht mehr wegen eines NOTFALLS angerufen werden, z.B. weil der Kuseng von Onur 4. Grades von der Schaukel gefallen ist und deshalb Arzt…oder weil Anes Tante der Kusine der Großnichte einen eingewachsenen Zehennagel hat!

      • dfhjhxs schreibt:

        Wir hatten früher neben der Turnhalle ein Münztelefon. Und ich bin nicht in der Steinzeit zur Schule gegangen. Das wurde vor sechs Jahren wegen Renovierungsarbeiten an der Wand abgehängt und dann nicht mehr aufgehängt. Wegen der Verbreitung der Handys. Die sind bis heute erlaubt(wie auch Glasflaschen und so), Günnasiunsschule halt… Aber im Unterricht müssen die lautlos sein, wenn eins klingelt, muss derjenige in der nächsten Stunde bei dem Lehrer Kuchen mitbringen. Gilt auch für Lehrerhandys. Erfolg war am Anfang: wir haben uns in den Stunden gegenseitig angerufen*gg* damals, als man Handys noch blind bedienen konnte. Aber da hat man schnell draus gelernt, dass man das Handy leise gemacht hat.

        Krisis Schüler würden aber wohl absichtlich das Handy anlassen nur um zu stören :(

      • dfhjhxs schreibt:

        P.S.: Sekretariat geht immer

    • rhadamanthys schreibt:

      Gegen Abgeben spricht der Aufwand. Wäre ein super Gelegenheit für den Tausch von defekten Geräten. “Ehrlich, war heute morgen noch heil. Haben Sie kaputtgemacht.” Das geht nicht.
      Abholenlassen durch die Eltern ist schon ziemlich gut.

    • kecks schreibt:

      ja, gibt’s doch schon, siehe bayern. ändert gar nichts am ist-zustand, außer rechtssicherheit bei abnahme durch schulpersonal.

  8. Dagegen spricht ein Aufstand der Eltern. Der Schüler sowieso, klar. Wir hatten das Thema gerade beim Elternstammtisch. Es ging darum, dass auch in den Pausen keine Handys benutzt werden sollen, wegen der leidigen Filmerei anderer Schüler und dem Herumzeigen von Gewaltvideos. Da regte sich eine Mutter fürchterlich auf, sie müsse ihre Tochter erreichen können, falls sich an Abholplänen etwas ändere oder so. Ich meinte, dafür reiche es doch, wenn die Tochter das Handy anschaltet, sobald sie die Schule verlässt, aber die Mutter fand das unzumutbar. Der Klassenlehrer wies noch darauf hin, dass es in wichtigen Fällen nach wie vor die Möglichkeit gebe, im Sekretariat anzurufen, aber das trug nicht zu ihrer Beruhigung bei. Das ist mir vollkommen unverständlich!

    • Kejo111 schreibt:

      Meine Rede. Wenn meine Schüler mir erzählen, ihre Mutter/ihr Bruder/ihre Schwester/ihr Vater/Cousin, Onkel wasweißich müsse sie uuuunbedingt erreichen können, weise ich ebenfalls immer wieder darauf hin, dass es dafür ein Schulbüro und eine Telefonnummer gibt, und dass man sie aus dem Unterricht holen kann, wenn es wirklich etwas Wichtiges gibt. Als ich Schülerin war, funktionierte das doch auch …

    • Harriet Krohn schreibt:

      Ich weiß auch gar nicht, wie das bei uns früher geklappt hat, als es noch nicht einmal Handys GAB!

  9. Jürgen schreibt:

    “Filme gucken, das ist der Notbehelf viele Kollegen an solchen Tagen, aber ich finde es komisch über den Fernseh-und Computerkonsum unserer Jugendlichen zu schimpfen und sie dann in der Schule…”
    Prima! Wie recht Sie haben!

  10. Anja schreibt:

    Meine Kinder müssen ihre Händies in der Schule den ganzen Tag im Schliessfach weggeschlossen haben (wir wohnen in New Jersey, USA). Falls sie also etwas gaanz wichtiges zu Hause vergessen haben (Instrument, spezielle HA etc.), können/müssen/sollen/dürfen sie vom Sekretariat aus anrufen. Genauso machen es die Eltern, wenn sie eine Nachricht für ihre Kinder haben. (Oder ich schicke eine SMS, weil ich weiss, dass sie sofort nach der Schule die Händies anschalten.) Keine Ausnahme. Damit werden jedigliche Diskussionen im Keim erstickt. Find ich gut, untersütze ich. Auf das Filmen mit den Händies in den Pausen bin ich noch gar nicht gekommen. In der Grundschule (bis einschliesslich 5. Klasse) sind gar keine Händies erlaubt. So eine Regel entlastet die Lehrern ungemein. Ich stelle mir das unendlich nervend vor, jeden Tag die gleiche Diskussion führen zu müssen. Hochachtung, Frl. Krise. Ich lese übrigens gerade Ihr Buch, habe es importiert ;-). Danke für Ihren tollen Blog.

  11. Blogolade schreibt:

    Irgendwie habe ich ja erwartet, dass diesmal das Krisehandy gebimmelt hat :D

    Mir sagte mal jemand, dass KLEINkinder bis zu 600 Wiederholungen brauchen, bis sie verstehen dass es weh tut wenn sie sich zB die Schüppe an den Kopf hauen. Mir scheint als würde diese Zahl nicht unbedingt mit verlassen des Kleinkindalters rapide sinken sondern erst ganz allmählich, sodass es selbst bei Siebtklässlern noch mehrere Wiederholungen braucht. Vielleicht begreifen sie ja, wenn die Handys über die Ferien in der Schule bleiben.

  12. lichterspiele schreibt:

    Der Gewöhnungseffekt würde stark verringert, wenn man die Einzugsdauer von Mal zu Mal erhöhen würde.
    Speziell kurz vor den Ferien könnte das schnell recht schmerzlich werden …

  13. 42 schreibt:

    Von der von Anja geschilderten amerikanischen Lösung träume ich, kann meine Kollegen aber leider nicht davon überzeugen. Ich würde die Dinger ja soooo gerne einsammeln, wenn sie mal wieder nerven. Bringt aber nichts, wenn die Sekretärin sie auf einen Anruf der Eltern hin dem Kind sofort wieder aushändigt oder sich sogar weigert, sie zu verwahren. Ich kann für die Sicherheit der Dinger nicht garantieren und mir keine 400,-€ Ersatz für ein von meinem Schreibtisch geklautes Handy leisten. Und die Schule sieht sich außer Stande, eine sinnvolle, einheitliche Regelung zu finden und “überlässt den einzelnen Lehrern die Entscheidung”, wie sie mit dem Problem umgehen. Na toll !
    (Mein Handy ist übrigens 8 oder 9 Jahre alt, angeschlagen und abgewetzt. Es funktioniert und macht sogar noch prima Fotos, so what?)

    • frlkrise schreibt:

      Eine Kollegin hat auf einer Klassenfahrt ein nervendes iphone einkassiert. Das wurde ihr in der U-Bahn geklaut. Sie durfte zahlen… (Eltern waren schließlich Hartz 4 Empfänger!) Das Kollegium hat daraufhin sehr solidarisch Geld gesammelt.

      • Kejo111 schreibt:

        “Eltern waren schließlich Hartz 4 Empfänger” – genau an dieser Stelle setzt mein Verständnis regelmäßig aus. Viele meiner Schüler leben von ALG2, und viele von ihnen jammern ständig, für Extravaganzen wie Taschenrechner oder Armbanduhr oder auch nur angemessenes Schreibzeug und einen Rucksack hätten sie kein Geld (pro Jahr gibt es 100 Euro Schulmaterialbeihilfe!) – aber sie laufen mit teuren Smartphones mit Flatrates durch die Gegend. Und für Zigaretten (“richtige” natürlich; keiner von denen dreht – wie ich – voll prollmäßig selbst), edle Markenturnschuhe, überteuerte Getränke vom Kiosk und ein reichhaltiges Sortiment an Schminke reicht’s doch offenbar auch immer, ganz zu schweigen davon, dass Pfandflaschen permanent in den Müll geschmissen werden.

      • frlkrise schreibt:

        Du hast den BMW vergessen, den jeder gleich bekommt, wenn er den Führerschein gemacht hat!

      • Tades75 schreibt:

        @ Kejo111:

        Mein Verständnis würde an dieser Stelle ebenfalls regelmäßig aussetzen, wenn ich mich nicht bereits daran gewöhnt hätte, dass es solche Asoziale gibt.
        Zur Ehrenrettung mancher jugendlicher iPhone-Eigentümer muss ich allerdings erwähnen, dass es auch einige, wenn auch wenige Jugendliche gibt, welche sich das Geld für ein manchmal auch gebrauchtes Vorgängermodell des iPhones vom Mund und anderen wichtigen Dingen des Lebens absparen, nur um dieses beschissene Statussymbol zu erwerben.

      • 42 schreibt:

        Tolles Kollegium !

        @Kejo111: Was die Eltern eben so vorleben: Schulden machen bis die Schwarte kracht. Manchmal ist die “Armut” hausgemacht. Aber es gibt auch sie, die Kids, die sich das Statussymbol erarbeiten und ersparen. Nur von den Kids, die genug Selbstsicherheit von zu Hause mitbekommen haben, auf Statussymbole verzichten zu können, gibt es leider zu wenige. Oft fehlt mir die Individualität aus meinen Jugendtagen, wo es so wichtig war, anders zu sein als die anderen. Punker, Blueser, Grufti, Popper, … wir hatten sie alle in der Klasse. Und ich allein im 50th-Style – Petticoat, Pferdeschwanz und Spitzenhandschuhe, jawoll ! Heute brauche ich Fotos im Sitzplan, um unter all den gleichen Frisuren und Klamotten unterscheiden zu können.

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